Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Wolken im Zeitraffer einfangen

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Wolken und Wetterphänomene gehören zu den beliebtesten Einsatzgebieten für Zeitrafferaufnahmen. Sie erfahren, mit welchen Einstellungen die beiden gezeigten Beispiele aufgenommen wurden, und was bei solchen Fotos zu beachten isst.
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Transkript

Jetzt wollen wir uns einmal typische Beispielszenen anschauen, die in der Zeitraffer-Fotografie gerne als Motiv hergenommen werden. Eins der einfachsten Motive für die Zeitraffer-Fotografie, aber auch eins der spektakulärsten, sind sicherlich Wolken und generell Wetterphänomene. Dazu habe ich einmal zwei Beispiele vorbereitet, die wir uns jetzt anschauen werden. Das erste Beispiel hier ist eine Szene am Tetraeder in Bottrop im Ruhrgebiet. Das ist ein typisches Ausflugsziel im Ruhrgebiet, und an diesem Tag hatten wir wirklich sehr schöne Wolken, die über den Himmel gezogen sind. Wir können in diesem Zeitraffer auch sehr gut beobachten, wie Wolken in verschiedenen Höhen in verschiedene Richtungen ziehen. Das ist etwas, was dem menschlichen Auge bei der normalen Beobachtung verborgen bleibt, aber im Zeitraffer deutlich sichtbar wird. Und genau das ist auch einer der interessanten Aspekte von Wolken in der Zeitraffer-Fotografie. Geschossen wurde das Ganze mit einem Intervall von einer Sekunde. Die Wolken zogen relativ schnell. Das heißt, es war auch ein bisschen windig. Man konnte das in er Szene auch sehen, dass die Kamera leicht gewackelt hat, und da war eine Sekunde als Intervall völlig ausreichend, um diese Bewegung flüssig einzufangen. Ein längerer Intervall hätte dafür gesorgt, dass die Wolken schon fast zu schnell ziehen und die Bewegung nicht mehr wirklich flüssig wäre, sondern zum Teil abgehackt, weil Sie sich zu schnell über das Bild bewegen. Der Zeitraffer jetzt hier ist 30 Sekunden lang geworden. Bei 30 Bildern pro Sekunde Abspielgeschwindigkeit bedeutet das, ich habe insgesamt 900 Bilder aufgenommen. Mit einer Sekunde Intervall war ich also 900 Sekunden lang vor Ort beschäftigt, um diesen Zeitraffer einzufangen. Ein anderes Beispiel ist ein Sonnenuntergang, den ich aufgenommen habe, auf einer weiteren Halde ebenfalls im Ruhrgebiet. Bei dieser Beispielszene habe ich zusätzlich noch mal einen Slider verwendet für eine lineare Bewegung von rechts nach links, und wir sehen hier, dass die Wolken schon deutlich langsamer ziehen, als in der Beispielsequenz vorher. Gleichzeitig kann man auch gut beobachten, wie die untergehende Sonne und der aufreißende Himmel dafür sorgt, dass die Szene im Laufe der Zeit etwas heller wird. Diese Sequenz ist nur 20 Sekunden lang. Wieder bei 30 Bildern pro Sekunde macht das 600 aufgenommene Bilder. Bei zwei Sekunden Intervall heißt das also in dem Fall, ich war schon 1200 Sekunden lang vor Ort. Das Ganze hat also tatsächlich länger gedauert, als die Aufnahme der 900 Bilder bei der Sequenz vorher. Die lineare Bewegung des Sliders gibt dem Ganzen noch mal so eine zusätzliche Dramatik, denn man kann im Vordergrund schön sehen, wie sich die Szene vorbeibewegt und gleichzeitig hat man dann eine zweite Bewegungsrichtung im Himmel durch die Wolken. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wolken und ähnliche Wetterphänomene typischerweise mit einem Intervall mit einer bis ungefähr fünf Sekunden aufgenommen werden sollten, das ist aber stark abhängig von der Windgeschwindigkeit. Wenn viel Wind da ist, wenn die Wolken für das bloße Auge schon flott daherziehen, dann reicht häufig eine Sekunde als Intervall vollkommen aus, wenn dagegen wenig Wind ist und die Wolken sich mit dem bloßen Auge nicht stark bewegen, dann sollte man mit dem Intervall eher hoch gehen auf drei Sekunden, vier Sekunden vielleicht auch fünf Sekunden.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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