Mitarbeiter motivieren

Wirtschaftsfaktor Motivation

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Warum sind motivierte Mitarbeiter für Unternehmen so wichtig? Geht es nur um den "Wohlfühlfaktor" oder stecken "knallharte" wirtschaftliche Erwägungen dahinter?

Transkript

Wir hatten es bereits gesagt: Eine Führungskraft trägt die Verantwortung dafür, dass ihre Mitarbeiter eine möglichst gute Leistung bringt. Motivation ist also ein wirtschaftlich überaus bedeutsamer Faktor. Aber Halt. Geht es nicht viel eher darum, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich jeder Mitarbeiter wohlfühlt? Auf den ersten Blick schon. Aber letztendlich wollen Unternehmen doch eines: Eine möglichst gute Leistung ihrer Mitarbeiter, um die Unternehmensziele zu erreichen und am Markt bestehen zu können. So gesehen ist Motivation eben doch auch an ein Wirtschaftsfaktor. Werfen wir dazu einen Blick auf die Empirie. Das renommierte internationale Forschungs- und Beratungsunternehmen Gallup legt jährlich den sogenannten Galopp Engagement Index vor. Eine Studie zur Arbeitsplatzqualität in Deutschland. Darin misst Gallup auf der Basis von 12 Faktoren die emotionale Bindung von Mitarbeitern an die Unternehmen. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem die positive Rückmeldung vom Chef, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die Wahrnehmung als Mensch und die Geltung der eigenen Meinung. Nach der letzten Studie, die auf Daten von 2014 beruht, sind 15% aller Mitarbeiter gänzlich demotiviert. Ein ebenso großer Anteil ist hochmotiviert. 70%, also die überwiegende Mehrheit aller Mitarbeiter, machen Dienst nach Vorschrift. Was bedeuten solche Zahlen für Unternehmen? Betrachten wir ein innovatives Unternehmen, das neue Märkte erschließen will, kurzlebige Produkte herstellt und auf eine stetige Weiterentwicklung seines Angebots angewiesen ist. Für die Mitarbeiter bedeutet dies im Normalfall Engagement, hohe Anforderungen, Zeitdruck und Stress. Wenn aber über zwei Drittel der Mitarbeiter nur Dienst nach Vorschrift machen, werden eben diese zwei Drittel der Mitarbeiter die Unternehmensziele nicht voll unterstützen. Für das Unternehmen bedeutet das, Wachstumsziele bleiben unerreicht, die Geschwindigkeit der Produktentwicklung und die Innovationskraft leiden. Dann machen wir uns nichts vor. Die hochmotivierten Mitarbeiter genügen nicht, um das Ruder herumzureißen. Ihr Anteil an der gesamten Belegschaft ist mit 15% dafür einfach zu gering. Tatsächlich verpassen Unternehmen durch mangelnde Motivation ihrer Mitarbeiter nicht nur Chancen. Sie fahren vielmehr echte Verluste ein, die sich leider nur schwer in Zahlen fassen lassen. Aber wir alle erleben täglich, wie wir von nicht motivierten Mitarbeitern schlecht bedient werden. Ich war letztens in einem Bekleidungsgeschäft und fragte die Verkäuferin nach der Jacke im Fenster in meiner Größe. Die lapidare Antwort: Schauen Sie mal da hinten auf dem Ständer. Dort sind alle Größen, die wir haben. Da es ein teures Geschäft war und die Jacke gleichermaßen teuer, bin ich einfach wieder gegangen. Kundenservice stelle ich mir anders vor. Auch für die Mitarbeiter bedeutet Motivation nicht nur sich im Unternehmen wohlzufühlen. Die zentrale Frage, die Galopp stellt, lautet: Inwieweit werden zentrale Erwartungen und Bedürfnisse der Beschäftigten am Arbeitsplatz erfüllt? Dahinter steckt für Führungskräfte eine große Aufgabe. Sie müssen erst einmal lernen, was ihre Mitarbeiter brauchen und erwarten. Das steht in vielen Unternehmen im Widerspruch zum sogenannten Top-down-Ansatz, wonach die Managementebene das vorgibt, was die Mitarbeiter zu tun haben. Noch ein Hinweis zur Studie: Galopp spricht vom Engagement Index, nicht von Motivation. Tatsächlich ziehen auch die Kollegen im englischsprachigen Raum den Begriff Engagement zunehmend vor. Von Motivation zu sprechen gerät zunehmend außer Mode. Engagement umfasst neben der Motivation vor allem auch die emotionale Bindung des Mitarbeiters an sein Unternehmen. Je stärker die emotionale Bindung, desto größer das Engagement, desto besser die Resultate. Ich finde, das ist ein guter Ansatz. Da wir aber sprachlich unter Engagement oft etwas anderes verstehen, bleibe ich beim Begriff der Motivation und beziehe die emotionale Bindung in dieses Konzept mit ein. Schließlich wollen wir als Führungskräfte doch vor allem eines erreichen: Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren können und den Ehrgeiz haben, ihre Aufgaben so gut wie möglich zu erfüllen. Und im besten Fall auch noch mit Spaß bei der Sache sind.

Mitarbeiter motivieren

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1 Std. 33 min (20 Videos)
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Erscheinungsdatum:25.04.2016

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