Windows Server 2016 Grundkurs: Basiswissen, Installation und Konfiguration

Windows-Updates auf Nano-Servern installieren

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Wie jedes andere Serversystem müssen auch Nano-Server immer mit aktuellen Updates versorgt werden. Machen Sie sich daher in diesem Video damit vertraut, wie Sie zur Installation von Windows-Updates auf Nano-Servern vorgehen müssen.
07:28

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen, wie Sie einen Nano-Server so vorbereiten, dass Sie diesen als Container-Host nutzen können. Wenn Sie, zum Beispiel, so wie ich hier in dieser Testumgebung auf Basis von Windows Server 2016 einen Nano-Server konfiguriert haben, können Sie auf dem Nano-Server die Docker-Technologie nutzen, um Container bereitzustellen. Damit das funktioniert, müssen Sie aber einige Voraussetzungen treffen, zum Beispiel Windows Updates einrichten und installieren. Das ist bei Nano-Servern ohnehin sinnvoll, da diese ja über ein normales Windows-Server-2016-System verfügen. Sie können für die Einrichtung dazu die neue Funktion der PowerShell nutzen, um direkt auf Hyper-V-Hosts auf die virtuellen Maschinen zugreifen zu können. Und Sie können in der PowerShell-Direct-Sitzung, so heißt die neue Funktion, nicht nur die virtuellen Server verwalten, sondern direkt auf das Betriebssystem der Server zugreifen. Ich zeige Ihnen dazu, wie Sie dazu vorgehen. Mit "enter-pssession" können Sie in der PowerShell-Sitzung auf einem Host auf eine beliebige VM zugreifen. Dazu verwenden Sie die Option "vmname" und den Namen der VM, wie diese im Hyper-V-Manager bezeichnet wird. Danach erscheint ein Anmeldefenster. Ich muss mich authentifizieren, das Ganze dauert einige Sekunden. Sie können sich im Anmeldefenster natürlich auch mit den lokalen Administratorrechten auf dem Nano-Server verbinden. Sie sehen das hier. Mit dieser Information, dass die PowerShell-Sitzung jetzt nicht mehr auf dem lokalen Server durchgeführt wird, sondern jetzt eben hier auf dem Nano-Server. Wenn ich jetzt hier "ipconfig" eingebe, erhalte ich die Informationen zum Nano-Server, die ich benötige, nämlich die IP-Adresse, mit "192.168.40.50". Wenn ich jetzt auf diesem Server weiterführende Einrichtungen vornehmen möchte, zum Beispiel Windows Updates installieren, muss ich den Server als vertrauten Host zu meiner PowerShell-Sitzung hinzufügen. Das ist relativ einfach. Ich verlasse jetzt mit "exit" die PowerShell-Sitzung des Nano-Servers und wechsle wieder in die PowerShell auf meinem Hyper-V-Host und jetzt trage ich als nächstes die IP-Adresse des Nano-Servers in die Liste der vertrauten Hosts auf dem Hyper-V-Host ein. Ich wende dazu diesen Befehl "Set-Item WSMan: \localhost\Client\TrustedHosts" und hier verwende ich jetzt die IP-Adresse meines Nano-Servers. Das Ganze dauert einige Sekunden, danach wird der Host jetzt hier entsprechend hinterlegt. Und ich kann jetzt als nächstes eine Verbindung zu diesem Nano-Server aufbauen und zwar nicht über die PowerShell-Direct-Funktion, sondern direkt über die PowerShell-Remote-Funktion. Bei diesem Vorgang nutze ich dann nicht PowerShell Direct, also den Zugriff auf die VM, sondern diesen Vorgang kann ich auch auf anderen Computern im Netzwerk verwenden, um auf einen Host zuzugreifen. Das heißt, der Server müsste jetzt hier nicht unbedingt virtualisiert sein. Ich verwende jetzt also die IP-Adresse "40.50", melde mich mit der Domäne an und bin jetzt mit meinem Nano-Server verbunden. Der Unterschied zur oberen Sitzung besteht darin, dass ich hier nicht PowerShell Direct nutze, sondern eben die PowerShell-Remote-Funktion. Und jetzt wirklich direkt auf die PowerShell des Nano-Servers zugreifen kann und hier kann ich jetzt eben viele Einstellungen vornehmen, die unter Umständen mit PowerShell Direct nicht funktionieren. Diesen Weg würden Sie dann zum Beispiel auch nehmen, wenn Sie den Nano-Server auf einem physischen Server betreiben, denn dann können Sie natürlich PowerShell Direct nicht verwenden. PowerShell Direct funktioniert nur mit VM's. Um jetzt zum Beispiel die Windows-Update-Funktion zu konfigurieren, muss ich einen bestimmten Befehl eingeben und diesen Befehl als Variable speichern. Ich hinterlege hier diesen Befehl in dieser Zeile. Ich speichere das Ganze mit der Variable "sess", also Session, "New-CimInstance". Hier gebe ich jetzt den Namen der Windows-Update-Funktion auf diesem Server ein und speichere das Ganze als Variable. Das Ganze ist jetzt hier durchgeführt worden und jetzt kann ich Windows Updates auf dem Nano-Server starten, indem ich eine neue Methode aufrufe, mit "Invoke-CimMethod -InputObject" und hier verwende ich jetzt die Variable, also die Information, die hier eingelesen wurde, und starte hier die Installation von Windows Updates. Der Nano-Server versucht jetzt, die Windows Updates zu installieren, auf Basis der IP-Konfiguration, das heißt, der Server muss entweder Zugang zu einem WSUS-Server haben oder zu Windows Update und installiert jetzt hier im Hintergrund die verfügbaren Windows Updates auf dem Server. Danach lässt die PowerShell-Sitzung wieder Eingaben zu und ich kann mit "restart-computer" den Server neu starten. Die Updates werden im Hintergrund installiert, das heißt, Sie sollten das Fenster hier geöffnet lassen. Sie sehen hier auch nicht den Status der Aktualisierung, sondern erst wenn die Aktualisierung abgeschlossen ist, sehen Sie, dass der Vorgang beendet wurde, wenn Sie wieder Zugriff auf die PowerShell-Sitzung haben. Das kann abhängig von dem Patch-Stand des Servers durchaus einige Minuten bis teilweise sogar ein bis zwei Stunden dauern, da hier wirklich alle Updates bei Microsoft, beziehungsweise von WSUS-Server heruntergeladen und auf dem Nano-Server integriert werden. Erst danach entspricht der Nano-Server der neuesten Version von Windows Server 2016. Da Container auf Basis des Betriebssystems des Container-Hosts betrieben werden, spielt natürlich eine aktuelle Installation des Betriebssystems für die Sicherheit und Stabilität eine besonders wichtige Rolle. Sobald die Updates installiert sind, starten Sie den Server über die Remote-PowerShell-Sitzung mit "restart-computer". Bei diesem Vorgang wird jetzt der Nano-Server neu gestartet, Sie sehen das hier im Hintergrund, ich kann mich mit dem VM-Connect-Fenster des Nano-Servers verbinden und sehe hier den entsprechenden Neustart des Servers und sobald der Server wieder zur Verfügung steht, kann ich mich hier wieder an der Nano-Recovery-Konsole anmelden, beziehungsweise dann über die Remote-PowerShell-Sitzung. Mit der Emergency-Recovery-Konsole in Windows Server 2016 können Sie nur lokale Einstellungen des Servers anpassen, Sie können allerdings keine Container-Technologie etc. installieren und einrichten. Ich fasse noch einmal zusammen. Sie können Nano-Server entweder über die PowerShell-Direct-Funktion verwalten oder über eine Remote-PowerShell-Sitzung über das Netzwerk und auf Basis dieser PowerShell-Sitzungen haben Sie die Möglichkeit, auch Windows Updates zu installieren, damit der Server dem neuesten Stand entspricht. Auf Basis eines Windows-Server-Nano-Servers können Sie Container-Hosts betreiben, sollten aber zuvor den Server zum einen möglichst in die Domäne aufnehmen. Die Container lassen sich natürlich aber auch lokal betreiben und besonders wichtig ist, dass Sie alle Updates auf dem Server installieren.

Windows Server 2016 Grundkurs: Basiswissen, Installation und Konfiguration

Lernen Sie die Installation und die erste Einrichtung des Windows Servers 2016 für einen reibungslosen Betrieb.

3 Std. 39 min (22 Videos)
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Erscheinungsdatum:28.02.2017

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