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Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Willy mit den grauen Haaren

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Graue Haare sind ein Problem, wenn sie keine Zeichnung haben. Der Kontrast zwischen hellen Haaren und dunklem Gesicht ist auch bei diffusem Himmel enorm groß. In solchen Fällen hilft nur das Nacharbeiten weiter.
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Transkript

Als ich dieses Bild zum ersten Mal nachbearbeitet habe, habe ich im RAW-Konverter den Ausschnitt so gewählt, wie Sie ihn jetzt hier sehen. Seitdem ist eine Zeit vergangen und mir gefällt der Ausschnitt nicht mehr so gut. Ich finde die rechte Seite und die Trennung der Person vom Hintergrund, die finde ich nach wie vor sehr gut. Doch auf der linken Seite stören mich zwei Dinge, zum einen hier dieser Streifen, der leicht grünlich schimmert. Der hat eine völlig andere Farbigkeit, als der ganze Rest vom Bild. Und dann diese dunkle Linie hier. Denn ansonsten ist der Hintergrund ein unscheinbare graue Struktur mit ein bisschen einem anderen Grauton, aber nicht so dunkel ist, wie diese Linie, und nichts in dieser Farbigkeit. Nun gibt's unterschiedliche Möglichkeiten, diese beiden Stellen zu eliminieren. Eine wäre natürlich, hier diese erste graue Strebe auszuwählen und zu transformieren, so dass sie das Grün dahinter überdeckt. Die einfachere Variante ist jedoch indem ich ich das Bild einfach beschneide und das Stück an der Stelle einfach abschneide. Damit ist die eine Stelle schon mal besser, und man könnte natürlich sagen nachher, das schwarze Hemd und diese Linie, die korrespondieren, die lassen wir so. Das ist ganz schön, aber ich glaube, schicker finde ich das noch, wenn diese Linie weg ist. Und eine gute Möglichkeit, diese Linie zu entfernen ist das Abwedler-Werkzeug. Und zwar, wählen Sie das Abwedler-Werkzeug und dann den Bereich der Tiefen, die da eliminiert werden sollen. Die Belichtung können Sie bei 50% belassen. Und wir machen das Ganze sicherheitshalber auf einer Kopie, und dann ist es relativ einfach, da ein paar mal drüber zu fahren und zu schauen, wie sich die Deckkraft dieser Linie reduziert. Und das sieht ja schon ganz gut aus. Da unten beim Hemd muss man ein bisschen vorsichtig sein. Schalten wir mal hin und zurück, und das ist schon deutlich besser. Und auch hier unten. Wichtig ist natürlich, dass die Linien ungefähr in der gleichen Helligkeit erscheinen. Und so bin ich mit dem Ergebnis schon sehr zufrieden. Der Hintergrund tritt tatsächlich noch mehr in den Hintergrund, als vorher. Jetzt schauen wir uns die Person an. Und da fallen zweierlei Dinge auf. Wenn man der Person in die Augen schauen will, dann sieht man nicht wirklich die Pupillen, weil die Augen relativ tief liegen. Zum anderen stört mich das Haar, was nahezu keine Zeichnung hat. Wenn man sich das Ganze näher betrachtet, dann ist zwar die Hose auch etwa so hell wie das Haar, oder vielleicht sogar noch ein bisschen heller. Das wird jedoch durch das dunkle Hemd ganz gut aufgefangen, insofern ist das an der Stelle stimmig. Nur wenn ich ins Gesicht schaue, dann wird mein Blick sofort abgelenkt durch die hellen Haare, und ich schaue hier oben hin, und das soll so nicht sein. Ich möchte also die Haare ein wenig abdunkeln, und das mache ich in diesem Bildbeispiel folgendermaßen. Hier oben dieser Haarbereich, der ist zu dunkel, und den wähle ich jetzt ganz einfach aus mit dem Polygon Lasso Werkzeug. Das ist für Auswahl neben hier unten Rechteck und dem Kreiswerkzeug mein liebstes Auswahlwerkzeug. Ich nehme das ganz gerne. Habe hier eine relativ harte Kante, also weiche Kante mit einem geringen Radius, und da ziehe ich einfach so eine Auswahl um den Bereich der Haare, an den ich denke, die sind viel zu hell. Das kann man sehr grob machen. Jetzt kopiere ich das mit command c und command v in eine neue Ebene. Dann, die Aufgabenstellung ist klar, das soll alles dunkel werden, also auch die hellen Teile, und ich nehme jetzt als Modus meiner Wahl Multiplizieren, und natürlich sieht das jetzt nicht wirklich geglückt aus, so wie es bis jetzt ist. Andererseits, wenn Sie Ihren Blick nur auf die Haare fokussieren, und ich das jetzt noch mal an- und ausschalte, dann sehen Sie, da, wo vorher nur helles Grau und nahezu Weiß war, da ist jetzt ein bisschen Struktur zu sehen, und das ist genau das, was ich wollte. Jetzt gibt's ganz unterschiedliche Techniken, mit denen man diesen unschönen Rand entfernen kann. Ein Versuch ist immer der Ebenen- Stilwert, in dem man schaut, ob man das, was man nicht braucht, ausblenden kann, also hier mit dem Regler für die dunklen Töne. Und die große Herausforderung mit Drücken der Alt-Taste und Ziehen des Reglers hier rüber kann man schauen, ob man da einen guten Übergang hinkriegt, und das ist jetzt hier bei diesem Bild leider nicht der Fall. Also es bleibt da immer etwas stehen, oder aber der Übergang sieht so blöde aus, dass es hier matschig wird und das sieht schlechter aus, als vorher. Also würde ich in diesem Fall einen Klick auf das Maskensymbol und dann in der Maske einfach mit dem Pinsel das abdunkeln, was ich nicht brauche. Also Malmodus Normal, und dann male ich hier ganz entspannt, diesmal mit weicher Pinselkante das weg, was ich gar nicht brauche. Und das geht ruckzuck, sieht da oben schon mal gut aus, wesentlich besser, als das über die Ebenenstile. Hier unten muss man noch ein bisschen den Übergang wegmalen, und dann Einfach mal hin und her schalten, und dann sieht man, dass dieser Übergang an der Stelle gar nicht von der Bildverarbeitung kommt, sondern dass das vorher schon so war. Und wenn ich das Bild jetzt im Ganzen anschaue und hin und her klicke, dann bin ich genau da, wo ich eigentlich hinwollte. Was man jetzt natürlich auch noch machen kann, ist den Haren ein bisschen mehr Schärfe verleihen. Mit dem Scharfzeichner geht das ganz einfach. Einfach ein bisschen drüber fahren im Modus Normal. Hier auf der Seite da oben eins-zweimal drüber fahren, den Bart noch ein bisschen, und schon hat man auch die Haare noch ein bisschen mehr akzentuiert. So. Abschließend noch, ich hatte es erwähnt, die Augen finde ich jetzt auch nicht so prall. Liegt wahrscheinlich auch da dran, dass die Schärfe jetzt nicht exakt auf den Augen liegt, sondern eher auf den Haaren und dem Bart. Dazu nehme ich wieder das Stempelwerkzeug, kleiner Radius, Pupillengröße. Das ist jetzt noch zu klein, ein bisschen nach rechts fahren, um das zu vergrößern. Ich klicke da drauf, nehme den Modus Negativ multiplizieren mit einer vergleichsweise geringen Deckkraft, 100 ist viel zu viel. Ich schaue mal so was um die 20, ob das gescheit wird. So, und das mache ich natürlich nicht in der Ebene von den Haaren, da funktioniert natürlich gar nichts, sondern dort, wo die Augen sind. Dann noch ein zweites Mal drauf, und dann noch mal das Scharfzeichner- Werkzeug nehmen. Da kann ich auch gerne über die Augen noch mal ein bisschen drüberfahren. Und da gewinnen die auch mal ein bisschen an Tiefe. Und wenn ich jetzt das Bild in der Gesamtsicht anschaue, und dann vorher mit nachher vergleiche, dann sehe ich, meine Bearbeitung hat wirklich dazu beigetragen, dass der Blick des Betrachters jetzt in das Gesicht fällt und in die Augen. Bei den Augen, wie gesagt, muss man bisschen vorsichtig sein, dass man es nicht übertreibt, oder. Wichtig ist also bei hellen Haaren auch wenn sie wie hier im Schatten fotografiert wurden, dass da überall ein bisschen Zeichnung ist, denn sonst rutscht der Blick des Betrachters von den Augen sehr schnell weg in Richtung Haar, und das ist ja nicht das, was sie wirklich wollen.

Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Lernen Sie, wie Sie mit den Füllmethoden in Photoshop eine dezente, natürliche Porträtretusche durchführen und Lippen, Augen und Haare optimieren.

1 Std. 22 min (13 Videos)
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