Java EE 7: Geschäftsanwendungen

WildFly Application Server einrichten

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Ohne einen Java EE Application Server können Sie keine Applikationen laufen lassen. Hier lernen Sie, den WildFly Server zu installieren und einen Management- bzw. Verwaltungsbenutzer anzulegen.

Transkript

Eine Java EE Applikation läuft üblicherweise in einem sogenannten Application-Server. Dieser stellt Applikations- und Webdienste zur Verfügung. Es gibt auf dem Markt verschiedene Application Server, wir werden uns im Folgenden mit der Installation und der Einrichtung des WildFly Applikationsservers auseinandersetzen. Grundsätzlich können Sie, wie gesagt, verschiedene Server benutzen. WildFly hat einen ganz gewaltigen Vorteil: Er ist aktuell und er ist kostenlos. Diese Kombination finden Sie bei zertifizierten Java EE Application Servern im Moment nicht allzu häufig. Was wir in diesem Video machen werden,ist, wir werden zunächst einmal den WildFly Server herunterladen und dann entpacken. Wir werden ein Java EE- Projekt in der Eclipse Entwicklungsumgebung anlegen und wir werden dann den WildFly- Server einbinden in diesem Projekt und zwar im so genannten "Full Profile". Dieses Full Profile wird benötigt, damit uns sämtliche Dienste der Java EE zur Verfügung stehen. Dazu im Gegensatz, dass Webprofile ist eine etwas abgespecktere Variante. Da stehen uns beispielsweise Sachen, wie Java Message Service oder so was, wie der TimerService nicht zur Verfügung. Das Full Profile ist von Haus aus nicht aktiviert, deswegen müssen wir uns das etwas genaue anschauen. Aber fangen wir zunächst einmal an damit, dass wir uns den WildeFly Application Server herunterladen. Den WildeFly Server finden Sie auf der Homepage des Projektes unter http://wildfly.org. Hier wechseln Sie in den Bereich Downloads und können dort die aktuelle Version 8.2.0. herunterladen. Das Zip Archiv ist genau das, was wir wollen. Das laden wir herunter und speichern es uns. Dies kann einige Sekunden dauern, nachdem der Download abgeschlossen ist, werden wir dann den WildFly entpacken. Zu diesem Zweck wechseln wir den Ordner, in dem der WildFly heruntergeladen worden ist, machen wir einen Rechtsklick dadrauf und sagen "Alle extrahieren". Den WildFly sollten Sie so weit wie möglich oben in der Windows Dateisystem-Hierarchie installieren, denn der WildFly tendiert dazu lange Dateinamen zu haben, und das kann durchaus problematisch werden, wenn Sie über die erlaubte Pfadlänge hinauskommen. Aus diesem Grund werde ich den Server im WildFly Ordner auf meinem C Laufwerk entpacken. Das Entpacken kann ebenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach einigen Minuten ist der Download dann abgeschlossen. Wir können nun in diesem Ordner uns ein wenig umschauen und wir sehen dann, dass es in diesem Unterordner wildfly-8.2.0. Final, diverse andere Unterordner gibt. Uns interessiert jetzt hier der "bin" Unterordner. In diesem "bin" Unterordner befindet sich nämlich die Batchdatei "standalone.bat". Die könnten wir normalerweise einfach aus dem Windows heraus per Doppelklick starten. Allerdings machen wir das in diesem Fall nicht, denn wenn wir sie so starten, ohne zusätzliche Angabe von Parametern, dann würde der Server im sogenannten Webprofile gestartet werden, das ist das Standardprofil des WildFlys und da sind dann bestimmte Dienste nicht mit aktiviert, denn das Webprofile schränkt das Ganze ein auf ein Footprint, der für die übliche Webapplikation gedacht ist. Das heißt solche Dienste wie JMS oder der TimerService , der Java EE sind dann nicht verfügbar. Aus diesem Grund sollten Sie in WildFly Server dann lieber wie die Kommandozeile starten. Wenn Sie also eine Eingabeaufforderung öffnen und in den WildeFly-Insallationsordner wechseln, dann können Sie im Unterordner "bin" das Bachtskript standalone. bat oder standalone.sh, je nachdem auf welchem System Sie sich befinden, ausführen und Sie geben nun hier über --server-config, noch an welche Konfigurationsdatei genutzt werden soll, nämlich die standalone-ful.xml Konfigurationsdatei. Die Angabe diese Option sorgt dann dafür, dass der WildFly mit allen Diensten startet und nachdem das erledigt ist, können Sie ihn auch im Browser aufrufen. Das machen Sie, indem Sie die Adresse "http: //localhost 8080/" eingeben und dann sehen Sie die Startzeit des WildFly-Applikationsservers. Die Administrationskonsole, die Sie später immer wieder benötigen werden, können Sie über diese Startseite erreichen, ansonsten können Sie sich auch einfach die Adresse "http: //localhost:9990" merken. Wenn Sie das aufrufen, werde Sie eine entsprechende Ausgabe hier bekommen, wonach noch kein Benutzer eingerichtet ist, das ist auch etwas was wir jetzt noch schnell erledigen werden, nämlich einen Administrations- und Verwaltungsbenutzer anzulegen. Zu diesem Zweck wechseln wir wieder auf die Kommandozeile und dort in den Unterordner "bin" der WildFly-Installation und hier können wir jetzt mit Hilfe des add-user-scripts einen Benutzer anlegen. Was wir hier anlegen wollen ist ein Managementuser, deswegen geben wir an, dass wir die Option "A" wählen. Dieser Mensch mit User bekommt einen Benutzernamen: Nennen wir ihn einfach "admin". Der "admin" Benutzername ist zwar einfach zu raten, wir wollen ihn trotzdem nehmen, deswegen bestätigen wir die Option. Jetzt können wir ein Kennwort eingeben. Sollte das Kennwort, wie in meinem Fall, zu kurz sein oder zu unsicher sein, dann müssen Sie noch einmal bestätigen, dass Sie das Kennwort tatsächlich verwenden wollen, bevor Sie es noch einmal eingeben können. Der nächste Frage orientiert darauf zu welchen Benutzergruppen dieser Benutzer gehört, dann müssen wir im Moment nichts weiter angeben. Wir bestätigen die Frage, dass der Benutzer angelegt werden soll, durch Eingabe von Y und die letzte Frage können wir verneinen. Damit ist der Benutzer angelegt und nun haben wir einen Nutzer, den wir in WildFly verwenden können. Auf dieser Administrationskonsole Oberflächenseite können wir nun auf die Schaltfläche "Try Again" klicken und nun können wir uns anmelden mit dem Benutzernamen und dem Kennwort, das wir eben eingegeben haben. Und nun steht uns auch die Adminkonsole des WildFlys zur Nutzung offen. Nun können wir den WildFly-Server wieder herunterfahren, denn über die Kommandozeile, werden wir ihn selten benutzen, wenn wir mit ihm entwickeln. Wir wechseln also zurück in die Kommandozeile und drücken Steuerung+C, damit wird der Server heruntergefahren und wir können uns nun dem Einrichten der Laufzeitumgebung im Eclipse widmen. Zu diesem Zweck wechseln wir in die Einstellungen, die befinden sich unter WindowPreferences, und hier gibt es einen Bereich "Server". Dieser Bereich Server verfügt über einen Unterantrag "Runtime Environments". Hier klicken wir auf die Schaltfläche "Add" und fügen eine neue WildFly 8.x Runtime zu. Wir wählen aus, wo sich der Server befindet und wir ändern die Konfiguration, die steht von Haus aus, auf "Standalone.xml", wir wählen über den Brows-Button die Konfiguration "standalone-ful.xml" aus, um den Server im Full Profile starten zu können. Ein Klick auf die Schaltfläche "Finish" und ein weiterer Klick auf die Schaltfläche OK, übernehmen diese Einstellungen. Um zu sehen, ob alles einwandfrei funktioniert, liegen wir jetzt per FileNewProject ein neues Java EE Enterprise Applikationsprojekt an. Diesem können wir ein nahezu beliebigen Namen geben, zum Beispiel "Test". Wir müssen hier nun die WildFly Runtime auswählen, die wir vorher angelegt haben. Die EAR Version, also die Version dieses Projektes steht auf 7.0. Wir wollen eine Java EE 7 Applikation hinzufügen. Die Konfiguration können wir unangetastet lassen. Ein Klick auf die Schaltfläche "Next" erlaubt es uns diesen Java EE Applikationsprojekt Module hinzuzufügen. Und zwar fügen wir ein EJB Modul und ein Web Modul hinzu. Beide sind jetzt wirklich für das Laufzeitverhalten gar nicht so notwendig. Aber wollen wir ja irgendwas haben, was wir auf dem Server deployen wollen. Ein Klick auf "Finish" legt die Applikation an. Wir werden jetzt hier keinerlei Logik weiter implementieren, sondern das RAE Archiv direkt auf dem Server deployen lassen. Zu diesem Zweck wählen wir es im Project Explorer aus, einfach kurz darauf klicken und gehen dann auf die Schaltfläche "Run Test" und betätigen diese Schaltfläche. Hier können wir nun einen Server anlegen. Wir haben vorhin eine Run time, also eine Laufzeitumgebung angelegt und werden nun den eigentlichen konkreten Server definieren. Hier wählen wir den Eintrag WildFly 8.x aus, klicken auf "Next", können die Standardeinstellungen so stehen lassen, wie sie sind, stellen sicher, dass unser Test-Applikation im Bereich "Configured" sich befindet, klicken auf die Schaltfläche "Finish" und haben nun die Möglichkeit in der Konsole zu verfolgen, dass unser Server startet und dass unsere Applikation dann innerhalb von kürzester Zeit deployed wird. Und das Ganze war auch erfolgreich, wir werden daran erkennen können, dass wir hier den Eintrag haben: Deployed "Test.ear", das ist nämlich der Name unserer Java EE Applikation, die wir gerade eben auf dem Server bereitgestellt gestellt haben. In diesem Video haben wir den WildFly heruntergeladen, wir haben ihn entpackt, wir haben ihn konfiguriert, wir haben einen Application-Server Benutzer hinzugefügt, mit dem wir die Verwaltung des Servers dann später erledigen können und wir haben den WildFly als Runtime und als Server im Eclipse konfiguriert.

Java EE 7: Geschäftsanwendungen

Verfolgen Sie, wie eine komplette Business-Applikation unter dem Einsatz des gesamten Java-Enterprise-Techologiestacks ensteht.

5 Std. 2 min (39 Videos)
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