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Jeff Weiner über Unternehmenskultur und Skalierungspläne

Wie setzen Sie eine Vision um?

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In diesem Video spricht Jeff Weiner über die Vision von LinkedIn: Wirtschaftliche Möglichkeiten für alle drei Milliarden Mitglieder des globalen Arbeitsmarkts zu schaffen, indem die globale Wirtschaft digital auf sechs Dimensionen abgebildet wird: Menschen, Firmen, offene Stellen, Hochschulen, eine Veröffentlichungsplattform und Kompetenzen.
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Transkript

Wie setzen Sie eine Vision um? Ich habe bereits gesagt, dass wir bei LinkedIn Dinge tun, die ich bisher noch nicht getan habe, auch das Umsetzung unserer Vision, unseres Traums. Denn das ist Vision für mich, richtungsweisend, ein Traum. Es ist nichts, was Sie wirklich tun. Vor ein paar Jahren stellten wir fest, dass unsere Mitgliederzahl schneller als erwartet zunahm. Ursprünglich war unsere Mission, die Fachkräfte weltweit zu vernetzen. Das waren 32 Millionen Mitglieder, als ich im Dezember 2008 zu LinkedIn kam. Vor Kurzem haben wir 400 Millionen überschritten, die sich bei LinkedIn angemeldet haben. Und vor ein paar Jahren war bereits klar, dass wir dabei waren, die Hälfte der angezielten 780 Millionen zu überschreiten. Und damals, angenommen, wir haben alle Fachkräfte weltweit vernetzt, um sie produktiver und erfolgreicher zu machen – und an dieser Front gibt es noch viel zu tun. Es geht ja nicht nur darum, die Leute zu vernetzen und zu registrieren. Also damals begannen wir uns zu fragen, was danach kommt. Und so wurde unsere Vision geboren, diese Idee, jedem Mitglied weltweit zu ökonomischen Möglichkeiten zu verhelfen, für alle drei Milliarden Leute, nicht nur für Wissensarbeiter, Fachkräfte und Studenten. Einfach für alle weltweit Beschäftigten. Und wir wollten das folgendermaßen umsetzen, mithilfe einer digitalen Abbildung der globalen Wirtschaft über sechs Bereiche hinweg. Sechs Bereiche, die LinkedIn unserer Meinung nach aufgrund seiner einzigartigen Position realisieren konnte. Der Economic Graph bedeutet, dass es auf LinkedIn weltweit für jede Fachkraft ein Profil gibt, für alle drei Milliarden Menschen. Es bedeutet auch, dass jede Firma auf der Welt vertreten ist. Inklusive kleiner und mittlerer Unternehmen gibt es circa 60 bis 70 Millionen Firmen weltweit. Das heißt, Sie haben eine digitale Darstellung aller verfügbaren Jobs, die von diesen Firmen angeboten werden. Unserer Schätzung nach gibt es aktuell circa 20 Millionen offene Stellen weltweit, auf die man so digital zugreifen kann. Eine digitale Darstellung aller Kompetenzen, die man für die Jobs braucht, die von diesen Firmen angeboten werden. Zigtausend Kompetenzen, auf die Sie über standardisierte Daten zugreifen können. Eine digitale Darstellung aller Universitäten, Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen, bei denen die Leute die Kompetenzen erwerben können, die für die Jobs erforderlich sind, die diese Firmen anbieten. Und eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede Person, jede Firma und jede Schule ihr Wissen im gewünschten Umfang veröffentlichen kann. Und dann treten wir einen Schritt zurück und lassen alle Arten von Kapital, intellektuelles Kapital, Arbeitskapital und natürlich Humankapital, dorthin fließen, wo es am besten zum Einsatz kommt. Und damit hoffen wir, die globale Wirtschaft zu fördern und zu verändern. Das ist also der Economic Graph. Als wir anfingen, darüber zu sprechen, war er eine Vision und klang ein bisschen nach Science-Fiction. Und im Laufe der Zeit begann er real zu werden. Wir investierten in Infrastruktur, Leute, Teams. Wir kauften ein paar Unternehmen hinzu. Und was sich für uns änderte, war, dass wir anfingen uns zu fragen, was notwendig wäre, um dem Economic Graph gerecht zu werden. Ich habe ein perfektes Beispiel für Sie. Als ich bei der Firma anfing, gab es etwa sechs- bis achttausend Jobs, die auf LinkedIn gepostet wurden. Und irgendwann ermittelten und adressierten wir alle Möglichkeiten für Facharbeiter- und Angestelltenjobs. Es gab ungefähr 350.000 und die Zahl wuchs auf circa eine halbe Million an. Das waren die adressierbaren Jobs. Wir erzielten ungefähr 300.000 Treffer. Und auf unserem Weg zu dieser Zahl, ich glaube, wir waren bei 250.000, hatte ich ein Meeting mit dem dafür zuständigen Team. Und – ich habe das bereits bei vielen Gelegenheiten erwähnt – ich sagte: „Vergesst nicht, ihr müsst anfangen, darüber nachzudenken, wie wir alle Jobs kriegen können. 20 Millionen.“ Und ich wollte gerade den Raum verlassen, da fiel mir ein – ich habe das schon oft erzählt –, sie dachten, dass das nur eine Plattitüde war, dass es nur so dahergesagt war. Ich drehte also um und sagte: „Ich hoffe, ihr habt verstanden, dass ich das absolut ernst meine.“ Und man konnte in diesem Moment spüren, dass sie verstanden haben, dass ich es so meinte. Also zogen sie los und entwickelten eine Strategie und einen Realisierungsplan. Das Ende vom Lied war der Kauf einer Firma namens Bright, brillantes Team. Und heute gibt es fünf Millionen verfügbare Jobs auf LinkedIn. Wir haben circa zweieinhalbmal so viel, wie indiziert wurde. Und wir denken noch darüber nach, wie wir diese Jobs in einem Index anbieten und sicherstellen, dass sie aktuell sind und so weiter. Daten bereinigen, Dubletten entfernen, all diese Sachen. Und wir sind auf unserem Weg zu … Nun, das Ziel sind 20 Millionen verfügbare Jobs auf LinkedIn. Die exakt gleiche Übung könnten wir mit der Mitgliederzahl auf LinkedIn machen, mit der Zahl der Unternehmen auf LinkedIn, mit den Kompetenzen. Es reichte uns nicht zu wissen, welche Kompetenzen die Leute brauchen. Wir sind überzeugt, dass wir Kurse für den Erwerb dieser Kompetenzen anbieten müssen. Wir kauften ein Unternehmen namens Lynda. Meiner Meinung nach der letzte wichtige Baustein, den wir für dieses Puzzle gebraucht haben. Die Veröffentlichungsplattform startete mit 500 Koryphäen, die wir Influencer nannten. Und heute haben wahrscheinlich mehr als 250 Millionen Leute die Möglichkeit, auf LinkedIn in Langform zu veröffentlichen. Und vor Monaten gab es bereits mehr als eine Million Leute, die tatsächlich etwas in Langform auf LinkedIn veröffentlicht haben. Wir reden also nicht nur darüber. Es wird wirklich Realität. Und das Einzige, was uns an diesem Punkt davon abhält, so zu skalieren, ist Zeit.