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Composing mit Photoshop: Auto in Bewegung

Wie man Autos in Bewegung fotografieren kann

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Uli Staiger erklärt in diesem Video den genauen Ablauf eines solchen Shootings und benennt die technischen Hilfsmittel und das Equipment, das zum Einsatz kommt, wie auch die Einstellungen für die Aufnahmen. Außerdem bekommen Sie noch den ein oder anderen hilfreichen Praxistipp aus der Erfahrung des Trainers.
06:07

Transkript

So, wir sind hier jetzt on location, wo wir unser Auto fotografieren wollen. Es ist ein Parkplatz, man kann das natürlich auch auf der Straße machen, aber im Straßenverkehr würde ich es Ihnen nicht wirklich empfehlen, weil Sie fahren doch relativ langsam, verhältnismäßig langsam mit dem Fahrrad, und dem Auto hinterher, das ist nämlich genau das, was wir hier machen wollen. Ich werde mich nämlich gleich hier auf das Fahrrad schwingen, werde losfahren, während das Auto hinter mir herfährt, und das Ganze sollte ungefähr bei einer Geschwindigkeit von zwischen 30 und 40 km/h stattfinden. Deswegen der Parkplatz. Schauen wir uns einmal an, wie das Ganze hier montiert wird. Wir haben erstmal die Kamera, die lege ich mal aus dem Weg, lege ich erstmal auf die Seite. Und wir schauen uns das hier an, wir haben also einen Arm, der direkt an eine Superclamp anmontiert ist. Die Superclamp kriegen Sie in jedem vernünftigen Fotofachhandel, und so sieht das ganze aus, diesen Arm gibt's auch dazu. Dann gibt es diesen Kugelkopf, den können Sie von allen handelsüblichen Stativen verwenden, den brauchen wir natürlich, um die Kamera sauber ausrichten zu können. Das Ganze wird, wie man hier sieht, an das Fahrrad montiert. Natürlich möglichst so, dass Sie noch genügend Beinfreiheit zum treten haben, und andererseits auch so, dass Sie an Ihrem Bein vorbei fotografieren können. Das ist also die mechanische Komponente der Sache. Was man sonst noch dazu sagen kann, lassen Sie ein bißchen Luft aus den Reifen, also nicht mit zu hart aufgepumpten Reifen losfahren, denn sonst haben Sie das Problem, dass jede kleine Erschütterung sich natürlich auf die Kamera überträgt. Jetzt kommen wir mal zur Kamera. Ich mache das ganze mit einer Sony Alpha, das hat den Grund, dass es eine verhältnismäßig kleine Kamera ist, die trotzdem 42 Megapixel auf die Waage bringt, und Sie haben ein Interesse daran, mit einer kleinen Kamera zu arbeiten. Wenn Sie das mit einer großen Kamera machen, haben Sie natürlich entsprechend viel Gewicht, das wiederum gibt eine entsprechende Schwungmasse, und Sie haben eher verwackelte Aufnahmen, die wir natürlich vermeiden wollen. Was die Kamerasettings betrifft, habe ich mir eine Brennweite von irgendwas zwischen 24 und 50mm ausgesucht, bei dem Abstand, den wir jetzt zum Auto haben werden ca. drei, dreieinhalb Meter, sind etwa 30 bis 35mm eine ziemlich gute Brennweite. Dann habe ich den ISO-Wert 200 gewählt, das hat natürlich auch mit dem Wetter zu tun, wir haben einen relativ trüben Tag, aber extra gewählt, denn Sonne, Sonnenlicht, Sonnenreflektion, das möchte ich lieber später in der Postproduction zufügen. Die Zeit liegt bei einer 125tel-Sekunde, das ist eine Zeit, die sollten Sie so ungefähr einhalten. Der Zusammenhang ist der, wenn Sie eine kürzere Zeit nehmen, entsprechend dann 400 oder 800 ISO, dann haben Sie zwar weniger Verwacklung im Bild, aber natürlich auch weniger Bewegung, und genau diese Bewegung wollen wir ja eigentlich jetzt fotografieren. Deswegen die 125tel ist bei einer Geschwindigkeit von ca. 35, 38 km/h, wenn Sie das schaffen mit Ihrem Fahrrad, doch eine ganz gute Zeit. So, also, wir probieren das mal, ich montiere die Kamera. Unten ist die Platte schon draufgeschraubt auf das Ding, und immer, wirklich immer, sollten Sie, wenn Sie das machen, checken, ob Ihre Kamera wirklich fest sitzt. Hier nochmal gegenhalten und, ja, funktioniert. Manueller Modus, das ist klar, sonst machen die Einstellung von einer 125tel und einer Blende 5,6 wenig Sinn. Manueller Modus einschalten hilft, und, was ich vorhin schon gemacht habe, was ich jetzt nochmal einstellen muss, ist den Remote mit dem Handy herstellen. Die Kamera ist in der Lage, ein eigenes WLAN aufzubauen, und dieses WLAN kann ich dann sozusagen mit dem Handy einfangen, also ich sehe das, was die Kamera an WLAN aufbaut, das Sucherbild dann hier auf dem Handy, und kann dann während der Fahrt vom Handy auslösen. Schauen wir das nochmal kurz an, müsste aber eigentlich schon alles stehen. Jawoll, das steht, wunderbar, OK. Wir haben das Live-Bild auf der Kamera. Sie können natürlich auch, wenn Sie wollen, hier, wenn Sie einen beweglichen Monitor haben, da nochmal doppelt kontrollieren, aber solang wir hier unser Sucherbild auf dem Handy haben, ist das nicht zwangsläufig nötig. Eine weitere Option, die Sie haben, das Ganze mit einem Fernauslöser zu machen, den Sie in die Kamera einstecken, sich hier auf den Lenker legen, dann können Sie mit zwei Händen fahren, ich mache das jetzt einhändig, aber das ist nur eine Frage, wie Sie am liebsten arbeiten. Ja, und das wär's, dann können wir anfangen. OK. Und ab dafür! Ready? OK. So, und Action. Yes! Und yes, so erstes Bild. Das zweite Bild. Boah. So, also, wir haben unseren Schuss nun gemacht, wir haben ein paar hoffentlich ganz gute Aufnahmen, werden wir jetzt gleich mal auswerten müssen. Vielleicht noch zur Erwähnung am Rande, wenn Sie mit einem anderen Fahrrad unterwegs sein sollten, das vielleicht nicht diese Wahnsinnsqualitäten hat wie dieses hier, oder einfach langsamer fahren wollen, oder eine geringere Strecke zur Verfügung haben, und deswegen gar nicht so schnell fahren können, dann machen Sie die gleichen Aufnahmen natürlich auch mit einer 60tel, mit einer 30tel, oder sogar vielleicht mit einer 15tel-Sekunde, dann braucht weder das Auto noch das Fahrrad so schnell zu sein. Das funktioniert selbstverständlich auch. Wir haben mal experimentiert, und rausgefunden, dass die 125tel bei ungefähr 30, 40 km/h meiner Meinung nach am besten funktioniert. Deswegen haben wir diese Zeit genommen, und auch die Blende 5,6 dazu. Aber probieren Sie bißchen, spielen Sie bißchen rum, und achten Sie darauf, dass Sie einen guten, zuverlässigen Fahrer haben, das erhöht Ihre Überlebenschancen.

Composing mit Photoshop: Auto in Bewegung

Lernen Sie, wie Sie ein dynamisches Auto-Composing realistisch umsetzen. Sehen Sie, wie das Motiv in Bewegung fotografiert und in Photoshop bearbeitet wird.

2 Std. 38 min (26 Videos)
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