Edius Pro 8 Grundkurs

Wie funktioniert non-linearer Schnitt?

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In diesem Video erklärt Nils Calles das Funktionsprinzip beim sogenannten non-linearen Schnitt, der durch die moderne Digitaltechnik erst ermöglicht wurde.
07:05

Transkript

Nun werde ich mal das Funktionsprinzip des nonlinearen Schnitts erklären. Wenn ich jetzt hier einen Rechtsklick auf den Filmclip im "Bin" mache, kann ich mir über Explorer anzeigen lassen, wo diese Datei liegt. Sie liegt, wie sich das gehört, in dem Edius Projekt-Ordner "Footage_Edius_Crashkurs Input Video NikonD800". Die kleine Datei, die drunter liegt, ist die Wellenformdatei, die von Edius automatisch generiert wird, und die wir hier unter diesen Clip sehen können. Sie hilft uns beim Auffinden von O-Tönen und bei der Beurteilung von dem Tonpegel. oder auch beim Auffinden von Beats in Musik-Clips. Als früher noch mit Filmstreifen geschnitten wurde konnte man auch schon nonlinear schneiden, das heißt, man konnte, wenn man eine Szene, die vorher kam, auf der Filmrolle weiter hinten rein haben wollte, den Film durchschneiden und diese Szene dort einkleben. Man brauchte aber die Szene dazu. Das heißt, wenn man die Szene mehrmals rein kleben wollte, brauchte man den Filmstreifen auch mehrmals. Das ist hier nicht so, denn dieser Clip hier in der Sequenz ist im Prinzip nur ein Abspielbefehl für die Original-Videodatei. Das kann man sich in Edius auch anzeigen lassen. Hier unter "Einstellungen Benutzereinstellungen" kann man hier unter "Timeline Clip-Timecode" den Quell-Timecode anzeigen lassen, den "In", den "Out" und die Dauer, d. h., dieses von der Software generierte Bild sagt dem Original-Videoclip, wenn jetzt hier "Play" gedrückt wird, dann spiele von 34 Sekunden 22 Frames bis eine Minute und vier Sekunden ab. Wenn ich jetzt hingehe und den Clip hier vorne anfasse und hier vorziehe bis auf auf den Marker und wir zoomen hier wieder ein wenig rein dann sagt dieses Bild zu dem Videoclip: Spiel mir ab 57 Sekunden ab bis 1.04, das klingt dann so... (Clip) "Also, mein Name ist Jan Kalt." "Ich bin Betreiber der Schraubfabrik, dem Tonstudio in Mannheim" "dem Nummer Eins Tonstudio in Mannheim" Wenn ich jetzt also diesen gleichen Clip hier mehrmals haben will, dann schnappe ich mir das Bild, drücke die Strg-Taste und ziehe es einfach hier hinten dran. Und schon... (Clip) "Also, mein Name ist Jan Kalt." "Ich bin Betreiber der Schraubfabrik, dem Tonstudio in Mannheim" wiederholt sich die Szene. Mit einem Doppelklick auf dieses Bild wird die gleiche Szene im Player geöffnet und ich kann jetzt mit Shift-O an den Out-Punkt gehen weil diesen Teil habe ich ja schon, fahre ein Stück nach hinten, und suche mir eine neue Stelle. (Clip) "und jetzt werde ich demnächst in die Halle 9.1 gehen" Hier ein "In". Jetzt wird das Ding rot, weil im Moment der In-Punkt nach dem Out-Punkt kommt, was natürlich Blödsinn ist, das wird mir hier angezeigt. (Clip) "und jetzt werde ich demnächst in die Halle 9.1 gehen" "mal bei Schneider's Büro vorbeischauen, etwas an den Geräten schrauben" Okay, hier machen wir wieder ein "Out", werfen den hier weg und machen mit "S" wieder ein neues Stück dran, (Clip) "und jetzt werde ich demnächst in die Halle 9.1 gehen" "mal bei Schneider's Büro vorbeischauen, etwas an den Geräten schrauben" und jetzt ist dieser neue Clip auch wieder ein Abspielbefehl für die gleiche Videodatei. nur an einer anderen Stelle. Wenn ich jetzt hier das "Audio-Level" aktiviere und das "Audio-Level" ein Stück runter ziehe; mit der Shift-Taste, (Clip) "und jetzt werde ich demnächst in die Halle 9.1 gehen" dann sagt die Software: Spiel mir diese Videodatei ab dieser Stelle ab, aber ein wenig leiser. Wenn ich jetzt einen Farbkorrektur-Effekt auf den Clip lege und mal mit einer "S-Kurve" den Kontrast höher einstelle und vielleicht auch hier bestimmte Farben noch mal rausdrehe dann bekomme ich einen ganz neuen Look. Okay. Sieht also ganz anders aus als hier. Dann sagt die Software: Spiel mit den Videoclip ab dieser Stelle ab und sagt zum Prozessor oder je nach Effekt auch zur Grafikkarte: Jetzt modifiziere mir hier den Kontrast in Echtzeit. Früher musste man sowas rendern, das heißt, da musste eine neue Datei geschrieben werden, die diese Veränderungen beinhaltet. Heute sind die Rechner so schnell, dass sie das in Echtzeit können. Wenn ich also jetzt im gleichen Look in dem vorderen Clip haben will, nehme ich einfach diesen Effekt, ziehe ihn da drauf, und schon sieht der vordere Clip genauso aus. Wenn jetzt mein Kunde also genau diese zwei O-Töne in diesem Look haben will, muss ich einen neuen Film mit diesen Settings generieren. D. h., die Software spielt den Clip ab, rechnet die Farbkorrektur drauf, und schreibt davon ein neues File. Je nachdem, ob das Material weiter verarbeitet werden soll oder für das Internet ist, suche ich mir den passenden Codec aus und gehe dann mit einem Medium zum Kunden und gebe ihm das File. Wenn jetzt mein Kunde in einem Jahr sagt: Wir haben doch damals dieses Interview geschnitten, aber heute ist der Look jetzt nicht mehr so "in", kann ich den gleichen Film jetzt noch mal in einem anderen Look haben, dann brauche ich wieder die Originaldateien. Deshalb ist es wichtig, so wie wir das von Anfang an gemacht haben, alles in einem Ordner zu haben, so dass ich, wenn ich in einem Jahr das Kundenprojekt wieder aufmache, die Files alle gefunden werden. Dann mache ich diese Timeline auf, werfe diesen Effekt raus und werfe diesen Effekt raus, lasse mir was neues an Effekt einfallen, lege das drauf und rendere das wieder raus. Und dann wird auch wieder eine neue Datei geschrieben und wieder Platz auf der Festplatte verbraucht. Die Projektdatei selber ist eigentlich nur eine Art Datenbank-File für die Schnittsoftware, die sagt: Ich habe jetzt hier diese Sequenz, da liegen diese Clips drin, da sind diese Abspielbefehle drin, und so weiter und so fort. Also die Projekt-Datei, die wir hier sehen, hat 34 Kilobyte, was wirklich sehr klein ist, deshalb lohnt es auch, immer mal zwischendrin abzuspeichern, weil das kostet wirklich keinen Speicherplatz. In diesem Unterordner liegen übrigens die "Autosave"-Dateien, das heißt, wenn Edius abstürzt, kann darauf wieder zurückgegriffen werden und es gibt auch noch jeweils noch Backup-Dateien, die Edius automatisch anlegt.

Edius Pro 8 Grundkurs

Nils Calles erläutert wie Sie mit Edius schneiden, Audio bearbeiten, Effekte und Looks erzeugen und schließlich Ihren fertigen Film exportieren.

3 Std. 45 min (45 Videos)
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Software:
EDIUS Pro EDIUS Pro 8
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Erscheinungsdatum:27.10.2016

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