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Content-Marketing – Grundlagen

Wie findet man gute Themen?

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Die Themenfindung ist leichter, als viele denken. Es gibt ein paar Standardfragen, deren Beantwortung bereits tollen Content erzeugt. Außerdem existieren Tools und Websites, die inspirieren.
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Transkript

Jeder Autor kennt das Phänomen der Schreibblockade. Um dagegen vorzugehen, gibt es eine Menge an Werkzeugen, Websites und Tricks, von den ich Ihnen nun einige vorstellen will. Inspiration lauert überall, in Nachrichten, Fachmagazinen, Blogs oder einfach im Alltag. Der einfache Zugang zu einem Thema ist: einfach anfangen. Das ist übrigens eine uralte Autorenstrategie. Für viele, vor allem mittelständische Unternehmen, die diese Form des Marketings nicht kennen, scheint eine große Herausforderung darin zu liegen, Dinge zu finden, über die man berichtet. Das ist Unsinn. Es gibt jede Menge Tools und Techniken, die die Ideenfindung erleichtern. Und wenn Sie mal vor einer krassen Veränderung der Produktwelt in Ihrem Unternehmen stehen, wie die Rügenwalder Mühle, dann fragen Sie sich doch einfach: Wer will vegane Schnitzel? Warum will man vegane Schnitzel? Und was macht man mit veganen Schnitzeln? Antwort auf diese drei Fragen versorgen Sie ein gutes Jahr lang mit gutem Content. Jeder Schriftsteller kennt Schreibblockaden. Warum sollte es dem Content-Marketer anders gehen? Wenden Sie sich zunächst Ihrem eigenen System zu, zum Beispiel dem Onlineshop. Fragen Sie doch mal den Verantwortlichen für Webanalyse welche Seiten am häufigsten besucht und welche Suchbegriffe dabei eingegeben werden. Gehen Sie zum Vertrieb und fragen Sie nach den Verkaufsargumenten für bestimmte Produkte und nach den Kritikpunkten. Diskutieren Sie das mit der Produktentwicklung und fragen Sie danach, was dort gerade entwickelt wird. Und wenn das alles nichts hilft, dann stellen Sie der Reihe nach Ihre Mitarbeiter vor, mit ihren beruflichen Fähigkeiten, aber auch mit ihren privaten Leidenschaften. Ihr Unternehmen besitzt eine Themen-Expertise, sonst wären Sie nicht am Markt. Suchen Sie nach externen Experten für genau dieses Themengebiet. Häufig sind das sogar Kontakte, die Sie für's Influencer-Marketing später nutzen können. Interviewen Sie diese Experten, befragen Sie diese Experten oder führen Sie Interviews. Abonnieren Sie den Newsletter der Konkurrenz. Suchen Sie nach spannenden Diskussionen in Foren, aber das tun Sie natürlich nicht von Hand, sondern mithilfe einer Software für Social Listening. In dieser Software geben Sie Suchbegriffe ein und die Software sucht dann im Social Web nach Diskussionen rund um dieses Thema. Diese Tools besitzen häufig auch Trendbarometer und ähnliche Inspirationswerkzeuge für spannenden Content. Brittany Berger hat in ihrem Blog insgesamt 47 Ideen für Blogposts aufgelistet. Die meisten davon funktionieren auch für größere Contentstücke. Den Link sehen Sie hier in der letzten Zeile. Google Trends ist nicht nur eine gute Recherchequelle für Themen, sondern hilft auch bei der richtigen Wortwahl. Es dreht sich schließlich um die Häufigkeit von Suchen zu einem bestimmten Begriff. Was wird häufiger gesucht? Die Waschmaschine oder der Waschvollautomat? Wenn Sie meinen, "Smarthome" wäre doch ein spannendes Thema für einen Beitrag, dann fragen Sie Google Trends, ob das wirklich gesucht wird und dann nutzen Sie außerdem den Keywordplaner von Google Analytics, um herauszufinden, was im Zusammenhang mit dem Begriff "Smarthome" noch gesucht wird. Ein fantastisches Beispiel für die Themenfindung ist das Ikea-Content Studio. Statt nur einen Konferenzraum zum Newsroom zu verwandeln, ließ IKEA ihre Content-Marketer eine eigene Wohnung einrichten, mit IKEA-Möbeln natürlich und allen Problemchen, die dabei entstehen. Das Ergebnis ist nicht nur eine sehr praktische Sicht auf die Lebenswelt der Kunden, sondern auch die Begegnung mit deren Alltagsproblemen. Schon aus den diskutierten Ideen für die Einrichtung entstand massig guter Content. Schnell kam man bei IKEA auf die Idee, nicht nur die eigenen Ideen zu benutzen, sondern auch die Nutzer zu befragen. Die IKEA-hej-Community hat heute 15.000 Nutzer und die hatten jede Menge Ideen für die Einrichtung. Tatsächlich entstand daraus schon die nächste Idee: "Kommt doch mal vorbei". Und wirklich, inzwischen gibt es im IKEA-Content Marketing 200 Homestorys von Besuchen bei Kunden und Mitgliedern der Community. Mirko Lange sortiert Stories nach ihrem Erzählkern. Längst nicht jedes Contentstück muss tiefgründig und moralisierend sein. Aber nutzen Sie dieses Schema doch einmal für einen internen Workshop. Nehmen Sie eine aktuelle Geschichte aus Ihrem Content-Marketing, sortieren Sie diese sich hier ein und dann lassen Sie das Team jeden der Begriffe mit einer Variante eben dieser Geschichte füllen. Ein Beispiel: SATURNs Magazin "TURN ON" beschäftigt sich heute mit einer möglichen Neuerung bei WhatsApp, nämlich, dass man Nachrichten auch nach dem Verschicken löschen kann. Das wäre die News. Daraus macht man das "How-to": "Wie verstecke ich WhatsApp-Nachrichten vor meiner Freundin?" Oder die kuriose Story über Beziehungen, die durch WhatsApp entstanden oder kaputt gegangen sind. Und natürlich steht hinter allem die Sinnfrage, aber die Antwort darauf lautet ja immer 42. Es gehet eben nicht nur darum, Themen zu finden, sondern es müssen passende Themen sein, passend zum Unternehmen und vor allem zu den Zielen des Content-Marketings. Wenn Sie die Frage nicht beantworten können, inwieweit ein Thema auf diese Ziele einzahlt, dann lassen Sie es lieber weg. Und behalten Sie bereits bei der Themensuche die Skalierung im Hinterkopf. Ist ein Thema saisonal wiederholbar? Hat es mehrere Facetten für verschiedene Artikel oder Infografiken? Könnte es der Beginn einer Serie sein?

Content-Marketing – Grundlagen

Lernen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Marke oder Produkte zu erhöhen, Social Media effizienter zu nutzen und mehr zu verkaufen.

2 Std. 15 min (19 Videos)
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