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Logic Pro X Grundkurs

Wichtige Begriffe der Audiobearbeitung

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Dieses Video bietet einen detaillierten Überblick über die Grundlagen von Audiosignalen. Dabei werden Begriffe wie Lautstärke, Schall, Klang, Ton und Rauschen erläutert.

Transkript

Bestimmt sind Ihnen Begriffe wie Lautstärke, Schall, Klang, Ton oder Rauschen aus dem alltäglichen Sprachgebrauch bekannt. Worum handelt es sich dabei aber genau? Dieser Frage wollen wir in diesem Video auf den Grund gehen. Dabei möchte ich vorausschicken, dass es nicht besonders wichtig ist, Ihnen dies in Logic Pro oder einer anderen Software zu zeigen, sondern es soll um die dahinter stehenden Begriffe und ihre Physik gehen. Die erste Frage, die wir uns stellen sollten, ist: Was ist eigentlich Schall? Und das sehen wir sehr gut an dieser Animation eines Lautsprechers. Dort haben wir in Grün eingezeichnet zwei Magneten, dann in Rot zwei Metallstäbe, die mit einer in Blau gehaltenen Membran verbunden sind. Durch elektrische Impulse dieser Magneten bewegen sich diese Metallstäbe hin und her und dadurch ergibt sich eine Schwingung dieser Membran, die dann unterschiedliche Luftdrücke erzeugt. Diese werden dann aus dem Lautsprecher hier heraus geschickt und treffen irgendwann auf unser Ohr ein. In unserem Ohr wiederum durchlaufen sie eine ganze Fülle an verschiedenen Elementen dieses Organes. Sie gehen also durch den Gehörgang, durch das Trommelfell, diese Schwingung wird übertragen auf Hammer, Amboss und Steigbügel, schließlich kommt sie durch ein ovales Fenster hier an der Schnecke und von dort aus werden diese elektrischen Impulse dann über den Hirnnerv an unser Gehirn weitergereicht. Dieses reagiert blitzschnell und kann so Einschätzungen geben, wie beispielsweise die Richtung aus der ein Geräusch kommt oder die Unterscheidung eines Flugzeugstarts, eines vorbeiziehenden Autos, einer Gitarre oder einer Geige. Wechseln wir nochmals zurück zu Logic und sehen uns die erste Form eines Tons an. Es handelt sich hier um eine sogenannte Sinuswelle. Diese Sinuswelle oder Schwingung die stellt sozusagen einen perfekten Ton dar. Sie sehen hier eine ganz gleichmäßige Kurve im unteren Bereich. Und diese Kurve besteht nun aus unterschiedlichen Elementen, nämlich einerseits noch oben und unten, der Amplitude. Diese Amplitude schwingt eben von einem hohen Plus-Wert bis zu einem starken Minus-Wert hin und her und ein kompletter Durchlauf wird als 1 Hertz bezeichnet, also eine Schwingung pro Sekunde. In diesem Fall haben wir hier 30 Hz, das heißt, 30 solcher Schwingungen. Würde ich also 30 solche Spitzen hier abzählen, so hätte ich eben einen 30-Hz-Sinuston. Die Anzahl dieser Schwingungen, die gibt die Tonhöhe an. Wenn wir hier jetzt mal hereinhören, würden wir das jetzt eher als dumpfes Brummen bezeichnen. Höre ich mir jetzt zum Beispiel mal diese 440 Hz hier an, so ist das schon vielleicht ein wenig vertrauter, es handelt sich um den sogenannten Kammerton a', der auch zum Stimmen von Musikinstrumenten verwendet wird. Und vielleicht als Vergleich eine Schwingung von 1000 Hz, also 1 kHz, die hört sich so an. Auch hier, wenn wir hereinzoomen würden, würden wir diese harmonische Schwingung sofort erkennen. Sinuswellen sind künstlich erzeugte Wellen. Es gibt zum Beispiel neben der Sinuswelle auch eine Sägezahnwelle. Hören wir uns die mal an. So klingt die schon um einiges schärfer, sozusagen. Wenn ich mir das jetzt mal genauer ansehe, dann erkennen wir hier jetzt auch Spitzen anstatt dieser gleichmäßig geformten Wellen. Physikalisch betrachtet handelt es sich aber sowohl beim Sinus als auch beim Sägezahn um einen Ton, der eben mit der Hertz-Anzahl eine bestimmte Tonhöhe hat. Sehr gut betrachten können wir das, wenn wir uns hier zum Beispiel für diesen Sweep, also diesen Durchlauf verschiedenster Frequenzen, einmal einen Effekt ansehen. Es handelt sich hier um einen sogenannten EQ, einem Equalizer, bei dem ich bestimmte Frequenzen erhöhen oder auch abschwächen könnte. Darum soll es jetzt aber nicht gehen, sondern wir können dieses Werkzeug auch verwenden, um einfach unsere Audiowelle zu analysieren. Ich lasse jetzt mal hier diesen Sweep abspielen und betrachten Sie jetzt mal hier dieses Diagramm. Von links nach rechts sind also aufgetragen die Hertz. 20 Hz bis 20 kHz, der hörbare Bereich des menschlichen Ohrs und von oben nach unten hier die Dezibel mit plus und minus beziehungsweise einer Gesamtlautstärke, hier auf der rechten Seite eingezeichnet. Lassen wir das jetzt mal abspielen. Sie sehen sehr schön, wie diese Spitze hier jetzt die einzelnen Frequenzen durchläuft. Im Vergleich zu solchen gleichmäßigen Schwingungen, wie im Sinus, ist das andere Extrem ein Rauschen. Hier wird unterschieden, zum Beispiel zwischen dem weißen und dem rosa Rauschen. Hören wir uns mal das weiße Rauschen an und sehen wir uns das auch gleich mal hier im EQ an. (durchgängiges Rauschen) Hier sehen Sie jetzt eine relativ gleichmäßige Verteilung in den verschiedensten Frequenzen von ganz tief bis ganz hoch, aber eben zufällig über die Zeit verteilt. Im Vergleich dazu das rosa Rauschen, (durchgängiges Rauschen) das eben auch eine solche zufällige Verteilung hat, mit dem Unterschied, dass im höheren Frequenzbereich einfach weniger Anteile da sind, also das geht ganz gleichmäßig hier nach unten und wird vielleicht auch etwas angenehmer, also nicht so scharf klingend wie das weiße Rauschen empfunden. Unter einem Geräusch versteht man zum Beispiel einen Donnereinschlag in einem Gewitter. Hören wir uns das mal an. So merken wir, dass hier dieser Regen überlagert ist von diesem Donnergrollen und es handelt sich um zufällig über die Zeit verteilte akustische Events. Ein Klang hingegen, der von einem Instrument erzeugt wird, der hört sich zum Beispiel so an, wie dieser Gitarrenton. (Gitarrenton) Hier sehen wir jetzt sehr schön, dass eine Spitze definitiv bei diesem Ton a', also im Bereich von etwa 440 Hz angesiedelt ist, aber ich lasse das nochmals abspielen, auch viele andere Frequenzen darin enthalten sind. Das sind die sogenannten Obertöne. Und dies ist eben die wichtige Unterscheidung zwischen einem künstlichen Ton, also einer Sinusschwingung, und einem natürlichen Klang, zum Beispiel von einer Gitarre oder einem anderen Instrument, bei dem eben viele Obertöne mitschwingen. Diese Obertöne machen diesen Klang aus und ermöglichen auch unserem Ohr beziehungsweise unserer Hörerfahrung im Gehirn zu unterscheiden, aus welcher Schallquelle, also zum Beispiel von welchem Instrument ein solcher Ton gespielt wurde. Fassen wir also kurz zusammen. Ein Ton wird in seiner Höhe bestimmt durch die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, die Lautstärke durch die Auslenkung der Amplitude nach oben und unten innerhalb einer Schwingung, und von einem Musikinstrument gespielte Töne werden als Klänge bezeichnet. Zu unterscheiden sind diese von Geräuschen aus der Natur, wo mehr zufällig unterschiedlichste Frequenzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten Schwingungen erzeugen und daher nicht eindeutig einer Tonhöhe zugeordnet werden können.

Logic Pro X Grundkurs

Nutzen Sie die Digital Audio Workstation (DAW) Logic Pro von Apple und lernen Sie, wie Sie Ihre Musikproduktion von der Aufnahme bis zur fertig abgemischten Audiodatei umsetzen.

4 Std. 57 min (40 Videos)
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