SharePoint 2016-Administration Grundkurs

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Office, SharePoint Designer, InfoPath, OneDrive, Browser – welche Aufgabe sollte mit welcher Software gelöst werden? Die Antwort gibt dieser Film.

Transkript

Rund um SharePoint spielen eine Menge Tools eine Rolle. Ich möchte Ihnen in diesem Video einen Überblick verschaffen, welche Software für welche Aufgabe und welche Anwenderzielgruppe geeignet ist. Zuerst steht da SharePoint 2016 im Mittelpunkt natürlich, die SharePoint-Farm mit den Websites, den daraus hervorgehenden Listen und Bibliotheken zum Einstellen von Inhalten, von Content, und den Web Services respektive Dienstanwendungen, die dann die Suchdienstfunktionalität, Project-Server-Funktionalität und weitere Funktionen zur Verfügung stellen. Grundsätzlich bedient wird SharePoint mit dem Browser. Der Browser ruft Seiten auf, die er aus der Webanwendung bezieht. Mit dem Browser kann Inhalt verwaltet werden, indem Dateien hochgeladen werden, indem Formulare ausgefüllt werden, indem Karteikarten für Listenelemente ausgefüllt werden. Und mit dem Browser wird die Zentraladministration aufgerufen und damit natürlich auch die Farm verwaltet. Letztlich ist also der Browser für jedermann ein Tool, um mit SharePoint zu arbeiten, egal ob es ein Administrator ist, ob es ein Entwickler ist, ob es ein Anwender ist. Weiters gibt es natürlich ein lokal installiertes Microsoft Office 2016. Es könnte auch ein 2013 oder 2010 sein, wobei mit 2013 und 2010 jeweils geringfügige Einschränkungen zu beachten sind, die man auf der Homepage der jeweiligen Office-Komponenten nachlesen kann. Mit Office 2016 werden Dokumente und Dateien erstellt, bearbeitet und betrachtet. Das bedeutet, ein Word-Dokument kann erstellt und hochgeladen werden. Und SharePoint ist direkt in die Office-Programme integriert. Outlook 2016 dient als Frontend für Aufgabenverwaltung und Kalender, die in Outlook dargestellt werden können, und der Synchronisierung von Inhalt im beschränkten Maße. Das heißt, es ist möglich, dass man Dokumentbibliotheken mit Outlook synchronisiert und dann auf eine Dienstreise mitnimmt. Leider ist es hier nicht möglich, einzelne Dokumente zu synchronisieren, sondern nur ganze Dokumentbibliotheken. Daher wird diese Synchronisierungsfunktion von Outlook vermutlich eher unbrauchbar sein. Stattdessen stellt Microsoft das Client Tool OneDrive for Business zur Verfügung. Das hieß früher SkyDrive. Es ist etwas verwirrend, die ganzen OneDrives zu unterscheiden, denn auch die früheren My Sites in SharePoint werden nun als OneDrive for Business bezeichnet. Hier ist aber ganz konkret ein kleines Client Tool gemeint, das mit Office lokal installiert wird, mithilfe dessen man dann einzelne Dateien, aber auch einzelne Bibliotheken auf den Client synchronisieren kann. Das wäre eigentlich das Tool der Wahl für einen Mitarbeiter, wenn er einen bestimmten Bestand an Dateien auf dem Notebook mitnehmen muss. An dieser Stelle nur der Hinweis: Wenn eine einzelne Datei oder wenige Dateien mitgenommen werden sollen zum Bearbeiten, empfiehlt es sich eigentlich eher, diese Dateien auszuchecken und eine lokale Kopie zu laden. Das heißt, das sollte dann das Teammitglied jeweils selbst kontrollieren auf Dateiebene. Die Office-Online-Komponenten sind wiederum ganz wichtig. Sie werden über einen eigenen Browser On-Premises, also in der lokalen Farm in Ihrer Umgebung bereitgestellt, werden separat lizenziert und bilden dann die Office-Programme im Browser nach, sodass eine lokal installierte MS-Office-Version nicht erforderlich ist. Damit ist natürlich auch die Bedienung von SharePoint beziehungsweise vielmehr das Aufrufen von Office-Dokumenten aus SharePoint nicht mehr gebunden an ein Betriebssystem, sondern nur an einen gängigen Browser, der die Office-Online-Komponenten aufruft. Diese Tools sind für Anwender und Verwalter gleichermaßen interessant, denn mit diesen Tools wird der Inhalt, der Content in SharePoint verwaltet. Eine viel umstrittene Funktion ist das Anpassen von Formularen mit InfoPath. Microsoft InfoPath steht in SharePoint-Server-Enterprise-Umgebungen auch als Forms Server zur Verfügung. Das heißt, man kann Formulare designen mit InfoPath, kann die in die SharePoint-Farm einstellen. Bediener können diese Formulare ausfüllen, auch wenn kein Microsoft InfoPath installiert ist. Diese Komponenten waren umstritten, weil Microsoft InfoPath als deprecated, also als nicht mehr zur Weiterentwicklung markiert hat, und auch verkündet hat, dass InfoPath 2013 die letzte verbleibende Version von InfoPath sein wird. Das hat weitreichend zu Verunsicherung geführt. Inzwischen hat Microsoft aber angekündigt, dass InfoPath in genau dieser Version 2013 noch bis zum Ende des Support Lifecycle von SharePoint 2016, also bis 2026 supported werden wird. Insoweit handelt es sich beim InfoPath Designer durchaus um eine verlässliche Komponente. Es ist aber auch davon auszugehen, dass Microsoft in absehbarer Zeit hier eine Alternative anbieten wird, die unter anderem auch die Funktionalität von SharePoint Designer implementiert. Denn SharePoint Designer ist so ziemlich das am heftigsten umstrittene Tool für SharePoint. Experten sind weitreichend der Meinung, dass man mit diesem Werkzeug eher mehr kaputt machen kann als ganz. Es wird auch von Microsoft nicht mehr wirklich weiterentwickelt. Die letzte Innovation war in Version 2010. In 2013 hat man die Oberfläche etwas umgekrempelt und hat notdürftige Anpassungen gemacht, beziehungsweise hat das "What you see is what you get"-Prinzip beim Entwickeln von Seiten wieder weggenommen, sodass SharePoint Designer für den Aufbau von grafischen Elementen oder den Aufbau von Seiten in SharePoint eigentlich nicht mehr geeignet ist. SharePoint Designer wird benötigt zum Design von Workflows. Man kann mit SharePoint Designer sogenannte externe Inhaltstypen aufbauen, also Datenbankquellen erschließen, ohne dass man programmieren muss. Und man kann ein gewisses Customizing der Farm vornehmen. Allerdings sollte auf jede Funktion verzichtet werden, die sich stattdessen mit dem Browser abbilden lässt. Also man kann mit Designer zum Beispiel auch Listen abbilden oder Bibliotheken erstellen. Das sollte nicht genutzt werden und stattdessen viel lieber mit dem Browser erledigt werden, denn hier hat SharePoint Designer doch sehr viele Fehler implementiert. Visual Studio als Generalwerkzeug zur Entwicklung für SharePoint 2016 beziehungsweise auch alle vorherigen SharePoint-Versionen. Mit Visual Studio kann man unter Nutzung des .NET-Frameworks in den gängigen Sprachen C# oder alternativ auch Visual Basic .NET Webparts programmieren, man kann Dienstanwendungen programmieren, Templates erstellen, Erweiterungs-Solutions, Apps natürlich, Provider-hosted Apps oder auch SharePoint-hosted Apps, und damit auch SharePoint online erweitern. Man kann Workflow Templates und Workflows programmieren, und Workflow Actions. Das heißt, mit Visual Studio gibt es eigentlich nichts, was sich nicht in SharePoint 2016 realisieren lässt, oder allgemein auch in SharePoint realisieren lässt. Aktuell liegen wir bei Visual Studio 2015 und Visual Studio 2015 unterstützt inzwischen SharePoint Server 2016. Diese Tools sind ausschließlich für Programmierer gedacht, beziehungsweise mit einer Einschränkung für Power User, nämlich InfoPath. InfoPath richtet sich an Menschen, die Formulare designen können. Auch hier ist eine gewisse Programmierung notwendig, aber keine Programmierung im Sinne der objektorientierten Entwicklung. SharePoint Designer und Visual Studio gehören definitiv eigentlich in die Hände von erfahrenen Softwareentwicklern, die den SharePoint weiterentwickeln können, und nicht in die Hände von Makroprogrammierern, die aus der Power-User-Region kommen.

SharePoint 2016-Administration Grundkurs

Lernen Sie, worauf es bei der Planung, Einrichtung und Administration einer SharePoint-Farm auf Basis von SharePoint Server 2016 ankommt.

8 Std. 21 min (66 Videos)
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Erscheinungsdatum:24.10.2016

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