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Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

Wenn-dann-Bedingung

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Die Ausführung eines Quellcodes kann auf Grund von aktuellen Bedingungen zu einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführt oder verhindert werden. Die einfachste Möglichkeit stellt hierbei eine Wenn-dann-Bedingung dar.

Transkript

Wir haben schon ein paar Zeilen Code geschrieben bisher, aber was passiert ist, war immer das Folgende: Wir beginnen mit dem ersten Statement, wir gehen zum nächsten, wir führen das aus. Dann gehen wir weiter. Der Computer macht das ja alles rasend schnell. Jetzt stoppt er vielleicht, weil er auf eine Benutzereingabe wartet, aber er macht immer das Gleiche, von oben nach unten, tagein, tagaus. Das ist ziemlich dumm. Und jenseits eines einfachen "Hallo-Welt"-Programms, müssen wir es irgendwie schaffen, dass unser Programm intelligenter wird. Wir müssen Fragen stellen: "Wenn das Bankkonto gedeckt ist, berechne die Zinsen. Wenn nicht, verlange eine Überziehungsgebühr. Wenn der Nutzer den passenden Haken setzt, füge ihn zur Mailing-Liste hinzu. Wenn er das nicht tut, dann nicht. Wenn die Position des Bildes von der Rakete das Gleiche ist wie das vom Raumschiff, dann zeige das Bild mit der Explosion an." Wir brauchen einen Code, der manchmal ausgeführt wird, aber manchmal eben auch nicht, je nach den aktuellen Bedingungen zu genau diesem Zeitpunkt. Das nennt man "bedingten Code". Wir fangen mit einem klassischen If-Statement an, das es so in jeder Programmiersprache gibt. Das If-Statement, das wir in JavaScript verwenden, das wird genauso oder in sehr ähnlicher Form in vielen anderen, von C oder von C++ abgeleiteten Sprachen verwendet. Wir beginnen mit dem Schlüsselwort "IF", dann haben wir eine runde Klammer, und dann haben wir geschweifte Klammern. Und innerhalb dieser ersten runden Klammer, da schreiben wir die Bedingung hinein, die also geprüft werden soll. Also: "Ist der Name beispielsweise gleich Thomas", oder "Befindet sich das Raumschiff an der Stelle der Rakete?", wie auch immer, und innerhalb dieser geschweiften Klammer, da schreiben wir den Code, der dann ausgeführt werden soll, wenn die Bedingung wahr ist. Deswegen heißt es eben der "bedingte Code", D.h. diese Codezeilen innerhalb der geschweiften Klammer, die werden nicht auf jeden Fall ausgeführt, sondern werden nur dann ausgeführt, wenn diese Bedingung eben zutrifft. Ich will nochmal ein Wort verlieren zur Terminologie, zu den Klammern, von denen ich gerade gesprochen habe. Wir haben runde Klammern, die stehen in dem Fall direkt hinter diesem If-Statement. Wir haben eckige Klammern, die haben wir in diesem Beispiel gerade gar nicht gesehen, aber eckige Klammern, das sind, das mag jetzt vielleicht etwas einfach klingen, das sind keine runden Klammern. Aber in der Schulmathematik beispielsweise, wenn Sie sich daran erinnern, da konnte man eckige Klammern und runde Klammern miteinander austauschen und es war überhaupt kein Problem. Der Mathematiklehrer oder Mathematiklehrerin hat da wahrscheinlich keinen Fehler dafür gegeben, weil es völlig egal war. Anders ist es allerdings hier beim Programmieren. Wir haben neben den runden Klammern, eckige Klammern auch die geschweiften Klammern. Wir haben gerade gesehen, Sie können einen Klammertyp nicht mit dem anderen Klammertyp austauschen, D.h. wenn ich von runden Klammern spreche, dann müssen Sie auch zwingend runde Klammern verwenden, und umgekehrt gilt das Gleiche natürlich auch für geschweifte Klammern oder für eckige Klammern. Innerhalb der runden Klammer, da kommt die Bedingung, und innerhalb der geschweiften Klammer, da kommt der sog. "bedingte Code" eben. Schauen wir uns mal diese Bedingung oben in diesen runden Klammern mal etwas genauer an. Da kann ich z.B. reinschreiben "A kleiner 50" , D.h. wenn "A" kleiner als "50" ist, dann mache dieses Pop-up-Fenster mit "alert" auf und schreibe "Es ist wahr". Oder ich kann sagen, wenn beispielsweise "B größer als 20" ist, nur dann schreibe mit "alert": "Es ist wahr". Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich um "20,1" handelt oder um "1000" oder um "15 Millionen". Wenn "B" in dem Fall größer als "20" ist, dann ist der Ausdruck wahr und der bedingte Code wird ausgeführt. D.h., es gibt hier nicht "ein bisschen wahr" oder "ein bisschen falsch" oder "sehr richtig" oder "sehr falsch", sondern es gibt lediglich "ja" oder "nein". Ist der Wert, der in dem Fall hier in "B" gespeichert ist, größer als "20", oder ist er es nicht. "20,0", das ist nicht größer. "20,0000001", das wäre genau so wahr, wie dass "15 000" größer als "20" ist. Wir haben hier nur diese beiden Möglichkeiten - wahr oder falsch. Eine dritte Möglichkeit scheidet hier komplett aus. Schauen wir uns aber mal an, was wir machen, wenn wir z.B. genau überprüfen möchten "Ist ein Wert exakt der Gleiche wie ein anderer Wert?". Also beinhaltet die Variable "C" genau den Wert "99" Ja oder nein? Wenn Sie genau hinschauen, dann sehen Sie, ich habe hier zwei Gleichheitszeichen verwendet und nicht nur eins. Woran liegt das? Ein Gleichheitszeichen, das ist ein Zuweisungsoperator, D.h. wenn ich schreibe "C=99", dann überprüfe ich das nicht, sondern dann sage ich: "Nimm den Wert "99" und packe ihn in die Variable "C" hinein." Nichts anderes. Wenn ich das innerhalb dieses If-Statements verwende und überprüfen möchte, ob in der Variablen "C" der Wert "99" ist, dann muss ich zwei Gleichheitszeichen verwenden. Das ist häufig, gerade auch für Einsteiger oder Einsteigerinnen, ein Moment, wo man sich vertut, oder wo man Fehler macht. Aber wichtig ist, wenn ich überprüfen möchte, was in einer Variablen drin ist, dann brauche ich zwei Gleichheitszeichen. Ein Gleichheitszeichen hat im Normalfall innerhalb eines If-Statements nichts verloren. Eine dritte Möglichkeit, wie ich etwas überprüfen kann, sind drei Gleichheitszeichen. Das ist etwas komplizierter. Drei Gleichheitszeichen bedeutet, dass ich nicht nur den Wert überprüfe, in dem Fall "99", sondern dass ich auch noch die Art des Wertes überprüfe, also ob es sich auch um, beispielsweise hier in dem Fall, eine Ganzzahl handelt oder eine Fließkommazahl oder wie auch immer. Auch das ist grundsätzlich möglich, diese drei Gleichheitszeichen. Was mache ich denn, wenn ich jetzt überprüfen möchte, ob eine Variable einen bestimmten Wert nicht hat? Dann schreibe ich ein Ausrufezeichen vor das Gleichheitszeichen. Das bedeutet in dem Fall "D!=100". Diese Bedingung ist nur dann wahr, wenn in "D" alles andere drinsteht außer "100". D.h. in diesem Fall, wenn da drinsteht "Thomas", oder wenn da drinsteht "Hallo", oder wenn in "D" "99,9" drinsteht, dann ist das alles nicht "100" diese Bedingung ist in dem Fall dann wahr und der bedingte Code wird auch tatsächlich ausgeführt. Wichtig ist, wir können vor das Ausrufezeichen und nach dem Ausrufezeichen ein Leerzeichen schreiben, aber zwischen diesem Ausrufezeichen und dem Gleichheitszeichen, da darf nichts stehen, denn das ist ein Statement. "!=" bedeutet nichts anderes als die Überprüfung, ob in einem Wert etwas anderes steht eben als das, was ich hinten drangeschrieben habe. Das war jetzt die Bedingung. Diese Bedingung, die ist immer in diesen runden Klammern und innerhalb dieser geschweiften Klammern, da ist der Code-Block. Das ist der bedingte Code, der wird nur dann ausgeführt, wenn die Bedingung tatsächlich wahr ist. Schauen wir uns das ganze mal in einem Beispiel an. Was ich hier habe, ist in der ersten Zeile "WAHR(A=5)" und "B" soll "10" sein. Ich habe hier nur ein Gleichheitszeichen, das ist hier der Zuweisungsoperator, D.h. ich nehme den Wert "10" und packe ihn in die Variable mit dem Namen "A" oder hier mit dem Namen "B" hinein. Hier habe ich jetzt mein If-Statement, mein "Wenn-Dann-Block" quasi, D.h. wenn, in runden Klammern, A kleiner als B ist, dann soll der Code, der in den geschweiften Klammern steht, ausgeführt werden und das ist "Alert A ist kleiner als B." Ich habe hier diesen Code hier etwas eingerückt mit einem Tabulator, das muss ich nicht machen, ich tue das, damit es für den Programmierer einfach leichter zu lesen ist. Dann gehen wir mal weiter, ich habe hier einen zweiten "If-Block" "Wenn(A==B)" Und ich habe hier zwei Gleichheitszeichen, denn ein Gleichheitszeichen, das verwende ich, wenn ich einen Wert in eine Variable hineinschreiben möchte und zwei Gleichheitszeichen verwende ich, wenn ich überprüfen möchte, ob beide Werte gleich sind. Ich speichere diesen Code einmal ab und führe ihn mal aus und dann habe ich hier "Ja, A ist kleiner als B." Das ist also genau diese Alert-Funktion, die ich hier oben hineingeschrieben habe. Wenn ich auf "OK" gehe, dann ist das JavaScript-Programm auch zu Ende. Der zweite Bereich, der wird hier gar nicht erst ausgeführt, denn A ist eben nicht gleich B. Ich möchte nochmal ein Wort darüber verlieren, wo denn diese geschweiften Klammern stehen. Sie werden manchmal im Internet auf eine Schreibweise treffen, die so ausschaut, D.h. die erste öffnende geschweifte Klammer, die ist in einer neuen Zeile, genauso wie die schließende geschweifte Klammer. Da kann man religiöse, abendfüllende Diskussionen darüber führen, ob es richtig ist, das Ganze in dieselbe Zeile zu schreiben, oder ob es nicht ein besserer Stil wäre, das in verschiedenen Zeilen zu schreiben. Fakt ist, für JavaScript ist es völlig egal. Das ist eines von diesen Leerzeichen beispielsweise, das völlig egal ist, ob es da steht oder nicht. In beiden Fällen wird der Code exakt gleich ausgeführt. Und wofür Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Ich persönlich und viele andere Programmierer machen es so wie hier. Die öffnende geschweifte Klammer kommt in dieselbe Zeile, und die schließende geschweifte Klammer, die steht in einer neuen Zeile. Aber selbst wenn Sie diesen Code so schreiben, dass alles in einer Zeile ist, kommt exakt das gleiche raus. Schauen wir uns mal den Strichpunkt an. Normalerweise soll ein Statement mit einem Strichpunkt beendet werden. Es gibt ein paar Ausnahmen. Die eine Ausnahme ist diese schließende geschweifte Klammer, da finden Sie diesen Strichpunkt nicht, weil JavaScript hier schon erkennt, dass ein Statement zu Ende ist, und Sie finden auch hier keinen Strichpunkt, weil dieses Statement ja noch nicht zu Ende ist, ein Strichpunkt muss ja nicht am Ende einer Zeile stehen, sondern ein Strichpunkt steht am Ende eines Statements und dieses If-Statement, das hat ja hier diese runden Klammern und es hat die geschweiften Klammern und erst dann ist es zu Ende. Allerdings wäre es doppelt gemoppelt, wenn ich nach der schließenden geschweiften Klammer einen Strichpunkt schreibe, denn das Statement ist schon beendet und deswegen kann ich in diesem Fall auf den Strichpunkt hier verzichten.

Grundlagen der Programmierung: Basiswissen

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5 Std. 38 min (64 Videos)
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