Analoge Fotos digitalisieren

Wellige und gewölbte Vorlagen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Reproduktionen von Vorlagen, die nicht plan liegen, sehen nicht schön aus. Welche Kniffe Sie anwenden können, um auch von solchen Bildern gute Ergebnisse zu produzieren zeigt Ihnen Michael Jordan hier.
03:47

Transkript

Problematisch sind besonders auch neben den glänzenden Vorlagen, Vorlagen, die nicht Plan liegen. Die entweder gewellt sind, so wie dieses Foto, was auf Backpapier vergrößert wurde. Das hat am Rand unschöne Wellen, in der Mitte auch noch, also es liegt überhaupt nicht Plan. Oder aber auch hier so ein Ausdruck auf Inkjet-Papier, Fine Art Papier. Das ist ein bisschen gebogen. Man kann hier bei diesem Foto noch versuchen durch Entgegenwölben, den (unverständlich) ein bisschen rauszukriegen, aber wirklich gut gelingen wird das nicht. Wenn man jetzt so ein Foto, wie eins von diesen beiden, die einen Rand haben, reproduzieren möchte und den Rand nicht braucht, dann kann man natürlich auch ganz einfach Gewichte auf den Rand legen, also beispielsweise, wenn man zwei Lineale hat, legt man eins auf die eine, eins auf die andere Seite und dann ist das Thema gelöst, weil man ja sowieso nur die Bildmitte fotografiert. Ein bisschen komplizierter ist, wenn die Bilder keinen Rand haben und man sagt, ich will jetzt nicht einen Ausschnitt aus der Mitte nehmen, sondern ich möchte das ganze Bild fotografieren, so wie dieses historische Foto, das mein Erstkontakt mit einem Handbelichtungsmesser zeigt. Wenn man das Foto jetzt hier so liegen sieht, dann kommen die Wellen ganz gut am Rand raus. Und das möchte man natürlich bei der Reproduktion nicht und wenn man das jetzt so fotografiert, dann hat man ein Bild zwar abfotografiert, aber wirklich brauchbar ist das nicht. Was man jetzt machen kann und das ist die gängige Lösung. Man nimmt eine Glasplatte und legt die auf das Bild obendrauf. Dann hat man, wenn man sich das jetzt so anguckt, das Problem schon mal ganz gut gelöst, aber die Wellen sind jetzt etwas kleiner, aber dafür gleichmäßiger und das kann man eigentlich nur noch erledigen, indem man hier relativ schwere Gewichte auf den Rand legt. Bleigewichte sind da auch durchaus üblich. Wenn man die nicht hat und so werde ich das jetzt auch machen, ich kann es natürlich auch selbst am Rand runterdrücken, sollte aber darauf achten, dass ich jetzt nicht hier gerade mit meinem gelben Hemd relativ dicht dran bin, dass es da noch gelb rein reflektiert, sondern idealerweise mich so klein wie möglich mache und möglichst weit weg gehe vom eigentlichen Motiv. Damit sind die Wellen dann aus dem Motiv raus. Durch die Glasplatte habe ich allerdings dann das Problem der Reflexe und aus dem Grund werde ich dann den bekannten Karton um das Objektiv rumpacken und halte den Karton fest mit der Gegenlichtblende. So. Jetzt habe ich also hier den Fernauslöser. Da unten die Glasplatte. Problem ist halt noch, dass ich nicht gleichzeitig auf den Auslöser drücken kann und die Glasplatte unten festhalten. Aus dem Grund stelle ich jetzt den Kameraauslöser auf Selbstauslöser mit 10 Sekunden Vorlaufzeit, hänge das Auslösekabel bzw ich lege das am besten hier oben drauf, damit es möglichst wenig die Pappe runterdrückt. Und wenn ich das jetzt so mache, dann dürfte das gut gehen. Der Selbstauslöser läuft. Ich drücke das Bild hier runter, gehe möglichst weit weg von dem Motiv und damit ist dann meine Reproduktion gemacht. Was auch wichtig ist, wenn Sie mit Reflexen jetzt durch die Glasplatte zu tun haben, wenn Sie verschiedene Bilder fotografieren und Sie haben ein helles und ein dunkles, dann ist mein Tipp: Fangen Sie auf jeden Fall an, die Kontrolle, ob Reflexe da sind und welche da sind, fangen Sie erst mit dem dunklen Bild an, weil die Reflexe dort viel stärker sichtbar sind. Weil üblicherweise wird ja nur was Helleres reflektiert. Denn wenn Sie mit dem hellen gucken und sagen, ach das ist ja alles gut und die Pappe brauche ich gar nicht und danach nehmen Sie ein dunkleres Bild, dann könnten Sie eine unangenehme Überraschung erleben. Und damit das nicht passiert, wissen Sie jetzt, dass die Pappe und die Glasplatte Ihnen dabei weiterhilft.

Analoge Fotos digitalisieren

Erfahren Sie, wie Sie von einer analogen Fotovorlage eine digitale Version erstellen. Mit Ihrer Digitalkamera geht das ganz einfach, ganz gleich ob kleines oder großes Foto.

1 Std. 22 min (17 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:19.04.2016

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!