Analoge Fotos digitalisieren

Welches Objektiv ist gut geeignet?

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Grundsätzlich kann jedes Objektiv zum Abfotografieren von Vorlagen verwendet werden. Welche Objektive für diese Aufgabe jedoch die klügere Wahl sind, wird in diesem Video verraten.
03:45

Transkript

Wenn Sie eine Kamera mit Wechselobjektiven besitzen, fragen Sie sich wahrscheinlich, welches das beste Objektiv ist, um Reproduktionen zu machen. Die Frage kann man natürlich, wie so viele Fragen im Bereich der Fotografie, nicht absolut beantworten und sagen, das ist das Allerbeste. Das hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Denn wenn sie nur eine Reproduktion in fünf Jahren machen, dann nutzt Ihnen der Tipp, dass Sie für ein paar hundert Euro das beste Objektiv kaufen können, sicherlich wenig. Wenn Sie allerdings regelmäßig Repros machen, dann ist dieser Tipp vielleicht ganz gut. Grundsätzlich können Sie natürlich mit jedem Objektiv, das an Ihre Kamera passt, eine Vorlage abfotografieren. Dabei ist es natürlich auch so, je kürzer die Brennweite, je weitwinkliger das ist, desto mehr müssen Sie an das eigentliche Motiv ran, um das Format füllend zu fotografieren. Und gerade wenn Sie unter einem starken Weitwinkel dicht an eine Vorlage rangehen, dann wird es so sein, dass Sie ein Schatten auf Ihre Vorlage werfen und das Bild nicht brauchbar ist. Deshalb empfehlen sich normalbrennweitige oder länger brennweitige Objektive eher als kürzere Brennweiten. Ich mache meine Reproduktionen am liebsten mit meinem Normalobjektiv Oder einem leichten Teleobjektiv. Das ist ein 85mm Teleobjektiv für die Vollformatkamera. Wenn Sie eine Kamera mit einem Kit-Objektiv haben, was also den Bereich vom leichten Weitwinkel bis zum leichten Tele abdeckt, dann sind Sie sicher gut bedient. Für viele Fälle reicht das völlig aus. Wenn sie allerdings einen sehr hohen Anspruch an die Abbildungsqualität haben und Wert darauf legen, dass beispielsweise die parallelen Bildkanten auch auf dem Bild parallel abgebildet werden, dann muss das nicht zwangsläufig mit jedem Objektiv der Fall sein. Denn es gibt ein Objektivfehler, der nennt sich Verzeichnung. Das bedeutet konkret, dass die parallel Bildkanten zum Bildrand hin gewölbt dargestellt werden, das heißt, die sind dann nach außen gewölbt und das Bild ist in der Mitte etwas breiter als am Rand. Das sieht unschön aus. Das kann man natürlich vermeiden, wenn man dann einen kleineren Ausschnitt macht, dass man nicht sieht, wieviel Rand da ist. Wenn man man allerdings Vorlagen fotografiert, wo wie hier ein klarer Rahmen gezeichnet ist, der auch so wiedergegeben werden soll, dann ist das mit dem Objektiv halt direkt aus der Kamera nicht so gut möglich. Das kann man natürlich mit einer Software korrigieren. Oder aber man nimmt ein anderes Objektiv und da sind Makroobjektive eine sehr gute Wahl, denn im Gegensatz zu den schon erwähnten Objektiven, also jetzt den Festbrennweiten, im normal oder leichten Telebereich oder dem Kit-Objektiv sind Makroobjektive für Nahaufnahmen korrigiert. Die haben die beste Abbildungsleistung im Nahbereich. Gut geeignet, wenn Sie früher Vergrößerung gemacht haben, wären auch Vergrößerungsobjektive, denn diese sind ursprünglich dazu gedacht, eine parallele Vorlage nämlich das Negativ auf ein paralleles Grundbrett zu projizieren, wo das Fotopapier liegt, und beim Reproduzieren ist der umgekehrte Vorgang. Da wird das Große abfotografiert auf einen kleineren Sensor, also auch eine parallele Vorlage auf eine parallele Ebene. Die sind dafür am besten korrigiert. Könnte man, wenn man es hat, Adapter anschließen. Ist sicherlich ein ganz interessantes Experiment. Man hat natürlich keinen Autofokus bei der Technik und sobald man abblendet, wird das Bild auch dunkler. Das sind halt Einschränkungen, die man in Kauf nehmen muss. Sie sehen also, es gibt für die Reproduktion ganz unterschiedliche Möglichkeiten Welches Objektiv geeignet ist und welches für Sie die beste Wahl ist, das entscheiden Sie selbst.

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1 Std. 22 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.04.2016

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