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Fotografieren mit der Lochkamera

Weiterverarbeiten: Scan oder Reprofotografie

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Sind die Streifen geschnitten und in die Hüllen geschoben, soll der Film weiterverarbeitet werden. Eine Möglichkeit ist, den Film zu sannen, eine andere die Reproduktion per Digitalkamera.
05:16

Transkript

Nachdem der Film getrocknet ist, muss man ihn natürlich irgendwie archivieren. Das heißt, wir haben den in Fünfer-Streifen geschnitten, oder auch Vierer-Streifen in diesem Fall eher, und in eine solche Pergaminhülle hineingelegt. Die gibt es als, wie man hier sieht, Pergamin, die gibt es auch aus Azetat, dass sie wirklich total durchsichtig sind. Ich möchte immer schon die Pergaminhüllen lieber, weil sie wirklich aus Papier sind, aus Pergamin eben. Also ich nehme eine Hülle, schiebe dort die Streifen rein und da kann man sie wirklich sehr lange aufheben, bevor sie nach 200 Jahren dann vielleicht mal irgendwann vergehen diese Hüllen und die Filme irgendwann zerfallen, weil das ich natürlich ein Material, was organisch ist und nicht die Ewigkeit aushält. Egal, damit das eben auch nicht passiert, muss unser Negativ weiterverarbeitet werden. Da haben wir jetzt insgesamt drei Möglichkeiten. Die ganz klassische Möglichkeit wäre das Negativ zu vergrößern, wieder ins Labor zu gehen und aus diesem Negativ ein weiteres Negativ zu machen, spricht ein Positiv und damit ein Print. Klassisches Vergrößern in der dunkel Kammer. Wer eine solche Dunkelkammer noch hat, hat sein Spaß dran, weil es macht eher sinnig viel Spaß. So die zweite Möglichkeit wäre, dass wir sagen, wir scannen dieses Negativ, das ist nämlich das übliche, was man, ich würde sagen, bis vor 5 oder 10 Jahren noch sehr einfach haben konnte, aber inzwischen gibt es so wenig Negative oder Dias, dass die Scan Service eben auch nicht mehr an jeder Ecke zu haben sind. Trotzdem es gibt sie natürlich, Sie können Ihre Negative wegschicken, sie scannen lassen, Sie können sich sogar noch für verhältnismäßig wenig Geld eine Scanner kaufen und wenn Sie vielleicht ein größeres Archiv zu Hause haben, oder vorhaben ab jetzt ganz dick in die Negativ-Produktion einzusteigen, können Sie sich mit einem eigene Scanner das Wegschicken wirklich sparen und können tatsächlich dann zu Hause Ihre einengen Scanns machen. Wer sagt, ich möchte meine Negative auf gar keinen Fall wegschicken, ich gebe sie auch niemals aus den Händen, der kann sie natürlich auch mit der Digitalkamera reproduzieren. Das, genau wie das Scannen, ist ein Prozess, der direkt in die digitale Postproduktion führt. Das heißt, wir bauen zum Beispiel eine solche Geschichte auf. Sie haben vielleicht noch einen Lichttisch zu Hause, so ein kleines Leuchtpult. Da kann man das Negativ dran heften mit Tesafilm oder Sie machen das vertikal, indem Sie es hinlegen. Oder wir haben in diesem Fall folgendes gemacht, wir haben hinten eine neutral leuchtdioden Lichtquelle gelegt, haben dahinter einfach ein Stück Butterbrotpapier genommen und diese Glasscheibe hier vorne dran geklebt. Damit man jetzt vernünftig damit arbeiten kann, habe ich so einer Art Filmbühne aus schwarzer Pappe ausgeschnitten, die auf die Glasplatte geklebt und dahinter kann man, wie Sie hier sehen, diesen Filmstreifen einfach reinschieben und ich habe natürlich diese Filmbühne so groß geschnitten, dass man die Perforation des Films noch sehen kann, denn ich finde nach wie vor, dass zu einer klein Bildvergrößerung so ein ganz klein bisschen vom Umfeld um das Negativ herum gehört. Es muss nicht notgedrungen die Perforation zu sehen sein, obwohl auch das viele Künstler, viele Fotografen früher gemacht haben oder heute noch machen, zumindest aber sollte man sehen, dass es keine Ausschnittsvergrößerung ist, dass man das Bild genauso fotografiert hat, wie es dann später auch vergrößert bzw. hier abfotografiert wird. Kurz zur Kamera. Das können Sie mit wirklich jeder Digitalkamera machen, wäre natürlich gut, Sie hätten vorne drauf ein Makroobjektiv. Was wir jetzt drauf haben, ist ein 24mm-105mm, das hat eine Makro-Funktion. Damit kann man arbeiten, besser sind die Ergebnisse, wenn Sie eine echte Makrolinse verwenden, zwar ein echtes Makroobjektiv, das abbildet bis zum Maßstab 1:1, denn dann können Sie ohne jeden großen Verlust dieses Negativ digitalisieren. Als Daten haben wir verwendet natürlich ISO 100, oder sogar ISO 50 können Sie genau so gut nehmen, vielleicht sogar noch besser, damit wir eine möglichst geringe Rauschtäigkeit auf unserem Bild haben. Dann haben wir verwendet eine Blende von 8, weil es für dieses Objektiv so ungefähr die beste Blende ist, irgendwo zwischen 7 und 9, die 8 ist da ganz gut, glaube ich. Und wir sind auf eine Zeit von 0,125 Sekunde gekommen bei dieser Lichtquelle. Wenn Sie keine leuchtdiode Lichtquelle haben, es ist nicht schlimm, Sie können eine Kunstlichtquelle verwenden, die sollte einigermaßen konsistent leuchten, also an allen Stellen gleich hell sein. Wenn Sie ein gewissen Farbtouch hat, ein bisschen Gelb, Grün, ein bisschen Magentafarben, spielt keine Rolle, bei einem Schwarzweißnegativ nicht, das können Sie später wieder ausfiltern. Und dann der Rest erklärt sich eigentlich von alleine. Was Sie tun sollten, bevor Sie auf dem Auslöser drücken, sind zwei Dinge. Erstensmal ich möchte nicht hinterher den ganzen Staub wegstemeln müssen, das mache ich hier vorsichtig mit eine Blaseball dass ich dieser Staub entferne. Und zweitensmal sollte man für die Kamera die Spiegelvorauslösung aktivieren. Das bedeutet, dass Sie zweimal drauf drücken müssen. Das erste Mal um den Spiegel auszulösen und das zweite Mal um dann tatsächlich den Verschluss zu betätigen. Dann habe Sie auf jeden Fall ein komplett verwacklungsfreies Bild dieses Negativs und alles andere kann dann natürlich in Photoshop passieren.

Fotografieren mit der Lochkamera

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2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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