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Foodfotografie: Grundlagen

Weißabgleich

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Die Aktivierung des Weißabgleichs an der Kamera dient dazu, die Farbtemperatur entsprechend zu regeln und eine Aufnahme in der Food-Photography neutral und farbecht wiederzugeben.
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Transkript

Neben den drei Kernwerten ISO, Blende und Belichtungszeit gibt es natürlich noch einen Wert, der für die Food-Photographie sehr wichtig ist und zwar ist das der Weißabgleich. Jede Lichtquelle hat eine sogenannte unterschiedliche Farbtemperatur. Man kennt das aus dem Alltag. Glühbirnen oder Kerzen, die man irgendwo am Tisch stehen hat, haben meistens ein bisschen einen orangen Schimmer, während die modernen Xenon-Scheinwerfer, die man an großen Autos findet, eher blaustichig sind. D. h., je nachdem, welche Lichtquelle im Einsatz ist, hat das Licht eine leicht andere Farbe. Wichtig ist aber, dass die Farbe farbgetreu wiedergegeben wird. D. h., das Foto sollte so aussehen, wie das Objekt im echten Leben ist und dazu kann man an einer Kamera den sogenannten Weißabgleich einschalten. Die meisten Kameras haben einen sogenannten Automatic White Balance, da steht dann irgendwo "AWB" drauf. Und da sucht sich die Kamera selber aus, welche Lichttemperatur gerade vorherrscht. Das funktioniert in den meisten Fällen relativ gut. Die Kamera schaut sich an: "Wo ist ein Weiß?", wertet das aus und sagt: "Aha, hier ist ein bisschen zu viel blau oder zu viel orange", und gleicht das von selbst aus, damit das Bild neutral und farbecht wiedergegeben wird. In manchen Fällen, bzw. wenn ich Mischlicht habe und bspw. verschiedene Lichtquellen im selben Zimmer habe - irgendwelche Halogenscheinwerfer, eine Neonröhre und evtl. noch eine klassische Glühbirne - dann geht das nicht. Dann weiß die Kamera nicht, welche Einstellung sie braucht, und da kann es sein, dass das Bild sich verfärbt. D. h., das Bild wird sehr bläulich oder sehr orange und schaut nicht mehr so aus, wie es aussehen sollte. Besonders wenn der Apfel dann nicht mehr so schön rot ist, ist das natürlich sehr hinderlich für unsere Food-Photography. Dementsprechend kann man das einschalten. Es gibt an jeder Kamera Optionen, die oft mit Piktogrammen dargestellt werden, wo man sich auswählen kann, welche Lichtquelle es ist. Ist da Sonne draußen? Ist das im Schatten? Ist das eine Neonröhre? Und dementsprechend wird das Ganze angepasst bzw. es gibt die manuelle Möglichkeit, wirklich einen Weißabgleich zu machen. D. h., ich sage der Kamera: "Diese Wand ist weiß", mache ein Foto davon und dann justiert sie sich auf dieses Element ein, damit die Fotos farbneutral wiedergegeben werden. In der Food-Photography bzw. in der professionellen Fotografie wird zu 99 % immer im RAW-Format fotografiert. Im RAW-Format hat man die Möglichkeit, in der Nachbearbeitung diese Temperatur noch zu verändern. D. h., hier Korrekturen vorzunehmen, aber im Idealfall sollte es natürlich schon bei der Aufnahme geschehen, dass das richtig fokussiert wird. Man kann den Weißabgleich auch in geringem Maße nutzen, um ein bisschen zu schummeln. D. h., wenn ich jetzt in einem relativ sterilem Studio mit einer Blitzanlage, die neutrales Tageslicht erzeugt, ein bisschen diesen wärmeren "Ich bin zu Hause abendessen, Kekse sind am Tisch und die Kinder freuen sich"-Look zu erstellen, dann kann man hier auch mit dem Weißabgleich ein wenig spielen, dass das Bild ein wenig wärmer wird, ein wenig mehr in Orangetöne reingeht, um eben das Feeling, die Emotionen rüberzukriegen , die mir für das Bild wichtig sind. Im Normalfall achtet man darauf, dass der Weißabgleich richtig eingestellt ist und wenn man mit RAW fotografiert, kann man es im Nachhinein noch bearbeiten.

Foodfotografie: Grundlagen

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1 Std. 19 min (31 Videos)
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