GIMP 2.8 Grundkurs

Weichzeichnen, Verschmieren, Abwedeln

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Weichzeichnen, Verschmieren und Abwedeln sind die kleinen schnellen Helfer "für Zwischendurch". Das Weichzeichnen sorgt für einen sanfteren Übergang der Farbwerte, Verschmieren vermischt die betroffenen Farben und das Abwedeln bzw. Nachbelichten kümmert sich um eine nachträgliche Belichtung bzw. um ein Abdunkeln.
08:42

Transkript

Diese Dame wurde mit Kanälen freigestellt. Nachdem der Hintergrund, von dem aus sie freigestellt wurde, weiß war, gibt es jetzt vor allem bei diesen ganz hellen Bereichen unsaubere Übergänge. Hier sehen Sie's ganz deutlich. Das bietet mir aber die Gelegenheit, Ihnen die letzten drei Werkzeuge des Werkzeugkastens vorzustellen, die, jedes für sich genommen, kleine Helferlein darstellen, aber im sonstigen Einsatzgebiet von GIMP es noch optimalere Werkzeuge gibt, die dasselbe erledigen können. Das erste Werkzeug ist das Weichzeichnen- und Schärfen-Werkzeug. Mit Weichzeichnen und Schärfen können Sie – ich zeig's Ihnen hier nochmal viel, viel näher – genau so seltsame, unsaubere Bereiche auf jeden Fall versuchen, weichzuzeichnen, um diese Übergänge fließender zu gestalten. Oder auch bei den Haaren, wenn Sie merken, dass es da in den Zwischenabstufungen noch so kleine pixelige Bereiche gibt, können Sie eben gerade mit dem Weichzeichnen-Tool ganz gut arbeiten. Vorbereitend mache ich jetzt zwei Dinge. Erstens dupliziere ich meine Ebene, um nicht auf dem Original zu arbeiten, sondern auf einer Kopie, falls ich merke, dass ich zuviel des Guten getan habe. Zweitens werde ich jetzt, um besser beurteilen zu können, wie das mit den Verunreinigungen aussieht, mir eine schwarze Ebene dazwischenlegen. Ich sage also Neue Ebene und wähle jetzt die Vordergrundfarbe, sage OK, jetzt sehe ich gar nichts, weil die Ebene falsch liegt, und schiebe mir die Ebene unter meine obere zu bearbeitende. Da sehen Sie schon mit brutaler Deutlichkeit, wo ich anfangen kann, auszubessern. Ich wähle also mein Weichzeichnen- beziehungsweise Schärfen-Werkzeug. Sie merken, dass ich hier dieselben Einstellungen habe wie bei den anderen Malwerkzeugen auch. Hier unten wähle ich jetzt Weichzeichnen. Sie können in einem Arbeitsschritt durchaus auch zwischen Weichzeichnen und Schärfen hin- und herschalten, indem Sie einfach die STRG-Taste, oder CMD am Mac, gedrückt halten. Ich werde mir jetzt noch meine Pinselspitze etwas größer machen. Jetzt fahre ich sogar noch ein Stück weiter hinein. Jetzt werden Sie gleich sehen, was passiert, wenn ich hier mit dem Weichzeichner drüberfahre. Vor allem, wenn ich in der richtigen Ebene arbeite. So. Sie merken, wie diese Übergänge einfach weicher werden und nicht mehr so böse pixelig sind. Ich probier's auch hier unten. Ja, auch hier führt das Weichzeichnen zu einer spürbaren Verbesserung. Und hier diese pixeligen Ausläufer der Haare kann man auch auf diese Art und Weise ... sanft ... verändern. Ich gehe jetzt aber nochmal zurück auf meine bessere Übersicht. Das zweite Werkzeug, was ich Ihnen zeigen möchte – ich kann gar nicht alles durcharbeiten, das würde zu lange dauern – das zweite Werkzeug ist das Verschmieren-Werkzeug. Das Verschmieren-Werkzeug tut mit all seinen Einstellungen hier nichts anderes, als dass es Farben miteinander verschmiert. Und zwar die Farben unter der Werkzeugspitze. Ich kann damit das, was ich schon mit dem Weichzeichnen angefangen habe, mit dem Verschmieren noch verbessern. So. Hier bekomme ich also einen sehr weichen Übergang. Wobei ich in dem Fall nichts anderes tu, als Farbwerte zu verschmieren. Das erledigt hier aber die Arbeit für meine Zwecke genau so gut. Damit erreiche ich einen zarteren Übergang. Je nachdem, wie stark ich die Deckkraft einstelle, kann ich damit einen sanfteren oder härteren Effekt erzielen. Wo das Verschmieren ganz wunderbar funktioniert, sind diese letzten Unreinheiten. Dazu gestalte ich mir meine Pins gleich viel größer und kann jetzt ganz großflächig hier korrigierend eingreifen. Das letzte Tool in der Runde ist das Abwedeln, beziehungsweise Nachbelichten. Ich habe mir gedacht, ich zeige Ihnen das am besten anhand dieses Auges hier. Ich werde jetzt versuchen, dieses Auge noch intensiver strahlen zu lassen. Nur, indem ich abwedele, beziehungsweise nachbelichte. Ich wechsle zu diesem Werkzeug. Die Pinselspitze ist in dem Moment viel, viel zu groß. Ich werde mir jetzt eine ganz kleine, weiche Pinselspitze zurechtlegen. Noch kleiner. Wenn wir auf 3 kämen, wäre ich ganz zufrieden. Ja. Im ersten Schritt werde ich versuchen, abzuwedeln. Beim Abwedeln werden Farben aufgehellt. Wir haben hier die Möglichkeit, zu bestimmen, welche Teilbereiche aufgehellt werden sollen. Ob Schatten, Mittel, Lichter oder eben Glanzlichter aufgehellt werden sollen. Ich möchte jetzt die Mittelwerte aufhellen. Jetzt werde ich ganz zart mit einer relativ geringen Deckkraft hier ... im Auge ... nacharbeiten. Das sieht auf den ersten Blick ein bisschen arg aus. Aber ... Sie werden merken, der Effekt ist ganz spannend. Ich gehe mit der Deckkraft noch weiter zurück. So. In einem zweiten Schritt werde ich noch einmal den Rand wieder abtupfen. So muss ich eben in den Nachbelichten-Bereich wechseln und mich hinten mit den Schatten beschäftigen. So ... Da bei der Iris ziehe ich nochmal nach. Und hier ... ebenfalls. So. Wenn ich jetzt wieder zurückgehe auf eine gesamtere Ansicht ... Ich entferne die schwarze Ebene mal. Wenn Sie jetzt genau auf das Auge schauen, merken Sie, was diese Aufhellung gebracht hat. Sie können jetzt natürlich noch selbst versuchen, an dieser Frau die drei Werkzeuge Abwedeln, Verschmieren und Weichzeichnen selbst zu erproben, bis Sie ein für sich optimales Ergebnis gefunden haben.

GIMP 2.8 Grundkurs

Starten Sie durch mit GIMP 2.8 und finden Sie den perfekten Einstieg in das beliebte Bildbearbeitungstool, um anschließend alle Aufgaben rund um die Fotografie zu bewältigen.

8 Std. 24 min (140 Videos)
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