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Beautyfotografie und Retusche

Weiches Licht

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Weiches Licht mit offener Blende - dies ist das bevorzugte Set vieler Beauty-Fotografen. Mit einem Blitz und einem Durchlichtschirm erzielen Sie eine natürliche Lichtwirkung.

Transkript

Weiches Licht ist nicht nur meine Lieblingsfüllmethode in Photoshop, sondern wirklich auch eine Art der Lichtführung, die ich ab und zu mal einsetze. Ich muss zugeben, ich setze sie nicht ständig ein; bei den Beauty-Shootings gelegentlich. Ich finde aber auf jeden Fall, dass es in diesem Training erklärt gehört, weil: Viele von euch werden dieses Set mit Sicherheit lieben, weil, wir werden jetzt auch mit offener Blende fotografieren. Das bedeutet: Der untere Bereich, also Dekolleté und so weiter, liegt schon dezent im Unschärfebereich, die Augen knackscharf und eben ein butterweiches Licht ohne viel Schatten im Gesicht. Und wenn man so eine natürliche Bildwirkung haben möchte, kann man zum Beispiel dieses Set jetzt wählen. Das Tolle ist: ein Blitz. Keine drei Blitze, keine vier Blitze. Ein Blitz. Und ein ganz günstiger Lichtformer: ein Schirm. Das ist so ein weißer Schirm, den nutzen wir jetzt quasi als Durchlichtschirm, also, wir blitzen durch den Schirm durch, und der Schirm wird dafür sorgen, dass er das Licht extrem streut. Wir haben also keinen gerichteten Fokus, sondern Licht in alle Richtungen. Okay. Als Hintergrund haben wir einen weißen Hintergrund. Jetzt können wir natürlich versuchen, diesen Hintergrund rein weiß zu bekommen. In meinem Fall wollte ich es jetzt so haben, dass der Hintergrund so ein bisschen hellgrau ist, also, dass er nicht ganz weiß ist. Ganz weiß bedeutet strahlend. Im Vergleich zu ihren dunklen Haaren wäre das wieder ein Kontrast. Das hatten wir davor, beim Set mit dem Beauty-Dish und der Octabox. Ich möchte ein flacheres Bild, also wirklich ganz weich und keine starken Kontraste, deswegen wird der Hintergrund leicht hellgrau werden. Das erreicht man, indem man mit der Lichtquelle von vorne einfach weiter weg vom Hintergrund geht. Das bedeutet: Je weniger Licht dieses Hauptlicht auf den Hintergrund bringt, umso dunkler wird dieses Weiß. Und ein dunkles Weiß ist Hellgrau. So einfach ist das. Die Lichtquelle kommt wieder von oben. Das heißt, ein bisschen werden wir gleich vielleicht wieder aufhellen. Jetzt kommen wir mal zu den Kamera-Einstellungen. Ich habe ja gesagt: offene Blende. Wie geht sowas? Ganz einfach. Offene Blende. Easy. 2,8. 1,8. Blendenwert nach unten. Dann kriegt man ja eine Unschärfe rein. Das Problem ist: Wenn man jetzt zum Beispiel Blende 1,8 nimmt und dann noch blitzt von vorne, hat man zu viel Licht. Das heißt, selbst wenn der Blitzkopf auf niedrigster Stufe steht, hat man vielleicht zu viel Licht. Ich sage jetzt auch bewusst "vielleicht", weil es darauf ankommt: Wie stark ist euer Blitzkopf? Wenn ihr jetzt einen 250er-Blitzkopf habt, dann könnt ihr vielleicht hier sogar mit Blende 1,8 fotografieren. Ich habe jetzt einen 500er-Blitzkopf und habe damit zu viel Licht für einen Blendenwert von 1,8. 1,8 ist auch ein bisschen heftig von der Unschärfe. Ich habe mich jetzt für eine Blende von 2,8 entschlossen. Bei meiner ersten Aufnahme mit ISO 200 war einfach noch zu viel Licht da, also bin ich vom ISO-Wert auf 100 und die Verschlusszeit ist nach wie vor noch bei einem 125stel. So. Wenn diese Lichtquelle sehr nah an Zazu dransteht, haben wir zu viel Licht. Also, ich musste hier noch ein bisschen weiter zurück. 500er-Blitzkopf, niedrigste Blitzstufe oder niedrigste Blitzstärke, und dann gelingt mir die Aufnahme so, dass ich eine offene Blende nutzen kann, und trotzdem ist die Zazu korrekt belichtet. Vom Outfit her: Sie hat noch das weiße Oberteil drunter an. Das hätte ich jetzt gerne aber ein bisschen verdeckt, weil Weiß ja sehr leuchtend ist, steht wieder für starke Kontraste, und ich hätte gern alles ein bisschen flauer. Da ist dieses pastellige Oberteil denke ich viel besser. Genau. Hautton passt auch super. Jetzt machen wir mal eine Testaufnahme und schauen mal, wie das Ganze kommt. Ich geh wieder etwas näher ran. Drei, zwei, eins. So. Da seht ihr das Bild schon eingeblendet, und jetzt sieht man schon, was ich meine. Die Haut ist in meinen Augen etwas zu hell. Ja, also ganz dezent zu hell. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten. Ich kann mit dem Blitz hier weiter zurückgehen, dann fällt aber auch noch weniger Licht auf den Hintergrund, oder sie geht ein bisschen zurück. Wenn ich mir jetzt den Hintergrund anschaue, gefällt er mir eigentlich ganz gut, deswegen bitte ich dich: ein Stück zurückgehen. Vielleicht einen halben Meter mal, genau. So, und dadurch bekommt sie jetzt weniger Licht ab, weil natürlich auch die Distanz vergrößert wurde. Und jetzt schauen wir noch mal. Ich meine, im Prinzip war es in Ordnung. Ich hätte jetzt noch in Raw die Lichter ein bisschen runterziehen können, die Belichtung anpassen, aber wir wollen ja alles schon passend fotografieren. Okay. Genau, bleib mal so. Drei, zwei, eins. Sehr schön. Besser. Voilà. An der Stirn ist immer noch ein bisschen hell. Vielleicht kann ich hier noch ein bisschen zurückgehen. Man sieht jetzt auch deutlich: Das häufigste Problem, das man oft hat im Studio - Viele haben ja immer Angst: "Ja, reicht mir ein 250er-Blitzkopf oder 500er, ich brauche doch bestimmt einen 1000er!", und die Verkäufer sagen natürlich: "Naja, ein 1000er ist natürlich super!" - Ihr seht schon, man hat zu viel Licht, für diesen Bildstil jetzt. So, machen wir nochmal einen. Genau. Drei, zwei, eins. Ja. So ist super. Eine Sache noch: Bei diesem Set, wenn ihr so offenblendig fotografiert, wir haben auch jetzt hier dunkel gemacht, wir haben hier ein bisschen zugezogen. Es kann sein, dass noch ganz dezentes Umgebungslicht mit im Bild ist. Wenn ihr das nicht haben wollt, empfehle ich euch wirklich, möglichst alles zuzuziehen. Weiße Wände drumherum ist natürlich auch nicht so der optimale Fall. Wir haben jetzt auch noch eine Videoleuchte, wo ich ausgeleuchtet werde, aber man sieht, das funktioniert ganz gut. Das Bild ist schon so, wie ich es gerne hätte. Wenn ihr das fotografiert, schaut, dass alle anderen Lichtquellen deaktiviert sind oder wie auch immer, dass da nichts kommt. Jetzt nehmen wir mal die Jacky noch mit ins Bild, und wir fangen mal an mit einem Reflektor. Und zwar fangen wir erstmal so an. Halt mal ganz kurz. Weil: Wir haben das natürlich vorher getestet und haben dann festgestellt, dass der goldene Reflektor zu heftig aufhellt, aber vielleicht schauen wir jetzt erstmal, drei, zwei, eins... Ja, ihr seht jetzt ja das Bild eingeblendet. Im Prinzip könnte man jetzt sagen: "Nein, ist doch alles gut". Doch aktuell, und das sieht man auch im Augenreflex ganz gut, kommt mehr Licht von unten als von oben. Der Reflektor ist meiner Meinung nach irgendwie zu stark. Deswegen nehmen wir jetzt die weiße Seite. Es soll wirklich nur ganz diffus und ganz dezent aufgehellt werden. Genau. So machen wir das jetzt. Ja. Und was wir jetzt auch ein bisschen aufpassen müssen: Im Nackenbereich sind noch so ein paar Härchen. Ich nehme den nochmal ganz kurz ab, dass wir die noch so ein bisschen nach hinten machen. Wir können natürlich später auch noch das mit der Retusche machen, aber wie gesagt, wir versuchen, alles möglichst gut hier zu kriegen. Wobei, vielleicht ist es auch ein bisschen übertrieben jetzt. So ein paar Härchen stören eigentlich nicht, aber jetzt machen wir sie erstmal weg. So. Dann nehmen wir den wieder. Ich habe immer noch mein 85mm drauf. Ein bisschen runter mit dem Reflektor. Ja, danke. Kinn ein bisschen senken, Kopf wieder so leicht schräg drehen. Sehr schön. drei, zwei, eins. Wunderbar. Klasse. Genau, machen wir noch ein, zwei. Drei, zwei, eins. Ich geh nochmal näher ran. Bleiben. Jetzt müsst ihr natürlich auch aufpassen bei Blende 2,8, dass ihr da nicht zu sehr vor- und zurückgeht. Drei, zwei, eins. Ja, das ist super. So. Ich bin jemand, der sehr langsam fotografiert und sich auch dann sehr konzentriert das Bild anschaut. Das gefällt mir sehr gut. Und man erkennt jetzt auch, dass man eine Unschärfe hat. Der Hals... Das Bild hat ein bisschen Tiefe. Und was ich jetzt natürlich auch schon im Hinterkopf habe, ist schon so ein bisschen Retusche. Also abgesehen von der Beauty-Retusche, ist das jetzt so ein Bild, wo ich definitiv vielleicht sogar die Tiefen ein bisschen bläulich, die Lichter ein bisschen gelblich... Wir haben ja hier schon warme, braune Hauttöne. Das Oberteil ist ein bisschen gelblicher. Braune Augen, braune Haare. Also warum nicht auch die Lichter später so ein bisschen ins Gelbliche, Bräunliche? Es ist eine sehr natürliche Bildstimmung mit offener Blende. Ich würde sagen, probiert es einfach mal aus, ob es euch gefällt. Mir gefällt das Set sehr gut, und deswegen wollte ich es euch auf jeden Fall mal zeigen. Und immer daran denken: Weiches Licht.

Beautyfotografie und Retusche

Hier bekommen Sie alles, was Sie brauchen, um den Einstieg in die Beauty-Fotografie zu meistern, dazu Tipps und Techniken, die auch erfahrene Beauty-Fotografen weiterbringen.

2 Std. 45 min (23 Videos)
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