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Lightroom: Porträt-Workflow

Weichere Gesichtszüge

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Viele Porträts profitieren von sanfteren Hauttönen. Sehen Sie, mit welchen Entwicklungseinstellungen und Korrekturen Sie diese dosiert auftragen.
06:30

Transkript

Den Klarheitsregler und seinen Einfluss auf die feinen Gesichtsstrukturen haben Sie schon kennengelernt. Der Klarheitsregler kann mit geringen Werten durchaus dafür sorgen, dass die Gesichtszüge deutlich weicher erscheinen. Allerdings geht das auch auf Kosten anderer Details im Bild und deshalb sollte die Klarheit zur Weichzeichnung des Gesichtes am besten mit einer lokalen Korrektur verbunden werden. Für die lokale Korrektur stehen Ihnen Verlaufsfilter, Radialfilter und ein Korrekturpinsel zur Verfügung, der sich hier natürlich anbietet. Mit diesem Korrekturpinsel kann ich ein Set von Entwicklungseinstellungen auf das Bild auftragen. Um diese Einstellungen, die sich immer so zeigen, wie Sie sie das letzte Mal verlassen haben, zurückzusetzen, damit kein Regler irgendwie vordefiniert ist, können Sie einfach die Alt-Taste drücken, dann wird die Effekt-Schaltfläche zur Zurücksetzen-Schaltfläche und alle Regler gehen zurück auf Null. Was ich jetzt machen möchte, ist, hier die Gesichtszüge weicher zu machen, und damit meine ich natürlich in erster Linie die etwas unruhigen Teile, in denen das Licht sehr unvorteilhaft ist, aber auch andere scheckige Bereiche oder halt auch dieser Makeup-Bereich hier an der Nase. Gut, was mache ich dazu? Ich reduziere die Klarheit. Ich weiß noch nicht, um welchen Faktor, deshalb setze ich das jetzt erstmal eher groß zurück, das heißt, um einen Wert, der im unteren Drittel liegt. Gleichzeitig werde ich die Schärfe auch noch verringern. Wie genau, das werde ich mir gleich anschauen. Wichtig hierbei ist jetzt, dass ich sicherlich nicht diese Korrektur auf allen Hautstellen in der gleichen Stärke auftragen werde. Da werde ich sicherlich differenzieren und deshalb werde ich mir den Pinsel so einstellen, dass ich diese Retusche auch wirklich stückweise auftragen kann. Ich kann Ihnen das einmal zeigen, wie es sein würde, wenn ich mit hundertprozentiger Stärke hier malen würde. Ich zoome mich mal an das Bild ran und gehe hier rüber und sie sehen, das hat eigentlich gar keine zu starke Wirkung, dennoch möchte ich hier noch mehr differenzieren können. Ich mache es mal so, dass ich die Klarheit nochmal ganz auf 100 zurücksetze und die Schärfe zusätzlich zurücknehme. Und dann sehen Sie, dass ich schon sehr, sehr viel an den Details verliere. Ich gehe also maximal so weit, dass ich auf jeden Fall die kleinen Strukturen, also hier die kleinen Feldchen, die auf jeden Fall noch dableiben müssen, um das Ganze lebendig zu gestalten, noch beibehalte. Außerdem kann man sich anschauen, was die Funktion Dunst entfernen hier macht, diese verringert ja auch den Kontrast und macht das Ganze insgesamt milchiger und heller. Das kann ich in diesem Fall nicht stark gebrauchen, wenn, wirklich nur in ganz, ganz kleinem Maße. Auch der Kontrastregler, den ich sonst ja nicht so benutze, könnte natürlich hier etwas tun. Aber Sie sehen auch hier, tut er keine wirklich guten Dienste, da dass durch den verringerten Kontrast sehr schnell vergraut. Den setzen wir also wieder zurück. Sie können also mit dieser Maximaleinstellung austesten, welche Regler Ihnen hier helfen können, vielleicht kann auch noch eine Aufhellung der Tiefen hier so ein bisschen die unruhigen Strukturen herausarbeiten. So, ich werde jetzt die bestehende Korrektur erstmal weglöschen, das mache ich mit dem Pinsel, damit die Einstellungen so bleiben, wie sie sind. Ich gehe auf den Löschpinsel, mache ihn mir mit der Punkt-Taste ordentlich groß und lösche hier mal die gewesenen Korrekturen schon mal weg, um dann stückweise die Korrekturen aufzutragen. Dazu werde ich den Fluss ungefähr auf ein Drittel, also zwischen 30 und 40 einstellen. So, damit ich die Korrekturen wirklich stückweise... Das habe ich jetzt für das Löschen gemacht, das ist natürlich Quatsch. Ich gehe auf mein A-Pinsel und werde da den Fluss auf 30 bis 40 Prozent einstellen. Das bedeutet, dass ich mich stückweise mit einer quasi geringen Deckkraft an die absolute Dichte von 100 Prozent heranarbeiten kann. Und so sehen Sie, dass ich jetzt hier rübermale und das Gesicht ein bisschen glätte. Wenn ich nochmal drübergehe, glätte ich halt ein bisschen mehr. Und so kann ich mir meine Bereiche aussuchen, in denen ich mehr oder weniger glätten möchte, hier über die Nase gehe ich ein bisschen öfter rüber und wir sehen hier schon, dass die Schattenaufhellung vielleicht ein bisschen zu stark ist. Die kann ich hier noch ein wenig zurücknehmen, damit die Schatten gleich bleiben. Zoome mich mal aus dem Bild raus, um dann hier stückweise einfach zu glätten. Ich gehe mit groberem Pinsel erst ein paarmal drüber, werde dann kleiner für den Bereich oberhalb der Lippen, glätte auch den Stirnbereich und die Nasenwurzel und zoome mich dann wieder hinein, um zu schauen, ob es noch Details gibt, die ich noch etwas mehr glätten möchte. Machen Sie dabei nicht zu viel, das Gesicht muss eine Struktur haben, es soll wirklich nur so eine leichte Überlagerung sein, die etwas die Unruhe im Bild rausnimmt, und das kann ich hierdurch sehr schön machen. Ich blende das gleich mal aus, dann sehen Sie auch das Ergebnis beziehungsweise das, was hier mit den Hauttönen gemacht wird. Hier gehe ich nochmal rüber, hier muss es ein bisschen britzeln, da gehe ich also nicht so stark rein, das glätte ich nochmal ein bisschen, auch hier oben, die Strukturen werden ein bisschen glatter gemacht, aber auch wirklich nur ganz, ganz, ganz wenig. So, ich nehmen mal eine etwas andere Vergrößerungsstufe -- jetzt bin ich nicht ganz in der Vollbildansicht -- und kann mein Ergebnis trotzdem recht gut beurteilen. Mit der Y-Taste sehe ich das vorher und nachher, und ich glaube, wir sehen hier sehr deutlich, wie ich nicht nur kleinste Pickelchen weggemacht habe und die unruhigen Hautstrukturen geglättet habe, sondern gleichzeitig hier die Brillanz in den Details beibehalten habe, in denen es mir wichtig ist, also Augen-, Haardetails hier der Schmuck natürlich, die Lippen. Die Weichheit ist nur auf die Gesichtszüge aufgetragen worden und dem tut es auch wirklich ganz gut. Jetzt gehe ich mal in die 1:1-Ansicht, um das so zu vergleichen, und da sehen wir, dass wir die wichtigen Details, also die natürlichen Fältchen und alles, auch die Poren, beibehalten haben und trotzdem die Gesichtszüge weicher gestalten konnten.

Lightroom: Porträt-Workflow

Lernen Sie, wie Sie Lightroom für Ihren Workflow als Porträtfotograf optimal nutzen – von der Organisation über die Retusche bis hin zur Entwicklung von Looks.

2 Std. 17 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.08.2017

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