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SharePoint 2016-Administration Grundkurs

Web-Anwendung erstellen

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Nachdem alle Voraussetzungen geschaffen wurden, kann eine neue Web-Anwendung in der SharePoint-Zentraladministration erstellt werden. Welche Werte dabei eingetragen werden und was diese bedeuten, erfahren Sie in diesem Film.

Transkript

Nachdem alle Voraussetzungen geschaffen wurden, kann eine neue Webanwendung in der SharePoint-Zentraladministration erstellt werden. Welche Werte dabei eingetragen werden und was sie bedeuten, erfahren Sie in diesem Film. Um die Webanwendung zu erstellen, brauchen wir die SharePoint-Server-Zentraladministration. Diese wird über das Windows-Startmenü, entweder direkt hier als Eintrag gestartet, oder man kann über diesen kleinen Pfeil die einzelnen Programmgruppen aufrufen und findet dort im Abschnitt Microsoft SharePoint 2016 Products den Eintrag für die SharePoint 2016-Zentraladministration. Per Rechtsklick kann man das auch an die Taskleiste anheften beziehungsweise an das Startmenü anheften, um direkt von dort aus die Zentraladministration zu starten. In der Zentraladministration muss man zuerst in den Abschnitt Anwendungsverwaltung wechseln, entweder hier über das Anklicken von Anwendungsverwaltung rechts vom zugehörigen Symbol, oder über die Auswahl von Anwendungsverwaltung in der Schnellstartleiste links. Dort gibt es einen eigenen Abschnitt Webanwendungen sowie den Befehl Webanwendungen verwalten. In dieser Seite kann man oben links durch Klick auf Neu die Neuerstellung einer Webanwendung veranlassen. In der Seite Neue Webanwendung erstellen müssen nun relativ vielfältige Werte eingetragen werden. Begonnen wird mit der IIS-Website. Jede Webanwendung braucht als Grundlage eine Website im Internet Information Server, die einen Namen erhält. Hier empfiehlt es sich, definitiv den Fully Qualified Domain Name zu verwenden, denn dieser bezeichnet diese Site mit einer eindeutigen Kennung. Dann wird der TCP-Port verlangt. SharePoint schlägt hier immer variable TCP-Port-Werte vor. Wir veröffentlichen unter SSL und möchten den Standardport 443 für SSL verwenden. Der Hostheader für diese Site ist sharepoint.spdemo.local. Müsste nicht unbedingt eingetragen werden, macht aber das Ausfüllen dieser Seite später leichter, weil der hier eingetragene Wert per JavaScript dann in verschiedene andere Textfelder bereits übertragen wurde, wie man gleich hier im Feld Pfad sehen kann. Dort wurde der oben eingetragene Wert bereits ergänzt. Dementsprechend ist es ganz gut, wenn man den Hostheader-Wert hier eingibt. Es soll kein anonymer Zugriff zugelassen sein. Das heißt, Benutzer müssen sich zwingend anmelden. SSL soll verwendet werden. Das heißt, wir müssen die Option SSL auf Ja stellen. Das Authentifizierungsprotokoll steht nicht auf NTLM, sondern wir möchten Kerberos verwenden. Und keine zusätzliche formularbasierte Authentifizierung. Das sind alles Möglichkeiten, die man additiv integrieren könnte. Im Standard in einer Domäne sind diese Lösungen eigentlich nicht erforderlich. Dementsprechend wird keine spezifische Anmeldeseite benötigt. Bei der Anmeldeseite geht es darum, dass eine Login Page aufklappt, wo der Benutzername und Kennwort eingeben kann. Wenn nur Standard- Windows-Authentifizierung verwendet wird, wie wir das hier oben auch angehakt haben, ist diese Eingabeseite überflüssig, denn wenn dann kommt schlimmstenfalls das Anmeldefenster des Internet Explorer hoch, wo der Benutzername und das Kennwort von Windows eingetragen werden müssen. Es ist also keine spezifische Anmeldeseite erforderlich in unserem Fallbeispiel. Die öffentliche URL wiederum ist ganz wichtig für Load Balancer. Diese Adresse, die hier angegeben wird, rendert die SharePoint-Webanwendung in alle möglichen Menübefehle und Hyperlinks hinein, sodass sichergestellt ist, wenn ein Load Balancer verwendet wird, dass immer die gleiche URL aufgerufen wird und eine Load-Balancer-Lösung dann ansteuern kann, welcher Webserver im Hintergrund eigentlich tatsächlich aufgerufen wird. Wenn diese öffentliche URL falsch ist, werden später auch alle Hyperlinks nicht sauber funktionieren. Man kann hier den Port :443 entfernen. Das macht es optisch etwas schöner. Weil es ergibt sich ohnehin aus dem Standardport von SSL. Der Anwendungspool ist letztlich der Windows-Prozess, unter dem die Anwendung ausgeführt wird, gesteuert vom Internet Information Server. Der bekommt im Internet Information Server in der Konfiguration auch einen Namen. Hier kann man sehr wohl die vorgeschlagenen Werte übernehmen. Wenn man es besonders schön machen möchte, kann man die Portnummer 443 hier hinten wegnehmen. Damit ist im IIS später deutlich erkennbar, dass es sich hier um den Application Pool, den Anwendungspool der SharePoint-Webanwendung unter der URL sharepoint.spdemo.local handelt, das zahl sich immer aus. Für diese Application Pool sollte auch ein eigenes Konto verwendet werden, mit dem sich der Prozess dann an Windows registriert, und mit dem sich der Prozess auch am Datenbankserver anmeldet. Das Konto muss ein verwaltetes Konto sein, das in der Zentraladministration angelegt wurde. Dann muss der Datenbankserver angegeben werden, beziehungsweise wenn es sich um eine spezielle Instanz handelt, zuerst der Datenbankservername, nicht der FQDN, nur der Name des Servers gefolgt von einem Backslash, also dem Slash am ß, und dem Namen der Instanz, sowie der Name der ersten Datenbank dieser Webanwendung, die dann Content aufnehmen soll. Auch hier ist ein bewährtes Prinzip, WSS als Kennung für SharePoint zu verwenden, dann den Fully Qualified Domain Name, sofern er nicht zu lang ist, gefolgt von einem Kennzeichen root für die Grunddatenbank. Manche nehmen auch gern die Zahl 01. Das bleibt letztlich dem Datenbankadministrator überlassen. Hier sollten auf jeden Fall aber Namenskonventionen verwendet werden, denn das macht es später bei der Datenbankserveradministration deutlich einfacher, zu erkennen, dass es sich hier um eine SharePoint-Content-Datenbank handelt. Und man kann auch auf den ersten Blick erkennen, für welche Webanwendung diese Datenbank zum Einsatz kommt. Ganz wichtig also. Gegen den Datenbankserver sollte die Windows-Authentifizierung verwendet werden. Dann müssen Benutzername und Kennwort nirgendwo hinterlegt werden. Wenn der Datenbankserver, der SQL-Server im speziellen Fall, mit Failoverfunktionen ausgerüstet ist, kann man hier den Failoverdatenbankserver angeben. Failover ist allerdings eine Funktion, die der SQL-Server mit der Funktion Datenbankspiegelung zur Verfügung stellt. Das heißt, hier wird kein Feature von SharePoint verwendet, sondern es handelt sich eigentlich nur um die Konfiguration einer Adresse, eines Features des SQL-Servers. Ganz unten kann dann angegeben werden, welche Dienstanwendungen in dieser Webanwendung zur Verfügung stehen. Das heißt ganz konkret: Welche Dienste darf ein User, der sich in dieser Webanwendung bewegt, benutzen, welche Dienste stehen hier zur Verfügung? Angesteuert wird das Ganze über Gruppierungen, die vordefiniert werden können, oder alternativ über die Auswahl [benutzerdefiniert], wo man dann wirklich individuell die Dienstapplikation ansteuern kann. Das Nichtbereistellen von Dienstapplikationen ist eher der Ausnahmefall, beziehungsweise will im Vorfeld dann bedarfsbezogen genau geplant werden. Standardmäßig stellt man eigentlich alle Dienstanwendungen, die man implementiert, auch bereit. Am Schluss kommt noch das Microsoft-Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit. Hier kann man sagen Teilnehmen, ja oder nein. Ganz wichtig ist jetzt: Bevor man in SharePoint solche umfassenden Dialoge mit OK bestätigt und damit etwas anstößt, was möglicherweise nie mehr rückgängig zu machen ist, oder nur noch rückgängig zu machen ist durch Neuinstallation der Farm, das kann durchaus passieren; dementsprechend ist es ganz wichtig, dass man im Vorfeld alle eingegebenen Parameter von oben nach unten nochmal in Ruhe durchgeht, nochmal überprüft. Die IIS-Website, unter diesem Namen wird sie im IIS erstellt. Der Port, 443, Standardport, das passt. Hier der Pfad für die zusätzlichen Config Files beziehungsweise zusätzliche Dinge, die im IIS benötigt werden. Kein anonymer Zugriff. Secure Sockets Layer, SSL verwenden, Ja. Kerberos als Anmeldeprotokoll. Keine besondere Anmeldeseite. Die URL für den Load Balancer. Der Anwendungspool. Alles so weit in Ordnung, alles kontrolliert. Und jetzt kann man mit OK veranlassen, dass die Webanwendung erstellt wird. Im Hintergrund legt die SharePoint-Zentraladministration unter diesem Application Pool, unter dem sie läuft, auch los und erstellt eine entsprechende Datenbank am Secured Server. Erstellt eine Site-Konfiguration im Internet Information Server und definiert in der Farmdatenbank die hinterlegten Parameter für diese Web Application. Nach erfolgreicher Erstellung der Webanwendung weist uns die Zentraladministration noch darauf hin, dass bestimmte Einstellungen vervollständigt werden müssen. Im letzten Abschnitt vor allem: "Nachdem der Vorgang abgeschlossen wurde, navigieren Sie zur Seite 'Websitesammlung erstellen', um einen neue Websitesammlung zu erstellen. Das ist erforderlich, denn andernfalls ist möglich, irgendeinen Inhalt in dieser Webanwendung anzulegen. Gut, zur Vervollständigung der Konfiguration muss jetzt der Internetinformationsdienste-Manager geöffnet werden. Über das Windows-Startmenü findet man diesen in der Gruppe Verwaltung. Und kann dort über einen Doppelklick die Internetinformationsdienste- Managmentkonsole aufrufen. Dort wird nun im Abschnitt Sites die neu erstellte Site-Konfiguration im IIS gelistet. Man kann beim Auflisten aller Sites sehen, dass diese Site standardmäßig auf dem Port 443 mit einem Hostheadername sharepoint.spdemo.local aktiviert wurde. Diese Bindung würde nun voraussetzen in der aktuellen Konfiguration, dass Server Name Indication funktioniert. Das heißt, der Client müsste bei einem Haken gesetzt den Hostheadernamen, der angegeben wurde, unverschlüsselt übertragen, damit der IIS auswerten kann, auf wen dieser Parameter hört oder diese Site-Konfiguration hört. Um das zu umgehen, wird der Hostname aus der Bindung des IIS gelöscht. Stattdessen wird die IP-Adresse, die über DNS eingetragen wurde, für diesen Namen eingetragen. Und das SSL-Zertifikat muss außerdem noch ausgewählt werden. Das heißt, diese Einstellungen wurden im Vorfeld nicht von Zentraladministration gesetzt, sondern müssen durch den Farmadministrator nachträglich vorgenommen werden. Zum einen an die IP-Adresse, die für diesen Namen konfiguriert wurde im DNS. Und das zugehörige SSL-Zertifikat muss ausgewählt werden. Der Hostname muss gelöscht werden. Das Feld Hostname soll leer bleiben. SNI ist in dem Fall nicht erforderlich. Damit kann die Webanwendung jetzt auch unter ihrem Fully Qualified Domain Name korrekt aufgerufen werden. Es ist möglich, mehrere Sites mit unterschiedlichen Bindungen, also mit unterschiedlichen IP-Adressen, aber der gleichen TCP-Portnummer an diesem System oder auf diesem Web Frontend zu veröffentlichen. Die Webanwendung wurde so weit erfolgreich erstellt. Und wie bereits vorhin gelesen, im nächsten Schritt muss nun eine Websitesammlung angelegt werden, in der dann Websites erstellt werden mit Bibliotheken und Listen, um Content zu speichern.

SharePoint 2016-Administration Grundkurs

Lernen Sie, worauf es bei der Planung, Einrichtung und Administration einer SharePoint-Farm auf Basis von SharePoint Server 2016 ankommt.

8 Std. 21 min (66 Videos)
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Erscheinungsdatum:24.10.2016

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