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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Wasser mit Mehrfachaufnahmen glätten

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Langzeitbelichtung sind eine tolle Sache, finde ich. Die haben nur einen kleinen Nachteil, und zwar, wenn Sie kein Stativ dabei haben oder wenn Sie keinen Neutraldichte-Filter dabei haben, der die Lichtmenge begrenzt, dann erhalten Sie verwackelte oder eben überbelichtete Fotos. Und wie Sie sich dann mit einer Aufnahmeserie behelfen können, um zum Beispiel Wasser zu glätten, also Wasseroberflächen, Wasserfälle und dergleichen, das möchte ich Ihnen hier einfach mal zeigen. Und das funktioniert sogar mit dem Smartphone. Also hier habe ich mal ein recht heftiges Beispiel ausgesucht. Das habe ich am Rhein aufgenommen, da fuhr gerade ein Boot vorbei und dann kamen diese Wellen hier. In diesem Fall finde ich eigentlich viel Einzelframes sehr viel interessanter als mit einer geglätteten Wasser-Version, weil hier gerade ja die Wellen das Ganze dramatisch erscheinen lassen. Aber ich wollte hier mal ausprobieren, wie leistungsfähig diese Vorgehensweise ist, und das ist wirklich freihand aufgenommen hier mit, in diesem Fall keinem Smartphone, sondern mit einer kleinen Kompaktkamera. Und, ja, lassen wir uns das jetzt einfach mal mit Photoshop so verrechnen, dass wir aus diesen Bildern mit den doch dramatischen Unterschieden eine geglättete Wasseroberfläche bekommen. Ja, und dazu müssen Sie diese Bilder zunächst mal in Photoshop laden, dann diese Bilder in ein Smartobjekt verwandeln und auf diesem Smartobjekt einen sogenannten Stapelmodus anwenden. Und dieser Stapelmodus ist in der Regel Median beziehungsweise Mittelwert. Ja, und da können Sie im Prinzip mal ausprobieren, was besser funktioniert. Und die Schritte, die ich Ihnen gerade beschrieben habe, die müssen Sie nicht manuell, Schritt für Schritt durchführen, sondern Sie können das alles abkürzen, indem Sie ein Photoshop Script benutzen. Und das finden Sie unter "Datei" "Skripten" "Statistik". Wenn Sie das aufrufen, dann erhalten Sie diesen Dialog, und hier können Sie den Stapelmodus wählen, wie gesagt, das ist entweder Mittelwert oder Median für diese Anwendung. Ich würde Ihnen empfehlen immer mit Median anzufangen, denn damit erhalten Sie in der Regel die schöneren Ergebnisse. Immer angehakt sollten Sie auch haben die Option "Quellbilder nach Möglichkeit automatisch ausrichten". Denn wenn ich noch mal zurückgehe in den Finder und Ihnen zeige, wie hier diese Bilder sich unterscheiden, da habe ich doch ziemlich gewackelt, also mal ist der Baum richtig schief, mal steht der Horizont gerade und die Wellen sind natürlich auch sehr unterschiedlich. Also da würde ich Ihnen empfehlen immer diese Option angehakt zu lassen. Ja, und dann brauchen Sie im Prinzip nur noch die Dateien hier hereinzuladen, also "Durchsuchen" und dann gehen wir mal in die Projektdateien hinein, "Wasser_glätten", das sind die hier, und dann wählen Sie die erste aus und die letzte mit gehaltener Shift-Taste und klicken auf "Öffnen". So, und dann klicken Sie auf OK und können sich zurücklehnen und zuschauen, wie Photoshop das fertige Bild berechnet. Also das dauert ein Weilchen, denn, wie gesagt, diese Bilder werden von Photoshop jetzt erstmal als Ebenen geladen, dann zu einem Smartobjekt zusammengefasst, in diesem Smartobjekt ausgerichtet. Und der Median, der dauert auch noch ein bisschen, um diesen zu ermitteln, aber Sie sehen, das ging jetzt recht schnell. Und was soll ich sagen, das Ergebnis kann sich sehen lassen, oder? Also hier wurde von Photoshop offensichtlich an den Baum ausgerichtet, also hier gibt es keinen Versatz. Den Stapelmodus, den sehen Sie hier, wenn Sie den aufklappen, und die geglättete Wasseroberfläche, die ist im Prinzip auch schon so super verwendbar. Und hier ist es so, je mehr Einzelfotos Sie verwenden, umso glatter wird diese Oberfläche, das heißt, wenn Sie da jetzt nur drei Fotos benutzen, dann erhalten Sie noch eine sehr unruhige Oberfläche, das funktioniert so also nicht. Um so etwas butterweiches, wie eine echte Langzeitbelichtung mit einem Neutraldichte-Filter zu erreichen, müssen Sie schon, ja sagen wir mal, 50 bis 100 Fotos benutzen, damit das wirklich butterweich wird und nicht diese digitale Anmutung erhält, die Sie jetzt hier noch so ein bisschen sehen. Aber letztendlich das ließe sich jetzt leicht noch weichzeichnen mit der Pfad-Weichzeichnung oder mit dem Bewegungs-Weichzeichner, was auch immer. Und das würde dann schon deutlich besser aussehen, als wenn Sie hier ein einzelnes Foto mit diesen dramatischen Wellen nehmen würden und dann versuchen dieses mit einem Weichzeichnungsfilter zu glätten. Sie können dann auch andere Stapelmodi ausprobieren oder auch dieses Smartobjekt betreten mit einem Doppelklick und hier einzelne Ebenen von der Berechnung ausschließen. Wenn Sie feststellen, dass hier einige unschöne Kanten entstehen, dann können Sie das hier einfach so anklicken, zum Beispiel auch dieses hier mit den Spritzern oder das hier, das würde vielleicht auch stören. Dann nehmen wir die einfach raus, und dann können Sie das hier schließen, bestätigen den Speichern-Dialog und dann wird der Median neu berechnet und Sie erhalten ein leicht anderes Ergebnis, das vielleicht an der ein oder anderen Bildstelle schon deutlich besser aussieht. Ja, den Stapelmodus, den können Sie leider nicht hier ändern, sondern dazu müssen Sie immer in das Ebenen-Menü gehen, also über "Ebene" "Smartobjekte" und ganz unten hier im Stapelmodus-Punkt, da können Sie dann zum Beispiel auch mal probieren hier "Maximum" oder "Minimum" oder "Mittelwert". Mittelwert sieht fast so ähnlich aus, aber interessanter sind vor allem diese Effekte hier, "Minimum" sucht sich vor allem die dunklen Tonwerte, das sieht dann auch ganz interessant aus. Und wenn wir dann mal "Maximum" nehmen, so, "Smartobjekte" "Stapelmodus" "Maximum", dann haben Sie vor allem die hellen Tonwerte und das sieht auch stark aus, finde ich. Also da müssen Sie mal ein bisschen rumprobieren, Sie können dann diese verschiedenen Varianten natürlich auch kombinieren, zum Beispiel, indem Sie dieses Smartobjekt jetzt duplizieren mit Command+J beziehungsweise Steuerung+J, und dann hier eine andere Füllmethode nehmen, ich nehme jetzt hier mal wieder Minimum und ich mache es mir einfach. Ich nehme die Photoshop-Suchfunktion, hier oben über dieses Symbol und gebe dann einfach ein "Minimum". So, dann bin ich direkt da, drücke Enter und hab schon meine Minimum-Funktion angewendet. Und da könnte ich jetzt eine Ebenenmaske dranhängen, mir das Verlaufswerkzeug nehmen, in schwarzer-weißer Farbe und hier einfach mal ein Verlauf aufziehen, den dann umkehren und hätte dann so eine Art dramatischen Effekt hier erzielt. Und dann müsste man hier vielleicht mit dem Pinsel noch ein bisschen nacharbeiten, damit die Übergänge einfach schöner aussehen. Das ist dann Spielerei. Sie müssen sich einfach überlegen, was wollen Sie erreichen, wollen Sie einfach nur eine glatte Oberfläche oder wollen Sie so etwas dramatisches. Dann können Sie natürlich diese ganzen Stapelmodi wild durcheinander kombinieren. Wenn Sie es nicht möchten, dann nehmen Sie beispielsweise einfach den Mittelwert, so, und dann haben Sie eine glatte Wasseroberfläche. Also entdecken Sie die Möglichkeiten, Sie sehen, wie einfach es ist. Laden Sie einfach eine Bildserie, die Sie aufgenommen haben, über "Datei" "Skripten" "Statistik", wählen dann den entsprechenden Ebenenmodus und überlassen Photoshop den Rest der Arbeit und dann feilen Sie hier noch an den einzelnen Ebenen, bis Sie das Ergebnis erhalten haben, das Ihnen ursprünglich vorschwebte. Viel Spaß dabei.