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Berichte schreiben

Was unterscheidet einen Bericht von anderen Textarten?

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In diesem Film lernen Sie, wie Sie einen Bericht von anderen Textarten unterscheiden können und was die Besonderheiten an einem Bericht sind.
03:22

Transkript

Wenn Sie einen Bericht schreiben, sollten Sie wissen, was ihn von anderen Textsorten abhebt. Denn die Sprache eines Berichtes unterscheidet sich stark von anderen Textsorten, etwa einem Kommentar, einer Reportage oder einem Verkaufsmailing. Im Unterschied zu vielen anderen Textformen ist die Sprache eines Berichtes vor allem sachlich. Wie der Name schon sagt, berichtet ein Bericht über ein Thema, ein Ereignis oder einen Sachverhalt. Ein Bericht gehört zu den tatsachenbezogenen Texten. Er handelt von etwas, dass tatsächlich geschehen ist oder etwas, das es wirklich gibt. Es geht um die Darstellung von Fakten und explizit nicht um Meinungen, Vermutungen oder persönliche Eindrücke. Damit unterscheidet sich der Bericht deutlich von anderen Textarten, die meinungsbezogen sind, wie beispielsweise der Kommentar oder natürlich allen anderen literarischen Textformen. Das Ziel eines Berichtes ist es zu informieren. Als Faustregel könnte man sagen, dass bei einem Bericht etwa 90% tatsachenbezogen und nur etwa 10% Einordnung sind. Das bedeutet, dass 90% Ihres Berichtes auf reinen Fakten beruhen. Die übrigen 10% können Sie dazu nutzen vorsichtige Prognosen abzugeben oder das Thema in einem Gesamtkontext einzuordnen. Wichtig dabei, Sie dürfen nicht aus Ihrer eigenen Sicht das Thema einordnen, sondern stets untermauert von klaren Fakten, Zahlen oder Zitaten. Ein Bericht kommt dem Aufbau einer Nachricht recht nahe. Nachrichten kennen Sie alle aus der Zeitung. Die kürzeste Nachrichtenform ist die Meldung. Sie hat nur wenige Sätze, in denen alle wichtigen W-Fragen beantwortet werden. Die Nachricht an sich ist etwas länger, aber ebenfalls auf das wichtigste beschränkt und nach absteigender Wichtigkeit angeordnet. Die wichtigsten Fakten kommen zuerst, gegen Ende der Nachricht steht das, was man zu Not auch wegstreichen könnte. Ein Bericht ist länger als die Nachricht. Er bietet weiterführende, ergänzende Informationen und zusätzliches Hintergrundwissen. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal zu Nachrichten ist der Gebrauch von Zitaten. Während in Nachrichten sehr selten Zitate benutzt werden, dürfen Sie in Berichten die beteiligten Personen oder Experten zu Wort kommen lassen. Entweder in direkter oder indirekter Rede. Vergleicht man den Bericht mit anderen Textarten, wie etwa der Reportage, erkennt man folgende Unterschiede: Die Reportage möchte miterleben lassen, der Bericht will informieren. Die Reportage setzt auf szenisches Erzählen, der Bericht auf sachliche Distanz. Sprachlich setzt sich die Reportage auf einfühlsame Weise mit dem Thema auseinander. Der Bericht hingegen setzt auf eine klare, faktenbasierte Sprache und auf gut verständliche Worte. Bei der Reportage bekommt der Leser einen tieferen, emotionaleren Einblick in das Thema oder das Leben der Protagonisten. Bei einem Bericht kommen Personen nur dann vor, wenn sie im Zusammenhang mit den Fakten eine Rolle spielen. Dies unterscheidet ein Bericht also von einer Reportage. Natürlich könnte man noch viel mehr Textsorten im Vergleich anführen. Der Kommentar beispielsweise setzt stark auf die Meinung und Bewertung des Autors selbst. Das hat in Berichten natürlich nichts verloren. Die Glosse kommt humoristisch und charaktierend daher. Auch das macht ein Bericht nicht. Ein Bericht ist also die erweiterte Form einer Nachricht und unterscheidet sich von anderen Textsorten durch seine Faktenbezogenheit.

Berichte schreiben

Lernen Sie Berichte so zu verfassen, dass sie leicht verständlich sind und die Leser fesseln – von den Vorüberlegungen bis zur Schlussredaktion.

52 min (15 Videos)
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