Photoshop Elements 15: Ebenen und Masken

Was sind Ebenen?

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André Reinegger erzählt in diesem Video über die Geschichte der Ebenen in der Bildbearbeitung und erklärt, wie dieses Bearbeitungsprinzip funktioniert und was man mit separaten Ebenen anstellen kann.

Transkript

Ein Grund, warum Photoshop heutzutage so erfolgreich ist, war damals die Einführung von Ebenen. 1994 wurden diese in der Version Photoshop 3 hinzugefügt. Dadurch wurde man in der digitalen Bildbearbeitung deutlich flexibler. Heutzutage sind Ebenen nicht mehr wegzudenken. Photoshop Elements hat schon seit der Version 1 mit Ebenen gearbeitet. Heutzutage sind sie das A und O und niemand will in der digitalen Bildbearbeitung mehr ohne Ebenen arbeiten müssen. Man kann sich Ebenen wie Folien vorstellen, die man über ein Foto legt. Auf diesen Folien werden dann Änderungen durchgeführt, weitere Elemente ins Bild hinzugefügt, es wird mit Textebenen gearbeitet usw. Bevor wir aber die erste Ebene anlegen, wollen wir uns erstmal anschauen, wie Photoshop hier ohne Ebenen arbeiten würde. Ich habe jetzt hier ein einfaches Foto geöffnet. Und hier auf der rechten Seite haben wir die Ebenenpalette, die wir uns hier an dieser Stelle ein- und ausblenden können. Und hier sehen jetzt nur eine Ebene, nämlich die Hintergrundebene. Diese ist gesperrt, so dass wir diese so ja nur bedingt verändern können. Nach Möglichkeit sollte man das auch so belassen und alle Korrekturen, alle Änderungsschritte, die man irgendwie macht, auf weiteren Ebenen machen. D. h. man erzeugt sich Ebenen, indem man die Korrekturen durchführt, sodass man jederzeit wieder zum Ursprung zurückkommen kann und am Originalbild weiterarbeiten kann, man dieses also nicht zerstört. Oft ist es auch so, dass man die Hintergrundebene im ersten Schritt erstmal dupliziert, so dass man auf dem Duplikat arbeitet und auch in dem Fall das Hintergrundbild nicht verändert oder beschädigt. Bevor wir aber hier jetzt mit Ebenen arbeiten, schauen wir erstmal an, wie das Ganze funktioniert, wenn wir uns jetzt den Pinsel nehmen und hier an dem Hintergrund arbeiten. D. h. wenn ich jetzt einfach mal hingehe und über das Bild male, dann ist es so, dass man sich das so vorstellen kann, als würde ich mit einem Kuli oder mit einem Edding auf dem Foto malen. Ist ein Problem, den Edding von dem Foto zu beseitigen. Hier in dem Fall genau so. Wir haben also jetzt auf dem Hintergrundbild gearbeitet, wir sehen es hier auch ganz fein in dieser kleinen Vorschau oder in diesem Thumbnail. Wenn wir jetzt hingehen und den Hintergrund von dem Strich wieder befreien wollen, dann haben wir ein Problem. Wie im richtigen Leben, wenn wir mit einem Edding auf einem Foto gemalt haben, dann kann man vielleicht versuchen mit, ich weiß nicht, Alkohol oder etwas Leichtem vielleicht, das runter zu kriegen, runter zu waschen, oder mit einem Radiergummi vielleicht, je nachdem, um was für einen Stift es sich handelt. Wenn wir hier in dem Fall das Radiergummi nehmen und damit jetzt mit einer entsprechenden Größe hier, versuchen, das weg zu radieren, dann sehen wir, es wird jetzt weiß, weil wir alle Pixel hier beseitigen. Wir malen jetzt auf den Hintergrund und die Hintergrundfarbe ist weiß bei dem Bild. Und wenn wir jetzt anfangen und versuchen, hier etwas weg zu radieren, dann sehen wir, dass wir das Bild hier an der Stelle tatsächlich zerstören. Die Pixel sind für immer gelöscht und wir haben jetzt hier an der Stelle ein Problem. Na ja, "für immer" ist falsch gesagt. Wir können natürlich die Schritte rückgängig machen. Darüberhinaus haben wir hier oben unter "Fenster" auch ein Protokoll und hier sehen wir jetzt auch, so hier ist das Fenster gelandet, hier sehen wir auch die Schritte, die wir gemacht haben, und diese können wir auch über dieses Protokoll jederzeit wieder rückgängig machen oder herstellen. Wir sollten also, wie gesagt, wenn wir jetzt solch eine Veränderung machen, wenn wir einfach nur mit dem Pinsel arbeiten z. B., sollten wir dies auf einer neuen Ebene tun. Und eine neue Ebene finden wir hier oben. Über dieses Icon können wir uns eine neue, leere Ebene erstellen. Hier sehen wir die Ebene. Die Ebene liegt jetzt wie eine Folie auf unserer Hintergrundebene. Das ist so, als wenn ich mein Foto habe und eine Folie drüber lege und dann mit dem Edding drauf male. Weil dann male ich nicht direkt auf dem Bild, sondern auf der Folie auf dem Edding und kann somit die Folie später entfernen, auf der Folie vielleicht radieren, die Folie verschieben, um den Strich an eine andere Stelle zu bringen usw. Und das wollen wir gerade mal hier machen. Übrigens, das Schachbrettmuster, was man sieht, das zeigt einfach nur an, dass an der Stelle Transparenzen sind, also dass hier nichts ist an der Stelle, kein weiß, kein gar nichts. Wenn ich jetzt nochmal mit dem Pinsel einen ähnlichen Strich male, dann erscheint der in der aktiven Ebene, in dieser blauen Ebene, in der wir gerade arbeiten. Dadurch dass wir jetzt auf der neuen Ebene gearbeitet haben, können wir jetzt über das Auge hier z. B. die Ebene ein- und ausblenden. Oder wir können das Verschieben-Werkzeug nehmen, das ist dieses hier, und hier den Strich an eine andere Stelle setzen. Wir können den Strich vergrößern und verkleinern, wir können den Strich drehen, wir können also hier alles modifizieren, und wir können den Strich natürlich auch radieren. Wenn wir jetzt das Radiergummi nehmen, dann können wir über den Strich malen, um den wieder zu beseitigen oder einen Teil davon. Das geht aber nur, weil wir jetzt hier auf der eigenen Ebene sind und in dem Fall beschädigen wir das Hintergrundbild nicht. Wir können die Ebene natürlich auch wieder löschen, indem wir sie selektieren und "Entfernen" drücken oder wir ziehen die Ebene hier auf den Mülleimer oder klicken auf den Mülleimer, um die Ebene zu löschen. Jetzt wollen wir uns noch eine andere Ebene einfügen, etwas, das ein bisschen realistischer aussieht. Und zwar haben wir in Photoshop Elements hier unten über das Plus die Möglichkeit, Grafiken einzufügen. Wenn wir jetzt hier im Dropdown, wo wir wählen können, was für eine Art es sein soll, also Art nach Aktivität, Ereignis, Farbe, Jahreszeit usw. Und hier auf der rechten Seite haben wir jetzt verschiedene Kategorien. Ich gehe jetzt mal zur Kategorie "Transport". Wir haben hier in dem Fall "Alle einblenden". Dieses Flugzeug ziehe ich mir jetzt einfach mal hier ins Bild, positioniere es, wo es irgendwohin passt. Muss es natürlich noch etwas verkleinern, so vielleicht, und hier an eine Stelle setzen, wo es denn dann recht realistisch aussieht. Und wenn wir jetzt noch einen Blick in die Ebenenpalette werfen, dann haben wir jetzt das Flugzeug hier in einer eigenen Ebene, die wir ebenfalls ein- und ausblenden können natürlich. Und außerdem haben wir hier die Deckkraft, d. h. wie stark soll das Flugzeug hier auf dem Foto wirken. Wenn ich jetzt die Deckkraft herabsetze, sagen wir auf 50%, dann wird das Flugzeug nur noch halb so stark angezeigt, nämlich mit 50% Deckkraft. Es kann ja sein, dass das Flugzeug ziemlich weit weg ist und eine kleine Nebelschicht darüber liegt, dann wird es halt hier etwas transparenter zu sehen sein. Oder wir erhöhen es wieder. Oder wir können nämlich hier den Modus auswählen, den Modus, wie die Ebene auf der darunterliegenden Ebene wirkt. Gut, bei dem Flugzeug weiß ich jetzt nicht, ob das passt. Wir könnten z. B. hier "Multiplizieren" auswählen, ich mache es ein bisschen größer, dass man es besser sieht, wenn man "Multiplizieren" macht, dann sieht man, dass der Hintergrund hier an den Stellen durchguckt, wo helle und dunkle Bereiche sind, weil das Flugzeug quasi auf dem Hintergrund multipliziert wird. Da gibt es verschiedene Modi, die man alle mal durchprobieren muss, um zu gucken, wie was wirkt. Vielleicht "Ineinanderkopieren", dann werden die Farben halt hier ineinander kopiert. Je nachdem, wenn das Flugzeug hier hinter der Wolke ist, sieht das sogar recht realistisch aus. Muss es dann wieder etwas kleiner machen, das ist ein bisschen riesig groß. So, dann sieht man das Flugzeug irgendwie so da leicht in den Wolken. Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Ich werde das mal wieder rückgängig machen, auf "Normal" setzen, hier an eine andere Stelle bringen, so ungefähr. Wir können natürlich auch die Ebenen duplizieren, indem wir hier "Copy" und "Paste" drücken, also Strg+C, Strg+V oder Cmd+C, Cmd+V auf dem Mac. Wir können hier auch einen Rechtsklick machen und sagen, wir wollen die Ebene duplizieren, oder wir können mit gedrückter "Alt"-Taste einfach klicken und ziehen, um ein weiteres Flugzeug hier hinzuzufügen, was es natürlich jetzt an eine andere Position bringen würde, vielleicht bisschen drehen würde, bisschen kleiner machen würde, damit es nicht aussieht wie eine direkte Kopie. Dann haben wir noch Einstellungsebenen, was auch sehr praktisch ist. Über Einstellungsebenen können wir z. B. den Farbton ändern, die Helligkeit, Tonwerte verändern usw. Ich gehe jetzt mal auf Farbtonsättigung und schiebe diese Ebene ganz nach oben. Wenn sie ganz oben ist, dann wirkt sie auf alle Ebenen darunter. Und wenn ich die Ebene verändern möchte, hier korrigieren möchte, dann mache ich einen Doppelklick hier auf dieses Icon und dann öffnet sich die Palette für Farbtonsättigung. Ich kann jetzt hier z. B. die Helligkeit verändern, so, die Sättigung, das Bild also viel stärker machen oder viel schwächer von der Sättigung. Wir können das Bild einfärben. Dann haben wir so einen Sepia-Effekt, je nachdem, wo wir jetzt hier hingehen. Das ist vielleicht ein bisschen stark, müssen wir die Sättigung ein wenig runterschrauben. Da haben wir jetzt ein bisschen was von Sepia, müssen jetzt noch den genauen Farbton treffen. Vielleicht eher hier so was. Na ja, wie auch immer. Wir können also hier das Bild bearbeiten und es hängt jetzt auch davon ab, wo sich diese Einstellungsebene befindet. Diese Einstellungsebene liegt jetzt über allen anderen Ebenen. Das ist ja ganz im Hintergrund, dann kommt das erste Flugzeug, dann das zweite, und ganz oben jetzt diese Korrektur. Wenn ich diese Ebene eins weiter nach unten schiebe, dann wird in dem Fall das Flugzeug hier nicht mehr berücksichtigt. Man sieht jetzt den Unterschied kaum, weil das Flugzeug ja grau ist. Wenn ich es jetzt noch weiter runterschiebe, man sieht es auch nur minimalst, dass diese Flugzeuge jetzt nicht mehr davon betroffen sind. Wir können also so mit verschiedenen Einstellungsebenen arbeiten hier und damit auch verschiedene Ebenen bearbeiten. Wenn ich jetzt z. B. nur dieses Flugzeug, das große hier, verändern möchte, dann kann ich hier an dieser Stelle mit gedrückter Alt-Taste klicken, man sieht, dann wird die Maus, der Finger, hier zu einem Pfeil. Das bedeutet, das Ganze wird eingerückt und wirkt nur noch auf die Ebene des Flugzeugs. Wir können das sehen, wenn ich jetzt noch mal doppelt klicke. So, dann sind wir hier wieder in der Einstellungebene für Farbtonsättigung. Wenn ich jetzt hier z. B. die Deckkraft runtersetze, dann sehen wir, dass das Flugzeug hier dunkler wird oder deutlich heller, nur das Flugzeug. Statt die Alt-Taste zu drücken zum Einrücken, kann man auch hier auf dieses kleine Icon klicken. Das hat genau den gleichen Effekt. Wie wir also gesehen haben, sind die Ebenen in Photoshop Elements ein sehr wichtiges Werkzeug. Man kann damit sehr effizient und sehr produktiv arbeiten, ohne das Originalbild zu verändern. Und wenn man das Konzept der Ebenen verstanden hat, dann ist man in Photoshop wirklich sehr mächtig und kann eine Menge bewirken.

Photoshop Elements 15: Ebenen und Masken

Lernen Sie, wie Sie mit Ebenen und Masken Ihre Bildbearbeitung in Photoshop Elements non-destruktiv durchführen können, um jederzeit flexibel Änderungen vornehmen zu können.

2 Std. 2 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:12.01.2017

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