Mitarbeiter motivieren

Was Motivation bedeutet

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Die Trainerin stellt die Definitionen aus dem Duden und von Werner Correll vor. Außerdem erklärt sie den Unterschied zwischen intrinsischer und extrinsicher Motivation.

Transkript

Wie so oft, wenn man sich einem Thema nähern möchte, hilft der Blick auf den Ursprung des Wortes. Motivation? Das klingt lateinisch und es entstand in der Tat im Lateinischen. Motivation kommt von movere und movere heißt soviel wie bewegen. Der Duden ordnet den Begriff der Psychologie und Pädagogik zu und beschreibt Motivation als Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung oder Ähnliches beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen. Der Psychologe Werner Correll definiert Motivation als Zustand des Angetriebenseins und der Zuwendung, in welchem sich einzelne Motive manifestieren, die zu einer bestimmten Aktion führen. Versuchen wir, das ganze etwas griffiger zu machen. Motivation umfasst die vier folgenden Elemente. Erstens: Antrieb. Damit ist nicht gesagt, ob der Antrieb von innen oder von außen kommt. Anders gesagt, für die Definition ist es zunächst einmal unwichtig, ob ich mich selbst antreibe oder ob ich von jemand anderem angetrieben werde. Zweitens: Zuwendung. Hier geht es nicht um Zuwendung im Sinne von Liebe, sondern um eine Richtung. Motivation bezieht sich immer auf eine Richtung, auf ein Ziel, dem die motivierte Person entgegenstrebt. Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas abstrakt. Deshalb stelle ich Ihnen ein Beispiel vor. Wenn ich einen Marathon laufen und die Strecke in weniger als vier Stunden bewältigen will, dann habe ich ein klar definiertes Ziel vor Augen, aber auch mitzulaufen und im Ziel anzukommen, wäre ein Ziel. Wenn noch ein weniger streng definiertes. Entscheidend ist, Motivation setzt voraus, dass die Person ein Ziel vor Augen hat. Drittens: Motive. Der Duden spricht auch von Beweggründen. Die Frage ist also, warum tue ich etwas? Welche Faktoren bestimmen das, was ich tue? Was löst die Motivation aus? Viele Motive sind nicht statisch. Sie ändern sich im Laufe unseres Lebens, weil wir im Lauf der verschiedenen Phasen unseres Lebens immer wieder neue Erfahrungen machen. Und Viertens schließlich, Handeln, Aktion. Motivation ist auf etwas Bestimmtes ausgerichtet. Und davon ausgehend bringt sie uns dazu, bestimmte Dinge zu tun. Das heißt im Umkehrschluss: Fehlt eine Motivation, so handeln wir nicht. So tun wir nichts. Sicherlich kennen sie beide Phänomene bestens. Gehen wir jetzt noch einmal einen Schritt zurück zum ersten Teil der Definition; dem Antrieb. Ich hatte gesagt, dass die Definition nichts darüber aussagt, woher der Antrieb kommt. Tatsächlich aber ist das ein wichtiger Faktor. Wir sprechen von zwei Arten von Motivation. Der sogenannten intrinsischen Motivation oder auch Primärmotivation und der sogenannten extrinsischen Motivation oder auch Sekundärmotivation. Was glauben sie? Welche Motivation ist wohl die stärkere? Richtig. Die intrinsische. Dinge, die wir tun, weil wir in unserem tiefsten Inneren von ihrem Sinn überzeugt sind, sind immer stärker als alles, was uns von außen vorgegeben wird. Und wenn wir unsere Mitarbeiter motivieren möchten, dann können wir nur an der extrinsischen Motivation ansetzen. Unser Ziel ist es, die Motive des Mitarbeiters zu verstehen und so auf ihn einzuwirken, dass er engagiert und in unserem Sinne handelt. Da ist es natürlich schwieriger, wenn wir nicht ohne Weiteres auf seine intrinsische Motivation bauen können. Schade, oder? Aber so ist es nun einmal. Im Idealfall gelingt es einer Führungskraft so gut ihre Mitarbeiter anhand von extrinsischen Faktoren zu motivieren, dass diese irgendwann zum Bestandteil ihrer intrinsischen Motivation werden. Also, lassen Sie uns daran arbeiten.

Mitarbeiter motivieren

Lernen Sie Motivationstheorien kennen und deren Anwendung auf unterschiedliche Typen – garniert mit vielen Tipps aus der beruflichen Praxis.

1 Std. 33 min (20 Videos)
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Erscheinungsdatum:25.04.2016

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