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Ableton Live 9 lernen

Was ist Warp und wie arbeitet man mit Warp-Markern?

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Der Warp-Button ist der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der Audio-Engine von Ableton Live. Ist er aktiviert, kann das Programm einen Clip abhängig vom Song-Tempo stauchen oder dehnen.
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Transkript

In der Mitte des Sample-Menüs findet sich ein Button, auf dem "Warp" steht. Was hier so unauffällig aussieht, ist der eigentliche Dreh- und Angelpunkt von Ableton Lives Audio-Engine. Aktiviert man einmal diesen Warp-Button bei einem Audio-Clip, so kann Ableton Live diesen Audio-Clip in Echtzeit stretchen oder stauchen und dies abhängig vom Song-Tempo. Damit Ableton das einigermaßen gut hinkriegt, muss es aber ein paar Dinge wissen. Zuerst nimmt Ableton ein gewisses Tempo für den Grundloop an. Dieses Tempo wird hier gezeigt, es nennt sich "Segment BPM" und in diesem Fall nimmt er an, dass dieser Loop mit 120 Beats per Minute aufgenommen wurde. War in diesem Fall auch nicht allzu schwer, weil wir auch den Song mit 120 BPM aufgenommen haben und diesen Clip direkt in diesem Song aufgenommen haben. Darunter findet man wieder die gleichen Funktionen wie auch im MIDI-Editor. Dividiert durch zwei [:2], das bedeutet, dass der Clip um die Hälfte gekürzt wird, mal zwei [*2], sprich den Clip doppelt so schnell abspielen. Damit Ableton Live diese Clips gut und mit so wenig Artefakten wie möglich abspielt, sollte man ihm vielleicht helfen, zu spezifizieren, welchen Algorithmus er nehmen soll. Diese Algorithmen findet man hier in dem Dropdown-Feld. Hat man recht beat-lastiges bzw. schlagzeughaftes Material, dann sollte man "Beats" nehmen, "Tones" für monophones und sehr tonhaftes Material, "Texture" für Flächen, Polyphones oder Geräuschhaftes. "Re-Pitch" verwandelt Ableton Live in einen Plattenspieler. Das heißt, je höher das abgespielt wird, desto schneller wird es auch abgespielt wie bei einer Platte bzw. je langsamer, desto tiefer. Die letzten zwei Algorithmen wie "Complex" und "Complex Pro" werden für Material verwendet, wo tonales wie auch perkussives Material ineinander vermischt ist. Hier, denke ich, werden wir "Tones" nehmen. Was ich aber an der Stelle sagen möchte ist, dass man durchaus mit diesen Algorithmen etwas experimentieren kann, weil auch Artefakte manchmal gut klingen. Zu jedem diesem dieser Algorithmen erscheint dann hier unten ein Zusatz-Tool, mit dem man hier noch etwas genauer ins Detail gehen kann. Auch hier gewinnt der Experimentierfreudige. In weiterer Folge finden wir ähnliche oder die gleichen Dinge, die wir auch im MIDI-Editor kennengelernt haben. Hier den Startpunkt des Loops und hier die Länge des Loops bzw. auch den Startpunkt des Loops. Aber wie macht das Warp genau? Warp versucht im Audiomaterial Transienten zu erkennen. Transienten sind Pegelsprünge. Wir sehen, hier war es relativ leise und hier kommt der nächste Ton und da legt Ableton einen Warp-Marker an. Bei perkussivem Material sieht man das etwas besser. Ich gehe kurz auf die Congas und hier sieht man das schon. Hier kommt die Trommel, hier ist Ruhe und genau an der Schnittstelle von Ruhe zum Pegelsprung erkennt Ableton einen Transienten und wirft einen Marker dort hin. Anhand dieser Marker kann man nun das Audiomaterial manipulieren. Zum Beispiel sagen wir, wir hätten diesen Ton gerne woanders. Dann gehen wir einfach hin, halten die Maus dadrüber und ziehen diesen Ton woanders hin. Wir spielen den Clip einmal ab, drück wieder auf "Solo". OK. Was er jetzt gemacht hat, ist, Ableton hat sämtliche Marker und Audiosegmente in diesem Audio-File nach links und rechts geschoben. Das wollten wir aber nicht. Ich gehe mal auf "Undo". Wir hören uns das Ding nochmal an. OK. Wie kann man das aber jetzt vermeiden? Das geht folgendermaßen. Sagen wir, wir wollen jetzt diesen Ton genau auf die Zählzeit schieben, die hier wäre, aber ohne die Töne, die davor und danach sind, also ohne diesen bzw. diesen Ton zu verschieben. Das geht folgendermaßen. Am Mac hält man die Cmd-Taste bzw. am PC die Strg-Taste gedrückt und man sieht, dass Ableton sowohl [am] Transienten hier vorn als auch am Transienten hier hinten einen Marker setzen möchte. Wir klicken es einmal an und dann werden diese Marker gelb. Jetzt können wir den Marker, der zwischen den beiden Markern ist, solange verschieben, wie wir wollen, ohne dass die angrenzenden Noten mitverschoben werden. Das hört sich dann so an. Gut, so funktioniert das bei monophonem Material. Schauen wir uns das noch schnell einmal bei perkussiverem Material an, vielleicht hier bei unserem "Bouncy Loop". Ich stelle diese Spur mal kurz auf Solo und wir hören uns den Clip an. OK. Wir zoomen da rein und wir sagen, wir wollen diese Snare bzw. die Claps auf eine andere Zählzeit schieben. Mit gedrückter Cmd-Taste beim Mac bzw. Strg-Taste beim PC klicke ich jetzt den Warp-Marker hier an. Ableton erstellt zwei angrenzende Warp-Marker und ich kann den mittleren wieder verschieben, wohin ich ihn will. Mal hören, wie das klingt. Gut. Man sieht schon, mit dieser Methode kann man Beats verändern oder Varianten von Beats innerhalb eines Loops bauen. Nachdem wir jetzt den Audio- und den MIDI-Editor durchgemacht haben, wollen wir uns einmal die Effekte anschauen.

Ableton Live 9 lernen

Lernen Sie, wie Sie mit Ableton Live 9 musikalische Ideen umzusetzen und Songs arrangieren und produzieren.

2 Std. 47 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.12.2016

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