SharePoint 2013-Administration Grundkurs

Was ist eine "Dienstanwendung"?

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Dieses erste Video zum Thema erklärt Ihnen zunächst einmal, was Dienstanwendungen sind und was Sie mit ihnen machen können.

Transkript

SharePoint Webanwendungen sind weitgehend voneinander gekapselt, denn es handelt sich hierbei um zwei Site-Definitionen im IIS, unterschiedliche IP-Adressen, unterschiedliche Inhaltsdatenbanken und Webanwendungen bieten wenig bis keine Möglichkeit zum Datenaustausch untereinander und damit natürlich auch nicht Websitesammlungen oder Websites. Dennoch wünscht sich natürlich der Bediener in verschiedenen Webanwendungen auf unterschiedlichen Websitesammlungen auf gleichartige Daten zurückzugreifen, zum Beispiel eine gemeinsame Suchfunktion zu nutzen, die über alle Webanwendungen und alle Websitesammlungen ein Weg sucht oder bei den verwalteten Metadatendienst in SharePoint, dass ein zentraler ECM-Manager Metadaten bereitstellt, die dann in allen Webanwendungen und allen Websitesammlungen verwendet werden kann. Um das zu realisieren, setzt der SharePoint auf sogenannte Dienstanwendungen und Dienstanwendungsproxys. Diese sind in der Regel auf einem zweiten Server der Farm, auf dem sogenannten Anwendungsserver ausgelagert, eventuell je nach Belastung sogar auf mehrere Anwendungsserver, denn es gibt einige Dienstanwendungen in Abhängigkeit der eingesetzten SharePoint Lizenz. Eine Dienstanweisung besteht in der lokalen Farm aus einem Dienstanwendungsproxy, der standardmäßig für die lokale Farm mitinstalliert wird, und der Dienstanwendung, die einen Webservice darstellt, und dieser Webservice ist in der Internet Information Site SharePoint Webservices auch als Anwendung abgebildet. Je nach Diensteart, denn es ist völlig in der Hand des Programmierers, was dieser Dienst alles tut und was er alles kann. Je nach Diensteart kann es auch sein, dass noch einer oder mehrere Windows Dienste dazu gehören, die ebenfalls dann auf dem Server mit dem Windows Dienstemanager aktiviert werden müssen und nicht im Kontext des Internet Information Server laufen. In der SharePoint Server Zentraladministration sind diese Windows Dienste mit dem Menüpunkt Dienste auf dem Server verwalten erreichbar. Wenn nun ein User über den Browser per HTTP, HTTPS eine Verbindung zu einer SharePoint Webanwendungen aufnimmt, das heißt, wenn der eine Seite weiter abruft, zum Beispiel intranet.schulung.local, dann übernimmt die Webanwendung die Interaktion mit der Webanwendung zugeordneten Datenbank, lädt dort die entsprechenden Inhaltsdaten nach, die dieser Website Webanwendung zugeordnet sind. Wenn es sich dabei aber zum Beispiel um eine Suchanfrage handelt oder eine Suchanfrage im Request des Benutzers mit drinsteckt, dann nimmt die Webanwendung über einen Dienstprotokoll Kontakt mit dem ihr zugeordneten Dienstanwendungsproxy auf. In diesem Fall ist das der Dienstanwendungsproxy der Suche für die lokale Farm. Dieser Dienstanwendungsproxy konnektiert seinerseits die Suchdienstanwendung der Farm, die ihrerseits gegebenenfalls noch mit Windows Diensten über lokale Protokolle kommuniziert und natürlich auch auf den SQL-Server, auf Datenbanken auf den SQL-Server zurückgreift, um das gewünschte Suchergebnis zu ermitteln und dann liefert die Dienstanwendung Daten über den Dienstanwendungsproxy zurück an die Webanwendung, die das erhaltene Ergebnis in ihr HTML-Rendering miteinfließen lässt. Am Ende stellt dann die Webanwendung oder vielmehr die IIS-Site der Webanwendung das erstellte Ergebnis HTML, CSS, XML, was alles da enthalten ist zurück an den Browser, sodass Sie als Benutzer im Browser das gewünschte Ergebnis sehen. Über Dienstanwendungsproxys und Dienstanwendungen kann also auch eine webanwendungsübergreifende Kommunikation realisiert werden, denn beide Webanwendungen in dieser Farm würden zum Beispiel im Falle der Suche auf den gleichen Suchdienstanwendungsproxy zurückgreifen und damit auch den gleichen Datenbestand, den gleichen Ergebnisbestand durchsuchen und auch die gleichen Suchergebnisse angezeigt bekommen, vorausgesetzt natürlich, dass die Berechtigungen in beiden Fällen gleich sind. Dienstanwendungen können aber auch Farm übergreifend freigegeben werden. Wenn eine zweite Farm implementiert wird, auch an einem entfernten Standort, dann besteht auch diese Farm ja wieder aus mindestens einer Webanwendung, aus SQL-Server-Datenbanken und man kann nun in diese Farm einen Dienstanwendungsproxy implementieren, der mit der Dienstanwendung in der Farm 1 kommuniziert. Das bedeutet also, wenn ein User über den Browser eine Anfrage an die Webanwendung schickt, dann wird die Webanwendung zunächst in diversen SQL-Datenbanken ein Ergebnis zusammenrechnen, wenn sie erkennt, da handelt es sich ja um eine Suchanfrage, dann leitet sie die Anfrage weiter an den ihr zugeordneten Dienstanwendungsproxy, der jetzt aber so konfiguriert ist, dass er die Verbindung mit der Dienstanwendung im Farm 1 aufnimmt, und zwar über HTTP oder vielmehr über HTTPS, ungesicherte Dienstanwendungsverbindungen würde ich nicht empfehlen. Das bedeutet im Ergebnis, dass der Benutzer am entfernten Standort mit seiner lokal installierten Farm über ein WLAN kommunizieren kann und dass die Webanwendung nur die Teile Remote, also über die HTTP-Warnstrecke von der Farm 1 bezieht, die wirklich relevant sind, alles andere findet hier lokal statt, und das Ergebnis wird so schnell wie möglich ausgeliefert. Es besteht durchaus auch die Möglichkeit, mehrere Dienstanwendungsproxys in eine entfernte Farm zu implementieren. So könnte also ein Unternehmen einen zentralen Suchserver betreiben in einer zentralen Farm und für die Außenstellen weitere Farmen implementieren, die dann bestimmte Daten aus der zentralen Farm, aus der Farm der Unternehmenszentrale beziehen und dennoch lokal verfügbar sind.

SharePoint 2013-Administration Grundkurs

Sehen Sie, worauf es bei der Planung, Einrichtung und Administration einer SharePoint-Farm auf Basis von SharePoint Foundation 2013 bzw. SharePoint Server 2013 ankommt.

6 Std. 29 min (67 Videos)
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Erscheinungsdatum:13.06.2013

Für SharePoint Foundation 2013 und SharePoint Server 2013.

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