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Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Was ist ein sphärisches Panorama?

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Sphärische Panoramen zeigen mehr von der Umgebung des Fotografen als zylindrische Panoramen. Der vertikale Bildwinkel ist größer und erfasst auch den Blick nach ganz oben und unten. Die damit möglichen Tief- und Ausblicke und die starken Verzerrungen der Geometrie machen den Reiz dieser Panoramen aus.

Transkript

Im Gegensatz zu einem zylindrischen Panorama, das uns bei einer Runde von 0° bis 360° im Maximalfall einfach eine komplette Aussicht liefert, die aber oben und unten begrenzt ist, weil wir zum Beispiel nur mit einer oder zwei oder vielleicht drei Bildreihen arbeiten und die zusammenbauen, haben wir beim sphärischen Panorama nach oben und unten keine Grenze, sondern wir haben wirklich eine komplette Kugel, das heißt die Bildränder beim zylindrischen Panorama würden praktisch immer weiter nach oben wandern und sich im Zenit, das ist der Punkt über uns, und im Nadir, das ist der Ausdruck für den Punkt unter uns, dort treffen die sich, und dort ist das Panorama dann geschlossen, das heißt, wir haben eine komplette Kugel, die auch die komplette Aussicht in alle Richtungen an dem Punkt bietet, wo die Kamera gestanden ist. Und das ist auch der Reiz dieser Geschichte, der eine ganze Reihe von gestalterischen Möglichkeiten bietet, die über das hinausgehen, was wir bei zylindrischen Panoramen erreichen können, und diese sphärischen Panoramen, also sphärisch von Kugel, die zeigen uns einfach mehr, weil sie den kompletten theoretisch möglichen Bildwinkel einer Position erfassen, eben diese 360° horizontal und 180° vertikal. Wenn wir uns ein solches Panorama anschauen, dann haben wir hier, zum Beispiel bei einer Landschaft, noch keinen so prominenten Eindruck davon, dass das etwas besonders Anderes wäre als ein zylindrisches Panorama, speziell in der Mitte schaut es eigentlich aus wie ein normales Panorama, also hier im Gletschersee in den Hohentauern, und wir haben dann hier darüber den blauen Himmel, dass aber hier die obere Bildkante bereits der Punkt über uns ist, das erschließt sich nicht im Moment, weil das einfach eine komplette einfarbige oder mehr oder weniger einfarbige Fläche ist. Am unteren Ende sehen wir aber schon, ein bisschen was von den Eigenheiten eines sphärischen Panoramas, weil wir sehen nämlich hier, dass sich die Steine, der ganze Kies hier, nach unten irgendwie - das wird ein bisschen unschärfer und zieht sich in die Breite, und das ist die typische Verzerrung, die ein solches sphärisches Panorama in dieser flachen Darstellung, die wir jetzt vor uns haben, bietet. Und, wir haben ja hier ein ganz spezielles Bildformat, das ist ein sogenanntes equirektangulares Bild, equirektangular kommt daher, dass dieses Bild nicht gleiche Wegstrecken in der Natur, in gleichen Wegstrecken auf dem Bild abbildet, sondern hier ist zum Beispiel 20 x 20° zum Beispiel als Blickwinkel, sind überall im Bild exakt gleiche Quadrate, das heißt, das ist eine sozusagen, eine winkelbasierte Darstellung, und daher kommt auch diese Verzerrung nach unten, weil wir praktisch die Oberfläche einer Kugel in ein Doppelquadrat pressen. Denn das ist wirklich ein doppelquadrates Format ist immer 2:1, dadurch dass die Darstellung winkelabhängig ist, klarerweise 360 : 180 sind 2:1, das heißt, auch das Bildformat in Pixeln ist immer exakt 2:1. Daran erkennt man diese Bilder und beziehungsweise später technisch werden solche Bilder dann auch leicht daran erkannt, und eh - der Reiz dieser Geschichte kann aber genau diese Verzerrung am unteren Bildrand sein. Ich nehme das nächste Beispiel, hier sieht man das schon sehr sehr viel deutlicher, wir haben hier eine Innenansicht eines Kraftwerkes, und wir haben hier die architektonischen Formen über uns vor allem, die Träger und Säulen vom Dach, da sieht man sehr schön, wie sich an sich schnurgerade Linien, die in der Natur gerade und rechtwinklig sind, hier zu bogenförmigen und fächerförmigen Mustern verbreiten, und dieser geometrische Reiz, der sich dadurch entfaltet, dass macht für diese Darstellungsform eines sphärischen Panoramas einen Großteil des Reizes aus, man kann mit dieser Verzerrung natürlich auch spielen, es ist einfach ein Gestaltungsmittel, und diese Verzerrungen, die ändern sich auch sehr stark, je nachdem wo man sich hinstellt an einer Location, also wenn ich mich jetzt hier ein, zwei Meter nach rechts oder links bewege schaut das zum Beispiel an der Decke schon ganz anders aus, und diese Blickrichtungen hier, die kann man also wirklich als gestalterisches Moment betrachten, auch wo man das Bild schneidet, man kann das jetzt endlos von rechts nach links durchdrehen, und findet dann natürlich vielleicht irgendwann mal eine schöne Komposition, wo man dieses Panorama rechts und links jeweils schneidet. Diese Panoramen entwickeln auch gerade bei komplexeren architektonischen Formen, also bei Innenaufnahmen einfach sehr interessante Perspektiven, wo man mit den geometrischen Mustern, die der Raum an sich schon bietet, wirklich spielen kann, also hier ist zum Beispiel ein Beispiel so eine historische Eingangshalle, das ist das Amtsgericht Berlin Mitte, und hier sieht man also schön was die Mosaiken auf dem Fußboden hier in diesem sphärischen Panorama aufführen, oder auch diese Stukkaturen an der Decke, das sind also sehr interessante Geschichten, die vielleicht in einem normalen Foto, wo man wirklich eine direkte lineare Ansicht hat, bestimmte Bildstrecke ist eine Bildstrecke auf dem Bild, also das Gegenstück dazu, dort kann man also wirklich spannendere Perspektiven entwickeln und die Geometrie des Raumes, mit der Geometrie eines solchen sphärischen Panoramas sozusagen verheiraten. Auch Motive, die auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär ausschauen, lassen sich mit sphärischen Panoramen zu ganz lustigen Dingen weiterverarbeiten, denn diese Kugel, diese Kugelfläche, die das Panorama jetzt im Moment darstellt, also diese Kugel hier, dieses equirektangulare Bild nennt man auch eine Kugelabwicklung. Und die Kugel selber kann man aber einfach als ein simples mathematisches Gebilde einfach in alle möglichen anderen Dinge verformen und mathematisch bearbeiten, und eines der beliebtesten Beispiele eines sphärischen Panoramas, wenn man das sozusagen weiterverarbeitet in eine andere Projektion konvertiert, man nennt das auch Remapping. Dann kann man zum Beispiel aus diesem Gebirgspanorama in der Schweiz, es ist eine Nachtaufnahme, kann man etwas machen, was dann schon ganz ganz anders ausschaut, indem man das zum Beispiel zu einem sogenannten little planet konvertiert. Die mathematische Projektion hat einen recht komplizierten Ausdruck, also stereografisch ist noch der einfachste dafür, und hier ist es so, dass der Horizont kreisförmig im Bild ist, das ist einfach hier rundherum, dadurch kommt dieser Planetenausdruck und der Name little planet, der Punkt unter uns, der befindet sich in der Bildmitte, und der Punkt über uns der befindet sich überall am Bildrand im Unendlichen. Und durch den Bildwinkel und einige mathematische Parameter kann man jetzt hier sehr schön die Größe dieses Planeten einstellen, das Verhältnis von Fläche und Himmel und so weiter, da gibt es noch schöne Beispiele, bleiben wir auf dem gleichen Gipfel hier in der Frühe, und das ist das Panorama, auch wieder ein sphärisches Panorama, sieht man sehr schön, die Kamera ist fast auf dem Geländer gestanden, und das Geländer ist natürlich dann ganz extrem verzerrt im Vordergrund, am Himmel sieht man nichts dergleichen, und wenn man das zu einem little planet macht, dann kann man also hier über der Kante des Planeten die Sonne aufgehen lassen und ähnliche Spielereien mehr aufführen und bei anderen Sujets wie hier, kann man zum Beispiel einfach die Formen im Vordergrund, zum Beispiel diese Brücke hier einfach benutzen, um zum Beispiel einfach innerhalb dieses little planets so geometrische Figuren einzufügen wie diese Kreisbögen. Zum Beispiel hier ist die Wahl des Standpunktes, wie weit gehe ich vom Geländer weg, und wie weit gehe ich in die Mitte der Brücke, dann ist es ganz symmetrisch, oder gehe ich ein bisschen auf die Seite, kann man einfach schon gestalterische Entscheidungen treffen für dieses Panorama. Auch, manche Panoramen die auf den ersten Blick gar nicht so geeignet für solche Sachen ausschauen, die lassen sich auch sehr schön verformen, zum Beispiel hier diese Aussicht, das ist im Landschaftspark Duisburg auf dem Hochofen 5, und dort kann man also zum Beispiel diese ganzen Strukturen wie diesen Kamin hier, oder auch den Kamin da hinten, sehr schön im little planet verarbeiten, indem man den zum Beispiel ein bisschen aus der Mitte rückt. Der Punkt unter uns, der muss nicht unbedingt in der Bildmitte sein, man kann dort mit verschiedenen Winkeln, die man innerhalb dieser Position verstellen kann, kann man einzelne Bildelemente, vor allen Dingen lange, vertikale, sehr schön gestalterisch in bestimmte Richtungen biegen, und das wäre zum Beispiel ein Ergebnis, was man aus diesem Panorama, also aus dieser Projektion kann man einfach über das Remapping zu einem little planet, diese Position erreichen. Wir sehen also, dass ein sphärisches Panorama einfach durch seine Eigenschaft als mathematische Kugel, ganz hervorragendes Basismaterial bietet für weitere Manipulationen, ganz speziell eben das Remapping, wo man die Geometrie des Motivs, also vor allen Dingen bei Architektur, mit den geometrischen Möglichkeiten der Darstellung verbinden kann, und das sind gestalterische Mittel, die man mit anderen Panoramen nicht oder nur kaum hat, und mit normalem Bildmaterial eigentlich fast überhaupt nicht, das heißt also, hier erweitert man den gestalterischen Spielraum in eine - in eine mathematische Richtung weiter, die sehr interessant sein kann.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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