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Ableton Live 9 lernen

Was ist der MIDI-Noten-Editor und was kann man dort prinzipiell machen?

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Wie Sie dem MIDI-Editor nutzen, um MIDI-Noten zu manipulieren, verrät der Trainer in diesem Video. Außerdem gibt‘s ein paar Tricks, wie Sie die Darstellung des Editor-Fensters anpassen, um optimale Ansicht zu erzielen.
14:28

Transkript

Wie der Name schon verrät, ist der MIDI-Editor dafür da, um MIDI-Noten zu editieren. Diese MIDI-Noten können entweder so, wie wir das jetzt gemacht haben, live eingespielt worden sein, beziehungsweise diese MIDI-Noten können auch eingezeichnet werden. Hier im rechten unteren Bildschirmbereich sehen wir die Noten, die ich gerade eingespielt habe, symbolisiert durch diese langen, beziehungsweise kurzen Striche hier unten, und die Lautstärken mit denen ich diese Noten gespielt habe, werden hier ganz unten angezeigt. Das sind diese kleinen Bäumchen mit den Kügelchen darüber, und je höher dieses Bäumchen wächst, desto lauter war die Note, die ich gespielt habe. Wir können das auch ein bisschen besser anschauen, indem wir etwas weiter reinzoomen. Das geht folgendermaßen. Man bewegt die Maus in diesen Notenbereich hierhin, drückt die linke Maustaste und kann dann nach rechts ziehen, so zoomt man hinein, oder nach links, so zoomt man hinaus, beziehungsweise, man kann den Notenbereich von oben nach unten verschieben. Am besten spielt man sich da ein bisschen, bis man möglichst viele Noten, einigermaßen komfortabel darstellen kann. Wenn man das hat, lassen wir einfach die Maustaste los und dann sieht man so den Ausschnitt, den man sich ausgesucht hat. Gleiches geht natürlich auch horizontal, indem man in den Bereich hier oben hineinklickt. Hier verändert sich die Maus wieder in eine Lupe. Man drückt die linke Maustaste und zieht jetzt von oben nach unten und kann hier die Notenanfänge und -enden besser sehen. Beziehungsweise, man kann’s auch nach rechts und links schieben und nach oben. Mit ein bisschen Übung ist das eigentlich eine recht komfortable Art und Weise, sich im MIDI-Editor zu bewegen. Es gibt ein paar weitere Dinge mit denen man sich relativ bald anfreunden sollte, im MIDI-Editor. Das sind diese Dinge hier, wie dieser Knopf. Wir kennen diesen kleinen Kopfhörer bereits. Das ist die Vorhör-Lautstärke, von hier, mit dem wir Presets vorhören können. Hier können wir MIDI-Noten vorhören. Ich klicke da einfach in das Feld hinein, auf die Pianotastatur und wir hören genau diese Tonhöhe, beziehungsweise, wenn wir uns nicht sicher sind, welche MIDI-Note das ist, die wir hier haben, dann können wir die MIDI-Note anklicken und sie wird abgespielt. Ein weiterer Knopf befindet sich hier oben, der heißt "Fold". Gerade bei kleinen Bildschirmen oder geringen Auflösungen ist der sehr praktisch. Hier kann man sämtliche Noten, die in diesen Zwölf-Tönern, die hier abgebildet werden, nicht gespielt werden, einfach ausblenden. Das schaut folgendermaßen aus. Ich klicke auf "Fold" und es werden nur die Noten dargestellt, die tatsächlich gespielt wurden. Sämtliche anderen Noten werden ausgeblendet. Das erleichtert das Editieren gerade auf kleinen Bildschirmen enorm, denn hier im oberen Bereich sieht man zwei Dreiecke und hier oben auch. Dieses obere Band symbolisiert den Loop, beziehungsweise die Loop-Länge. Es wird hier auch widergespiegelt. Hier beginnt der Loop quasi bei Takt 1 der Aufnahme und endet bei Takt 4 der Aufnahme. Das ist hier hinten. Dieses kleine Dreieck hier unten symbolisiert den Anfangspunkt des Loops. Beziehungsweise, das kann man hier auch numerisch darstellen. Das heißt, wenn der Loop bei Takt 2 beginnt und hier dann durchläuft und jedes mal bei der 2 oder bei der 3 oder wo auch immer, innerhalb des Loops, ist das der Startpunkt. Ich zeige mal ganz kurz, wie das klingt. Aktivieren wir hier die Szene. Ich mache den Bass etwas leiser. Uii, die Note ist nicht toll. Ich kürze den Loop jetzt mal ein, auf die Hälfte und wir sehen, er loopt nur da. Diese MIDI-Noten die außerhalb des Loop-Bereichs sind, werden in dem Fall nicht mehr abgespielt. Ich kann das natürlich noch kürzer machen. Es muss auch nicht auf den Takt sein, man kann diese Loop-Punkte ganz frei bewegen. Natürlich kann man den Loop auch verlängern, in einen Bereich. wo gar keine MIDI-Noten mehr gespielt werden. Je nachdem. Inzwischen können wir das Metronom mal ausschalten und der Startpunkt des Loops funktioniert folgendermaßen. Sagen wir, unser Loop beginnt mit dieser Note, die wahnsinnig spät ist, und läuft dann so weiter. Alles klar. So, jetzt aber spätestens sollten wir uns um diese Note kümmern, beziehungsweise uns die anderen Noten auch nochmal anschauen. Hierfür zoome ich da rein und schaue den Notenanfang hier an, und ich bin der Meinung, dass die Note hier auf die 1 anfangen sollte. Das ist hier der dritte Takt und es sollte genau auf die 1 vom dritten Takt sein. Das heißt, ich gehe mit der Maus an den Notenanfang und sehe, wie sich die Maus verändert, in so eine Art Klammer. Wenn ich jetzt die Maustaste gedrückt halte, sehe ich, dass ich die Note verlängern kann oder einkürzen kann. Legen wir sie mal genau auf die 3, dann ist sie hier am Anfang. Und auch die Note hier hinten ist etwas zu früh. Wir gehen wieder hier hin, sehen dass sich die Maus zur Klammer verändert und wir ziehen sie hier genau auf die 4. Ich zoome wieder raus und wir hören uns den Loop an. Gut. Diesen Vorgang kann man natürlich auch automatisieren, beziehungsweise, wenn man mehrere Noten gleichzeitig auswählt, diese Änderungen gleichzeitig auf alle übernehmen. In diesem Fall muss man zuerst alle Noten markieren. Das passiert eben, wenn diese Vorhör-Funktion noch eingeschaltet ist, dann hört man jeden Ton, den man markiert und wenn man das nicht möchte, schalten wir’s aus, und kann’s einfach so markieren. Jetzt haben wir alle Noten in unserem Bereich markiert und wir wollen alle Noten an die nächste logische Rasterposition bringen. Welche das ist, sollten wir mal zuerst verifizieren. Und dafür zoomt man an die Notenanfänge, ein wenig. Und ich habe den Eindruck, dass hier die nächst logische Rasterpositionen für die Note die, glaube ich, intendiert war, 16tel-Noten sind. Im rechten unteren Bereich erkennt man, je nach Zoom-Stufe, welchen Rasterwert wir gerade haben. Zoomen wir weiter rein, geht der Rasterwert in die Höhe, hier haben wir bereits 64tel, 128tel und das geht dann in einen musikalisch recht feinkörnigen Bereich. Ich glaube für unser Beispiel sind 16tel ausreichend. Das schaut so aus, als hätte ich das gewollt. Probieren wir’s einfach aus. Ich zoome jetzt nochmal raus, kontrolliere nochmal, ob alle Noten markiert sind und klicke in einen leeren Bereich mit der rechten Maustaste, und hier oben finden wir die Quantisierung, beziehungsweise die Quantisierungs-Einstellungen. Wir klicken auf die Quantisierungs-Einstellungen und es geht ein kleines Dialogfenster auf. Hier oben "Quantisieren auf", können wir den Rasterwert einstellen. Ich habe vorhin festgestellt, dass der 16tel-Raster für meine Noten ganz gut passen könnte und stelle hier 16tel-Noten ein. Ich möchte den Anfang der Noten auf die nächste 16tel-Note quantisieren, und hier unten kann man noch einstellen, in welchem Umfang die Noten quantisiert werden sollen, sprich, auf das Raster geschoben werden sollen. Steht dieser Wert auf 100 Prozent, werden sämtliche Noten auf die nächste 16tel-Note geschoben. Das kann man etwas abschwächen, indem man sagt, okay, bei 80 % werden sämtliche Noten fast auf die nächste 16tel-Note geschoben. Aber das intendierte Timing, mit dem man die Noten eingespielt hat, bleibt ein wenig erhalten. Gehen wir jetzt mal von einem Wert von 80 % aus. und klicken auf OK. Und wir beobachten, wie sich diese Noten hier unten bewegen, wenn ich auf OK klicke. Ja, so ein ganz klein wenig haben sie sich bewegt. Mal schauen, wie das jetzt klingt. Ja, es klingt schon deutlich straffer, aber auch deutlich "timiger". Jetzt möchte ich aber auch noch zeigen, wie das funktioniert, beziehungsweise wie man Noten rauslöschen kann, die man nicht haben wollte. Das geht eigentlich ganz einfach. Man markiert die Note, indem man einen kleinen Kreis um sie zieht, indem man zuerst in den leeren Bereich klickt. Dann die Maus über die Note oder Noten, die man löschen möchte, zieht, und dann einfach auf die Backspace- oder Löschen-Taste geht. Machen wir mal kurz "Undo". Das ist Cmd-Z oder am Windows-Rechner Strg-Z. Es gibt die zweite Möglichkeit Noten zu löschen, indem man sie einfach doppelt anklickt und weg ist sie. Gut, ich "undo" das auch noch mal, um zu zeigen, wie man Notenhöhen verändern kann. Dafür schalte ich jetzt die Vorhör-Funktion wieder ein und zoome etwas näher hin. Ich sehe, hier ist das D gespielt. "Dis" dürfte aber besser in unsere Melodie passen, beziehungsweise C haben wir hier unten. Wir probieren jetzt einfach einmal diese Note in der Tonhöhe zu verändern. Das geht ganz einfach. Ich klicke sie hier an und schiebe sie dann nach oben oder nach unten. Und wir hören immer, was da grad passiert. Ich lösche sie trotzdem. Wenn wir jetzt aber Noten einzeichnen wollen, müssen wir folgendermaßen vorgehen. Wir können auf die rechte Maustaste klicken und hier sehen wir so was wie Zeichen-Modus, beziehungsweise mit dem Shortcut "B". Das probieren wir jetzt mal und wir sehen, dass die Maus plötzlich zum Bleistift wird. Mit den können wir jetzt Noten einfach einzeichnen. Wenn wir eine markierte Note noch einmal anklicken, dann ist sie auch wieder weg, in diesem Modus. Wir kommen aus dem Modus wieder raus, indem wir entweder die rechte Maustaste klicken, noch einmal auf Zeichen-Modus gehen, beziehungsweise einfach auf "B" klicken. Die jeweils eingezeichnete Note hat immer die Länge des gerade eingestellten Rasters. Das heißt, wenn wir längere Noten haben wollen, dann müssen wir das Raster auch vergrößern. Ja, wir sehen das hier. Gut, jetzt können wir Noten einzeichnen und diese auch löschen. Jetzt konzentrieren wir uns mal kurz auf den linken Bereich hier, was da alles geht. Hier im linken unteren Bereich des MIDI-Editors finden wir spezielle Einstellungen für Clip und Notes. Unter Clip kann man allgemeine Einstellungen des Clips verändern, wie den Namen. Man klickt hier einfach in den Namen hinein und kann ihn umbenennen. Ich schreibe da jetzt mal "BASS" rein, ich drücke auf Enter. Dann heißt der Clip hier unten BASS, aber auch oben in unserer Session-View finden wir ihn wieder unter BASS. Generell kann man Spuren und Clips umbenennen, indem man sie einfach auswählt, mit der rechten Maustaste anklickt und auf "Umbenennen" geht, beziehungsweise auf Cmd-R am Mac, beziehungsweise Strg-R am PC klickt. Also wir sind jetzt hier beim Clip. Wir können die Farbe hier verändern. Hier unter Signature sehen wir, in welchem Metrum dieser Clip eingespielt wurde. In unserem Fall 4/4. Hier unterhalb sieht man spezielle Einstellungen für Groove-Quantisierung. Das ist eine Art Quantisierung die noch etwas "advance-ter" ist, als auf 16tel oder 8tel das vorgefertigte Raster zu quantisieren. Ableton bietet hier in seiner Grundinstallation einige Templates, mit denen man seine Noten quantisieren kann. Hier in diesem Bereich, unter Notes, gibt es einige MIDI-Funktionen. Wie zum Beispiel "dividiert durch zwei". Das bedeutet, dass der Clip um die Hälfte gekürzt wird. Wir hören uns das mal an. Ja, das heißt "double time", beziehungsweise mal 2, ist "half time", probieren wir das nochmal. Ja, der Clip dauert jetzt doppelt so lang. Dann gibt’s noch ein paar Spezialfunktionen, wie Reverse. Das heißt, die letzte Note wird zur ersten und die erste zur letzten. Inverse bedeutet, dass die höchste Note am tiefsten gespielt wird und die tiefste Note am höchsten. Die Legato-Funktion ist insofern interessant, als dass sie die Enden der Noten mit den Anfängen der darauffolgenden Noten verbindet. Probieren wir das mal, schaut dann folgendermaßen aus. Die Note wird einfach so lange verbunden, bis die nächste Note beginnt. Das ist gerade bei monophonen Synthesizern manchmal ganz praktisch. Klingt dann so. Ja, mach das jetzt aber kurz rückgängig, mit Cmd-Z beziehungsweise Strg-Z. Hier können wir den Loop noch verdoppeln. Das heißt, er macht aus unserem viertaktigen Loop einen achttaktigen Loop, indem er den einfach dahinten nochmal dranklebt. Der Vorteil, beziehungsweise der Grund warum man so was macht, ist, dass man vielleicht hier die eine oder andere Variante einbauen möchte oder bei Drumloops ein Break oder eine andere Hi-Hat-Figur. Das mache ich jetzt aber auch wieder rückgängig. Hier im unteren Bereich, das ist vor allem spannend für externe Synthesizer oder Effektgeräte, kann man auch "Program Change"-Befehle eingeben. In dem Bereich ist nochmal numerisch dargestellt, wo der Loop beginnt, der Startpunkt, die Loop-Länge, beziehungsweise der Loop-Bereich. In unserem Fall von Takt 1 bis Takt 4. Das waren die Basics zum MIDI-Editor und wie man MIDI aufnehmen kann, beziehungsweise MIDI-Clips "händelt". Nun schauen wir uns mal an, wie das auf der Audio-Seite ausschaut.

Ableton Live 9 lernen

Lernen Sie, wie Sie mit Ableton Live 9 musikalische Ideen umzusetzen und Songs arrangieren und produzieren.

2 Std. 47 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.12.2016

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