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Wirksam führen

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Ein wirksamer Führungsstil orientiert sich sowohl an den bevorstehenden Aufgaben als auch an den Bedürfnissen der Mitarbeiter. Die Stärke der jeweiligen Ausprägung hängt dabei von der aktuellen Lage ab.
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Transkript

Wirksam führen hat seine Wurzeln im situativen Führungsansatz von Paul Hersey und Kenneth Blanchard. Zur Ermittlung von erfolgreichen Führungsstilen beobachteten Hersey und Blanchard in den sogenannten Ohio-Studies Führungskräfte in verschiedenen Führungssituationen und in unterschiedlichen Branchen. Zentrale Fragen ihrer umfangreichen Studien waren dabei: - Wie verhalten sich erfolgreiche Führungskräfte? - Wie führen Führungskräfte ihre Mitarbeiter in unterschiedlichen Situationen? - Wie gehen Vorgesetzte mit unterschiedlichen Mitarbeitern um? - Wie entwickeln erfolgreiche Vorgesetzte ihre Mitarbeiter weiter? - Wie reagieren Vorgesetze in Krisensituationen? Das Ergebnis nach vieler Forschungsarbeit war verblüffend einfach. Es wurden zwei grundlegende Verhaltensweisen der Vorgesetzten identifiziert, die die Wirksamkeit der Führungskräfte beeinflussten. Sie fanden heraus, dass die eine zentrale Dimension die Aufgabenorientierung und die andere zentrale Dimension die Mitarbeiterorientierung umfasste. Bei der Dimension der Aufgabenorientierung kümmern sich Führungskräfte unterschiedlich stark um die Erledigung von Aufgaben durch den Mitarbeiter. So organisieren sie die Arbeit, strukturieren Verantwortlichkeiten, kontrollieren Arbeitsschritte, dirigieren, strukturieren, halten zum Einhalten von Terminen und Regeln an, planen und vereinbaren zukünftige Ziele. Andererseits sind bei Führungskräften auch Verhaltensweisen zu sehen, die sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientieren. Beispielsweise erkundigen sich Führungskräfte nach dem Wohlbefinden von Mitarbeitern, agieren unterstützend, sorgen für individuelle Zufriedenheit, coachen Mitarbeiter, erklären Hintergründe und delegieren Aufgaben. Diese Verhaltensdimension wird als Mitarbeiterorientierung zusammengefasst. In weiteren Analysen fanden die Wissenschaftler heraus, dass beide Dimensionen in starker und weniger starker Ausprägung im Führungsverhalten vorkommen können. Die Ergebnisse waren überraschend. Denn es wurde ursprünglich davon ausgegangen, dass ‚aufgaben- und mitarbeiterbezogenes’ Verhalten sich gegenseitig ausschließen und deshalb als Endpunkte eines Kontinuums aufgefasst werden müssten. Dieses Kontinuum reichte in einer ersten Einschätzung vom eher autoritären (aufgabenbezogenen) Führungsverhalten am einen Ende, bis zum eher kooperativen (mitarbeiterbezogenen) Führungsverhalten am anderen Ende. Doch durch die sorgfältige Beobachtung und Analyse des tatsächlichen Verhaltens von Führungskräften in vielen verschiedenen Situationen fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich alle Aktivitäten von Führungskräften in die bereits beschriebenen zwei verschiedenen Verhaltenskategorien einordnen lassen. Sie nannten diese daher einerseits aufgabenorientierte Führung im Sinne von Struktur vorgeben. Und mitarbeiterorientierte Führung im Sinne von sozioemotionale Unterstützung geben. In den Führungsstudien wurde außerdem festgestellt, dass die Führungsstile in der Anwendung sehr unterschiedlich praktiziert wurden und teilweise auch in der Ausprägung sehr stark schwankten. Das Verhalten einiger Führungskräfte war hauptsächlich durch direktive Maßnahmen gegenüber ihren Mitarbeitern in Bezug auf die Erledigung von Aufgaben gekennzeichnet. Während andere Führungskräfte sozioemotionale Unterstützung durch den Aufbau persönlicher Beziehungen zwischen sich und den Mitarbeitern gewährten. Wieder andere bevorzugten einen Führungsstil, der durch starke Aufgabenorientierung gekennzeichnet war. Es gab sogar einige Führungskräfte, deren Verhalten zu geringer Aufgabenorientierung und ebenso geringer Mitarbeiterorientierung neigte. Es kristallisierte sich kein dominierender Stil heraus. Stattdessen gab es augenscheinlich vielfältige Kombinationen. Der daraus gezogene Schluss lautete: Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung sind keine Entweder/Oder-Stile. Vielmehr können diese Formen von Führungsverhalten kombiniert werden, und zwar in mehr oder weniger mitarbeiterorientiertes und mehr oder weniger aufgabenorientiertes Verhalten. Daraus schlossen sie, dass wirksames Führungsverhalten immer eine Kombination aus beiden Dimensionen darstellt. Jeder Führungsstil kann also in der Praxis angebracht sein. Das Spektrum an Verhaltensweisen, das Ihnen zur Verfügung steht, ist damit recht breit.

Wirksam führen

Führen Sie situativ, passen Sie Ihren Führungsstil an den Reifegrad Ihrer Mitarbeiter an, um so zur wirksamen Führungskraft zu werden.

1 Std. 2 min (15 Videos)
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Erscheinungsdatum:13.08.2015

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