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Ableton Live 9 lernen

Was am Ende des Mixdowns wichtig ist

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Weil ein Mixdown nicht nur aus statischen, einmalig festgelegten Elementen besteht, zeigt der Trainer hier, wie er dynamische Elemente einbaut. Nach ein paar weiteren Maßnahmen steht der Mix.
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Transkript

Jetzt besteht aber ein Mixdown nicht nur aus statischen Elementen, die einmalig im Mischpult festgelegt werden, wie hier die Lautstärkeverhältnisse und die Sends, sondern er lebt auch davon, wie dynamisch Elemente in den Song hineinkommen, beziehungsweise wie sie dann wieder weggehen. Hierfür möchte ich eigentlich gleich bei unserem Leadsound bleiben. Wir versuchen, den langsam in den Song reinzukriegen und dann wieder raus zu faden. Wie das geht, demonstriere ich jetzt einmal. Ich drücke nochmal auf "Play" und höre, dass er eigentlich gleich am Anfang da ist. Was ich aber möchte, ist, dass er langsam kommt, dann ist er hörbar, dann bricht die Band ab und dann bleibt er alleine übrig, wird dann hinten am Ende wieder leiser. Dafür deaktiviere ich einmal den Loop, gehe mit dem Cursor wieder dahin. Wir schauen jetzt hier den Pegel an. Wie im Session-View Fenster, dieser Fader hier, ist im Arrangement-View Fenster, dass das Pendant. Das heißt, das ist der Fader. Wir sehen automatisch, wie diese kleine Linie hier mit dem Lautstärkeregler rauf und runter marschiert. Wenn sie ganz unten ist, sind wir hier auch auf 0 beziehungsweise wir schauen uns das noch mal in dem Mixer-Fenster hier an und sehen, ok, hier ist der Fader ganz unten, den Sound hört man jetzt nicht. Ich drücke auf "Play", tatsächlich, er ist weg. Gut, wir wollen jetzt aber, dass der hier langsam reinkommt und da hinten wieder langsam rausgeht. Dafür müssen wir diesen Parameter automatisieren. Das geht ganz einfach, man muss nur zwei Sachen bedenken. Das Erste ist, dieser Button hier muss aktiviert sein. Das Zweite ist, man muss auf "Record" drücken und dabei darauf achten, dass keiner dieser Tracks scharf gestellt ist, sonst wird auf diesem Track automatisch mit aufgenommen. Hier ist keiner der Tracks aktiviert, wir haben diesen Button hier aktiviert, der die Automations-Bereitschaft mit aufnimmt, dann drücken wir einfach auf "Record" und wir faden langsam unseren Track so ein, wie wir glauben und faden ihn dann wieder aus und beobachten hier diese Linie. Gut. Ich klicke jetzt da rein, ziehe langsam den Fade an Gut, das war's. Vielleicht nicht der beste Fade aller Zeiten, aber wir sehen zumindest schon mal, was da passiert. Ich zoome ein wenig näher hin. Wir sehen, dass dieser Parameter, diese gestrichelte Linie, nun eine massive Linie ist mit kleinen Pünktchen dazwischen. Wir sehen aber auch hier in diesem Bereich im ersten Dropdown-Fenster, dass vor dem Mixer jetzt ein kleines rotes Pünktchen ist und hier bei "Track Volume" ein kleines rotes Pünktchen erscheint, das bedeutet, dass diese beiden Parameter automatisiert sind. Ein rotes Pünktchen bedeutet immer: Achtung, hier gibt es Automationen. Nun hören wir uns das an und beobachten auch unseren Parameter hier, wie er sich verändert. Wir sehen, da wird er lauter. Wir können auch parallel hier im Mischpult schauen und sehen auch hier, das rote Pünktchen, es wird lauter und leiser. Gut. Auf diese Art können wir so ziemlich jeden Parameter in Ableton Live automatisieren. Ich mache jetzt noch eine Automation, auch auf diesem Track, nämlich das Panorama und versuche, den Track von links nach rechts zu schieben. Dafür gehen wir wieder hier vorne hin, ich drücke auf "Record", und schiebe den schon mal ganz nach links und hören, wie der langsam durch das Panorama huscht und wir drücken auf "Stopp". Was wir jetzt sehen, ist Folgendes: am Anfang der Automation, diesen Weg hier hinunter, das habe ich da gemacht und am Schluss der Automation habe ich auf Stopp gedrückt und plötzlich gibt es diesen Sprung hier. Dieser Sprung bedeutet nichts anderes, als wenn ich hier eine Automation durch Stopp beende, springt die Automation automatisch auf den Anfangswert wieder zurück, nämlich auf diesen hier. Wo ist jetzt aber unsere Lautstärke-Automation hin? Wir können mehrere Automations-Lanes darstellen, indem wir hier auf dieses kleine "+" klicken und runterscrollen. Jetzt sehen wir hier unser Mixer-Panning und hier oben, müssen wir jetzt noch einmal "Track Volume" aussuchen. Wir könnte das relativ schnell machen, indem wir einfach nur auf die roten Vierecke fokussieren und dann sehen wir auch, hier ist "Track Volume" und "Track Panning". "Track Panning" haben wir hier unten bereits dargestellt. "Track Volume" haben wir jetzt hier. Wir können uns das genauer anschauen. Natürlich können wir im Nachhinein diese Automationsdaten auch editieren beziehungsweise im Vorfeld dieser Automationsdaten auch einzeichnen. Ich mache das jetzt einmal anhand von diesem kleinen Sound, der jetzt weg ist, den hören wir jetzt nämlich nicht mehr, weil wir ja die Automation hier auf null gestellt haben. Man sieht hier "- inf", unendlich leise. Wir können aber die Automation hier mit der Hand verändern, indem wir einfach auf die Linie klicken und kleine Pünktchen hier einzeichnen. Wichtig ist nur, dass wir, wenn wir diesem Bereich verändern wollen, im Bereich vorne und hinten jedoch nichts verändern wollen, dass wir ein kleines Schutz-Pünktchen vor unsere intendierten Automationen machen und danach. Jetzt können wir das nämlich ohne Probleme laut und leise machen, ohne das wir die Automation, die dahinter beziehungsweise die Automation, die da vorne ist, verändern. Hören wir uns das einmal an. Ist jetzt deutlich dynamischer als vorher. Gut. Nun sind wir bereits relativ weit in unserem Projekt und möchte nun einmal den Song rausbouncen beziehungsweise als Stereo-Audiofile anderen Leuten zum Anhören geben. Das geht relativ einfach in Ableton Live. Wir sollten nur vorher unseren Song mal komplett anschauen, feststellen, wie jetzt da die genauen Bereiche sind, beziehungsweise wann der Song beginnt und wann tatsächlich der letzte Ton im Song verklungen ist. Am übersichtlichsten ist es, wenn man da einfach den Loopbereich soweit dehnt, dass die Grenzen auch den letzten Ton noch beinhalten. Bitte nicht vergessen, dass Halls, Delays und so weiter und so fort, immer ein bisschen länger klingen als die Audiofiles, das heißt, man kann da ruhig immer ein, zwei Takte hintendran geben, damit man im Bounce-Vorgang nicht den Hall am Schluss abschneidet. Und hier am Anfang, schauen wir auch noch mal, wann der erste Ton beginnt, wir haben das ja etwas gekürzt vorher. Ja, der beginnt hier auf Takt 3, aber geben wir auch hier einen Takt, einfach Luft dazu. Als nächste Vorsichtsmaßnahme beim Bouncen sollte man im Mischpult im Master-Kanal einen Limiter inserten. Ein Limiter ist ein extremer Kompressor, der über einen gewissen Pegel keinen Output zulässt. Das ist sehr wichtig, um Verzerrungen beziehungsweise Peaks, die über die 0 dB gehen, zu verhindern. Wir suchen mal hier einen Limiter. Ich klappe den EQ8 wieder ein, und suche den Limiter und hier ist er auch schon, ziehe die Limiter wieder ohne Setting direkt in unseren Master-Track und erkläre da auch noch mal ein wenig die Settings. Hier bei "Gain" kann man noch zusätzlich Lautstärke im Eingangsbereich machen. 3 Millisekunden "Lookahead" bedeutet, dass dieser Limiter immer drei Millisekunden das Signal im Vorfeld ausliest, um unerwartete Pegelsprünge besser abfangen zu können. Der "Release", das haben wir beim Kompressor schon gesehen, sollte auch hier auf "Auto" stehen und "Ceiling" zeigt den höchsten Output-Level, der erlaubt ist. In unserem Fall minus 0,3 dB, das klingt sicher. Jetzt hören wir noch einmal kurz in unseren Song hinein, um ein Gefühl dafür zu bekommen, in welchen Pegelbereich wir uns da befinden. Wir haben hier jetzt einen Master-Pegel von -16 dB. Wenn der Bass einsteigt, sind wir bei -12, da können wir vielleicht noch ein bisschen lauter werden, so dass wir um die -10 dB sind. Das ist alles ganz gut. Bitte nicht diesen Pegel hier verändern! Dieser Pegel hier im Master sollte immer am Nullwert sein. Track Volume 0 dB, das sieht man hier unten. Ich halte die Maus darüber, schauen nach links unten: Track Volume 0 dB. Dieser Master-Fader sollte eigentlich im besten Fall nie angegriffen werden, Wenn wir Pegel verändern wollen, dann immer in Plugins innerhalb des Master-Faders, hier in diesem Fall der Limiter. Hier verstärke ich das Eingangssignal nochmal um 3,8 dB und hier wird bei -0,3 dB gelimitet. Mit diesen Settings sind wir einigermaßen sicher und können der Song jetzt einmal rausbouncen.

Ableton Live 9 lernen

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2 Std. 47 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.12.2016
Laufzeit:2 Std. 47 min (33 Videos)

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