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Photoshop CC für Profis

Warum Sie keine Schwarzweiß-JPEGs fotografieren sollten

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Wenn Sie JPEGs in Schwarzweiß fotografieren, verzichten Sie auf wertvolle Bildinformationen, die Ihnen später bei der Nachbearbeitung viel Zeit sparen könn(t)en.

Transkript

In diesem Film möchte ich mal ein paar Worte dazu sagen, warum Sie nicht bereits in der Kamera schwarz-weiß fotografieren sollten, bzw. Sie sollten das nicht so tun, dass Sie ausschließlich schwarz-weiße JPEGs am Ende herausbekommen. Denn mit denen haben Sie Probleme am Rechner später gezielt Ihre Bilder in gutes schwarz-weiß umzuwandeln. Viele Kameras haben ja einen Schwarz-Weiß-Modus und im Prinzip ist nichts dagegen zu sagen, es sei denn, Sie möchten Ihre Fotos aufwendig optimieren und wirklich die Helligkeit nach Ihren Vorstellungen am Rechner abstimmen. Toll ist übrigens, dass wenn Sie im RAW-Modus fotografieren, dann zwar den Schwarz-Weiß-Modus aktivieren können und bereits auf dem Display das Bild in schwarz-weiß sehen, bei der RAW Konvertierung stehen Ihnen dann aber doch wieder alle Farben zur Verfügung. Also in dem Fall würde ich Ihnen sogar empfehlen, in schwarz-weiß an der Kamera zu fotografieren, aber nur, wenn Sie wirklich im RAW-Format fotografieren. Denn was würde passieren, wenn Sie JPEGs fotografieren und die schwarz-weiß sind? In dem Fall würden Sie mit den Farben wertvolle Informationen verwerfen, die Sie z.B. für eine Schwarz-Weiß-Ebene oder Farbbereichsauswahl gut gebrauchen könnten. Ich möchte Ihnen mal ein Beispiel zeigen und zwar dieses hier: Wenn das jetzt ein Schwarz-Weiß-Bild wäre - also ich entsättige das einfach mal über "Korrekturen - Alle Menübefehle einblenden" und dann "Sättigung verringern", dann habe ich im Prinzip ein Schwarz-Weiß-Bild, das ich hier mit einer "Kontrastkorrektur" noch im Kontrast zumindest verstärken kann. Aber wie soll ich jetzt hier die einzelnen Helligkeiten der ganzen Blüten abstimmen? Na klar, ich könnte jetzt z.B. diese "Kontrastkorrektur" auf verschiedene Bildbereich beschränken. Ich invertiere mal die Maske, habe eine schwarze, nehme mir einen Pinsel, zoome rein und dann kann ich mich hier durcharbeiten. Ich möchte hier ein bisschen mehr Kontrast - so, dann muss ich natürlich genau maskieren, hier möchte ich ein bisschen mehr Helligkeit, dann nehme ich mir vielleicht eine andere Einstellungsebene und variiere da mit dem Kontrast. Aber was Sie nicht machen können, ist, hier eine Schnellauswahl treffen. Sagen wir mal, Sie möchten alle diese Blüten, die hier unten so klein wachsen, diese, ich denke mal das sind Stiefmütterchen, die möchten Sie jetzt alle etwas heller gestalten. Wie machen Sie das bei einem Schwarz-Weiß-Bild? Das geht dann wirklich nur, indem Sie reinzoomen und malerisch vorgehen. Bei einer großen, klaren Blüte wie hier, kann man noch mit dem Schnellauswahlwerkzeug arbeiten, aber Hand aufs Herz, da werden Sie nicht glücklich mit. Und jetzt zeige ich Ihnen, wie das Ganze aussähe, wenn Sie die Farbinformation noch behalten hätten. Ich gehe mal hier auf das "Protokoll", gehe in das "Originalbild" zurück und erstelle mal eine Einstellungsebene Schwarz-Weiß. Und das sieht zunächst mal genauso aus wie das entsättigte Ergebnis - aber was kann ich jetzt machen? Ich kann je nach den Farben, die wir uns nochmal anschauen, also wir haben hier rote Blüten, wir haben magenta Blüten und wir haben blaue Blüten, wir haben grünes Gras hier vorne und eher gelbliches Gras hier hinten. So, dann blende ich mal die Korrekturen hier oben aus, sodass wir alle Regler der Schwarz-Weiß Ebene sehen und aktiviere diese mal wieder. Und dann kann ich hier das Werkzeug nehmen mit der Hand, das hat keinen eigenen Namen im Deutschen, im Bild klicken und ziehen, um Regler anzupassen - und da können Sie jetzt die roten Blüten anklicken und nach rechts ziehen und ein bisschen heller gestalten. Und das funktioniert wie Magie, weil automatisch dieser Farbbereich auch ausgewählt ist. Ich kann diese auch dunkel machen, wenn ich es möchte. Also ich kann sagen, diese Tulpen, die sollen bitteschön schwarz werden. Im Gegenzug möchte ich aber gerne das Grün hier unten etwas heller haben und auch das Gelb hier hinten soll etwas heller werden - also Sie können komplett andere Bildeindrücke schaffen. Was machen wir mit den Blumen hier unten? Auch die können wir entweder weiß gestalten, so wie es jetzt aussieht oder wir können die ganz dunkel gestalten, so richtig schwarz. Und das machen Sie bitte mal mit dem Pinsel oder mit dem Schnellauswahlwerkzeug. Sowas geht nur über Farbbereichsauswahl, denn Sie können beispielsweise auch einzelne Farben hier korrigieren und mit einer Farbbereichsauswahl zum Beispiel hier mal eben diese Blüte auswählen, also Shift halten, einmal durchziehen und schon haben wir diese ganzen roten Blüten ausgewählt, die ich jetzt hier selektiv entsättigen kann, bspw. Und wir machen es mal wieder ganz plump, mit einer Farbtonsättigungebene. Also einfach die Sättigung raus und dann vielleicht die Maske umkehren, mit Command+I, und dann habe ich so eine Art Colour Key. Wie gesagt, wenn Sie die Farben nicht mehr haben, dann können Sie nur noch nachträglich kolorieren und da Sie keine Farbinformation haben, haben Sie nichts worauf Sie aufbauen können, für Auswahlen und dergleichen. Und deshalb ist es eine ganz schlechte Idee, in der Kamera schwarz-weiß zu fotografieren, wenn Sie nur als JPEG fotografieren. Wenn Sie das mit RAW gemacht haben, dann übergeben Sie an Photoshop am besten die Datei direkt in Farbe oder Sie nehmen die Schwarz-Weiß Konvertierung direkt im RAWConverter vor, denn da haben Sie über die HSL-Regler ein recht ähnliches Gebilde wie das hier - der Schwarz-Weiß Ebene, wo Sie das Bild sehr schnell sauber abstimmen können. Wenn Sie Ihr Bild dann mal umgewandelt haben in ein ansprechendes Schwarz-Weiß Bild, dann können Sie natürlich auch auf die Farben verzichten und das können Sie schon tun, rein aus Speicherplatzgründen, können Sie dann gehen über "Bild - Modus Graustufen" und alle Farben einfach wegwerfen, dann haben Sie nur noch einen Kanal statt dreier Kanäle und das spart natürlich Speicherplatz. In RGB hätten Sie dann drei Kanäle und alle wären identisch, das sehen Sie hier, der Rotkanal, der Grünkanal, und der Blaukanal. Und das liegt ganz einfach daran, dass Sättigung und Farbe durch Unterschiede zwischen den Kanälen entstehen. Und wo keine Unterschiede sind, da haben wir Graustufen und deswegen sind die hier alle völlig identisch. Also, fotografieren Sie in Farbe und konvertieren Sie am Rechner. So einfach ist das Fazit dieses Videos.

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7 Std. 40 min (73 Videos)
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