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Digitale Transformation im Unternehmen

Warum sich Unternehmen neu erfinden müssen

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Dieses Video hinterfragt, weshalb alte Methoden und Konzepte nicht mehr funktionieren und warum die Digitalisierung Unternehmen auf den Kopf stellt.

Transkript

Unternehmen stellen in den letzten Jahren vermehrt Probleme fest, die sehr vielfältig daher kommen. Es kommt zu hohen Fluktuationen bei Mitarbeitern, aber auch bei Kunden, die Konkurrenz hat eine deutlich höhere Geschwindigkeit als früher, der Wettbewerb hat rapide zugenommen, das eigene Unternehmen leidet an Trägheit, es gibt starke Probleme in der Prozessabwicklung, die eigene Produkt- und Servicequalität sinkt kontinuierlich, während die Kosten zu explodieren scheinen. Aber warum ist das so? Und warum funktionieren die alten Methoden beziehungsweise Konzepte immer weniger und vielleicht in Kürze gar nicht mehr? Versetzen wir uns zur Beantwortung der Frage einmal zurück ins 19. Jahrhundert, mitten in die Industrialisierung 2.0 beziehungsweise genauer gesagt zurück zum Taylorismus, der durch folgende Eigenschaften geprägt war. Generelles Ziel der Theorien von Frederick Windslow Taylor ist die Steigerung der Produktivität menschlicher Arbeit. Dies geschieht durch die Teilung der Arbeit in kleinste Einheiten, zu deren Bewältigung keine oder nur geringe Denkvorgänge zu leisten und die aufgrund des geringen Umfangs beziehungsweise Arbeitsinhalts, schnell und repetitiv zu wiederholen sind. Denken und arbeiten sollten also getrennt werden. Sogenannte Funktionsmeister übernehmen die disponierende Einteilung und Koordination der Arbeiten. Der Mensch wird lediglich als Produktionsfaktor gesehen, den es optimal zu nutzen gilt. Und ein spezielles Lohnsystem, der sogenannte Leistungslohn, soll zur Steigerung der subjektiven Arbeitsleistung führen. Die Auswirkungen waren prägend für die letzten 100 Jahre der Industrialisierung. So wurden Organigramme allgemein, sowie Titel für Positionen im Speziellen eingeführt. Man strukturierte die Unternehmungen in Linien- oder Aufbau- und Ablauforganisationen. Es wurden Bereiche und Abteilungen eingeführt. Ganz allgemein gab es Managementpositionen und damit auch Führungsebenen. Abläufe wurden über Prozessdefinitionen beschrieben. Schaut man sich die Arbeiten an, die man im Taylorismus erledigen musste, so sind diese durchwegs als maximal kompliziert zu betrachten. Kompliziertheit kann also als ein gewisses Maß an Unwissenheit verstanden werden. Ein Problem ist kompliziert, weil wir es nicht verstehen und uns Wissen fehlt. Es wird einfach, sobald wir Wissen zusteuern. Komplexität wiederum ist das Maß an Freiheitsgrade beziehungsweise Unsicherheit. Je mehr Freiheitsgrade ein Problem hat, desto komplexer wird es. Wissen alleine reicht hier lange nicht aus, um es zur Lösung zu bringen, dafür wird Können benötigt. Ralph Stacey hat diesen Zusammenhang zwischen Komplexität und Kompliziertheit, in der nach ihm benannten Stacey-Matrix abgebildet. Trägt man auf der x-Achse die Freiheitsgrade wie zum Beispiel die Technologie, die Fertigkeit oder das Wissen auf, von wenig bis hoch und auf der y-Achse die Anforderung von bekannt bis unbekannt, so lässt sich der damit eingeschlossenen Bereich, grob in neun Bereiche zerteilen. Ganz links unten, also bei wenig Freiheitsgraden und bekannten Anforderungen, sprechen wir von einem sogenannten einfachen Problem. Dieses ist mit einfachen Anweisungen zu lösen. Sobald wir aber entweder den Freiheitsgrad auf mittel erhöhen oder aber die Anforderungen und die andere Achse jeweils auf wenig beziehungsweise bekannt stehen lassen, so erhalten wir die Phase der Kompliziertheit. Diese Herausforderungen sind durch Reduktion auf einfache Teilprobleme zu lösen. Erhöht man nun die Werte, so befinden wir uns im Bereich des Komplexen. Hier kann man zwar ebenfalls versuchen, das Hauptproblem in Teilprobleme zu zerlegen, wir werden aber dann maximal zu komplizierten Problemen kommen. In etwa vergleichbar ist das mit einem Schachspiel. Die Regeln dazu sind recht einfach, es gibt aber unzählige mögliche Spielzüge, deren Komplexität mit dem Spielverlauf sogar noch zunimmt. Wichtig sind aber nun folgende Charakteristika: Für komplizierte sowie für komplexe Szenarien gibt es unterschiedliche Methoden zur Lösung von Herausforderungen. Löst man beispielsweise komplexe Herausforderungen mit Tools aus dem Bereich des Komplizierten, so wird man zwangsläufig scheitern. Genau dies geschieht derzeit mehrheitlich in Unternehmen und das ist auch genau der Grund für das Scheitern. Die digitale Transformation ist der Inbegriff des Komplexen und erfordert demnach auch Lösungen beziehungsweise Tools zu Lösungen aus dem Gebiet des Komplexen. Da aber Unternehmen mehrheitlich im Taylorismus gefangen sind, fällt ihnen die Transition hier schwer.

Digitale Transformation im Unternehmen

Sehen Sie, was genau unter „digitaler Transformation“ zu verstehen ist und welche Auswirkungen sie für jedes Unternehmen mit sich bringt.

2 Std. 5 min (24 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.10.2016

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