E-Mail-Marketing – Grundlagen

Warum E-Mail-Marketing?

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Die E-Mail ist das wichtigste Werkzeug zur Neukundengewinnung und Kundenbindung. Vor allem im Hinblick auf die Kosten-/Nutzen-Relation ist das der effektivste Kanal.
07:47

Transkript

Warum sollten Sie oder Ihr Unternehmen sich mit E-Mail Marketing beschäftigen? Wir werden im Folgenden etwas detaillierter auf die Gründe eingehen. Kann E-Mail eine Rolle bei der Neukundengewinnung spielen? Man würde doch denken, das funktioniert nicht. Wir können doch nur die Kunden ansprechen, deren Adressen wir schon haben. Werfen wir einen Blick auf die Zahlen von McKinsey. Die organische Suche: In Mitteleuropa heißt das Google, rangiert ganz oben. Nutzer geben einen Suchbegriff ein, und landen dann bei einem Unternehmen, das dafür eine Lösung anbietet. Ganz gleich, ob das über den organischen Index oder bezahlte Suchmaschinenwerbung geschieht. Schon an der nächsten Stelle kommt E-Mail Marketing. Die Zahlen zeigen, dass der Anteil von E-Mail kontinuierlich steigt, das bedeutet, dass die Unternehmen verstanden haben, wie dieser Kanal in der Neukundengewinnung funktioniert. Es gibt Unternehmen, die ihren Geschäftserfolg auf E-Mail Marketing gründen. Nämlich in der Form, dass sie zunächst über einen gewissen Zeitraum mit Nutzern kommunizieren, bevor diese dann zu Kunden werden. Groupon versendet täglich Millionen von E-Mails mit lokalem Bezug. An die Angebote des Möbelversenders Westwing kommen Sie nur, wenn Sie sich mit einer E-Mail-Adresse vorher registriert haben. Es kann bis zu drei Monate dauern, bis aus einem registrierten Nutzer tatsächlich ein Kunde wird. Facebook und Twitter spielen hier keine Rolle. Fan wird tatsächlich nur der, der bereits ein Unternehmen kennt. E-Mail steht nicht allein, E-Mail ist Teil eines Gesamtsystems. Am Anfang steht das Anmeldeformular, und nach der E-Mail folgt eine Landeseite, und die Daten über das Nutzerverhalten werden dort gemessen. Ziel der E-Mail ist immer, dass der Nutzer auf einen Link klickt, und von dort zu einer Landeseite kommt. Wie relevant ist das System E-Mail zum Beispiel für Manager? Wenn wir den Zahlen von Quartz Insights glauben, ist für 60% der Geschäftsführer E-Mail der wichtigste Nachrichtenkanal. Das sind im wesentlichen natürlich Nachrichten von redaktionellen Portalen aber auch Brancheninformationen und Firmen-News zählen dazu. Auch die Reichweite der redaktionellen Portale sollte nicht übersehen werden. Vielleicht ist es Teil einer guten E-Mail Strategie, von deren Reichweite zu profitieren und dort Werbung zu schalten. Auch bei den Branchen-News steht E-Mail ganz weit vorne. Hier ist der Abstand zu Fachportalen gering, aber E-Mail ist dennoch eindeutig relevant. Viele Unternehmen gehen inzwischen dazu über, in ihren Newslettern nicht nur Verkaufs- oder Produktinformationen darzustellen, sondern auch neutrale Brancheninformationen. Das wären also fünf gute Gründe für E-Mail Marketing. Zum Einen: E-Mail ist günstig, vor allem im Versand. E-Mail ist gleichzeitig push and pull. E-Mail kann relevant und persönlich sein, wenn eine E-Mail gut gestaltet ist. Und E-Mail ist natürlich mobil. Es handelt sich schließlich in der Regel um einfache HTML Seiten. Schauen wir auf die Effektivität. Tina Beuchler, die Media-Chefin von Nestlé, kritisiert im Branchenblatt Horizont den drastischen Verlust an Reichweite, den ein Unternehmen gegenüber seinen Fans erlitten hat. Messungen haben gezeigt, dass nur noch 5% der Facebook Fans mit einem nicht bezahlten Post erreicht werden. Facebook sagt, User haben mehr Freunde, und mehr Nachrichten in ihren Streams, die Firmeninfos gehen da unter. Branchenkenner sagen, dass Facebook auf diesem Weg die eigenen kostenpflichtigen Angebote fördern will. Was kann E-Mail besser als Social Media? Segmentierung können beide, das ist ein wichtiges Merkmal für die Relevanz von Werbebotschaften. Sie werden durch Segmentierung spezifischer und relevanter. Facebook ist bekannt für eine hervorragende Segmentierung. Schnell sind beide Systeme auch, allerdings ist E-Mail weniger flüchtig. Der Nutzer entscheidet, wann und ob er Firmeninformationen lesen möchte, Sie rauschen nicht einfach im Stream an ihm vorbei. E-Mail ist so schnell, dass dadurch auch zeitlich befristete Verkaufsaktionen ausgelöst werden können. Das erreicht nicht alle Nutzer, aber viele, wenn der Versandzeitpunkt geschickt gewählt wird. Ein wichtiger Unterschied liegt in der Skalierbarkeit. Wenn Sie Kommunikationsanlässe und Nutzertypen definiert haben, dann lassen sich Kampagnen in Form von Templates vorproduzieren, die dann nur noch mit den jeweils aktuellen Inhalten gefüllt werden. Der aber wohl spannendste Unterschied sind die Schaltungskosten, die gehen bei E-Mail gegen null. Sobald Sie die Software und Prozesse installiert haben. Bei Facebook und Co. müssen Sie ein Schaltungsbudget mit einplanen. Push and Pull, die zwei Säulen von erfolgreichem digitalen Marketing. Der Versandzeitpunkt einer E-Mail wird grundsätzlich vom Unternehmen bestimmt. Das ist Push. Dann aber entscheidet der Nutzer, wann, mit welchem Device er die E-Mail abruft, und ob er sie vielleicht lieber offline statt online lesen möchte, beispielsweise im Zug. Pull bedeutet auch, dass der Nutzer mit dem System E-Mail umzugehen weiß, ohne groß darüber nachzudenken. Auch der Umgang mit unerwünschten Spam, also das einfache Löschen, gehört dazu. Hier ein Beispiel für eine Werbemaßnahme mit direktem zeitlichen Bezug. Die E-Mail der Accor-Hotels bewirbt den Frühbucherrabatt. Sie wird dann ausgespielt, wenn der Termin, nämlich 30 Tage vor Reisebeginn, näher rückt. Das weiß Accor natürlich von meiner Recherche auf deren Website. Der eingekreiste Wecker ist übrigens eine kleine Animation, die der E-Mail zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen soll. Die zeitliche Steuerung ist bereits ein gutes Relevanzkriterium. Was nicht relevant ist, und in der Inbox landet, wird gelöscht. Zur Relevanz gehört auch, dass der Absender einer E-Mail bekannt ist, und das es vielleicht früher ein Opt In zu werblicher Information gegeben hat. Die E-Mail wird umso relevanter, je persönlicher die Ansprache ist und je genauer die Inhalte zu den Interessen des Nutzers passen. Das gilt natürlich auch für eine Betreffzeile, die sollte nicht generisch "Newsletter 123" heißen, sondern konkrete Inhalte andeuten. Gleiches gilt auch für externe Anlässe, die aktuell die Aufmerksamkeit des Nutzers fesseln, etwa Weihnachten oder eine Fußball-WM, auch darauf kann eine E-Mail Bezug nehmen, und dadurch relevanter werden. Eine gängige Praxis für relevante E-Mails sind solche an die Warenkorb-Abbrecher. Das sind also Nutzer, die zwar einen Warenkorb gefüllt, diesen aber nicht zur Kasse geschoben haben. Dieser Abbruch kann viele Gründe haben. Wenn der Nutzer einfach nur den Preis eines Produkts prüfen wollte, dann ist die E-Mail wirkungslos. Waren aber technische Gründe schuld am Abbruch, oder hatte der Nutzer einfach keine Zeit, um den Kauf zu beenden, dann ist dieser Andersbezug sehr relevant und mitunter hilfreich. Warum ist die E-Mail auch persönlich? Nun, wen würden Sie in Ihre Inbox schauen lassen? User werden dieser Tage immer vorsichtiger mit der Herausgabe der E-Mail-Adresse. Der Absender einer E-Mail sollte persönlich bekannt sein, und es gibt bereits eine Kommunikationsbeziehung. Interessanter wird es dann, wenn es gelingt, die Inhalte zu personalisieren. Entweder basierend auf demografischen Daten auf der Kaufhistorie, oder noch besser, aufgrund eines aktuell vom Nutzer auf der Website gemessenen Verhaltens. Und was ist mit Social Media? Gerne assoziieren wir das Thema virale Reichweite, also digitale Mundpropaganda mit Social Media, also Twitter und Facebook. Das stimmt, aber nur zum Teil. Nutzer leiten spannende Angebote auch, und besonders per E-Mail an Freunde weiter, wie diese Statistik von Quartz Insights zeigt.

E-Mail-Marketing – Grundlagen

Lernen Sie die Grundlagen des E-Mail-Marketings und des Newsletters und erfahren Sie, wie Sie sie am sinnvollsten einsetzen, um effiziente Mittel zur Kundenbindung zu erhalten.

2 Std. 16 min (17 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:23.07.2015

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!