Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Vorstellung der Software PTGui

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Für die Montage eines Panoramas aus Einzelbildern gibt es spezielle Software. Hier kommt für das sphärische Panorama das Programm "PTGui" zum Einsatz, mit dem professionelle Ergebnisse möglich sind.

Transkript

Nach dem Vorbereitungsprozess in Lightroom, stehen nun die fertig berechneten 16 Bit TIFFs hier zur Verfügung, und wir haben jetzt diese Bilder hier liegen. Ich mache das mal der Übersichtlichkeit halber in Adobe Bridge auf, das schaut jetzt so aus. Wenn die Einstellungen in Bridge und Lightroom entsprechend sind, werden auch die Farbcodes übernommen, die man dort als Tags vergibt, also hier Grün und Rot, und wir sehen eben hier einmal die mittlere Reihe, dann die Reihe mit den 45 Grad nach oben, und die Reihe mit den 45 Grad nach unten, sowie der eine Shot hier mit dem Bodenbild, und das Ganze noch mal ohne diese Marker, auf die ich später noch zu sprechen kommen möchte. Sie sehen hier auch die Exif-Daten von der Kamera und wir sehen auch hier, dass diese 16 Bit-TIFFs etwa viermal so groß sind, also hier bei 86 MB. Die RAW-Daten haben im Prinzip so zwischen 20 und 25 MB, je nachdem was drauf ist, also hier massiv größer und deswegen eben auch mein Hinweis, dass man hier entsprechende Hinweise im Dateinamen hinterlassen sollte, wo die Originaldatei gelegen ist, beziehungsweise wie sie geheißen hat. Der eigentliche Kern des Workflows für die Produktion eines sphärischen Panoramas, dass sogenannte Stitching, das kommt jetzt als Nächstes, dafür gibt es eine ganze Reihe von Programmen, ich gebe das mal auf die Seite, und hier lasse ich auch mal alles so beim Alten. Sie sehen hier schon, ich habe ein Programm hier dafür vorbereitet, namens PTGui Pro, aber ich muss zunächst einmal noch ein bisschen ausholen. Für die Montage von Panoramen aus Einzelbildern, gibt es eine relativ große Auswahl an Programmen, die recht unterschiedliche Ansätze verfolgen, manche machen so gut wie alles automatisch, was den Nachteil hat, wenn irgendwas nicht genau passt, kriegt man entweder nichts oder nur unzureichende Dinge bei der Geschichte raus, oder man muss relativ viel zu Fuß machen, dann wird es halt einfach mühsam. Und einen ziemlich guten Mittelweg liefert PTGui Pro, das so viel wie es geht automatisch erledigt, und aber an jeder Stelle einfach manuelle Eingriffsmöglichkeiten bietet zur Korrektur, beziehungsweise wenn man sieht, dass etwas aus dem Ruder läuft, oder nachgebessert werden muss, kommen wir da mehr oder weniger überall dran. Das PTGui, ich öffne das Programm mal, einfach um mal ein Gefühl dafür zu geben, wie das Interface ausschaut, das schaut nämlich am Anfang relativ spartanisch aus, und es ist auch ein bisschen technisch, also es ist jetzt kein Bildbearbeitungsprogramm mit einem Interface wie Lightroom oder so was, es ist etwas gewöhnungsbedürftig für Leute, die eher so aus der Bildbearbeitungs- und Fotografenecke kommen. es hat allerdings eine relativ klare Logik, die sich eigentlich erst dann zeigt, wenn man hier mal vorher auf den Advanced Button klickt, denn was wir hier oben in diesem Tab sehen, ist so ziemlich genau der Ablauf des Workflows, das Ding wird einfach von links nach rechts abgearbeitet, beziehungsweise hier dann in der zweiten Zeile geht es dann einfach weiter. Wir laden einfach die Ursprungsbilder ein, stellen ein, was wir für eine Linse haben, welches Panorama wir haben wollen, dann gibt es eine Beschnittfunktion für manche Geschichten, hier können wir Bildbereiche ausmaskieren, hier können wir einzelne Bilder einstellen, zum Beispiel heller oder dunkler machen, die Control Points definieren uns Details auf den benachbarten Bildern, an denen die Software dann erkennt, wie die Bilder zusammenpassen müssen. Dieses Zusammenpassen und die eigentliche Montage, das regelt der Optimizer, indem er einfach an verschiedensten Parametern dreht, vor allen Dingen an Linsen-Parametern und den Image-Parametern, das heißt, wo und welche Richtung zeigt dieses Bild, dann kann man noch die ganzen Belichtungs-Parameter einstellen, der Project Settings, das ist wenn man diese Sachen replizieren will für größere Projekte und mehrere Panoramen, die mit der gleichen Sorte von Bildern gefüttert werden, nicht so wichtig in unserem Zusammenhang, hier können wir die Vorschau anzeigen lassen, und mit Create Panorama kriegen wir das Ergebnis. Das Programm ist leider nur auf Englisch, aber das sollte nicht weiter stören, weil der Workflow eigentlich relativ geradeaus geht bei der ganzen Geschichte, und es fängt einfach damit an, dass man einfach Bilder einlädt. Der Name PTGui kommt von einer Sammlung an kleinen Programmen, den sogenannten Panorama-Tools, die sind schon von Ende der 90er Jahre, und das waren früher einfach Kommandozeilen Werkzeuge, die man mit Skripten und Bildern gefüttert hat und das war im Prinzip eine Black Box, und man musste relativ viel Code schreiben, um überhaupt da was rauszukriegen, also eine sehr sehr technische, sehr mühsame und extrem unhandliche, unanschauliche Angelegenheit, und der Entwickler von PTGui, der Joost Nieuwenhuijse, der hat das erste Interface geschrieben, das wir mit diesen Panorama-Tools bekommen haben, das heißt, wir mussten nicht mehr den Code schreiben, sondern hier ging das sozusagen auf einer Programmoberfläche. Hier sieht man eben die Panorama-Tools mit ihrem ursprünglichen Erfinder, dem Helmut Dersch, das ist ein Fachhochschul- Professor aus dem Schwarzwald, der das ursprünglich mal erfunden hat, und seit dem Jahr 2000 gibt es dieses Panorama Tools Graphical User Interface, das ist nämlich der Name, und der war der Erste, der damals noch nur auf Windows NT, diese Panorama Tools einer nicht so technikaffinen Gruppe zur Verfügung gestellt hat, und das ist im Prinzip eigentlich der Industriestandard heutzutage, eigentlich alle Profis arbeiten mit diesem Programm, es ist extrem leistungsfähig und es ist extrem vielseitig es kommt mehr oder weniger mit jeder Form von Panoramen zurecht, es kommt vor allen Dingen auch mit Material zurecht, was nicht ganz astrein aufgenommen ist, wo vielleicht bei der Aufnahme ein paar Fehler passiert sind, oder wo die Bedingungen einfach widrig gewesen sind, und lässt so vom Leistungsumfang eigentlich überhaupt keine Wünsche offen. Früher oder später landen eigentlich alle, die sich auch amateurmäßig mit Panoramen beschäftigen, landen früher oder später bei diesem Programm, das ist einfach meine Erfahrung aus vielen vielen Workshops, Kontakt mit Lesern und Zusehern von Videotrainings, die Meisten landen irgendwann da, weil das lässt wirklich keine Wünsche übrig, wir werden dann einfach sehen, was wir aus dem Material alles rausholen können, an welchen Schrauben wir alles drehen können bei diesem Programm.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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