Porträtfotografie: Bildgestaltung und Inszenierung

Vorder-, Mittel- und Hintergrund

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Ein wichtiges Thema ist die Wahl des Hintergrunds, um jedem Bild im Aufbau Tiefe zu verleihen. Anhand von Beispielbildern wird dies erläutert.

Transkript

Wie sagt man so schön: Vorder-, Mittel-, und Hintergrund machen das Bild gesund. Da ist was Wahres dran. Verschiedene Bildebenen sorgen für räumliche Tiefe im Bild. Das Motiv wird dabei gern in den Mittelgrund gesetzt. Der Effekt kann durch unscharfe Elemente im Vordergrund verstärkt werden, und durch einen Verlauf der Tiefenschärfe nach hinten. Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Jedoch gibt es Beispiele, welche genau zeigen, was gemeint ist. Beginnen wir wieder mit dem Bild von Lasse. Hier haben wir eine starke Perspektive nach hinten, eine Fluchtpunktperspektive, und wir haben einen unscharfen Vordergrund. Das heißt, die Bücherregale vorne sind unscharf, wodurch wirklich auch der Vordergrund entsteht. Die Person befindet sich eher im hinteren Mittelgrund. Und dann haben wir noch durch die Perspektive nach hinten einen sehr schönen Hintergrund und das Bild wirkt wirklich tief, dreidimensional. Es ist wirklich plastisch. Bei diesem Bild von mir handelt es sich um ein Porträt. Und beim Porträt mit Vorder-, Mittel-, und Hintergrund zu arbeiten ist immer so eine Sache. Aber auch dieses Bild hat Tiefe. Das einfach aus dem Grund, weil sich im Vordergrund unscharfe Blüten befinden. Der Fokus liegt auf dem Gesicht. Der Hintergrund versinkt total in der Unschärfe. Das heißt, obwohl ich in einem engen Porträt arbeite, habe ich eine gewisse Tiefe. Also auch bei Porträts umsetzbar. Hier ist ein weiteres Bild von mir. Und man sieht, ich arbeite eher indirekt mit Thema Vorder-, Mittel-, und Hintergrund. Auch hier habe ich unscharfe Blüten im Vordergrund. Der Fokus liegt dann auf meinem Model und der Hintergrund ist schon wieder völlig unscharf. Das heißt, der Blick wird aber wirklich direkt aufs Model gelenkt und alles andere im Bild ist unwesentlich. Hier haben wir ein Bild von Calvin Hollywood. Er macht es sehr gern, dass er wirklich aus einer Perspektive fotografiert, dass er vorne den Boden noch unscharf draufkriegt. Dadurch haben wir eben das Empfinden Vordergrund, Mittelgrund, und Hintergrund. Hier ist der Vordergrund, er liegt etwas in der Unschärfe. Und dann steht unser Model im Mittelgrund, im Goldenen Schnitt, der Drittel-Regel ungefähr. Dann ist dort der Hintergrund, der wieder sehr schön in der Unschärfe sich verliert, was gerade bei diesem Dschungelbild wichtig ist, da wir sonst viel zu detailreich wären und der ganze Dschungel vom Model ablenken würde. Das heißt, auch hier ist mit dem Thema Tiefenschärfe gespielt worden, aber auch eben mit dem Thema Vordergrund, Mittelgrund, und Hintergrund. Hier haben wir ein weiteres Bild von mir, wieder ein Porträt. Im Vordergrund haben wir wieder jede Menge unscharfe Blüten. Wir sehen, der Schärfeverlauf geht dann aber zum Model, wo der schärfste Punkt liegt, und hinter dem Model verliert er sich wieder in der Unschärfe. Das wirkt gestalterisch sehr romantisch, sehr verträumt, und der Fokus liegt, trotz eines sehr unruhigen Bildes mit sehr vielen Details, direkt auf dem Model. Eine letzte Arbeit von mir. Auch hier ist wieder indirekt mit dem Thema gespielt worden, indem wir bei der Elfe im Vordergrund unscharf die Blüten haben. Sie ist platziert im Mittelgrund in einem Meer aus Blüten. Und auch der Hintergrund verliert sich wieder in der Unschärfe. Wir sehen also, ich arbeite sehr viel damit, dass der Mittelgrund, in dem sich das Model befindet, der schärfste Punkt im Bild ist, wir etwas Unscharfes im Vordergrund haben und etwas Unscharfes im Hintergrund, wodurch der Fokus klar auf das Model gelenkt wird und quasi keine Ablenkungen möglich sind, der Fokus klar ist, und der Blick des Betrachters durch diese Elemente super gelenkt wird.

Porträtfotografie: Bildgestaltung und Inszenierung

Erfahren Sie, welche bildgestalterischen Elemente in der Portät- und Peoplefotografie wichtig sind. Farbe, Licht, Bildausschnitt, Perspektive - alles ist mit Bedacht einzusetzen.

1 Std. 39 min (19 Videos)
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Erscheinungsdatum:03.08.2016

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