Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Panotour Pro

Vorbereitung der Bilder in Lightroom

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Da die Panoramen für die virtuelle Tour später in HDR-Technik weiterbearbeitet werden, genügen vorab einige pauschal vorbereitende Bildbearbeitungen. In erster Linie müssen Sie sich um chromatische Aberration und um Bildschärfe kümmern.

Transkript

Nach dem Einsortieren der Bildsätze für die Panoramen in Sammlungen und dem farbigen Kennzeichnen der einzelnen Bestandteile der Panoramen kommen wir in diesem Video nun dazu, dass wir die grundlegende Bildbearbeitung mal etwas näher anschauen. Wir haben hier ein HDR-Panorama, um einfach den großen Belichtungsumpfang an den verschiedenen Plätzen, an denen diese virtuelle Tour aufgenommen wurde, in den Griff zu bekommen zwischen den ganz hellen Lichtern hier, und hier zum Beispiel den Schatten, dass die ordentlich aufgehellt sind und wir einfach ein bisschen Spielraum haben, sodass uns nicht oder nicht allzu viel der Szenerie in abgesoffenen Schatten beziehungsweise ausgefressenen Lichtern abhanden kommt. Wir brauchen hier nur eine ganz grundlegende Bildbearbeitung, weil viele Teile der Bildmanipulation erst passieren, nachdem das Panorama fertig ist. wenn wir mit Einzelbildern, sowie hier mit jeweils drei Aufnahmen, die wir dann zu einem Bild zusammenfügen bevor das gestitcht wird, die Software wird das später in einem Aufwasch erledigen, aber jeweils eine Bildrichtung wird immer aus drei Aufnahmen bestehenden, ein sogenanntes Bracket, und das zusammengefügt werden, und dafür sollte das nur ganz grundlegend bearbeitet sein. Bestimmte Bearbeitungen muss man jetzt erledigen, bevor gestitcht wird. Und andere darf man gar nicht vorher erledigen, weil das Bild nämlich dann nicht mehr neutral ist und linear, sodass wir es dann auch nicht mehr zusammenfügen können. Das ist ganz wichtig. Und in diesem Fall bleibt bei der Bearbeitung dann eigentlich gar nicht so wahnsinnig viel zu tun. Wir können der Einfachheit halber das Ganze recht pauschal abhandeln, indem wir hier den gesamten Sammlungssatz auswählen, das heißt, hier sind jetzt alle Bilder mal sortiert, auch kreuz und quer, das ist uns aber ziemlich egal im Moment, weil jetzt kommen wir mal hier, weil wir als "Sortieren: Beschriftungsfarbe" eingegeben haben, um innerhalb der Panoramen zwischen der Reihe nach oben und den drei Aufnahmen nach unten unterschieden haben. Interessiert uns jetzt aber eigentlich gar nicht wirklich. Wir können nämlich jetzt ganz pauschal einfach alle Bilder mal gleich behandeln für die wenigen Dinge, die vorab zu tun sind, bevor wir das Ganze stitchen, so. Gehe mal in das "Entwickeln"- Modul und schaue mal einfach, dass hier unten einfach alle Bilder, wenn ich da irgendwo reinklicke, dann wird dieses Bild ausgewählt, ich gehe mal hier mit Command + A dorthin, dass ich alles auswähle, und dann muss ich sicherstellen, dass hier unten rechts "Automatisch synchronisieren" aktiviert ist. Also hier kann ich das anschalten und abschalten. Das heißt, wenn ich jetzt ein Bild bearbeite, dann muss ich hier extra auf "Synchronisieren" klicken, dann wird das auf alle anderen Bilder übertragen. Wenn ich auf "Automatisch synchronisieren" gehe, dann ist der Vorteil: Jede Manipulation, die ich in einem einzigen Bild mache, wird automatisch auf alle anderen Bilder ausgedehnt, und genau das ist das, was ich jetzt möchte. Alle Bilder sollen exakt gleich behandelt werden. Es geht nämlich nur um relativ wenige Dinge. Was wir vor dem Zusammenfügen der Bilder der HDR-Brackets und dann später dieser zu einem Panorama beachten müssen ist, dass für die Sachen jetzt reparieren müssen, die später dann entweder verzerrt, verdreht sind oder einfach gegenläufig in sich überlappenden Bildern passieren, dann sind diese Sachen nämlich nicht mehr korrigierbar. Das erste, was wir uns anschauen müssen, ist die chromatische Aberration. Ich suche mir jetzt mal hier in der langen Bildstrecke etwas aus, da nehmen wir am besten irgendwas aus der Kraftwerkshalle. Es sollte weiter vorne sein, und zwar suchen wir uns eine helle Kante, die möglichst nah bei einer Ecke ist. Und ich nehme mir mal zum Beispiel das hier. Das sollte schon reichen. Wir haben jetzt hier ein Oberlicht, und da gibt es ein paar sehr kontrastreiche Kanten. Da gehe ich mal mit 100% rein, und hier sieht man sehr schön, was die chromatische Aberration so anrichtet, das heißt, wir haben, von innen nach außen gesehen, an den dunklen Kanten einen roten Saumen und umgekehrt, auf den dunkel-hell Kanten haben wir einen grünen Saumen draußen. Netterweise sehr leicht zu korrigieren, indem wir hier im Entwickler-Modul einfach mal ein bisschen runterscrollen und dann hier, falls nicht aufgeklappt, müssen wir die Objektivkorrekturen aufklappen, dann gehen wir auf "Profil" und hier geht es eine kleine Checkbox, die heißt "Chromatische Aberration", und schon sind die Dinger weg. Das Synchronisieren dauert dann immer einen Moment. Wir behandeln jetzt 432 Bilder, à 36 Megapixel sozusagen, parallel, wobei das natürlich jetzt hier nur die Vorschauen sind, die bearbeitet werden, aber es funktioniert schon ganz gut. Dann ist es bei den meisten Objektiven so, dass wir noch eine zusätzliche chromatische Aberration haben. Das ist hier nämlich die sogenannte, hier steht "Seitliche chromatischen Aberration entfernen". Und wenn wir auf "Manuell" gehen, dann gibt es hier noch einen Punkt, mit dem wir die sogenannten Farbsäume, das ist nämlich der andere Part der chromatischen Aberration, der sich in violetten Säumen äußert, die auch zum Rand hin auftauchen. Die sind bei diesem Objektiv nicht übermäßig stark ausgeprägt, aber sie sind doch da. hier sieht man ein bisschen was da vorne. Und wenn man jetzt hier hingeht, dann sieht man so ein bisschen so einen bläulichen Schimmer. Es kann sein, dass er gar nicht drauf reagiert, man sieht auch, die Einstellung ist relativ schwach. Jetzt ist das weg. Das Ganze ist nichts anderes als eine Entsättigung der Kanten in einem bestimmten Blau-Rot-Violett-Bereich. Dass ist diese Skala hier. Ganz selten kommt es auch mal mit Grün vor, ist aber, wie gesagt, relativ selten, dass man da auch noch korrigieren muss. Man kann das hier, im Gegensatz zu der anderen Steuerung, die nur Checkbox ist, kann man hier das Ganze noch fein einstellen, und das ist mitunter auch nötig. Wenn wir nämlich jetzt zum Beispiel schauen, eine Kante, die einen Kalt-Warm-Kontrast hat, das sollte mal hier bei der Außenseite sein, Hier haben wir zum Beispiel ein blaues Logo auf einem warmen Hintergrund. Und das sind oft so Blau-Orange-Kanten, die durch dieses "Rand entfernen", durch diese chromatische Aberration gelegentlich schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Dann äußert sich das daran, dass hier zum Beispiel einfach so eine ganz graue Kante auftaucht, das Ganze völlig entsättigt ist. Das ist aber hier nicht der Fall, aber dieser Hinweis sei gegeben, dass der zweite Weg die chromatische Aberration zu entfernen, also wie gesagt, diejenige, nicht die Rot-Grüne, sondern die andere, dass hier mit dieser Pipette funktioniert. Das sollte man immer ein bisschen auf Kollateralschäden untersuchen, dass das hier möglicherweise solche Kontraste, und das ist oft so Blau-Orange, Blau-Rot und ähnliche Dinge mehr, das ist zum Beispiel, wenn man hier das ein bisschen die blaue Richtung zieht. Jetzt sieht man das so ganz leicht. Immer wenn ich das jetzt hier ins Blaue rüberziehe, das passiert nämlich gelegentlich, dieses Objektiv macht zum Beispiel einen eher rötlich-violetten Saumen, und wenn der aber ein bisschen ins Blau-Violette geht, dann geht diese Skala ein Stück in die Richtung, und dann sieht man das sehr schön was dann passiert. Und wenn ich das ein bisschen stärker machen, dann sieht man, das ist der Extremfall, das heißt, dann werden Blautöne in der Nähe von Kontrasten einfach massiv entsättigt. Und wenn das ein bisschen mehr in die Rot-Violette Ecke geht, ist der Effekt meistens sehr viel geringer, oft kann man das hier auch immer noch ein Stück zurückregeln, ist meistens ein Kompromiss, aber wie gesagt, mit dieser Pipette muss man ein bisschen aufpassen bei Lightroom. Da gibt es gelegentlich einfach unerwünschte Nebeneffekte Das ist die andere Geschichte, die andere Geschichte ist, wir sind Kameraabhängig. Das hängt immer davon ab: Hat der Kamerasensor einen Tiefpassfilter oder hat er den nicht oder wenn ja, wie stark ist der. Ich nehme mir jetzt mal wieder so einen Randbereich her, wo ich einen starken Kontrast habe, was man dort oft machen muss, ist dann einfach noch mal eine Grundschärfung anlegen, weil dieser Tiefpassfilter in der Kamera immer eine leichte Unschärfe produziert. Der ist dafür da, dass einfach das Moiré nicht so stark wird oder eliminiert wird, wenn man ganz feingliedrige Muster fotografiert, ich gehe mal hier in diese Richtung, da kann man das noch ein bisschen sehen. Dafür ist der einfach da. Manche Kameras haben diesen Filter nicht. Die zeichnen sich das per se schonmal durch eine größere Bildschärfe aus. Das ist jetzt eine A7R. Da kann man aber trotzdem immer noch ein bisschen nachhelfen. Ich gehe meistens auf so einen Bereich, so um die 50, wo dann die Schärfe dann doch noch mal nett angehoben wird. Ich tippe das hier numerisch ein, also hier zum Beispiel. ;an sieht natürlich, dass auf den Flächen hier dann durchaus schon mal -ich mache das mal ein bisschen größer- schon mal ein bisschen Muster rauskommt, ich nehme mal hier diese Kante, da sieht man das sehr schön. Wir haben hier also schon Muster drin, das uns nicht gefällt, und mit dem Maskieren kann man das recht gut eliminieren, dann wird das Schärfen nämlich zunehmen und von der Fläche weggenommen, denn in der Fläche verstärken, würde ich das schärfen, ja natürlich auch eventuell vorhandenes Rauschen. Und Rauschen ist immer da, meistens nur sehr gering, aber es ist meistens wirklich vorhanden, auch bei guten Kameras und auch bei 100 ISO, so wie hier. Und hier nimmt man den "Maskieren"-Regler und dreht das langsam raus. Wenn man das richtig genau machen will, dann drück man dazu die Alt-Taste. Und da sieht man jetzt genau die Maske wo geschärft wird. Weiß heißt, wird überall geschärft, dann drehe ich es langsam ein bisschen runter, und wenn dann auf den Flächen alles Schwarz ist, dann werden die Flächen in Ruhe gelassen von der Schärfungsfunktion. Es werden nur die Kanten nachgeschärft und dann schaut es meistens ganz okay aus. Der Radius 1 Pixel ist nicht umsonst als Vorgabe gewählt, weil nämlich gerade diese Tiefpassfilter immer dafür sorgen, dass einfach eine Unschärfe optisch, eine Unschärfe von etwa einem Pixel eingeführt wird, damit der Sensor einfach auf feine Muster nicht mit Moaré reagiert. So, das reicht dann mal. Und diese beiden Schritte, das heißt, eine Grundschärfung, und eine Entfernung der chromatischen Aberration sollte vorher passieren, weil jetzt bezieht sich die Schärfung nämlich wirklich auf das Bildrechteck des Sensors und hat nichts mit dem Objektiv selber zu tun. Das Bild wird später aber ziemlich stark verzerrt und verzogen und dann ist ein Pixel hier nicht mehr das Gleiche, wie ein Pixel hier. Dann ist das Schärfen nicht mehr wirklich praktikabel, weil dann einfach unterschiedliche Bildbereiche unterschiedlich geschärft werden. Und bei der chromatischen Aberration ist es auch so, dass bei benachbarten Bilder natürlich der Effekte gegengleich ist, wenn es hier von der Mitte zur Ecke geht, dann geht es auf dem Nachbarbild ebenfalls von dem Mieter zur Ecke, und in den Randbereichen überkreuzen sich diese Effekte, so was verstärkt sich noch, es ist einfach unretuschierbar. Also das ist so eine Grundbearbeitung. Wenn man hier noch etwas mehr machen möchte als diese Sachen, das ist also wirklich sozusagen das Pflichtprogramm, was vorher passieren muss, bevor man diese Bilder dann zusammenbaut: Eben zuerst zu HDR-Aufnahme und dann zu einem Panorama, Ist die Möglichkeit, dass wir hier vorab noch den Weißabgleich ein bisschen behandeln. Wir haben hier recht unterschiedliche Situationen, also hier haben wir einen Raum mit einem Oberlicht und relativ warmer Farbe an der Wand, hier haben wir eine Halle, von Mischlicht von drinnen und draußen ist und so weiter und so fort. Das heißt, hier gibt es durchaus unterschiedliche Situationen, die man vom Weißabgleich her noch behandeln könnte. Der Weißabgleich ist aber eine von den Geschichten, die man vorher machen kann, aber nicht muss. Geht auch hinterher genauso. Wenn man die Wahl hat, ist es besser das hinterher zu machen, weil man dann das Panorama im Ganzen beurteilen kann und nicht nur anhand einzelner Bilder des Panoramas. gerade wenn jetzt zum Beispiel die Aufnahme, die eine Richtung ein bisschen kälter und die andere Richtung ein bisschen wärmer ausschaut, dann ist das durchaus angenehm, wenn man das später machen kann, wenn man das Panorama im Gesamten beurteilen kann. In diesem Video haben wir also die sozusagen pflichtmäßige Grundbearbeitung gesehen, die eine Panoramaserie erhalten sollte, wenn es sich um die Aufnahmen für ein HDR-Panorama handelt, die eben mehr oder weniger neutral und linear bearbeitet werden sollen und eben, wie gesagt, nur Schärfe und chromatischen Aberration sind zu behandeln.

Panoramafotografie: Virtuelle Touren mit Panotour Pro

Lernen Sie, wie Sie aus einzelnen Panoramen eine interaktive, klickbare Besichtigungs-Tour für die Präsentation im Web erstellen.

8 Std. 49 min (75 Videos)
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