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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Vorbereitung auf die Ausarbeitung

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Übertragen Sie die Farbskizze in eine neue Datei und verwenden Sie den Misch-Pinsel, um die Farbflächen aufzuweichen.
09:11

Transkript

In der traditionellen Malerei auf dem Papier gibt es einen klaren Einschnitt zwischen der Farbskizze und dem eigentlichen finalen Background-Artwork. Denn die Farbskizze wird in der Regel, wenn man traditionell arbeitet, auf einem separaten Stück Papier gemacht, meistens auch in einer viel kleineren Größe als das letztendliche, finale Background-Artwork. Und das heißt, wenn man die Farbskizze für fertig erklärt, dann wird ein neues Blatt Papier aufgezogen, wie gesagt, meist ein größeres Format, und dann wird die Information aus der Farbskizze benutzt, um z. B. zu entscheiden, wie viel Farbe angemischt werden muss von den verschiedenen Farben, die man in der Farbskizze verwendet hat. Im digitalen Bereich ist der Übergang zwischen Farbskizze und der finalen Background-Artwork fließend. Wir könnten jetzt im Grunde an diesem Bild weitermalen und weitere Details anfügen, es ein bisschen höher skalieren und dann einfach immer weiter Details ausarbeiten, bis aus unserer Farbskizze letztendlich das finale Artwork enstehen würde. Ich plädiere trotzdem dafür, das Ganze ein bisschen voneinander zu trennen und es auch in unterschiedlichen Dateien zu verwalten. Und ich werde deshalb folgendes tun: Wir haben unsere ursprüngliche Vorzeichnungsdatei, die wir in einer höheren Auflösung gemacht haben. Dorthin hinein werde ich jetzt die Information aus meiner Farbskizze kopieren, indem ich sie hier einfach mal ausschneide, "Strg+C", und unter der Zeichnung, wenn ich da "Strg+V" drücke, wird direkt eine neue Ebene angelegt. Und jetzt kann man nochmal sehen, dass ich tatsächlich diese Farbskizze in einer ziemlich niedrigen Auflösung angefertigt habe. Ich muss jetzt hier also ordentlich vergrößern, um letztendlich mein Motiv zu füllen. Und ich würde sagen, das trifft es ungefähr. Kann man das Ganze noch ein bisschen hin- und herschieben mit den Cursortasten, bis man das Gefühl hat, jetzt ist meine Farbskizze einigermaßen passend zu meiner Vorzeichnung. Und jetzt haben wir quasi in unserer ehemaligen Vorzeichnungsdatei in einer höheren Auflösung unserer Farbskizze und können diese jetzt weiter ausarbeiten. Die eigentliche Farbskizze können wir in unserer separaten Datei behalten. Das Schöne ist, dadurch dass die jetzt nicht mehr verändert wird, kann man sie ab und zu auch einfach mal als Referenz nochmal zu Rate ziehen, wenn man z. B. Veränderungen jetzt in der Ausarbeitung vornimmt und mal schauen möchte, wie das denn in der Farbskizze eigentlich aussah und ob diese Veränderung denn jetzt eigentlich besser war oder schlechter als die vorherige Version. Das Ganze könnte man natürlich auch einfach über verschiedene Ebenen regeln innerhalb einer Datei, aber, ich weiß nicht, ich habe da so ein bisschen eine Liebe für die alten Methoden entwickelt, wie es auf dem Papier gemacht wurde. Und allein der Gedanke, dass ich von jeder Backgroundillustration eine ausgearbeitete, finale Version habe und auch noch die Farbskizze als separate Datei, das alleine finde ich eigentlich schon einen ganz schönen Gedanken. Jetzt können wir uns hier mal anschauen, wie unsere Farbskizze sich denn so macht, ohne dass irgendeine Zeichnung da drin eingeblendet ist. Und das ist eigentlich auch immer schon eine ganz gute Prüfung, denn die Zeichnung regelt sehr viel. Man kann z. B. sehen, dass hier die Zeichnung dafür sorgt, dass wir hier Bäume im Hintergrund erkennen. Wenn wir die Zeichnung ausblenden, dann sind die nur noch leicht angedeutet, aber gerade hier auf der rechten Seite funktioniert das auch schon ganz gut. Aber das Ausblenden der Zeichnung zeigt uns eigentlich immer direkt auf einen Blick, wo wir vielleicht farblich noch nicht genug definiert haben. Aber ich denke, dass insgesamt alles hier schon einigermaßen funktioniert. Ein Schritt, den ich regelmäßig gehe, wenn ich jetzt so eine Farbskizze hier in die höhere Auflösung überführt habe, ist, das Ganze noch weiter aufzuweichen. Man kann hier schon sehen, wenn ich da mal ein bisschen näher rangehe, dass alleine schon durch das Hochskalieren hier einige Bereiche doch sehr weich gezeichnet worden sind. Das ist mir aber noch nicht weich genug. Auch hier folge ich nämlich wieder der Inspiration aus dem klassischen Background-Artbereich, wie er in Trickfilmstudios auch heute immer noch zum Einsatz kommt, auch auf dem Papier. Dort wird nämlich in der Regel auf sehr nassem Papier gearbeitet am Anfang. Da wird ein großes Blatt Papier komplett mit Wasser getränkt und die allerersten, großen Farbaufträge, wie wir sie hier letztendlich auch sehen, werden dann auf diesem nassen Papier gemacht. Und dadurch werden sie sehr diffus. Und das will ich jetzt mal bisschen dadurch simulieren, dass ich hier mit dem Mischpinsel einfach die ganzen Bereiche ein bisschen aufweiche. Warum mache ich das? Also, zum einen, wie gesagt, inspiriert bin ich dazu geworden durch die Techniken, die im traditionellen Backgroundpainting auf Papier angewendet werden. Aber das Ganze hat auch einen rein visuellen Sinn. Wenn man nämlich zu viele scharfe Details im Bild hat von Anfang an, dann neigt man dazu, viel zu viel unnötiges Detail auch auszuarbeiten. Was man im Zuge der Ausarbeitung allerdings sehen wird, ist, dass im Grunde viele Bereiche des Bildes sehr gut funktionieren in einer unscharfen Ausprägung und dann teilweise nur noch kleine Details hier und da als Akzente gesetzt werden müssen. Das ist übrigens besonders häufig der Fall auf z. B. Rasenflächen oder auch, wenn man das Blätterdach eines Baumes malt. Dann wird man sehen, dass grundsätzlich große Bereiche dieser Flächen, die dann da gefüllt werden müssen, ruhig unscharf sein können. Und das Hinzufügen einzelner scharfer Grashalme z. B. oder einzelner scharfer Blätter in so einem Blätterdach kann dann genau den richtigen Eindruck erzeugen. Jetzt ist es erst einmal meine Aufgabe, diese ganzen Farbaufträge, die ich hier sehe, dort wo es Sinn macht, aufzuweichen. Und das wird hier in den Formen der Bäume und auch auf dem Boden, auf dem Gras, wird das stärker der Fall sein als z. B. in der Pagode, denn durch die architektonischen Formen ergeben sich einfach tatsächlich harte Kanten, die auch bis zum Ende hin hart und abgegrenzt bleiben werden. Und deshalb muss ich die auch nicht großartig aufweichen. Aber gerade hier so der Übergang, da, wo auch einfach Gras über den Steinweg sicherlich irgendwie drüber wachsen wird oder auch, wo der Farbauftrag hier vielleicht nicht ganz deckend war, wo hier noch so kleine Punkte geblieben sind durch die verwendete Hintergrundtextur. All solche Bereiche kann man jetzt hier mal ein bisschen aufweichen. Schauen wir uns das mal an, jawohl. Und hier noch ein bisschen mehr. So verschmelzen die einzelnen Farbflächen optisch miteinander. Es entstehen auch teilweise interessante Zwischentöne. Und hier z. B. in dem Bereich, wo jetzt optisch die Äste mit dem Blätterdach verschwimmen, da finde ich, ist man schon sehr nahe dran an dem visuellen Effekt so eines Baumes in dunklem Licht. Da wird man bei der Detailausarbeitung gar nicht mehr so viel machen müssen, um da den gewünschten Effekt zu erzielen. Hier vielleicht noch ein klein bisschen diese sehr harten Konturen dieser direkten Beleuchtung hier auflösen. So, mal hier die Kante vielleicht noch ein bisschen aufweichen. Und das ist quasi die erste Version in unserer Ausarbeitung, der erste Schritt, das Verwischen und Aufweichen der Konturen, wo es noch notwendig ist, um jetzt auf dieser Grundlage die Details einzufügen, die letztendlich dem Ganzen auch ein bisschen den Realismus verleihen und auch ein bisschen die Tiefe, die dann am Ende so ein Background auch haben soll.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Lernen Sie, worauf es bei der Gestaltung eines Hintergrunds ankommt, um Ihre Figur ins richtige Licht zu rücken!

2 Std. 29 min (19 Videos)
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