Photoshop-Tipps für Designer: Jede Woche neu

Von Illustrator nach Photoshop

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Holen Sie sich jede Woche einen Praxistipp für mehr Produktivität und Kreativität mit Photoshop! Martin Dörsch greift tief in die Trickkiste und zeigt Ihnen wöchentlich, wie Sie mit Photoshop das Beste aus Ihren Designs herausholen können. Lassen Sie sich inspirieren – zu neuen Arbeitstechniken, Workflows und dem Ausprobieren neuer Werkzeuge! Die jeweiligen Praxisbeispiele werden komplett fertiggestellt und Sie können das Gelernte sofort für sich umsetzen.
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Transkript

Heute geht es um den Weg von Illustrator nach Photoshop und was man dabei so berücksichtigen muss. Es gibt nämlich vier verschiedene Möglichkeiten, wie ich Pfade von Illustrator nach Photoshop bekommen kann. Was die Unterschiede und die Feinheiten sind bzw., was man mit welcher Möglichkeit machen kann, das zeige ich genau jetzt hier. Also los geht's! Ab nach Photoshop! Raus von Illustrator! Und schauen, was Pfade in Photoshop so können. Hier in Photoshop habe ich jetzt eine graue Ebene. Ich möchte jetzt die Vektoren aus Illustrator hineinbekommen. Welche Möglichkeiten gibt es aber dazu. Ich wechsle da einmal zu Illustrator, und habe hier jetzt meine Vektorlogos offen. Mit einem Klick auf Cmd+Y oder Strg+Y auf Windows sieht man, dass das jetzt wirklich alles Pfade sind. Ja, und wenn ich hier jetzt z. B. dieses Logo nach Photoshop bekommen möchte, ist es wirklich denkbar einfach. Ich kann das jetzt einfach markieren, Cmd+C, Strg+C auf Windows; es ist also in der Zwischenablage. Wechsle hier in Photoshop und füge das mittel Cmd+V oder eben Strg+V hier ein. Ja, und da gibt es jetzt eins, zwei, drei, vier verschiedene Möglichkeiten. Schauen wir uns einmal die -- ich sag mal die Möglichkeit an, die irgendwie am logischsten ist, aber am wenigsten Sinn macht; nämlich einfügen als Pixelebene. Wenn ich hier jetzt mein Logo einfüge, ist es so ja ganz okay. Das Problem ist aber jetzt folgendes. Wenn ich das jetzt kleiner skaliere, weil ich es z. B. hier unten verwenden möchte und das Ganze bestätige, vielleicht da rüber ziehe und jetzt draufkomme, das möchte ich ein wenig größer haben, Cmd+T, Strg+T auf Windows, wieder größer skalieren, dann sieht man, der Ganze schöner Vorteil meiner Vektorwellen und meiner Pfade, die ich aus Illustrator kopiert habe, die sind jetzt verloren. Also das ist kein guter Plan. Dann löschen wir das einmal. Plan B, der wirklich gut ist, ist als Smartobjekt öffnen. Wenn ich das jetzt nämlich als Smartobjekt öffne und hier einmal rein lege und das mit Enter bestätige, dann sieht man, dass diese Ebene jetzt automatisch zu einem Vektor-Smartobjekt geworden ist. Das hat jetzt den Vorteil, dass jetzt innerhalb dieser Ebene diese Illustrator-Datei von meinem Logo, also eigentlich nur diese Pfade als Illustrator-Datei gespeichert worden sind. Und wenn ich da jetzt einen Doppelklick drauf mache, dann sieht man, wie ich hier jetzt in diesem Vektor-Smartobjekt.ai bin. Wichtig, ich bin jetzt nicht in dieser Logo-MD.pdf-Datei, wo ich jetzt die Logo-Pfade rauskopiert habe, nein. Photoshop hat hier jetzt ein eigenes ai-File, ein eigenes Illustrator-File angelegt und ich kann jetzt hier meine, also mein Logo verändern. Wenn ich jetzt bspw. die Farbe ändern möchte. Ich nehme da jetzt einfach einmal irgend so ein Blau, bestätige das mit "OK". Und speichere jetzt dieses Smartobjekt ab, wechsle wieder zurück in Photoshop, dann sieht man, dass natürlich diese Ebene, weil es ja ein Vektor-Smartobjekt ist, entsprechend aktualisiert worden ist. Also das ist schon eine sehr sehr sehr kluge Methode. Es kommt immer drauf an, was man eben machen möchte, aber ein Vektor-Smartobjekt ist meistens ein sehr guter Plan, um in Photoshop zu arbeiten. Die nächste Möglichkeit, die ich herzeigen möchte: Wenn ich jetzt von hier etwas kopiere und in Photoshop einfüge, Cmd+V, ist jetzt das Einfügen als Formebene. Das ist im Wesentlichen genau das Gleiche wie als Pfad. Als Pfad erhalte ich also wirklich nur die Pfade und kann damit im Nachhinein etwas machen. Aber ich möchte es jetzt als Formebene einfügen. Beziehungsweise einen Schritt zurück. Gehen wir vielleicht aufs Kreative als Pfade. Und zwar kann ich hier jetzt mit OK diese Pfade hier einfügen. Das sieht man jetzt im Pfade-Bedienfeld, da habe ich hier jetzt diesen Arbeitspfad und den kann ich jetzt mittels Cmd+T oder mit Strg+T wiederum auf Windows auch natürlich kleiner rechnen. Was ich hier zum Beispiel machen kann ist, dass ich eine neue Ebene erstelle. Mein Arbeitspfad ist ja noch immer aktiv. Und ich kann hier jetzt bswp. über "Filter" gehen. Und habe da jetzt bei den Renderfiltern die Möglichkeit, hier auf die Flammen zu gehen. Ja, mein Pfad ist länger als 3000 Pixel, das passt mir schon. Und ich kann hier jetzt entlang meines Logos Flammen erstellen. Das braucht man vielleicht jetzt nicht immer, aber im Wesentlichen wollte ich es einfach mal kurz herzeigen. Wie gesagt, ich bin hier jetzt auf einer neuen Ebene. Nämlich auf dieser Ebene1. Und die Flammen werden jetzt entlang meines Arbeitspfades auf diese Ebene gerechnet. Das kann eben je nach Auflösung und Komplexität dieses Pfades mehr oder weniger lange dauern. In diesem Fall sehen wir, dass Photoshop schon wirklich rechnen muss, aber in einem kurzen Moment sehen wir jetzt auf mein Flammenlogo. Die Spannung steigt quasi ins Unermessliche! Und tata! Gleich sollte es sowei sein. Genau. Und hier sieht man jetzt das Flammenlogo. Ich klicke hier einmal in den Pfaden ins Leere. Und ich habe da jetzt eben diese Ebene mit den Flammen. Wie oft man das braucht, ist natürlich vielleicht eine andere Frage, aber ich blende das einmal aus. Was man aber oft braucht, wenn ich es jetzt einfüge, als Formebene. Ich sage mal "OK". Und jetzt schaut es so aus, als wäre da irgendwie ein Fehler, das ist aber nur deshalb so, weil wenn ich jetzt auf Cmd+T drücke, dann sieht man, dass hier diese Form sehr sehr groß hier in Photoshop angekommen ist. Das macht aber nichts, denn ich kann die Vektoren natürlich kleiner rechnen. Was man aber auch sieht, ist, dass ich jetzt hier dieses MD, also diese Schriftzeichen auch schwarz sind. Die sollen jetzt aber bspw. transparent sein. Und das kann ich so lösen, dass ich hier auf den schwarzen Pfeil klicke. Diese Pfade markiere und jetzt kann ich diesen Modus der Pfade von Formen kombinieren, auf "Vordere Form subtrahieren" stellen. Und jetzt wird von dieser Form dieses M subtrahiert und ich bekomme hier jetzt so ein Loch rein. Das Gleiche kann ich dann hier jetzt hier bei dem D machen. Also "Vordere Form subtrahieren". Und ich habe hier jetzt ein Loch. Und das Schöne ist, dass ich jetzt diese Form einfach sehr sehr flexibel umfärben kann. Das heißt, ich kann hier jetzt wirklich sehr schnell einfach irgendwelche Farben nehmen, die ich jetzt einfach verwenden möchte. Ich kann natürlich hier -- auch die Farbwerte direkt eingeben. So zum Beispiel. Und habe da jetzt die Möglichkeit mit dieser Vektorform, sehr sehr flexibel zu arbeiten und natürlich verschiedenste Operationen, direkt in Photoshop vorzunehmen. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, wenn das hier jetzt eine Formebene ist und wenn ich das jetzt kleiner rechne, zum Beispiel so und dann wieder mittels Cmd+T größer rechne, dass ich hier natürlich keine Verluste habe. Das heißt, dieses Element ist in Photoshop ein Vektor-Element und ich kann damit jetzt wirklich sehr schnell und flexibel arbeiten. Wenn ich jetzt hier das MD weiß haben möchte, kann ich das natürlich auch machen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich nehme mir hier da jetzt einfach ein Rechteck. Ziehe das jetzt da einmal so auf. Mache die Farbe von diesem Rechteck weiß. Und lege dieses Rechteck hier jetzt einfach hinter meine Form. Dann habe ich da jetzt einfach dieses weiße Element hinter meinem MD-Logo eingefügt. Also je nach dem, was man machen möchte, muss man sich immer ein bisschen überlegen, was ist jetzt der richtige Weg, um von Illustrator jetzt nach Photoshop zu gehen. Und im Normalfall wird das wahrscheinlich das Smartobjekt sein oder eben die Formebene, je nach dem, was man eben machen möchte.