Logic Pro X Grundkurs

Vollständiges Projekt exportieren

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Ein fertiggestelltes Projekt kann mit Logic Pro X über den Menübefehl Bouncen exportiert werden. Hierfür stehen vier unterschiedliche Formate zur Verfügung. Ausgeblendete Audiospuren werden dabei nicht berücksichtigt.

Transkript

Unter dem Begriff Bouncen versteht man das Exportieren eines Audioprojektes. Hier gilt aber zu beachten, dass Sie zunächst festlegen sollten, was Sie hier genau bouncen wollen. Zum Beispiel die aktuell gewählte Cycle-Region, oder eben wenn ich das deaktiviere, das gesamte Projekt. Außerdem ist wichtig, dass Spuren, die zum Beispiel ausgeblendet sind, indem sie gemuted sind, dann auch beim Bouncen nicht berücksichtigt werden. Im Wesentlichen wird also diese Outputspur so wie ich eben jetzt meine Projekteinstellungen gerade getroffen habe exportiert. Bouncen können Sie Ihr Projekt entweder hier mit dem Bnce-Button oder aber über den entsprechenden Menübefehl. Ich bin an sich schon zufrieden mit meinem Projekt, deswegen aktiviere ich jetzt mal alle Spuren und schalte noch in diesem LCD hier oben auf Eigene um. Hier kann ich nämlich festlegen, wie lang mein gesamtes Stück überhaupt sein soll. Aktuell steht hier 118 Takte. Das ist mir aber viel zu lang und deswegen kann ich auch hier an das Ende scrollen und finde hier mit diesem Pfeil das eigentliche Ende für mein Projekt. Das kann ich also jetzt hier kürzer ziehen oder aber ich gebe hier oben einen Wert ein. Sagen wir zum Beispiel mal 50 Takte, und verkleinern wir das Ganze auch noch wirklich auf die Länge unseres Projektes. In diesem Fall sind das also insgesamt 20 Takte. Und hier sollte ich darauf achten, dass ich wirklich am Ende nicht jetzt etwas abschneide. Also hier habe ich jetzt nur bis zum Takt 20, und ich möchte das eben bis zum Takt 21 haben. Wunderbar. Wir haben also jetzt die Länge unseres Projektes genau definiert und können zum Bouncen übergehen. Beim Bouncen drücke ich entweder hier die Bnce-Taste oder wähle Ablage oder alle Spuren ersetzen beziehungsweise Projekt oder Abschnitt. Mit Spur auf Festplatte wird die aktuell ausgewählte Spur, also in diesem Fall Dream, mit all ihren Einstellungen exportiert. Möchten Sie zum Beispiel bei einem komplexen Stück ein paar Spuren zusammenziehen, also beispielsweise diese Stimmen und diesen Dream-Synthesizer, so können Sie dies über Ablage Bouncen Damit werde ich jetzt also diese Regionen zwar hier verlieren, aber eben zu einer Gesamtspur zusammenführen. Und das ist ein Schritt, den man vor allem beim Aufräumen eines Projektes sehr oft macht, vor allem auch, wenn Sie das Projekt weitergeben wollen und praktisch einzelne Parts schützen, damit diese eben nicht missbräuchlich von jemandem anderem zum Beispiel weiterverwendet werden. Was uns jetzt interessiert, das ist dieser Befehl Projekt oder Abschnitt. Ich sehe also zu, dass ich wieder nichts hier markiert habe. Ich habe alle Spuren, die ich hören möchte. Ich habe mein Projekt auf die Länge eingerichtet. Und jetzt wähle ich hier einfach den Bnce-Befehl. Dieser Bnce-Befehl gibt mir die Möglichkeit, vier verschiedene Formate zu exportieren, nämlich PCM, das ist die Puls-Code-Methode, und das heißt einfach eine unkomprimierte Version meines Audioprojektes. Dazu kann ich dann auf der rechten Seite, je nachdem was ich hier oben gewählt habe, einige Einstellungen treffen. Ich möchte zum Beispiel mal eine WAVE-Datei exportieren, kann hie die Auflösung noch einstellen, zum Beispiel das Ganze auf 16-Bit umstellen und die Sample-Rate bei 44,1 Kilohertz belassen. Beim Dateityp kann ich nun festlegen, ob es sich bei diesem Stereostück um eine Audiodatei mit linkem und rechtem Kanal handeln soll, das nennt sich Interleaved, oder ob ich einen Split erzeugen möchte, also zwei Dateien. Mit dem Dithering kann ich noch festlegen, dass bei einer Umsetzung zum Beispiel von 24- auf 16-Bit hier mit einem Berechnungsalgorithmus gearbeitet werden soll. Empfehlenswert ist zum Beispiel hier POW-r #2. Ich könnte diesen fertigen Bounce auch meinem Projekt noch zusätzlich hinzufügen. Der Start und das Ende, die habe ich ja vorhin schon definiert, aber ich könnte sie auch von hier aus als Bereiche nochmal festlegen. Das heißt, ich könnte eben auch zum Beispiel nur die ersten vier Takte exportieren, indem ich das von hier oben einstelle. Ich möchte das jetzt nicht in Echtzeit, also mit einem Abspielen machen, sondern offline. Das heißt, das Musikstück wird dabei nicht abgespielt, aber die Berechnung erfolgt entsprechend schneller. Ja, und schließlich gibt es noch eine Option, ob ich das eben Normalisieren möchte. Das bedeutet dann, dass die einzelnen Audiospuren so angepasst werden, dass ich nicht über einen bestimmten Volumewert hier unten komme. Sollten Sie das schon auf Ihre Spuren angewendet haben, so können Sie das natürlich von hier aus auch ausschalten. Oder Sie stellen hier Nur den Übersteuerungsschutz ein und das bedeutet lediglich solche Spitzen, die über diese Null sozusagen hinausragen, die werden normalisiert, also heruntergesetzt. Jetzt kann ich noch ein weiteres Format hinzufügen, zum Beispiel hier MP3, und bekomme andere Einstellungen. Wenn ich es auch als MP3 exportieren möchte, dann klicke ich das hier an, kann hier noch Einstellungen treffen, zum Beispiel für Stereo verwende ich jetzt mal 192 kBit/s und ich könnte auch die variable Bit-Rate, die zu einer etwas kleineren Dateigröße beiträgt, aber etwas rechenintensiver ist, hier aktivieren, und schließlich auch noch die Qualitätseinstellungen. Einige dieser Einstellungen werden Sie vielleicht auch aus iTunes kennen. Sollten Sie auch Metadaten übergeben wollen, können Sie die als ID3-Tags noch hinzuschreiben und hier die Einstellungen dazu treffen. Auch das Apple-intern verwendete AAC-Format, um es zum Beispiel auf iTunes zu veröffentlichen, können Sie von hier aus exportieren. Und wenn Sie ein CD- oder DVD-Laufwerk in Ihrem Mac eingebaut haben, können Sie es auch von hier aus aktivieren und dann eben Ihr gesamtes Projekt auf CD und DVD brennen. Ich deaktiviere das jetzt mal, habe alle meine Einstellungen getroffen, kann die auch nochmals prüfen und ich sehe hier unten, wie lange das in etwa dauern wird und wie viel Speicherplatz das benötigt. Nun klicke ich hier unten auf Bouncen und gebe noch meinen Dateinamen an. Dies wird jetzt automatisch hier in meinem Musik-Ordner unter Logic als Bounces abgelegt. Ich möchte es mal in meinen Projektdateien hier im Kapitel_07 und werde hier einen neuen Ordner anlegen, den nenne ich Bounces, klicke auf Erstellen. Und da gebe ich das jetzt nicht als Output 1-2 aus. So heißt ja meine Outputspur, sondern ich nenne das Ganze jetzt mal Logic_Arrangement, klicke auf Bouncen. Sie sehen wie jetzt eben schneller als Echtzeit dieser Abspielkopf durch das Projekt durchgeht. Und wenn wir jetzt wieder zu unserem Schreibtisch wechseln und die Projektdateien aufrufen, finden wir hier unter den Bounces das MP3 und die WAV-Datei, die die unkomprimierte Audiodatei enthält, die ich mir von hier aus auch sehr einfach anhören kann.

Logic Pro X Grundkurs

Nutzen Sie die Digital Audio Workstation (DAW) Logic Pro von Apple und lernen Sie, wie Sie Ihre Musikproduktion von der Aufnahme bis zur fertig abgemischten Audiodatei umsetzen.

4 Std. 57 min (40 Videos)
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