Canon EOS 700D Grundkurs

Vollautomatik- und Motivprogramme

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Möchten Sie sich ausschließlich um die Gestaltung der Bilder kümmern und die "Technik" weitestgehend der Kamera überlassen? Dann verrät dieser Film, warum Sie mit den Motivprogrammen und den Vollautomatikmodi bestens bedient sind.
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Transkript

Die 700D bietet unglaublich viele Einstellmöglichkeiten, und gerade für Einsteiger ist es oft etwas verwirrend und unübersichtlich, was man mit welcher Kombination zu welchem Zweck kombinieren sollte, müsste oder darf, um zu tollen Bildern zu kommen. Für den Einsteiger gibt es aus diesem Grund ganz unterschiedliche Belichtungsprogramme, die ihn quasi Schritt für Schritt von der Vollautomatik bis hin zum manuellen Einstellen führen, so dass Sie als Einsteiger in die Fotografie mit Ihrer digitalen Spiegelreflexkamera sich zunächst mal nur um die Gestaltung des Bildes kümmern dürfen, um dann anschließend Schritt für Schritt den Modus, den Schwierigkeitsgrad der Einstellung immer etwas zu erweitern, so dass Sie dann ganz am Schluss in der Lage sind, alles manuell einzustellen. Am Modus "Wahlrad", der Einsteigermodus. Das ist der grün unterlegte für die "automatische Motiverkennung" — Canon nennt das so. Ich würde da vielleicht von einer Vollautomatik oder dem Rundumsorglospaket sprechen wie auch immer, der Name ist völlig egal. Hier können Sie sich voll auf das Motiv konzentrieren. Suchen Sie sich den passenden Bildausschnitt. Wenn Sie ein Zoomobjektiv haben, können Sie das mit dem Drehen am Zoomring machen. Sie können natürlich auch gucken, ob ein niedrigerer Standpunkt oder ein höherer Standpunkt für das Bild besser wäre. Und volle Konzentration auf das Motiv! Alles andere nimmt Ihnen dieses Programm "Automatische Motiverkennung" ab. Sie brauchen nur noch auszulösen und hinterher Ihr tolles Bild zu bewundern. Bei dem Programm "Automatische Motiverkennung" ist der Blitz zugeschaltet. Das heißt, wenn zu wenig Licht ist, dann fährt der Blitz aus, und es wird eine Aufnahme mit Blitz entstehen. Das ist nicht immer erwünscht. Darum drehen Sie einmal am Wahlrad und Sie kommen zu einem Programm, bei dem der Blitz deaktiviert ist. Das heißt, hier wird eine Belichtung bei wenig Licht durch eine längere Belichtungszeit erstellt, aber ohne Blitz. Es gibt Situationen, wenn Sie eine Nachtaufnahme von einer Stadt machen, da macht es beispielsweise überhaupt keinen Sinn zu blitzen, weil die Reichweite des Blitzes gar nicht weit genug reicht, um auf große Distanz irgendetwas aufzuhellen. Vielleicht haben Sie auch einen Vordergrund, den Sie nicht anblitzen möchten. Auch da würde es stören. Das ist praktisch schon die nächste "Schwierigkeitsstufe" hier: "Blitz ausgeschaltet". Dann kommt ein Programm, das Canon "Kreativautomatik" nennt. Das heißt, hier liegt der Schwerpunkt natürlich noch auf sehr vielen automatischen Einstellungen. Sie haben aber darüber hinaus die Möglichkeit, ein bisschen Einfluss zu nehmen, wie die Bilder aussehen werden. Sie gehen hier auf die "Quick-Taste" und sehen, Sie haben die Möglichkeit, entweder "Einzelbild" zu wählen oder "Serie". Dann können Sie auf den Blitz Einfluss nehmen: soll er eingeschaltet sein oder ausgeschaltet. Hier haben Sie die freie Wahl: "automatischer Blitz" oder "eingeschaltet", oder "ausgeschaltet". Dann gibt es hier noch die Möglichkeit, den Hintergrund unscharf oder scharf zu gestalten. Das heißt, wenn Sie hier auf der Skala nach links gehen, wird der Hintergrund unschärfer. Gehen Sie auf der Skala nach rechts, wird der Hintergrund schärfer. Das ist das, was Sie, wenn Sie ein bisschen erfahrener sind wissen, nämlich dass das über die Einstellung der Blende geregelt wird. Hintergrund unschärfer geöffnete Blende, soll der Hintergrund schärfer werden — geschlossene Blende. Damit Sie als Beginner bei den Begrifflichkeiten nicht so viel überlegen müssen: "Was war das jetzt noch? Blende auf oder Blende zu?", gibt es hier diese Einstellung; Sie können dann, wenn Sie ein Bild mit dieser Technik gemacht haben, in den Daten, die die Kamera einspielt und auch speichert, sehen, welcher Blendenwert es tatsächlich war. Und so können Sie sich Schritt für Schritt an eine verbesserte Aufnahmetechnik herantasten. Dann gibt es hier vier Motiv-Programme, die für unterschiedliche Motivbereiche praktisch schon konfiguriert sind. Denn, wenn Sie Porträts machen möchten, haben Sie an die Gestaltung des Bildes, an die technische Gestaltung, andere Anforderungen, als beispielsweise bei einer Landschaftsaufnahme, einer Nahaufnahme oder einer Sportaufnahme. Bei einer Sportaufnahme möchten Sie im Allgemeinen die Bewegung, die schnelle Bewegung scharf abgebildet wissen, das heißt, Sie brauchen eine sehr kurze Verschlusszeit. Bei einem Porträt kommt es eher darauf an, dass der Hintergrund unscharf ist, hier brauchen Sie also eher eine offene Blende. Hier sehen Sie noch "Standardeinstellungen" für unterschiedliche Optionen ich gehe da mal rein. Hier haben Sie eine "Farbtemperatur Auswahl", das heißt, Sie nehmen darauf Einfluss, welches Licht vorherrscht. Es gibt eine "Automatik", Sie können aber auch noch ein bisschen variieren. So können Sie dann mit diesen vier Programmen, je nachdem, was Sie fotografieren... Ich stelle mal "Portrait" ein oder Landschafts- oder die Nahaufnahme. Dann gibt es noch drei "Szene"-Modi. "Nachtportrait". Hier wird, damit der Hintergrund richtig belichtet ist, eine lange Belichtungszeit verwendet. Damit aber der Vordergrund, weil Sie ja ein Portrait machen möchten, nicht im Dunkeln versinkt, wird der Blitz zugeschaltet. Damit der Hintergrund scharf abgebildet wird, sollten Sie auf jeden Fall ein Stativ verwenden — das wird hier auch eingeblendet. Wenn Sie hier draufklicken und dann oben noch mal draufklicken, dann sehen Sie die beiden anderen Optionen. "Nachtaufnahmen ohne Stativ" bedeutet: Sie sollten die Kamera sicher in der Hand halten. Dann werden vier Belichtungen unmittelbar hintereinander gemacht, die dann Kamera-intern zu einem möglichst optimalen und scharfen Bild verrechnet werden sollen. Die letzte Option in dieser Reihe ist die HDR-Gegenlichtaufnahme. HDR ist ein hoher Motivkontrast, der überbrückt werden soll, und wenn Sie sich vorstellen, dass jetzt hinter mir beispielsweise die Sonne untergeht, dann wäre ich ja im Gegenlicht. Sie hätten also hinten die helle Sonne, hier wahrscheinlich ein eher dunkles Gesicht. Wenn Sie sich jetzt die Scheinwerfer, die mich doch hell beleuchten, wegdenken, dann hätten Sie einen hohen Motivkontrast. Damit der überbrückt wird, gibt es diese HDR-Gegenlichtfunktion, da werden drei Aufnahmen in Folge gemacht. Eine Aufnahme, um die Sonne möglichst gut zu belichten — sehr hell also — mit einer geringen Belichtung, das heißt, kurze Belichtungszeit, kleine Blendenöffnung. Dann wird eine Aufnahme für die Mitteltöne gemacht und eine dritte Aufnahme für die dunklen Töne. In diesem Beispiel, das ich hier konstruiert habe, wäre dann mein Gesicht im Gegenlicht relativ dunkel, das heißt, das wäre eine sehr lange Belichtung. Bei dieser dritten Belichtung wäre die Sonne dann natürlich noch sehr, sehr viel heller als auf den ersten beiden Bildern. Und die drei Bilder werden dann Kamera-intern miteinander verrechnet, um daraus eine optimale Einstellung zu generieren. Die Einstellung ist sicherlich ganz praktisch, und es ist besser sie zu haben, als sie nicht zu haben. Ich habe ein paar Testaufnahmen damit gemacht. Es mag an meinen Motiven gelegen haben, aber ich fand die Farben sehr, sehr quietschig. Es besteht natürlich immer noch die Möglichkeit, dies in der Software dann ein bisschen zurückzuschalten. Unbearbeitet finde ich diese HDR-Gegenlichtaufnahme nicht so toll, aber mit zurückgenommener "Sättigung" dann in der Bildbearbeitung ist sie sicherlich sehr viel besser, als wenn man selber drei einzelne Aufnahmen zusammensetzt und dann gestaltet. Sie sehen also, für den Einsteiger gibt es viele verschiedene Programme und Belichtungsmodi, um zu tollen Bildern zu gelangen. Probieren Sie die Programme doch mal aus! Vielleicht nehmen Sie sich einen Tag Zeit und sagen: "Ich widme mich jetzt mal nur der Nahaufnahme, oder nur der Landschaft", oder Sie sagen: "Ich mache heute einen Fototag, ich probiere das alles aus", und dann schauen Sie sich die Bildergebnisse an. Sie werden sehr schnell feststellen, mit welchen Programmen Sie am besten zurechtkommen.

Canon EOS 700D Grundkurs

Lassen Sie sich die Bedienung Ihrer EOS 700D vom ersten Einschalten der Kamera bis hin zum richtigen Belichten erklären und erfahren Sie, wie Sie Ihre Kamera gekonnt einsetzen.

3 Std. 33 min (37 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.11.2013

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