VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

vMotion optimieren

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
In vSphere 6 können Sie VMs im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Hosts verschieben. Die dafür verantwortliche Technik nennt sich vMotion und wird Ihnen in diesem Video ausführlich vorgestellt.
09:50

Transkript

In vSphere 6 können Sie VMs im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Hosts verschieben. vMotion heißt diese Technik, und diese Technik wird auch von Storage-DAS und anderen Funktionen von vSphere verwendet, wenn es notwendig ist, VMs zu verschieben. Bei diesem Vorgang wird auch der Arbeitsspeicher der VM verschoben, so dass die Anwender nicht von ihren Serveranwendungen getrennt werden, nur weil eine VM zwischen verschiedenen Hosts übertragen wird. Damit vMotion optimal funktioniert, müssen Sie allerdings einige Einstellungen vornehmen, vor allem bezüglich der Netzwerkadapter. In vSphere 6 können Sie zusätzlich noch über vMotion VMs zwischen verschiedenen Rechenzentren und Clustern verschieben. Zusätzlich können Sie in vSphere 6 mit vMotion auch eine Migration von VMs zwischen verschiedenen Netzwerken durchführen. Das trägt die Bezeichnung Cross vSwitch vMotion. Sie haben hier also generell Möglichkeiten, auch einen Wechsel von Standardswitches zu virtuellen verteilten Switches durchzuführen, und natürlich auch umgekehrt. Beim Migrieren einer VM zwischen den verschiedenen Netzwerken, die Sie auch hier im vSphere-Client verwalten können, wird natürlich die IP-Adresse des virtuellen Gastbetriebsystems nicht verändert. Für vMotion ist es aber sehr wichtig, dass die Quellenhosts als auch die Zielhosts natürlich gemeinsam Zugriff auf den Datenspeicher haben, auf dem die VMs gespeichert sind, hier arbeiten Sie dann entweder mit einem SAN oder Sie nutzen Storage-DAS, um zum Beispiel die verschiedenen Datenspeicher im Netzwerk zu einem gemeinsamen Cluster zusammenzufassen. Um vMotion zu nutzen, müssen Sie für die einzelnen virtuellen Netzwerke -- ich wechsel jetzt mal die virtuelle Netzwerkansicht -- Portgruppen definieren, welche so konfiguriert sind, dass diese vMotion unterstützen. Sie können hier verschiedene Einstellungen für die Portgruppen aktivieren, und Sie können natürlich auch für virtuelle Switches eine neue Portgruppe erstellen, die Sie dann speziell für vMotion nutzen. Natürlich müssen Sie für die einzelnen Hosts auch darauf achten, dass Sie ein entsprechendes Netzwerk, ein VMkernel-Netzwerk, für vMotion zur Verfügung gestellt haben. Ich erstelle jetzt hier ein neues Netzwerk zum Beispiel jetzt hier auf diesem Host, einen VMkernel, und hier kann ich jetzt festlegen, was möchte ich denn gerne verwenden? Ich kann jetzt hier entweder eine Standardswitch erstellen oder eine vorhandene Switch verwenden, abhängig davon, was ich jetzt hier diesem Host zugewiesen habe, konfiguriert habe, ist diese Funktion natürlich hier nicht ideal, da hier verschiedene Netzwerke, auch der VMkernel, die gleichen Netzwerkadapter nutzt. In einem produktiven Netzwerk ist es empfehlenswert, dass Sie für vMotion unter Umständen eigene Netzwerkadapter verwenden, vor allem dann, wenn Sie häufiger VMs verschieben oder DAS nutzen, da nur dann die Leistung optimal zur Verfügung gestellt werden kann. Sie können festlegen, ob diese Portgruppe, die Sie hier erstellen, den VMkernel, beziehungsweise das VMkernel-Netzwerk, nutzen kann, und hier auch vMotion aktiviert ist. Ich nenne daher dieses Netzwerk auf diesem Host auch gleich "vMotion", und möchte es nur für vMotion nutzen. Das Ganze ist natürlich jetzt keine ideale Konfiguration, wie gesagt, hier wird das virtuelle Netzwerk auf diesen Servern nur mit diesen beiden physischen Adaptern verbunden. In produktiven Netzwerken ist es natürlich sinnvoll, hier eigene Adapter für dieses VMkernel-Netzwerk für vMotion zu verwenden. Ich kann jetzt noch IP-Adressen manuell vergeben, oder auch das ganze bei DHCP, je nachdem, wie ich das Ganze konfiguriert habe. Danach wird das Netzwerk angelegt und steht auf dem Host zur Verfügung, wird auch hier entsprechend benannt, und das Ganze ist jetzt also bereit für vMotion, und wenn vMotion genutzt wird, entweder durch DAS oder durch Storage-DAS, beziehungsweise manuell von mir, wenn ich einen virtuellen Server migriere, dann wird dieses Netzwerk verwendet. Produktiv, wie gesagt, nutzen Sie möglichst mehrere physische Netzwerkadapter, die nur für vMotion genutzt werden. Wenn Sie, so wie hier in dieser Beispielkonfiguration, mit einer Standardswitch arbeiten, achten Sie darauf, dass die VMkernel-Namen und die Bezeichnungen der Portgruppen, die Sie verwenden, auf allen beteiligten Hosts, die vMotion nutzen, identisch sind. Unterscheiden sich die Namen und Bezeichnungen, kann es bei Migrationen über vMotion zu Fehlermeldungen kommen. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass hier diese beiden Netzwerkadapter nur von der Portgruppe "VMkernel Port vMotion" genutzt werden, können Sie in den Eigenschaften auch festlegen, dass für die Portgruppe eine NIC-Gruppierung stattfindet, das heißt, Sie können hier festlegen, dass die beteiligten Netzwerkadapter hier in diesem Bereich für den Lastenausgleich verwendet werden, oder für Failover, das Ganze können Sie hier entsprechend konfigurieren, Sie können hier auch die Switches benachrichtigen lassen, wenn diese die Funktion unterstützen, Sie können einen Failback konfigurieren, wenn Sie die Failover-Ermittlung nutzen, und können jetzt hier festlegen, dass die Reihenfolge eben so verwendet wird, wie Sie diese gerne haben möchten. Wenn Sie also eigene aktive Netzwerkadapter auf dem Host für vMotion nutzen, können Sie über die Registerkarte "NIC-Gruppierung" eine Optimierung vornehmen, und hier zum Beispiel über den Lastenausgleich sicherstellen, dass möglichst immer die schnellste Netzwerkadapterkonfiguration verwendet wird, und können hier also eine deutliche Leistungssteigerung konfigurieren. Die wichtigste Leistungssteigerung erreichen Sie dadurch, indem Sie für das vMotion-Netzwerk, das Sie auf einem Host anlegen, idealerweise eigene physische Netzwerkadapter verwenden, mindestens zwei, teilweise mehr, wenn Sie mehrere VMs gleichzeitig verschieben möchten. Besonders sinnvoll ist natürlich vMotion dann, wenn Sie verteilte virtuelle Switches verwenden, ich wechsle dazu zurück in meine Netzwerke. Ich habe hier dieser verteilten Switch -- deshalb wurde diese im Assistenten noch nicht angezeigt -- noch keinen Host hinzugefügt. Wenn Sie hier natürlich die Hosts entsprechend hinzufügen und einen verteilten Switch erstellen, dann können Sie natürlich hier noch mehr Einstellungen vornehmen, zum Beispiel jetzt hier für das Netzwerk, das Sie hier vorgenommen haben, können Sie über "Teaming und Failover" ebenfalls ein Teaming aktivieren, und zwar auf Basis der verwendeten Uplinks, die hier für die virtuelle verteilte Switch zur Verfügung stehen. Der Vorteil dabei ist, dass automatisch alle Hosts, die diese verteilte Switch nutzen, diese Einstellungen hier nutzen können und dadurch auch von der verbesserten Leistung im Teaming und Failover profitieren. Wenn Sie eine VM mit vMotion verschieben, oder wenn Storage-DAS eine VM mit vMotion verschiebt, dann wird im ersten Schritt der Arbeitsspeicher auf den Zielhost übertragen. Alle Änderungen, die jetzt auf der Quell-VM vorgenommen werden, speichert vMotion in einer Datei, bis der komplette Server auf den Zielhost übertragen wurde, und überträgt danach diese Datei. Dadurch ist sichergestellt, dass die VM auf dem Zielhost den gleichen Status besitzt wie auf dem Quellhost. Hier ist aber auch klar, dass besonders wichtig ist, dass die Netzwerkleistung zwischen den beiden Hosts möglichst ideal ist, das heißt, sorgen Sie dafür, dass die Netzwerkverbindungen zwischen den Hosts möglichst schnell sind. Wenn sie vMotion nicht nur aus Ausfallgründen nutzen wollen, sondern im täglichen Betrieb, zum Beispiel durch DAS, achten Sie darauf, dass mehrere physische Netzwerkadapter entsprechend konfiguriert sind. Verwenden Sie möglichst verteilte virtuelle Switches, und erstellen Sie eine entsprechende Konfiguration für den Lastenausgleich. vMotion akzeptiert in vSphere 6 Latenzzeiten von 150 Millisekunden. Die Bezeichnung dafür ist Long Distance vMotion, und ermöglicht also auch das Verschieben von VMs zwischen verschiedenen Rechenzentren, zum Beispiel über WAN-Leitungen. Lassen Sie uns noch einmal zusammenfassen. vMotion ermöglicht das Verschieben von VMs im laufenden Betrieb. In vSphere 6 sogar über verschiedene Datenzentren und Netzwerke und Rechenzentren hinweg, allerdings ist hier besonders wichtig, dass die Konfiguration der Netzwerke ideal vorgenommen wurde. Verwenden Sie am besten eine verteilte Switch. Weisen Sie alle Hosts dieser verteilten Switch zu, die Sie in vMotion nutzen wollen. Verwenden Sie als Portgruppe idealerweise eigene physische Netzwerkadapter speziell für vMotion, und erstellen Sie auf den jeweiligen Hosts eigene VMkernel-Netzwerke, die dann entweder nur die verteilte Switch nutzen mit dem jeweiligen physischen Netzwerkadapter, oder zumindest hauptsächlich.

VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

Lernen Sie, wie Sie vSphere 6/ESXi 6 verbessern und die Leistung Ihrer Hosts und VMs steigern.

3 Std. 1 min (24 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Hersteller:
Software:
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:29.08.2016

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!