Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Visuelle Vorschau & Deflickern, Teil 1

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Berechnen Sie in LRTimelapse zunächst eine visuelle Vorschau der Zeitraffersequenz. Davon ausgehend gleichen Sie mit der Funktion Visual Deflicker auch minimale Helligkeitsunterschiede oder Flackern zwischen den Frames aus. 
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Transkript

Zurück in LRTimelapse befinden wir uns auch hier wieder auf dem Stand, wo wir das Progamm zum letzten Mal geöffnet hatten. Auch LRTimelapse blieb natürlich die ganze Zeit geöffnet. Wie gesagt, LRTimelapse und Lightroom arbeiten hier die ganze Zeit zusammen, deshalb sollten beide Programme auch ständig geöffnet bleiben. Wir haben ja jetzt die Metadaten von Lightroom überschrieben, das heißt, Lightroom hat die Anpassungen, die wir gemacht haben, in die Metadaten der Dateien reingeschrieben und genau das müssen wir jetzt hier einmal in LRTimelapse laden. Das heißt, der nächste Schritt ist hier der Reload-Button, wo ich einmal draufdrücke und dann lädt LRTimelapse diese Anpassungen jetzt hier rein. Wir sehen auch sofort, der Rahmen hat sich verändert. LRTimelapse hat also direkt erkannt, dass ich auch das Bildformat geändert habe zu 16:9 und sehe jetzt hier genau den Ausschnitt, den ich gewählt habe. Als Nächstes gehen wir jetzt auch hier wieder die einzelnen Buttons durch und diese Funktion vollführt LRTimelapse auch vollautomatisch, da haben wir gar nicht die Möglichkeit, groß einzugreifen, aber genau das ist ja der große Vorteil und das große Alleinstellungsmerkmal auch dieser Software. Als Nächstes geht es also um die Auto Transition. In diesem Schritt wird LRTimelapse die Bearbeitungsschritte, die wir gerade gemacht haben, automatisiert auf alle Zwischenbilder anwenden, die wir jetzt nicht explizit bearbeitet haben. Wir sehen dort kurz eingeblendet die ganzen Kurven und das war es auch schon. Das funktioniert, wie gesagt, alles vollautomatisch im Hintergrund und der nächste Schritt, der spannende Schritt, ist jetzt das Visual Preview. Dadurch dass wir mit DNG-Dateien gearbeitet haben, ist es LRTimelapse möglich, die Bearbeitungsschritte, die wir gerade nur auf unsere 15 Keyframes angewendet haben, auf alle Bilder anzuwenden und als Vorschaubild anzuzeigen. Das bedeutet, wir können, noch bevor wir den Zeitraffer final rendern, hier in unserem Vorschaufenster eine Vorschau dessen sehen, wie der Zeitraffer bearbeitet aussehen wird. Und genau das werden wir jetzt einmal machen. Ich gehe also hier auf Visual Preview. Das wird dann einmal vorbereitet und jetzt beginnt LRTimelapse damit, die Vorschauen zu berechnen. Wir sehen, das Vorschaubild ändert sich. Es sieht jetzt direkt so aus wie das, was wir gerade bearbeitet haben. Der Nachteil dieser Funktion ist allerdings, dass sie sehr zeitintensiv ist. Das Rendern der Vorschaubilder kann ziemlich lange dauern. Je nachdem, wie schnell Ihr Computer ist, kann das auch einige Stunden dauern. Das muss Ihnen bewusst sein. Aber dafür erreichen wir auf diese Art und Weise natürlich das Maximum an Bildqualität aus unserer Sequenz. Und wenn wir natürlich schon draußen unterwegs sind, mit einer großen Kamera so eine Sequenz aufnehmen, dann wollen wir natürlich auch genau das. Und da müssen jetzt diese paar Minuten oder auch diese paar Stunden an Wartezeit einfach einkalkuliert werden, um da die Möglichkeit zu haben, den Zeitraffer wirklich in seiner Vollendung vorher schon beurteilen zu können, um dann eventuelle Anpassungen noch vornehmen zu können. Mittlerweile hat der Computer die Berechnung der Vorschaubilder abgeschlossen und jetzt sind wir in der Lage, uns zum ersten Mal unseren Zeitraffer mit den Bearbeitungen in der Vorschau anzuschauen. Wir sehen natürlich sofort, im Vergleich zur vorherigen Vorschau, die Bearbeitung holt wirklich noch einiges aus dem Zeitraffer raus, das Ganze wirkt sehr viel lebendiger, viel farbenfroher, auch viel dramatischer und wir sehen auch, wie schön sich jetzt die Farbe im Himmel macht, was wir vorhin noch angeglichen haben, durch den zusätzlichen Magentaeinschlag für den Himmel. Das Ganze sieht jetzt also wirklich sehr, sehr hübsch aus. Gleich gehen die Lichter der Stadt wieder an. Da sehen wir es, wird langsam heller, die Sonne geht unter und insgesamt ist die Sequenz so schon wirklich nett anzusehen. Was jetzt als Nächstes geschieht, ist auch der letzte Schritt der Bearbeitung, bevor wir das Video dann tatsächlich rendern können. Und das ist das sogenannte visuelle Deflickern, hier Visual Deflicker, der letzte Button, den wir noch zur Verfügung haben. Wenn wir da einmal draufgehen, bekommen wir dieses neue Fenster hier. Ich mache die Vorschau mal etwas kleiner, damit man hier wirklich alle Einstellungen sehen kann. Was da passiert, ist, wir bekommen eine zusätzliche grüne Kurve, die sich über unsere vorhandene magentafarbene Kurve der Helligkeiten legt. Das Deflickern sorgt jetzt dafür, dass minimalste Helligkeitsunterschiede zwischen den einzelnen Bildern noch angeglichen werden und so wirklich ein vollkommen sauberer Übergang stattfindet. Diese minimalen Unterschiede können zum Beispiel daher rühren, dass mit nicht offener Blende gearbeitet wurde oder dass es einfach in den Einstellungen der Kamera minimale Unterschiede gibt. Denn selbst wenn Sie Ihre Kamera auf beispielsweise eine 2000stel-Sekunde einstellen, so wird diese Zeit nie zu 100 Prozent präzise erreicht, sondern es gibt minimalste Abweichungen, die vielleicht nur im Bereich von 1000stel-Sekunden liegen, aber in einem Zeitraffer dann doch sichtbar werden, dadurch dass die Bilder in schneller Abfolge hintereinander gezeigt werden. Und genau das kann das Deflickern verhindern. Und wir können hier in der Vorschau nämlich gut sehen, dass es hier auf der magentafarbenen Kurve beispielsweise noch einen kleinen Hügel gibt. Genauso gibt es hier ein paar Abstufungen, hier gibt es noch einen kleinen Hügel und das sind Sachen, die jetzt durch das Deflickern verhindert werden. Wenn wir jetzt diesen Slider hier ziehen, dann können wir den Grad des Deflickerns anpassen. Das Wichtige hierbei ist jetzt, dass der generelle Helligkeitsverlauf der Sequenz beibehalten werden sollte und nur diese kleinen Ausreißer verhindert werden. Denn die Sequenz selber wird ja so ganz langsam dunkler und am Ende wird es stärker dunkel. Diesen natürlichen Helligkeitsverlauf des Sonnenuntergangs wollen wir natürlich beibehalten. Denn wenn wir jetzt das Deflickern auf Anschlag ziehen, dann bekommen wir fast schon eine Gerade. Das bedeutet, dass die ganzen Helligkeitsunterschiede auch am Ende so stark ausgeglichen werden, dass sich die Helligkeit in unserer Sequenz eigentlich gar nicht verändert. Aber natürlich, durch den Sonnenuntergang, muss sie sich verändern. Deshalb stellen wir das Deflickern jetzt nur auf einen Wert ein, wo der generelle Verlauf dieser magentafarbenen Kurve beibehalten wird, aber die kleinen Ungleichheiten ausgeglichen werden -- ungefähr hier. In dem Moment, wo ich jetzt hier auf Apply klicke, wird noch einmal eine neue visuelle Vorschau erstellt, die genau diese Änderung bereits wieder enthält. Dann kann ich das Ganze noch einmal kontrollieren und wenn es mir dann immer noch nicht gefällt, kann ich das Ganze auch noch refinen, also verfeinern. Die Einstellungen hier auf der rechten Seite, können einfach bei Default belassen werden, das passt in der Regel ganz gut. Und ich klicke jetzt also auf Apply und lasse LRTimelapse noch einmal neue Vorschauen rechnen. Sie können auch sehen, dass nicht alle Bilder neu berechnet werden. Die Bilder, die im Visual Preview bereits so genau auf die Kurve gepasst haben, dass sie nicht deflickert werden müssen, die bleiben einfach erhalten, und so rechnet LRTimelapse jetzt neue Vorschaubilder nur für die Bilder, die in ihrer Helligkeit noch mal angepasst wurden, im Endeffekt also eben nicht mehr die volle Sequenz, nicht mehr alle 900 Bilder, sondern nur noch die paar, die jetzt hier auf der magentafarbenen Kurve noch fehlen.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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