Apache Webserver Grundkurs

Virtuellen Host anlegen

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Das Anlegen eines virtuellen Hosts dient dazu, mehrere unabhängige Websites über einen einzigen Port zu veröffentlichen. Dieses Video erläutert detailliert die Vorgehensweise, um dies zu bewerkstelligen.
06:40

Transkript

Eine Möglichkeit, um mehr als eine Seite über den Port 80 in die weite Welt zu tragen, ist die, dass Sie virtuelle Hosts anlegen. Und zwar namensbasierte virtuelle Hosts. Und ich möchte Ihnen hier zeigen, was Sie dafür beachten und wie Sie vorgehen können. Bei Ubuntu ist es so, dass die Konfigurationen für virtuelle Hosts unter /etc/apache2/sites-available liegen. Und wenn ich mir das Ganze anschaue, so sehe ich, dass ich hier schon Einiges liegen habe. Und zwar habe ich hier die Virtualisierung liegen, die von Ubuntu selbst schon bereit gestellt wird. Und hier dazugefügt habe ich jetzt eine eigene Virtualisierung. Die Virtualisierung hört auf die Konfiguration und auf den Konfigurationsnamen meins.conf. Nur bevor ich jetzt näher auf die Konfiguration eingehe, zeige ich Ihnen noch, wie jetzt die Strukturen in dem Verzeichnis ausschauen, das von einem Webserver gezeigt wird. Und zwar wechseln wir jetzt nach varwww. Und wenn wir hier jetzt mit ls schauen, dann sehen Sie, dass wir nicht nur das Verzeichnis html für unseren normalen Server haben, sondern dass ich jetzt hier ein zweites Verzeichnis angelegt habe mit dem Namen meins. Und das passt zu dieser meins Konfiguration dazu. Die Konfigurationsdatei selber, die schauen wir uns gemütlich hier über die graphische Oberfäche an, weil wir ja nichts mehr drin verändern müssen oder nichts drin verändern wollen. Das heißt, wir müssen zu unserem Rechner. Die Konfigurationen liegen in etc/apache. Und jetzt eben in sites-available. Und wenn wir uns die Datei anschauen, so ist sie von Aufbau her eine sehr klassische Datei. Dadurch, dass es sich um einen virtuellen Host handelt, wird das hier oben gleich deutlich gemacht und zwar geht es um einen virtuellen Host, der auch über den Port 80 hereinkommt. Sternchen steht für IP-Adresse. Dann habe ich einen eigenen Servernamen. Mein Server soll jetzt heißen meinserver. Und der ServerAdmin ist webmaster@localhost. Und hier habe ich jetzt mein DokumentRoot eingetragen. Mein DokumentRoot liegt innerhalb von var und www und heißt meins. Das heißt, alle Seiten, die jetzt unterhalb von meins liegen, werden automatisch mit diesem virtuellen Host verbunden. Und dann habe ich für mein Verzeichnis auch noch ein paar sehr, sehr grundlegende Regeln geklärt. Und zwar, von den Optionen her lassen Sie uns das schnell mal durchschauen. Darin habe ich dafür gesorgt, dass Direktiven möglich sind, wo eben der Inhalt als Index dann ausgegeben werden kann, dass die Möglichkeit besteht, symbolischen Links zu folgen. Und hier hinten habe ich jetzt noch eine Einstellung dazu getan- MultiViews-die ist eine Geschmacksfrage. MultiViews sorgt dafür eigentlich ziemlich geschickt, dass vergleichbare Seiten ausgegeben werden, wenn sie nicht ganz richtig geschrieben sind. Das heißt, da lässt man den Apache so ein bisschen auch raten, soweit er das kann. Und das heißt, ähnliche Seiten werden eventuell dann noch mit ausgegeben. Dann haben wir hier eine AllowOverride Direktive, mit AllowOverride None. AllowOverride None sorgt dafür, dass in einer eventuell aufkommenden htaccess Datei nicht über das Verzeichnis drüber Direktiven getroffen werden können oder eingesetzt werden können. Und Order allow, deny sorgt dafür, dass das Verzeichnis benutzt, bzw. ausgelesen werden kann und zwar von allen. Dann schließt sich das Directory wieder. Dann gibt's noch Einträge zu den Logdateien, da habe ich nicht viel verändert. Dann habe ich hier dafür gesorgt, dass die Serversignatur in dem Fall jetzt eingeschaltet wird und herunten schließe ich wieder die Abteilung für den virtuellen Host. Das ist eigentlich alles, was ich hier eingetragen habe. Ich schließe jetzt wieder. Es gibt noch einen kleinen Eintrag, der jetzt vielleicht nicht so auffält. Aber ich möchte meinen Server mit meinem Server ansprechen und nicht mit localhost. Und da habe ich dann ebenfalls noch einen Eintrag gemacht, und zwar in etc/hosts. Das heißt, ich gehe auf den Rechner, gehe in meinen etc Ordner, und da gibt's ganz, ganz, weit unten eine Datei, die heißt eben etc hosts. Und in dieser etc hosts stehen die Hostnamen drinnen. Und hier habe ich neben localhost testhalber jetzt noch meinen Server dazu getan. Mein Server heißt meinserver. Und mit all diesen Voreinstellungen habe ich jetzt die besten Voraussetzungen, dass ich meinen virtuellen Host aktivieren kann. Und um meinen virtuellen Host zu aktivieren, gibt es einen eigenen Befehl, und zwar geht es bei diesem Befehl darum, dass die Seite quasi initialisiert wird. Der Befehl beginnt mit sudo und ähnlich wie bei Modulen ist das Aktivieren einer Seite erreichbar durch den Befehl a2 für den Apache. Nur jetzt eben ensite. Und da braucht's meine Konfigurationsdatei. Wenn ich mich jetzt nicht verschrieben habe, sollte das alles klappen. Allerdings muss ich jetzt wieder einmal den Apache-Service neu starten. Das ist immer besonders spannend. Das heißt, ich sage sudo service apache2 reload Der apache2-Server wird neu geladen. Und wenn jetzt alles tatsächlich so funktioniert hat, wie ich mir das vorstelle, müsste ich mit dem Aufruf von meinserver tatsächlich meinen Server erreichen. Zum Beweis habe ich hier "Das ist die Index von Meins". Sie sehen, es bedarf nur wenig, um einen virtuellen Host einzurichten. Er bekommt eine eigene Konfigurationsdatei. Nur diese liegt eben nicht mehr unter apache2 direkt, sondern liegt unter apache2/sites-available und hat dort dann seine eigene Konfigurationsdatei. Und mit welchen Direktiven Sie diese Konfigurationsdatei jetzt befüllen, bleibt dann ganz Ihnen überlassen.

Apache Webserver Grundkurs

Lernen Sie, wie Sie den Apache für den Einsatz als Web- und Test-Server installieren und konfigurieren.

3 Std. 50 min (42 Videos)
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Apache HTTP Server Apache Webserver 2.4
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Erscheinungsdatum:09.10.2014
Aktualisiert am:17.03.2015

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