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Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Virtuellen Computer anpassen

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Im Kontextmenü eines bereits bestehenden virtuellen Computers lässt sich dessen Verhalten festlegen. Dabei können verschiedene Einstellungen an individuelle Vorstellungen angepasst werden.
08:52

Transkript

Wenn Sie Hyper-V auf einem Server installiert und den Hyper-V-Manager gestartet haben, steht der Virtualisierungshost im linken Bereich zur Verfügung. Hier sollten auch keine Fehlermeldungen stehen; dann können Sie über das Kontextmenü neue virtuelle Server über den Assistenten erstellen. Wie sich der Hyper-V-Host bei allen virtuellen Servern, die Sie erstellen, verhält, stellen Sie in den Hyper-V-Einstellungen ein. Über das Kontextmenü eines erstellten virtuellen Servers können Sie über "Einstellungen" wiederum das Verhalten des virtuellen Servers nur für diesen einzelnen Server festlegen. Ich zeige Ihnen in diesem Video, welche Einstellungen hier eine besondere Rolle spielen und wie Sie diese anpassen. Ich gehe nicht umfassend auf die einzelnen Optionen ein, sondern zeige Ihnen lediglich einen Überblick, welche Einstellungen es gibt und was diese für eine Rolle spielen. Zunächst ist der Bereich "Hardware hinzufügen" wichtig. Hier legen Sie fest, ob Sie einen SCSI-Controller, eine zusätzliche virtuelle Netzwerkkarte oder eine ältere Netzwerkkarte bzw. einen virtuellen Fibre Channel Adapter hinzufügen wollen. Wenn man die Grafikkarte des virtuellen Servers in einen entsprechenden Treiber installiert hat und dieser die Funktion unterstützt, können Sie hier auch RemoteFX hinzufügen. Das spielt für virtuelle Server allerdings keine Rolle, sondern lediglich für virtualisierte Arbeitsstationen. Damit Sie diese Funktion nutzen können, müssen Sie allerdings eine entsprechende Grafikkarte kaufen, die diese Funktion unterstützt und den entsprechenden Treiber dazu installieren. Im BIOS legen Sie bestimmte Einstellungen fest, wie sich das BIOS hier verhalten soll. Hier haben Sie die Möglichkeit zu konfigurieren, in welcher Reihenfolge der Server bootet etc. Bei "Arbeitsspeicher" legen Sie fest, wieviel Arbeitsspeicher dem Server zugewiesen wird, wenn er startet, und Sie können den dynamischen Arbeitsspeicher konfigurieren. Die Konfiguration würde den Rahmen dieses Videos sprengen. Sie können hier im dynamischen Arbeitsspeicher eigentlich relativ leicht festlegen, wie viel Mindestarbeitsspeicher dem Server zugewiesen wird und wieviel maximaler Arbeitsspeicher. Im Bereich "Prozessor" legen Sie wiederum fest, wie viele virtuelle Prozessoren Sie diesem virtuellen Server zuweisen; Sie legen entsprechend Ressourcensteuerungen fest; Sie haben die Möglichkeit, dass Sie den Computer zu einem anderen Hyper-V-Host replizieren können. Wenn dieser einen anderen Prozessor verbaut hat, müssen Sie diese Option hier aktivieren. Bei NUMA aktivieren Sie die einzelnen NUMA-Einstellungen für den virtuellen Server, also die Möglichkeit, bei denen der zugewiesene Prozessor seinen Arbeitsspeicher teilweise anderen Prozessoren auf dem virtuellen Server - und anderen virtuellen Servern auf dem Host - zur Verfügung stellen kann. Hier müssen Sie zunächst keine Einstellungen vornehmen, sondern können alles belassen, wie es ist. Dann können Sie natürlich hier über IDE-Controller festlegen, ob Sie weitere Festplatten oder ein DVD-Laufwerk hinzufügen wollen. Sie sehen die Einstellungen der einzelnen virtuellen Festplatten unterhalb des IDE-Controllers; Sie können über den "Assistenten" neue virtuelle Festplatten erstellen und dem Server zuweisen; Sie können physische Festplatten zuweisen. Neu in Windows Server 2012 R2 sind die "erweiterten Features". Hier können Sie - wie in Windows Server 2012 - für Netzwerkkarten aktivieren, dass die virtuelle Netzwerkkarte nur mit einer bestimmten Bandbreite zur Verfügung steht und damit den Server, den Hyper-V-Host und den virtuellen Server nicht zu arg belastet. Standardmäßig ist diese Dienstqualität deaktiviert, Sie können Sie aber auch aktivieren. Wenn Sie einer virtuellen Festplatte einen virtuellen SCSI-Controller zuweisen, haben Sie noch die Möglichkeit, die Funktion "Freigabe virtueller Festplatten" zu nutzen. Auch diese Funktion ist neu in Windows Server 2012 R2. Die Shared-VHDX-Funktion hat im Endeffekt keine andere Bedeutung, als dass Sie eine virtuelle Festplatte mehreren virtuellen Servern gleichzeitig zuweisen können. Auf diese Weise können Sie z.B. einen Microsoft-Windows-Cluster auf Basis von virtuellen Servern und VHDX-Festplatten erstellen. Sie haben hier natürlich die Möglichkeit, mehrere IDE-Controller festzulegen und mehrere SCSI-Controller hinzuzufügen. Virtuelle SCSI-Controller haben auch den Vorteil, dass sie dem Server virtuelle Festplatten im laufenden Betrieb hinzufügen und in Windows Server 2012 R2 zusätzlich noch die Größe der virtuellen Festplatten im laufenden Betrieb ändern können. Das funktioniert nur mit virtuellen SCSI-Controllern. Dann haben Sie noch die Möglichkeit auszuwählen, welche virtuelle Switch Sie dem Server zuweisen wollen, und ob Sie eine WLAN-ID verwenden wollen - also ob ein virtuelles Netzwerk in Ihrer Switch konfiguriert ist; Sie können auch hier die Bandbreitenverwaltung aktivieren, d. h., festlegen, dass diese virtuelle Netzwerkkarte bestimmte minimale Bandbreite nutzen darf, aber auch nur maximale. Über "Hardware-Beschleunigung" können Sie noch verschiedene Konfigurationen festlegen, mit denen die virtuelle Netzwerkkarte - also diese virtuelle Switch - mit der physischen Netzwerkkarte auf dem Server zusammenarbeiten kann. Es gibt mittlerweile bestimmte Netzwerkkarten, die Virtualisierung optimal unterstützen - auch mit Hyper-V; das sollten Sie beim Kauf berücksichtigen - und die verschiedenen virtuellen Servern einen eigenen Kanal zur Verfügung stellen können; das ist "SR-IOV". Der Vorteil dabei ist, dass die einzelnen physischen Netzwerkkarten im Server direkt an die virtuellen Server durchgeschleift werden können und dadurch mehr Leistung im Netzwerk zur Verfügung steht. Sie müssen aber - zusammen mit Ihrem Hersteller des Servers und der Netzwerkkarte - entsprechend prüfen, ob diese Funktion unterstützt ist. In den erweiterten Features können Sie natürlich noch festlegen, ob dynamische MAC-Adressen verwendet werden sollen. Das spielt eine Rolle, wenn Sie mit Load-Balancing-Servern auf virtuellen Servern arbeiten, da hier die MAC-Adressen möglichst statisch sein sollen. Sie können "Spoofing von MAC-Adressen" aktivieren, d. h., dass die MAC-Adressen für virtuelle Computer entsprechend verifiziert im Netzwerk zur Verfügung stehen, vor allem, wenn der Datenaustausch mit anderen virtuellen Servern und anderen Hyper-V-Hosts stattfinden soll. Sie können den "DHCP-Wächter" aktivieren. Dadurch wird sichergestellt, dass ein virtueller Server keine DHCP-Pakete in das Netzwerk sendet. Das Gleiche gilt für "Router-Pakete", auch das können Sie aktivieren; das funktioniert bereits in Windows Server 2012 - das gilt auch für das geschützte Netzwerk. Sie können mit "Portspiegelungen" arbeiten; Sie können festlegen, dass die virtuelle Netzwerkkarte hier in einem Netzwerkteam für das virtuelle Betriebssystem zur Verfügung steht, und so auch für eine gewisse Ausfallsicherheit des virtuellen Servers sorgen. Alle diese Einstellungen können Sie auch jederzeit nach der Installation im Betriebssystem vornehmen. Sie legen hier COM-Schnittstellen fest, wenn Sie das wollen; ein Diskettenlaufwerk; Sie können den Namen des virtuellen Servers in der Hyper-V-Verwaltung festlegen; Sie legen fest, welche Funktionen der Integrationsdienste Sie nutzen. Wenn die virtuellen Server Mitglied einer Domäne sind, sollten Sie die Zeitsynchronisierung möglichst deaktivieren, denn dann bekommen auch die virtuellen Server - da Sie Mitglied der Domäne sind - ihre Zeiten vom Domain-Controller der Domäne - das ist sicherer und auch effizienter als vom Hyper-V-Host. Sie können festlegen, wo die Prüfpunktdateien - also die Snapshots des virtuellen Servers - gespeichert werden. Wenn Sie einen Snapshot bereits erstellt haben, können Sie das Verzeichnis erst dann wieder ändern, wenn Sie alle Snapshots auf dem Server löschen. Hier legen Sie den Speicherort für die Smart-Paging-Dateien fest - Smart-Paging-Dateien sind sogenannte Auslagerungsdateien. Wenn Sie auf einem Server, auf einem Hyper-V-Host, mit zahlreichen virtualisierten Servern arbeiten, und auf allen Servern den dynamischen Arbeitsspeicher aktivieren, kann es passieren, dass, wenn Sie einen virtuellen Server starten, kein physischer Arbeitsspeicher mehr zur Verfügung steht, damit dieser virtuelle Server auch starten kann. In diesem Fall verwendet der virtuelle Server entsprechende Dateien auf dem Dateisystem. Diese sind zwar deutlich langsamer, aber sie reichen aus, dass der Server starten und sich in den dynamischen Arbeitsspeicher des Hyper-V-Hosts einbuchen kann, und dann entsprechend echter physischer Arbeitsspeicher zugewiesen wird. Diese Einstellungen nehmen Sie für die einzelnen virtuellen Server vor. Dann können Sie natürlich noch festlegen, wie sich der Server verhalten soll, wenn der Hyper-V-Host startet - also Sie legen fest, dass der virtuelle Server automatisch gestartet werden soll. Sie legen eine gewisse Startverzögerung fest. Sie steuern hier, wie sich der virtuelle Server verhalten soll, wenn der Hyper-V-Host neu startet. Das Gleiche gilt für das Stoppen. Auch hier legen Sie fest, was passieren soll, wenn Sie den Hyper-V-Host herunterfahren. Die Hyper-V-Einstellungen gelten immer für den kompletten Hyper-V-Host. Die Einstellungen für virtuelle Server, die Sie über das Kontextmenü aufrufen, gelten immer nur für den einzelnen virtuellen Server. Sie haben in diesem Video einen Überblick erhalten, welche Hyper-V-Einstellungen für die einzelnen virtuellen Server zur Verfügung stehen und wie Sie diese an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Lernen Sie, wie Sie in Hyper-V ganz praktisch mit virtuellen Servern, virtuellen Festplatten, virtuellen Switches, virtuellen Domänencontrollern usw. in der Praxis umgehen.

5 Std. 52 min (55 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.01.2014
Laufzeit:5 Std. 52 min (55 Videos)

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