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VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

Virtuelle Festplatten korrekt konfigurieren

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Damit virtuelle Festplatten in vSphere 6 optimal zur Verfügung gestellt werden, müssen diese korrekt konfiguriert werden. Lassen Sie sich von Thomas Joos erklären, wie Sie am besten dazu vorgehen.
07:05

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen, welche Einstellungen und Optionen Sie bezüglich dem Hinzufügen virtueller Festplatten in vSphere 6 beachten sollten, damit die Leistung optimal zur Verfügung gestellt wird. Wenn Sie einem virtuellen Server, so wie hier in diesem Beispiel einem Server mit Windows Server 2016, eine virtuelle Festplatte hinzufügen, können Sie über den Assistenten verschiedene Optionen auswählen. Ich klicke jetzt hier auf "Hinzufügen", um die virtuelle Festplatte auszuwählen. Und ich kann jetzt hier zum Einen festlegen, dass ich vorhandene Festplatten hinzufügen möchte, dass ich RAW-Geräte, also einzelne LUNs auf einem SAN, direkt zuordnen kann, oder ich kann über den Assistenten eine neue virtuelle Festplatte erstellen. Bereits beim Erstellen kann ich jetzt hier eine wichtige Option festlegen, nämlich die Option zur Festplattenbereitstellung. Standardmäßig ist hier die Option "Thick Provision Lazy-Zeroed" ausgewählt. Durch Auswahl dieser Option legen Sie zwei verschiedene Bereiche für die Festplatte fest. Zunächst wird hier über Thick Provision festgelegt, dass der komplette Datenspeicher, den Sie jetzt hier angeben, für die virtuelle Festplatte bereits eingestellt wird. Das heißt, die virtuelle Festplatte muss im laufenden Betrieb nicht mitwachsen, sondern die Festplatte erhält sofort ihre feste Größe. Das hat natürlich entsprechend Auswirkung auf die Leistung der VM, da die VM nicht die einzelne Festplatte nach und nach vergrößern muss, beziehungsweise vSphere, sondern der Datenspeicher steht sofort zur Verfügung. Der Nachteil ist natürlich, dass, auch wenn Sie auf dem Server jetzt zum Beispiel nur 3 MB speichern, dennoch 40 GB Speicherplatz verwendet werden. Die Thick-Provision-Bereitstellung unterscheidet sich in "Lazy-Zeroed" und in "Eager-Zeroed". Die beste Leistung erreichen Sie durch die Option "Eager-Zeroed". Denn bei dieser Option wird nicht nur der komplette Speicherplatz zur Verfügung gestellt, sondern der komplette Speicher wird auch beschrieben, und zwar mit Nullen -- das erhöht deutlich die Schreibleistung der virtuellen Festplatte, vor allem zu Beginn, wenn Sie die virtuelle Festplatte also direkt zuweisen. Wenn Sie also einem virtuellen Server eine leistungsstarke virtuelle Festplatte zuweisen müssen, ist die Option "Thick Provision Eager-Zeroed" die beste Möglichkeit dazu. Wenn der Datenspeicher, auf dem Sie diese virtuelle Festplatte erstellen, wiederum in einem SAN positioniert ist, kann die Aktion, also das Füllen der virtuellen Festplatten mit Nullen, an das Storage Array weitergegeben werden. Dann ist auch die Erstellung der virtuellen Festplatten schneller durchgeführt. Denn die Option "Thick Provision Eager-Zeroed" bedeutet auch, dass die Festplatte ja erst voll beschrieben werden muss, das kann bei einer entsprechenden großen Festplatte einige Zeit dauern, wenn das Storage Array diese Funktion unterstützt, dann geht das ganze etwas schneller. Die Leistungssteigerung von "Thick Provision Eager-Zeroed" kommt vor allem dann zum Tragen, wenn Sie als Modus die Option "Unabhängig" verwenden, und die Option "Dauerhaft", denn bei diesen Vorgehen werden alle Aktionen, die auf einer virtuellen Festplatte durchgeführt werden, sofort auf die virtuelle Festplatte geschrieben, und dadurch wird die Leistung eben nicht beeinträchtigt. Natürlich ist die bessere Leistung dieser Festplatten auch dann gegeben, wenn Sie "Unabhängig" hier nicht aktivieren, in diesem Fall darf aber für die virtuelle Festplatte kein Snapshot zur Verfügung stehen, denn virtuelle Snapshots sind für die Datenträger natürlich ein Performance-Killer, da die Daten dann nicht nur von einer virtuellen Festplatte gelesen werden müssen, sondern eben auch von den verschiedenen Snapshots. Um also wirklich die maximale Leistung einer solchen Festplatte herauszukitzeln, sollten Sie hier noch die Option "Unabhängig" "Dauerhaft" aktivieren, beachten Sie aber, dass Sie in diesem Fall keine Snapshots von dieser virtuellen Festplatte einbeziehen können. Verwenden Sie für den Modus der Festplatte den abhängigen Modus, also aktivieren Sie hier den unabhängigen Modus nicht, oder aktivieren den unabhängigen Modus und setzen die Option auf "Nicht dauerhaft". Dann können Sie auf dieser Seite auch "Thin Provision" verwenden, denn dann bringen Ihnen die Vorteile mit dem "Eager-Zeroed" überhaupt nichts mehr. Bei dem "Thin Provisioning" werden virtuelle Festplatten sehr schnell erstellt, denn es wird nur so viel Datenspeicher freigegeben, wie die virtuelle Festplatte tatsächlich auch aktuell benötigt. Der Nachteil ist, dass natürlich die entsprechenden virtuellen Server etwas langsamer sind, da bei wachsendem Speicherplatzbedarf die virtuelle Festplatte erst mitwachsen muss. Bei der Option "Lazy-Zeroed" wird ebenfalls der komplette Speicherplatz zur Verfügung gestellt, aber der Speicherplatz wird erst beim ersten Schreiben ausgenullt, das heißt Sie haben hier nicht die maximale Leistungssteigerung. Der Vorteil ist, dass die Erstellung wesentlich schneller vonstatten geht, allerdings ist die Schreibleistung zunächst nicht besonders schnell im Vergleich zu "Eager-Zeroed", aber auch hier gilt, dass Sie ja bei "Eager-Zeroed" nur dann den Vorteil haben, wenn Sie keine Snapshots verwenden, also hier entweder die Option "Unabhängig" verwenden, oder eben die Option "Abhängig" und keine Snapshots erstellen. Grundsätzlich können aber auch virtuelle Festplatten, die Sie hier als "Thin Provision" konfiguriert haben, sehr leistungsstark zur Verfügung gestellt werden, und zwar dann, wenn das SAN, das Sie einsetzen, entsprechend die Funktion unterstützt und die Vergrößerung des Festplattenplatzes von vSphere direkt an das SAN weitergegeben werden kann. Hier müssen Sie einfach überprüfen, ob Ihr SAN-Hersteller die Option hier idealerweise unterstützen kann, dann haben Sie auch bei Thin-Provisioning entsprechende Leistungsvorteile. Während also hier bei dem Lazy-Zeroed der Speicherplatz zwar reserviert, aber nicht mit Nullen gefüllt wird, hier aber bei "Eager-Zeroed" mit Nullen gefüllt wird, erreichen Sie auch zum Beispiel bei Funktionen wie der Fault Tolerance, also wenn Sie V1 spiegeln wollen, eine Leistungssteigerung, da Sie dadurch virtuelle Festplatten auch generell schneller spiegeln können. Diese Art der virtuellen Festplatte wird vor allem auch dann verwendet, wenn Sie zum Beispiel einen virtuellen Windows-Cluster erstellen wollen. In diesem Fall empfiehlt vmware die Verwendung von "Thick Provision, Eager-Zeroed".

VMware vSphere 6 und vCenter 6: Performance Tuning

Lernen Sie, wie Sie vSphere 6/ESXi 6 verbessern und die Leistung Ihrer Hosts und VMs steigern.

3 Std. 1 min (24 Videos)
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Erscheinungsdatum:29.08.2016

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