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CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 1) Systemarchitektur

Virtuelle Dateisysteme im Überblick

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Was genau versteht man unter einem virtuellen Dateisystem? Die Antwort auf diese Frage gibt Ihnen Tom Wechsler ganz detailliert in diesem Film.
11:38

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen einen Überblick zu den virtuellen Dateisystemen. Auf unserem Linux-System haben wir verschiedene Verzeichnisse. Wenn ich eine Liste aufrufe von "ls /", diese Liste zeigt uns das Dateisystem beim Startpunkt an, also das Root-Verzeichnis. Ich starte beim Root-Verzeichnis, und Sie sehen: Ich habe verschiedene Verzeichnisse. Ich habe das bin-Verzeichnis, das home-Verzeichnis, lib, mnt, proc, run, verschiedene Verzeichnisse, welche zur Verfügung stehen. Das "proc"-Verzeichnis ist ein virtuelles Verzeichnis. Das bedeutet, dieses steht nur während der Laufzeit des Systems zur Verfügung. Das wird in den Arbeitsspeicher geladen. Das Verzeichnis "proc" ist kein eigentliches Verzeichnis, sondern bildet Parameter des Kernels ab und kann dementsprechend auch zur Abfrage des Kernels verwendet werden. Gleich ist es mit dem "sys"-Verzeichnis. Das virtuelle Dateisystem "sysfs" exportiert ähnlich dem proc-System Informationen über Treibermodule des Kernels in ein für den Benutzer sichtbares Verzeichnis, nämlich "sys". Und genau gleich ist es mit dem "dev"-Verzeichnis. Das ist auch ein virtuelles Verzeichnis. Sowohl physische als auch logische Laufwerke werden unter Linux als Geräte-Dateien unterhalb von /dev dargestellt. Ich kann diese Verzeichnisse selbstverständlich auch anschauen, ich verwende dazu den Befehl "ls". Schauen wir uns einmal zuerst das "proc"-Verzeichnis an. Dann sehen wir hier den Inhalt vom "proc"-Verzeichnis, zum Beispiel diese Nummern referenzieren auf einen Dienst, welcher jetzt gerade gestartet ist. Wir können auch die Liste anschauen im "sys"-Verzeichnis. Sie sehen vielleicht auch den Aufbau des Befehls, ich verwende zuerst "ls", das steht für "list", also eine Auflistung, dann starte ich mit "/", das ist der Startpunkt des Dateisystems, also beim Root-Startpunkt. Dann das Verzeichnis "sys" und der nächste "/" ist dann nicht mehr wieder der Startpunkt des Dateisystems, das Root-Verzeichnis, sondern ist ganz einfach ein Trennzeichen. Und Sie sehen, ich erhalte hier die Auflistung von den Verzeichnissen im "sys"-Verzeichnis. Und dann noch weiter zum "device"-Verzeichnis. Da sehen wir auch hier die verschiedenen Informationen im "device"-Verzeichnis. Da sehe ich jetzt zum Beispiel die Festplatte "sda". Ich sehe auch wiederum, dass diese Festplatte "sda" unterteilt wurde in drei Partitionen sda1, sda2 und 5. Navigiere ich zum proc-Verzeichnis, dann wähle ich den Befehl "cd", steht für "change directory" und wähle nun den Pfad aus und Sie sehen, ich kann mit diesem Befehl in das Verzeichnis "proc" navigieren. Mit "ls" erhalte ich nun wiederum die Auflistung von diesem proc-Verzeichnis. Wenn Sie weitere Informationen über das Verzeichnis "proc" und dessen Dateisystem nachlesen möchten, dann haben Sie die Möglichkeit mit "man procfs" die Man-Pages aufzurufen. Man-Pages sind Hilfedateien, welche im System verfügbar sind. Sie sehen, ich habe nun in diese Hilfedatei gewechselt. Ich sehe die Bezeichnung "proc", das ist ein Pseudo-Dateisystem für Prozessinformationen, dann die Beschreibung. Mit "Page down" navigieren Sie nach unten in diesen Man-Pages. Sind Sie fertig mit dem Sammeln der Informationen, dann verlassen Sie mit der Taste "Q" wieder diese Man-Pages. Ich kann mir nun weitere Informationen zu einzelnen Dateien anschauen. Zum Beispiel mit "cat". "cat" steht für "concatenate", diesen Befehl werden wir noch anschauen. Mit "devices" kann ich nun die Datei "devices" anschauen. Und ich sehe auch hier verschiedene Informationen und da hat auch der Inhalt nicht auf einem Bildschirm Platz gehabt, darum verwende ich nochmals den Befehl, dann verwende ich das Pipe-Symbol und lenke dieses Resultat, das erste Resultat von "cat devices" um in den nächsten Befehl, und "less" ist ein Pager, somit kann ich seitenweise durchblättern. Ich sehe nun die verschiedene Hardware an, welche geladen wurde und auch entsprechende Treiber. Ich kann mit "Page Down" oder mit der Leertaste durchblättern bis zum Ende dieser Ausgabe. Mit "quit" verlasse ich nun auch diesen Pager wieder. So kann ich auch eine weitere Datei anschauen, zum Beispiel "cat cmdline". Da sehe ich, welche Informationen während der Startzeit dem Boot-System übergeben wurden. Also, dieser Befehl zeigt an, dass zum Beispiel der Kernel während der Startzeit übergeben wurde. Ich sehe auch, wo der Kernel abgelegt ist. Da sehen Sie das Root-Verzeichnis, beziehungsweise das ist die UUID, Unique Identifier. Dieser zeigt an, in welchem Ort der Partition dieses Boot-Verzeichnis abgelegt ist, damit das System gestartet werden kann. Das sehe ich in dieser Datei. Mit "cat modules" sehe ich die verschiedenen Module. Auch hier kann nicht der gesamte Inhalt auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ich kann diesen Befehl wiederholen mit der Pfeiltaste nach oben, wiederum das Pipe umlenken in den Pager. Nun kann ich wieder seitenweise durchblättern und die Informationen nachschauen bis zum Ende und mit "Q" verlasse ich den Pager wieder. Ich kann auch wiederum mit "ls" nochmals den gesamten Inhalt anzeigen, das haben wir bereits gesehen, oder aber auch: Ich kann in verschiedene Verzeichnisse hineinnavigieren um noch mehr Informationen herauszuholen. Zum Beispiel möchte ich noch zusätzliche Informationen im Verzeichnis "sys" herausholen über ein spezielles Modul. Dazu verwende ich "cd" und ich wähle nun das sys-Verzeichnis aus, also ich navigiere da direkt in das sys-Verzeichnis in den Unterordner "module", dieser besteht in diesem Verzeichnis, und dann in das entsprechende Modul "sr_mod", damit ich die SCSI-Treiber entsprechend anschauen kann. Ich bin nun in diesem Verzeichnis. Ich wähle nun "ls", und dieses zeigt den Inhalt und Dateien an, welche die aktuellen Einstellungen beinhaltet. Sie sehen also hier verschiedene Informationen, welche in diesem "sr_mod"-Verzeichnis enthalten sind. Übrigens: Sie können sich auch immer orientieren, wenn Sie nicht mehr genau wissen, in welchem Verzeichnis bin ich nun wirklich drin, dann verwenden Sie "pwd", das steht für "print working directory", und Sie sehen ganz genau, ich befinde mich im Pfad "sys/module/sr_mod$". Somit haben Sie immer eine Möglichkeit sich zu orientieren, in welchem Verzeichnis Sie sich direkt befinden. In diesem Verzeichnis werden sämtliche Informationen für die CDROM-Treiber hinterlegt. Auch da kann ich wieder verschiedene Inhalte anzeigen lassen. Ich navigiere einfach mal ein wenig durch, damit Sie so ein bisschen das Gefühl bekommen für diese verschiedenen Verzeichnisse und Inhalte. Schauen wir uns einmal das Verzeichnis "parameters" etwas genauer an. Da haben wir auch wieder verschiedene Informationen darin enthalten. Ich wähle das "ls", um das aufzulisten und Sie sehen, da ist eine Datei darin enthalten, die steht für "xa_test". Ich kann diese Datei anschauen zum Beispiel mit "cat xa". Ich verwende den Tabulator, damit dieses Verzeichnis direkt ausgeschrieben wird. Darin ist der Wert "0" enthalten, also in diesem zusätzlichen Parameter ist ein Wert enthalten, den das System entsprechend umsetzen kann. Sie sehen also, da bestehen viele Möglichkeiten, um sich Informationen aufzurufen. Es geht jetzt nicht darum, dass wir hier sämtliche Angaben verstehen und interpretieren können. Nein, ich möchte Ihnen einfach ein bisschen zeigen, wie Sie sich Informationen beschaffen können über Ihr Linux-System. Ich habe die Möglichkeit, das Ganze auch im "device"-Verzeichnis umzusetzen. Ich verwende da "cd" für "change directory", navigiere in das "device"-Verzeichnis. Nun bin ich im "device"-Verzeichnis. Mit "ls" erhalte ich wieder diese Übersicht über die verschiedenen Hardware-Informationen. Ich kann Ihnen zum Beispiel das CDROM-Verzeichnis anzeigen mit "ls /dev". Ich definiere einmal den ganzen Pfad. Ich könnte einfach auch direkt "ls cdrom" eingeben, aber ich möchte Ihnen zeigen, dass man es auch mit dem absoluten Pfad umsetzen kann, also die ganze Pfadangabe und dann sehen wir: Das ist das entsprechende Verzeichnis in einer speziellen Farbe. Diese Farbe zeigt mir an, dass es sich hier um einen symbolischen Link handelt. Das zeige ich Ihnen mit der nächsten Ausgabe. Ich verwende wiederum "ls -l" und nochmals das CDROM-Verzeichnis und jetzt sehen wir: Aha! Hierbei handelt es sich um einen symbolischen Link. Das ist wie eine Verknüpfung zum eigentlichen Hardware-Verzeichnis und da sehen wir, das ist das Hardware-Verzeichnis "sr0". Es wurde also eine Verknüpfung angelegt auf die entsprechende Hardware-Datei. Ich kann mir auch über diese Festplatte Informationen anzeigen lassen. Das wäre zum Beispiel mit dem Befehl "ls". Dann gebe ich wieder den gesamten Pfad an und wähle nun "sd" und das Sternzeichen - das steht als Platzhalter - und wir sehen nun die verschiedenen Angaben. Alles was mit "sd" beginnt. sda, sda1, 2 und 5 und sdb, das ist eine weitere Hardware-Information, wie wir das eben gesehen haben mit "sda". Da geht die Aufzählung einfach weiter. Wir haben hier das erste Gerät, beziehungsweise die erste Festplatte. Dann haben wir vielleicht eine zweite - also nicht nur vielleicht - wir haben eine zweite, also ein zweites Speichermedium. Das muss nicht unbedingt eine Festplatte sein. Das kann auch eine SD-Karte sein, dann wird es hier mit "sdb" angezeigt. Das nächste Device wäre dann "sdc" und so weiter und so fort. Sie erhalten die Idee, wie diese Auflistung dann wetergeführt wird. In diesem Video haben wir uns über die virtuellen Verzeichnisse unterhalten. Ich habe Ihnen gezeigt, wie Sie durch diese Verzeichnisse durchnavigieren können, wie Sie die weiteren Informationen aufrufen können, damit Sie einen Überblick erhalten über diese verschiedenen Verzeichnisse.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 1) Systemarchitektur

Lernen Sie Linux-Hardware-Einstellungen und den Bootvorgang inkl. Runlevels und Bootziele kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

1 Std. 54 min (23 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.08.2016
Laufzeit:1 Std. 54 min (23 Videos)

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