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Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Virtuelle Computer replizieren

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In Windows Server 2012 R2 können virtuelle Computer zwischen verschiedenen Hyper-V-Hosts innerhalb eines Netzwerks synchronisiert und repliziert werden. Dies lässt sich über das Kontextmenü im Hyper-V-Manager abwickeln.
06:57

Transkript

Mit Windows Server 2012 hat Microsoft eine Funktion eingeführt, mit der Sie virtuelle Server zwischen verschiedenen Hyper-V-Hosts auch ohne Cluster in einem Netzwerk synchronisieren und replizieren können. Die Konfiguration erfolgt über das Kontextmenü, durch die Auswahl von "Replikation Aktivieren". Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Zum einen können Sie über diesen Bereich sicherstellen, dass die virtuellen Server auf einem anderen Hyper-V-Host gesichert sind. Zum anderen können Sie, wenn der Quell-Hyper-V-Host nicht mehr funktioniert, einen Failover starten, sodass die Anwender mit dem replizierten Server auf dem anderen Hyper-V-Host arbeiten können. In Windows Server 2012 konnten Sie hier in diesem Bereich nur zwei Hyper-V-Hosts miteinander verbinden. In Windows Server 2012 R2 können Sie jetzt die Replikation zwischen drei Hyper-V-Hosts aktivieren. Vorteil dabei ist, dass Sie z.B. einen virtuellen Server, wie hier jetzt diesen Server, auf den Server S1 replizieren können, dann auf den Server S2 und auf den Server S3. Das heißt, es stehen immer verschiedene Varianten der Server zur Verfügung, und Sie können festlegen, in welchem Zeitraum die Replikation und die Synchronisierung stattfinden soll. Damit die Replikation funktioniert, müssen Sie verschiedene Einstellungen für den Hyper-V-Host und für die virtuellen Server vornehmen. Ich zeige Ihnen in diesem Video, wie Sie dabei vorgehen müssen. Damit Hyper-V-Hosts untereinander virtuelle Server replizieren können, müssen Sie zunächst auf den beteiligten Servern im Hyper-V-Manager - also hier auf Server S1 und S2 in diesem Beispiel - in die Hyper-V-Einstellungen. Hier finden Sie den Bereich "Replikationkonfiguration". Mit diesem legen Sie zunächst fest, dass dieser Hyper-V-Host als Replikat-Server funktioniert. Ich zeige Ihnen zunächst, wie die Replikation über das einfache Kerberos-Protokoll funktioniert. Hier haben Sie den Vorteil, dass die Konfiguration sehr schnell stattfinden kann, dafür läuft die Replikation über HTTP, ist also relativ unsicher. In produktiven Umgebungen und hoch sicheren Umgebungen können Sie für die Replikationen auch die zertifikatsbasierte Authentifizierung verwenden. Der Nachteil bei dieser Konfiguration ist, dass Sie dazu jedem Server ein Zertifikat zuweisen müssen und die Konfiguration etwas komplizierter ist. Zunächst aktivieren Sie also den Server als Replikat-Server und wählen aus, welche Funktion Sie für die Replikation zur Verfügung stellen wollen. Danach legen Sie fest, welche Server Daten auf diesen Server replizieren dürfen. Das heißt, Sie können entweder eine Liste der Server pflegen, die auf diesen Server hier replizieren dürfen, oder Sie lassen jetzt einfach alle Server an dieses Verzeichnis die virtuellen Server replizieren. Für Testumgebungen und kleinere Netzwerke ist diese Auswahl die optimalste, da Sie sehr schnell replizieren können. Sie aktivieren die Replikation, sie aktivieren Kerberos, und Sie lassen die Authentifizierung für jeden Hyper-V-Host im Netzwerk zu. In großen Netzwerken ist das natürlich nicht sinnvoll, hier schließen Sie natürlich die Server entsprechend aus, die Sie nicht replizieren wollen und lassen nur die Server replizieren, die Sie hier festlegen wollen. Nachdem Sie die Einstellungen für den einen Server aktiviert haben, erhalten Sie noch eine Meldung, dass Sie auch in der Firewall die Regeln aktivieren müssen, damit der Replikationsverkehr überhaupt stattfindet. Ich zeige Ihnen noch, wie Sie dabei vorgehen. Die gleiche Einstellung müssen Sie auch auf allen anderen beteiligten Hyper-V-Hosts vornehmen, das heißt, Sie markieren die Server, Sie rufen die Hyper-V-Einstellungen auf, Sie wechseln in die Replikationskonfiguration, erlauben die Replikation, erlauben Kerberos-Authentifizierung, erlauben die Replikation von allen virtuellen Servern im Netzwerk. Achten Sie möglichst darauf - Sie sehen hier werden die Server in diesem Verzeichnis gespeichert -, dass Sie möglichst identische Verzeichnisse verwenden. Das muss nicht immer sein, aber es macht die Replikation einfacher und stabiler. Das heißt, hier ist die Replikation im Verzeichnis CVM festgelegt. Ich wechsle jetzt auch hier nochmal zum Server S1 in die Hyper-V-Einstellungen. Sie können die Konfigurationen jederzeit anpassen. Das heißt, ich lege jetzt auch hier das Verzeichnis CVM als Replikationsverzeichnis fest, lasse aber die Replikation von jedem authentifizierten Server zu, also jedem Server in der Domäne. Danach müssen Sie auf den virtuellen Servern noch Firewall-Einstellungen vornehmen. Am einfachsten geht das, wenn Sie auf der Startseite nach "wf.msc" suchen. Hier gibt es bei eingehenden Netzwerkverkehren die Option "Hyper-V - Replikat"; es gibt hier jeweils einen "Listener", der auf den HTTPS-Verkehr und den HTTP-Verkehr lauscht. Ich aktiviere hier jetzt mal beide. Durch die Aktivierung dieser Regel darf auf diesem Hyper-V-Host jetzt eine Replikation auf Basis von HTTP und SSL-verschlüsselt für HTTPS stattfinden. Das Gleiche  müssen Sie auch auf dem anderen Server durchführen. Wenn Sie einen Hyper-V-Core-Server oder Hyper-V 2012 R2 Server "remote" über das Netzwerk verwalten wollen, sollten Sie noch in der Befehlszeile mit den Befehlen "Netshell", also "NETSH", "Advance Firewall", "Firewall Set Rule Group" und dann "Windows Verwaltungsinstrumentation WMI" aktivieren, dass die Verwaltung über das Netzwerk erlaubt ist. Erst dann haben Sie die Möglichkeit, dass Sie über das Netzwerk den Server optimal verwalten können, z.B. um die Snap-ins für die Computerverwaltung oder für die erweiterte Firewall-Konfiguration zu öffnen. Auch den Befehl "NetShell Advanced Firewall", "Set All Profile", "Setting", "Remote Management Enable" sollten Sie ebenfalls aktivieren. Wenn Sie diese Einstellungen vorgenommen haben, können Sie jetzt auf einem anderen Hyper-V-Host - ich wechsle jetzt mal auf meinen Hyper-V-Host mit der graphischen Oberfläche - eine neue Verwaltungsconsole öffnen. Das geht am einfachsten, wenn Sie nach "mmc" suchen und die "mmc.exe" starten. Danach können Sie mit "Datei - Snap-in - Hinzufügen und Entfernen" die Windows Firewall mit erweiterter Sicherheit hinzufügen. Hier haben Sie jetzt die Möglichkeit, den Namen des Core-Servers oder des Hyper-V-Servers 2012 R2 hinzuzufügen. Bestätigen Sie die Meldung, und überprüfen Sie, ob Sie eine Verbindung herstellen können. Wenn die Verbindung nicht funktioniert, stellen Sie noch einmal sicher, dass die Firewall-Regeln auf dem Core-Server entsprechend gesichert sind. Auch hier gibt es eingehende Regeln. Hier müssen Sie ebenfalls sicherstellen, dass die Hyper-V-Replikation für HTTP - und wenn Sie später noch die HTTPS-Konfiguration nutzen wollen - aktiviert sind. Nur dann ist eine Replikation möglich. Sie müssen die Console nicht speichern; Sie müssen später keine weiteren Änderungen mehr vornehmen, das müssen Sie nur bei der ersten Einrichtung machen.

Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Lernen Sie, wie Sie in Hyper-V ganz praktisch mit virtuellen Servern, virtuellen Festplatten, virtuellen Switches, virtuellen Domänencontrollern usw. in der Praxis umgehen.

5 Std. 52 min (55 Videos)
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