Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Photoshop CC für Profis

Verwacklung reduzieren

Testen Sie unsere 2016 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Ein lang erwarteter Filter hat nun Einzug in Photoshop gehalten: "Verwacklung reduzieren". Kleine Verwackler während der Aufnahme können Sie damit effektiv abmildern.

Transkript

2011 wurde auf der Adobe MAX zum ersten Mal ein neuer Filter präsentiert, der damals noch in der Entwicklung war. Ja, und der hat es jetzt in Photoshop geschafft. Der sorgte damals auf dieser Adobe MAX für sehr aufgeregte Reaktionen im Publikum, weil die einfach so begeistert waren. Und der Filter, der nennt sich jetzt "Verwacklung reduzieren", und den finden Sie hier unter den Scharfzeichnungsfiltern ganz unten. Und der dient dazu, kleine Kameraverwacklungen zu reduzieren, also, er versucht, Unschärfen zu entfernen, die durch eine verwackelte Kamera entstanden sind. Das hat seine Grenzen, wenn Sie ein total verwackeltes Bild haben, mit sehr langen Bewegungsspuren, dann kann Ihnen dieser Filter da nicht weiterhelfen, auch wenn er Möglichkeiten bietet, das Ergebnis zu beeinflussen. Ideal ist der Filter bei Beispielen wie diesem hier. Also wenn ich da mal reinzoome, dann sehen Sie, hier ist das alles ein wenig verwackelt, man sieht noch Details, aber die sind auch etwas unscharf durch diese Verwacklung der Kamera. Ja, und nun könnte jemand argumentieren: "He, ein Profi der verwackelt nicht!" Aber das ist natürlich nur eingeschränkt richtig. Natürlich kann man an der Kamera entsprechend alles einstellen usw. und die ISO hochschrauben, um eine kurze Belichtungszeit zu finden, die der Brennweite auch angemessen ist. Aber stellen Sie sich vor, Sie nehmen ein Foto von einem Stativ auf, machen das auf einer Brücke und da kommt ein Zug angefahren und die Aufnahme war im Prinzip super, auf dem Display der Kamera sah die auch gut aus, aber durch diesen Zug wurde die Brücke in Schwingungen versetzt. und die sehen Sie nachher auch in leichten Unschärfen auf dem Bild. Bevor Sie dann wieder zu der Brücke fahren, können Sie zunächst jetzt mit diesem Verwacklung reduzieren-Filter versuchen, diese Störungen etwas zurückzufahren. Ähnlich verhält es sich z.B. wenn Wind ein Stativ etwas wackeln lässt. Auch das lässt sich nicht 100 Prozentig vermeiden. Auch wenn Sie ein sehr schweres Stativ benutzen oder das Stativ mit Sandsäcken entsprechend stabilisieren. Ein wenig wackeln kann es halt immer. Aber OK, lange Rede, kurzer Sinn. Ich werde mal die Ebene in ein Smart-Objekt konvertieren, denn wir können diesen Filter als Smart-Filter anwenden und gehe ich über "Scharfzeichnungsfilter - Verwacklungen reduzieren". So, dann haben wir den Filter auch schon, ich passe den mal hier ins Fenster ein. Und was passiert, ist, dass zunächst automatisch hier ein Rechteck ziemlich mittig im Bild aufgezogen wird, am Ort der höchsten Bildschärfe. Und dann wird eine sogenannte "Weichzeichnerschätzungsspur" hier angelegt. Die können Sie groß klicken - ich bin hier im erweiterten Modus - den würde ich immer aufklappen, denn dann können Sie das Ergebnis besser beeinflussen, das ist die Verwacklerspur, die Photoshop erkannt hat. Also hier war die Originalposition der Kamera und dann wurde diese etwas in die Richtung gezogen. Das ist nur eine Schätzung, das muss nicht so gewesen sein, auf dieser Schätzung basiert das Ergebnis dieses Filters. Ich kann dieses Schätzungsrechteck auch an eine andere Position ziehen, falls mir z.B. dieser Bereich wichtiger ist und ich das ein wenig eingrenzen möchte, vielleicht hier auch etwas verteilen in der Breite, denn ich möchte das gerne alles scharf haben. Dann kann ich das natürlich anpassen. Ich kann auch - ich habe das erste Werkzeug aktiv, das Weichzeichnerschätzungs-Werkzeug - ich kann auch weitere Bereiche hier im Bild einzeichnen, die vielleicht eine andere Verwacklung aufweisen. Ich kann es an dieser Stelle probieren. Dann müssen Sie aufpassen: Sie dürfen keine zu kleinen Bereiche wählen, denn diese werden dann nicht erkannt, also da wird dann keine Weichzeichnerspur erkannt und das Ergebnis fällt dann komplett anders aus, denn das ist eigentlich keine reine Verwacklungsunschärfe hier, sondern da kommt natürlich noch das "OK" hinzu, also die Unschärfe aufgrund der langen Brennweite und der Offenblende. Das sieht dann natürlich so aus und führt zu einem komplett anderen Ergebnis als die eigentliche Verwacklungsspur. Wenn ich das etwas größer ziehe, in einen Bereich bringe, der noch halbwegs scharf ist, sollte die Spur ähnlich ausfallen wie die erste Spur. Nehmen wir mal diesen Bereich hier. Das sieht schon ähnlicher aus, da haben wir ebenfalls diese diagonale Bewegung von der Mitte nach außen. Wenn Sie einen dieser Bereiche nicht mehr möchten, können Sie den entweder temporär deaktivieren oder Sie drücken die Löschen-Taste und löschen diesen Bereich. Wir können uns anschauen, wie das Ergebnis aussieht, indem ich auf 100 Prozent zoome , das sind die Standard-Shortcuts, die Sie in Photoshop benutzen. Kann ich also hier wählen: "Vorher-Nachher". Da werden die Details ganz gut zusammengeschoben. Hier haben wir etwas Rauschen und dieses Rauschen werden Sie los mit dem Glättungsregler. Wenn ich das nach rechts ziehe, dann wird das geglättet, das Ergebnis fällt dann aber natürlich auch weicher aus. Denn wenn Sie entrauschen, dann entfernen Sie immer auch Details. Sie sollten versuchen, den Glättungsregler so gering wie möglich zu halten und dann nur so hoch wie nötig ziehen, um wirklich Störungen wie hier in diesem Bereich wieder zu entfernen. So, das war jetzt ungefähr auch bei 30, glaube ich. Ich werde das mal ein bisschen erhöhen auf 34 und dann schauen wir mal, wie das Ergebnis aussieht. Ja, ich denke so passt das dann schon ganz gut. Das wären die kleinen Details, mit denen Sie glätten können und mit der Artefaktunterdrückung, da unterdrücken Sie die etwas größeren Störungen. Ich kann das mal zurückfahren, dann sehen wir dann das Problem, was manchmal entsteht. Ich zoome mal ein bisschen raus. Und zwar gibt es - hier sehen Sie das ganz gut - so gröbere Säume um Kanten herum. Also so eine Art wellenförmiges Muster, was sich ausbreitet von den eigentlichen Details. Wenn Sie so etwas sehen, dann erhöhen Sie diese Artefaktunterdrückung. In diesem Fall ist das Ergebnis ganz gut geworden, da brauchen Sie es also nicht benutzen. Auch diesen Wert sollten Sie deshalb so gering wie möglich halten. Wir werden schauen, wie es an anderen Positionen aussieht. Sie merken, es dauert immer etwas, bis der Filter fertig gerechnet hat. Damit Sie schneller sind, würde ich Ihnen empfehlen, die Vorschau auszuschalten und mit der kleinen Vorschau zu arbeiten. Die hat unten einen kleinen Knopf, mit dem Sie diese Vorschau direkt ins Bild befördern können, außerhalb des Aufzeichnungsbereiches weshalb Sie den nicht sehen. Ich kann einen Doppelklick ins Bild machen und habe ich diese Lupe und Sie sehen, die rechnet deutlich schneller. Ich kann direkt nachschauen, wie das Ergebnis sein wird. Bei dieser Zoomstufe, die Sie natürlich auch umstellen können, da sehen Sie deutlich diese gröberen Artefakte, die mit Rauschen an sich nichts zu tun haben. Wenn ich die Artefaktunterdrückung auf den Ursprungswert von 30 setze, dann werden diese ein wenig abgemildert. jetzt können wir mal schauen, ob wir Artefakte haben in anderen Bildbereichen. Mit gehaltener Leertaste verschiebe ich den Bildausschnitt und klicke einfach in die Lupe rein und schaue hier mal nach, wie diese Bereiche aussehen, die in der Unschärfe liegen, also in der fotografischen Unschärfe. Ja, das könnte hier so ein Artefakt sein, schauen wir mal. Aber hier bei diesem Bild, da bringt das wirklich nicht so viel. Ja, dann können Sie hier auch jeweils, wenn Sie die Einstellung geändert haben, das Bild neu berechnen lassen und zwar mit den finalen Einstellungen, indem Sie hier auf dieses Symbol klicken. Also wenn ich z.B. mal hier auf dieses Detail gehe und hier auf das Berechnungssymbol, dann wird das noch mal genau berechnet und in höherer Qualität. Dann kann ich das wieder schließen, dann springt die Lupe automatisch wieder in ihre Ausgangsposition. Einen Regler habe ich Ihnen unterschlagen und das ist der hier: "Verwacklungsspurlimit". Diesen Wert sollten Sie so gering wie möglich halten. Den schätzt Photoshop zunächst einmal. Und zwar steht der dafür, wie weit die Verwacklungsspur sein darf, also wie lang, sodass der Filter innerhalb dieses Bereiches noch die Unschärfe analysiert. Wenn ich jetzt einen sehr kleinen Wert nehme, dann würde z.B. bei 11 Pixeln, Photoshop sich nur den Bereich anschauen von - sagen wir mal, wenn das 11 Pixel wären, bis zu diesem Kuller - eine Unschärfe in dem Bereich. Das muss nicht eine lineare Unschärfe sein, sondern können auch kreisförmige Bewegungen sein, usw. Und Sie sehen das Verwacklungsspurlimit auch daran, dass die geschätzte Weichzeichnerspur hier größer dargestellt wird. Das reicht also in diesem Fall, dass ich hier 11 Pixel nehme, wenn ich entsprechend das Spurlimit hier erhöhe, dann schaut sich Photoshop einen größeren Bereich an. Entsprechend kleiner wird das Schätzungsergebnis, das sehen Sie kaum noch. Das heißt, das wäre jetzt also eine viel zu große Verwacklungsspurbegrenzung, indem ich 134 Pixel eingebe. Sie sollten das so machen, dass Sie das geschätzte Ergebnis hier fast formatfüllend sehen. Also ich werde es mal wieder hier auf die 11 Pixel stellen oder 12 Pixel und dann sieht das deutlich besser aus und der Filter rechnet auch schneller, als wenn Sie hier einen sehr hohen Wert haben. Unter dem Verwacklungsspurlimit können Sie noch einstellen, wie stark das Quellbild rauscht, also das Ausgangsbild. Das können Sie in der Regel auf "Automatisch" lassen. Wenn Sie jetzt ein Handyfoto benutzen oder bei hohen ISOs fotografiert haben, dann sollten Sie das auf "Hoch" stellen. Pprobieren Sie es einmal mit "Automatisch", so groß sind die Unterschiede nicht, wenn Sie eine der anderen Optionen wählen. Das letzte Werkzeug, das ich noch nicht genannt habe, ist das hier und das nennt sich "Weichzeichnerrichtungswerkzeug". Das können Sie verwenden, wenn Sie eine klare Bewegungsspur im Bild sehen. Dann können Sie Photoshop sagen: "Hier, das ist eine Verwacklungsspur und die ist so und so lang." Also Sie klicken dann einfach ins Bild und ziehen. Sie können damit so wie eine Art Mitzieheffekt genau eine Verwacklungsspur hier festlegen. Die ist immer linear, sehen Sie in diesem Beispiel und wird direkt verwendet zur Berechnung des Ergebnisses. Das ist jetzt natürlich total falsch. Hier sehen Sie auch deutlich die entstehenden Artefakte, diese wellenförmigen Muster, die aufgrund dieser falschen Weichzeichnerspur entstanden sind. D.h. bei diesem Bild macht es keinen Sinn, dieses Werkzeug einzusetzen. Schön ist das z.B. wenn Sie einen Sternenhimmel fotografiert haben und die Sterne sich leicht bewegt haben, dann können Sie mit mehreren Weichzeichnerspuren Photoshop anweisen, doch diese kreisförmigen Spuren zu korrigieren. Bei diesem Bild ist das wenig sinnvoll, das werden Sie auch im Ergebnis sehen. Da kommen nur Störungen heraus. diese Punkte, würde ich nacheinander löschen also anklicken und "Entfernen" drücken, so. Und dann sind wir wieder bei unserem Endergebnis mit der originalen Schätzungsspur und dazu kann ich dann hier direkt auf "OK" klicken, nachdem das Schätzen beendet ist und habe dann mein verwackeltes Bild mit einem deutlich höheren Schärfeeindruck. Schauen wir uns das bei 100 Prozent an. Also, das ist nachher und das ist vorher. Damit kann man schon kleine Verwacklungen deutlich reduzieren und damit vielleicht Bilder, die man nicht noch einmal aufnehmen kann, vielleicht retten.

Photoshop CC für Profis

Erleben Sie live, wie Sie die aktuellen Möglichkeiten der Bildbearbeitung und Optimierung in Photoshop CC nutzen und mit gewitzten Techniken eine bessere Bildqualität erreichen.

7 Std. 40 min (73 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!