After Effects CS6 Grundkurs

Verwackeltes Bildmaterial korrigieren

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After Effects besitzt die Fähigkeit, verwackeltes Bildmaterial mit dem Effekt Verkrümmungsstabilisierung zu korrigieren.
07:23

Transkript

After Effects lässt sich auch gut dafür verwenden, verwackeltes Bildmaterial, oder andere Fehler im Video zu korrigieren, und dazu holen wir uns als allererstes mal einen Clip. Ich mache das wieder mit der Abkürzung, indem ich einen Doppelklick in den leeren Bereich des Projektfensters mache, und nehme mal hier die Datei Autogramm, das ist eine MPEG-2 Datei. Wir wollen nicht den ganzen Clip nehmen, deswegen mache ich einmal einen Doppelklick, und der öffnet sich jetzt hier im Footagefenster. Im Footage-Fenster selber, kann ich mir hier den Anfang auswählen, fangen wir mal hier an, und ich setze jetzt hier einen In-Punkt, das heißt, dort wo der Cursor liegt, den Cursor bediene ich hier mit dem kleinen "Genubbel", mit dem Anfasser, dort wird das Videomaterial beginnen, und wir sehen hier am Ende, da kommt auch noch irgendwie ein anderer Clip da mit rein, den möchte ich natürlich auch nicht sehen, wir machen es mal sehr kurz - damit das auch schnell geht, setzen wir hier einen Out-Punkt, und wir sehen, ich habe jetzt eine Gesamtlänge von 2 Sekunden und 24 Bildern. Jetzt kann ich diesen Clip einfach nehmen, und hier auf das Kompositions-Icon ziehen, und wir sehen, in der Komposition habe ich jetzt eben nur noch die Länge, die ich gerade eben ausgewählt habe. Der Filter, den wir jetzt brauchen, um das Ganze zu entwackeln, hat den etwas seltsamen Namen Verkrümmungsstabilisierung, das heißt im Englischen so nett "Warp Stabilizer", und im Deutschen eben dieser etwas sperrige Name Verkrümmungsstabilisierung. Der Filter ist aber sehr gut, deswegen ziehe ich ihn einfach per Drag and Drop hier auf das Videobild drauf, damit weise ich diesen Filter jetzt eben zu, und After Effects öffnet jetzt hier das Fenster Effekteinstellungen und fängt auch schon gleich mit der Analyse an. Das kann je nach Länge des Videos eine Weile dauern, währenddessen kann man natürlich hier weiter arbeiten, kann an anderen Kompositionen oder Effekten arbeiten, oder eben einfach kurz warten, bis der hier entsprechend fertig ist. Jetzt stabilisiert er das Ganze, und wir schauen uns jetzt mal das Ergebnis an. Okay, jetzt gucken wir noch mal vorher, ohne Verkrümmungsstabilisierung, da sieht man hier doch, einige Kamerawackler sind da noch drin. Mit der Verkrümmungsstabilisierung ist die Kamerabewegung doch deutlich weicher. Nun fängt das ganze Bild aber so ein bisschen an zu schwimmen, und das liegt hier eben an meiner Methode Subspace-Warp, die ist oft sehr, sehr hilfreich, gerade bei DSLR-Material, was Verkrümmungen an den Rändern aufweist. In meinem Fall probiere ich das erst mal, indem ich hier nur Position, Skalierung und Drehung stabilisiere. Er muss den Film dafür gar nicht neu berechnen. Es wird ein bisschen ruhiger, das Schwimmen an den Kanten lässt entsprechend nach, und wir schalten als Allererstes vielleicht hier mal den Ton aus, das nervt sonst ein bisschen, dann bleibt es auch ruhig im Hintergrund, während ich das jetzt hier abspiele. Die Verkrümmungsstabilisierung hat eine ganze Reihe an verschiedenen Einstellungen. Zunächst kann ich zum Beispiel sagen, ich möchte hier gar Keine Bewegung mehr haben, das funktioniert nicht in jedem Clip, hätte ich zumindest den Schwenk von vorhin noch gehabt, hätte er mir jetzt hier eine Fehlermeldung ausgegeben, weil das geht nicht, dass er da keine Bewegung mehr hinbekommt und er muss jetzt hier eben auch etwas weiter skalieren, er skaliert den Clip momentan auf 107%. Aber wir sehen, der Zoom ist anscheinend noch drin, aber die Bewegung lässt immer mehr nach. Wir können aber vielleicht mit einer ruhigen Bewegung leben, und können hier jetzt noch angeben, wie stark wir das Ganze glätten wollen, sagen wir mal 65%. Probieren wir mal, ob es noch einen Vorteil bringt, wenn ich die Perspektive auch mit glätte, aber der Kameramann hat hier den Standpunkt nicht gewechselt, hier bekomme ich jetzt auch wieder diese schwimmenden Elemente dazu, ich bleibe in meinem Fall hier mal auf Position, Skalierung und Drehung. Es gibt hier keine beste Methode, da muss man wirklich je nach Videomaterial ein bisschen gucken, wie ich sozusagen hier ein optimales Ergebnis erreiche. Insgesamt wird mein Clip jetzt mit den Einstellungen nur noch auf 103% skaliert. Wenn ich hier sage, Nur stabilisieren, dann sieht man, entstehen natürlich da oben oft kleine Kanten. Hier sehen wir jetzt so eine schwarze Kante, da sieht man, der Clip wird entsprechend hier überall etwas abgeschnitten oder verschoben, da sieht man jetzt eben diese Kanten auftauchen, dafür habe ich momentan keine Skalierung mehr. Was ich aber jetzt zum Beispiel machen kann, ist, zu sagen, ich möchte hier Stabilisieren und Kanten synthetisieren. After Effects versucht auf diese Art und Weise, nach einigen Bildern, neue Kanten zu berechnen. Das heißt, normalerweise müssten wir ja hier im normalen Modus, wenn wir jetzt hier sagen, Nur stabilisieren, hier unten eine schwarze Kante und links auch sehen, wenn ich sage Kante synthetisieren, dann skaliert er nicht, sondern er berechnet hier einfach eine neue Kante rein. Wenn man ganz genau guckt, sieht man hier auch einen kleinen Berechnungsfehler, ist die Frage, ob man das oft so sieht, und die Berechnung dauert richtig lange mit dem Effekt jetzt. Aber das hat den Vorteil, dass ich nichts skalieren muss, und wenn die Berechnungsfehler nicht zu stark sind, kann das vielleicht manchmal auch eine ganz interessante Variante sein. Hier oben sieht man jetzt, da hat er nichts in den vorherigen Bildern gehabt zum Synthetisieren, deswegen bleibt es da entsprechend schwarz, also klappt das für diesen Clip hier nicht wirklich gut. Wir sagen mal wieder hier die Auto-Skalierung, und wenn man Zeit hat, dann kann man vielleicht noch auf eine detaillierte Analyse zugreifen. Das Ganze dauert jetzt noch mal ein bisschen länger, erlaubt dann aber auch Rolling-Shutter-Effekte rauszunehmen. Ein rollender Shutter, der entsteht oft, bei entweder Filmkameras oder bei Fotokameras, auch bei Aufnahmen von Handys, beispielsweise von Mobiltelefonen, die nehmen das Ganze mit so einem CMOS-Sensor auf, der das Bild zeilenweise von oben nach unten aufbaut, und bei Schwenks kommt es dann eben dazu, dass das Bild verzerrt wird, also entweder vor- oder nachläuft oben und unten, und das kann ich hier zusätzlich eben auch noch mal mit rausrechnen lassen, wenn ich in die detaillierte Analyse gehe, aber man sieht, es dauert ein bisschen länger, und er fängt auch wieder ganz von vorne an zu analysieren, stabilisiert jetzt hier mein Ergebnis - wir gucken uns das mal an, ob das wirklich was gebracht hat in meinem Fall - probieren es vielleicht auch noch mal mit dem Subspace-Warp, mit dieser Methode aus, und einen Riesenunterschied sehe ich jetzt hier nicht. Das Bild scheint nicht mehr ganz so stark zu schwimmen, wie am Anfang, bisschen sieht man es hier noch an dem Mast, da erkennt man noch, dass der Subspace-Warp das einmal so ein bisschen verzerrt. Schon eine ganz gute Sache, dieser Verkrümmungsstabilisierungseffekt, weil ich damit eben verwackelte Aufnahmen, zumindest in Bahnen, noch ein wenig glätten kann, entweder hier, indem ich aus dem Verwackler so eine Art Schwenk mache, durch Ruhige Bewegung, oder, indem ich ein bisschen weiter reinzoome, und hier einfach gar keine Bewegung mehr in Kauf nehme, dadurch wird aber oft das Videomaterial vielleicht ein bisschen schlechter dann, von der Qualität. Und mit den einzelnen Eigenschaften kann man dann hier experimentieren, um da ein optimales Ergebnis herzustellen.

After Effects CS6 Grundkurs

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5 Std. 23 min (43 Videos)
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