Netzwerkgrundlagen

Verschiedene Übertragungsszenarien

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In der Netzwerkkommunikation stehen unterschiedliche Übertragungsszenarien für den Aufbau der Kommunikationskanäle zwischen Sender und Empfänger zur Verfügung. Dieses Video bietet einen Überblick über die verschiedenen Varianten.

Transkript

In der Netzwerkkommunikation haben wir ganz unterschiedliche Übertragungsszenarien zur Verfügung Und einige beziehen sich darauf, wie Kommunikationskanäle zwischen Sender und Empfänger aufgebaut werden. So kann ich zum Beispiel eine exklusive Verbindung zwischen einem Sender und einem Empfänger aufbauen. Oder ich kann versuchen mit einem Sender mehrere Empfänger zu adressieren. Oder ich kann auch testen, ob ich mit meinem Sender alle Empfänger im Netzwerk erreichen kann. Alle Übertragungsszenarien haben logischerweise irgendwo Vorteile und auch Nachteile und werden für einen ganz bestimmten Einsatzzweck genutzt. Und welche das sind? Das wollen wir in diesem Video besprechen. Hier sehen wir eine sogenannte Unicast Verbindung. Das bedeutet, ein Sender baut einen exklusiven Kommunikationskanal zu einem Empfänger auf. Ich vermute mal, dass Unicast Verbindungen, diejenigen sind, die wir in unserem Netzwerkalltag am häufigsten zu Gesicht bekommen. Eben zum Beispiel, im klassischen Webseitenabruf, das ist eine Unicast Verbindung, aber auch wenn wir uns in einer Freigabe im Netzwerk verbinden, das sind in der Regel immer Unicast Verbindungen. Der Vorteil einer Unicast Verbindung ist tatsächlich ihre Exklusivität. Das heißt, innerhalb des Kanals können mir im Endeffekt wirklich tun und lassen, was wir wollen. Ich möchte dazu mal ein Beispiel aufführen. Wenn Sie dieses Videotraining ja zum Beispiel online anschauen, dann haben Sie eine Unicast Verbindung zum Video2Brain-Server aufgebaut. Das hat einen Vorteil, zum Beispiel können Sie jetzt im Video vorspringen, Sie können zurückspringen, Sie können spulen und dergleichen. Und das wäre jetzt nicht so einfach, wenn Sie nur ein teil einer ganzen Gruppe wären, die den gleichen Videostream parallel zugestellt bekommt. Der Nachteil ist natürlich, dass, dadurch dass der Video2Brain-Server für jeden Client den Kanal zur Verfügung stellt, muss der ordentlich Bandbreite vorhalten. Aber das ist bei Video2Brain kein Thema. Hier sehen wir eine Broadcast Darstellung und ein Broadcast ist eine sozusagen Eins-zu-Alle Verbindung. Das heißt, ich versuche mit meinem Sender alle Empfänger im Netzwerk zu erreichen. ja und wo kommt das zum Einsatz zum Beispiel? Wenn ich als Sender einen Dienst im Netz ankündigen möchte, dann broadcaste ich den sozusagen ins Netz rein oder auch andersrum, Wenn ich als Sender einen Dienst suche, dann schicke ich eine Nachricht an alle Empfänger im Netzwerk und frage nach dem Dienst. ja und im besten Fall antwortet dann der gesuchte Dienst. Anders sieht es bei einer Multicast Verbindung aus, die ich an dieser Stelle als Eins-zu Einige Verbindung bezeichnet habe. Und hier geht es also nicht darum, dass ich ein ganz bestimmten Host adressieren möchte, also einen ganz bestimmten Empfänger und ich möchte auch nicht alle Empfänger adressieren, sondern ich möchte einige adressieren. Und zwar diejenigen, die mitmachen wollen. Jetzt ist es ja in der Regel so, dass ich pro Empfänger eine einzige Adresse habe und wenn sich zwei Empfänger die gleiche Adresse geben, dann gibt es ein Adresskonflikt. Bei Multicast ist das ein bisschen anders. Es gibt für Multicasting sowohl auf Mac-Ebene, als auch auf IP-Ebene bestimmte Adressbereiche und diese Adressbereiche sind zu diesem Zweck geschaffen worden. Das bedeutet, es können sich eins, zwei, , drei, vier, fünf, viele Clients ein und dieselbe Adresse geben. Und der Multicast-Datenstrom, der wird dann letztlich nur an diese sogenannte Multicastadresse geschickt. Das hat natürlich Vor- und Nachteile, und auch bestimmte Einsatzszenarien, zum Beispiel beim Deployment kommt Multicasting zum Einsatz. Der Vorteil einer Multicast Verbindung ist, dass sich die Netzwerklast letzten Endes in die Netzwerkinfrastruktur auslagert. Das bedeutet, dass ich am Sender den Datenstrom nur ein einziges Mal abschicke. Und zwar an Multicast-fähige Geräte und dann Beispielweise der Switch oder der Router den Datenstrom an die Multicast-fähigen Clients verteilt. Es gibt auch einen Nachteil, wenn eine Multicast-Übertragung angefangen hat, dann kann ich sie nicht mehr so einfach stoppen. Das heißt Beispielwiese, wenn ich ein Multicast-Deployment mache und die Clients jetzt alle mit einem Betriebssystem betankt werden und ein Client springt ab, dann kann der nicht einfach in die Session wieder hineinspringen, sondern er muss warten und gegeben falls bei einer neuen Multicast-Übertragung mitmachen. Anycasting ist jetzt ein Spezialfall einer Verbindung, eine Eins-zu-Nächstgelegenen Ziel Verbindung. Ja und was verbirgt sich dahinter? Wir haben an dieser Stelle nicht nur eine Ziel-IP, sondern wir haben zwei Ziel-IPs. Und diese zwei Zeil-IPs sind auch noch identisch. Und das, was im Unicasting eigentlich verboten ist, nämlich zwei identische Ziel-IPs, würde ja einen Adresskonflikt bedeuten, das ist bei Anycasting Programm. Die identischen Ziel-IPs werden beim Anycasting von der Routing-Struktur voneinander abstrahiert und wenn ein Client auf eine Ziel-IP zugreifen möchte, dann wird er von der Routing-Infrastruktur auf dem kürzesten Weg zu der, ihm am nächstgelegenen Ziel-IP, geleitet. In diesem Beispiel möchte der linke Host auf seine Ziel-IP zugreifen und die Routing-Infrastruktur routet ihn auf die Ziel-IP auf den oberen Host, während ein Client, der von rechts unten kommt von der Routing-Infrastruktur auf den rechten Host geleitet wird. Ein weiterhin bekannten Anwendungszweck von Anycasting sind sicherlich die Rout-DNS-Server. Wenn wir also eine DNS-Abfrage an einen Rout-DNS-Server schicken, beispielsweise Aout-Server und wir rufen den Aout-Server von Deutschland aus auf, kann es sein, dass wir auf ein völlig anderen Host geleitet werden als wenn wir mit einem Client die identisch gleiche IP aufrufen uns aber in einem anderen Land befinden.

Netzwerkgrundlagen

Lassen Sie sich die grundlegenden Netzwerktechniken erklären und erfahren Sie anhand vieler Beispiele, wie Netzwerke in der Praxis aufgebaut werden und wie sie funktionieren.

6 Std. 38 min (63 Videos)
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